Programm von NEW bauhaus ist online

Künstliche Intelligenz, Robotik, Big Tech, Baukultur oder Biodiversität: Das Programm des Innovationsfestivals NEW bauhaus 2026 am 2. und 3. September in Weimar verbindet Themen, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. Tatsächlich folgt es einer klaren Dramaturgie – von der Analyse eines grundlegenden Systemwandels bis zu den Konsequenzen für Planung, Bauwirtschaft und Gesellschaft.

Das Innovationsfestival NEW bauhaus hat das Programm veröffentlicht. Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Bauprojekte oder technologische Innovationen, sondern die Frage, wie sich die Rahmenbedingungen für Planen, Bauen und Stadtentwicklung grundlegend verändern. Entsprechend trägt der erste Festivaltag den Titel „Neues Denken + Der Systembruch“, der zweite steht unter dem Leitmotiv „Neues Handeln + Neue Ordnung“.

Den inhaltlichen Auftakt gestalten Reiner Nagel, Sprecher des Präsidiums von NEW bauhaus, und Andreas Böhm, Geschäftsführer der B&O Gruppe. Sie skizzieren den „Systembruch“ als Ausgangspunkt für die Debatte über die Zukunft des Bauens. Im Anschluss spannt das Festival den Bogen weit über klassische Branchenthemen hinaus. Autor und Digitalexperte Sascha Lobo beleuchtet die Rolle Künstlicher Intelligenz, während weitere Formate den Einfluss von Big Tech auf Stadt und Land, die Finanzierung der Transformation, Wohnen als gesellschaftlichen Konflikt sowie neue Ansätze für Materialien, Robotik und Quartiersentwicklung behandeln.

Auch Themen, die bislang häufig außerhalb der klassischen Bau- und Immobiliendebatte verortet wurden, erhalten ihren Platz im Programm. So geht es unter anderem um Biodiversität und grüne Infrastrukturen ebenso wie um die Frage, wie ländliche Räume künftig entwickelt werden können. Panels zu Low-Tech-Bauweisen, regenerativen Baustoffen oder der Zukunft des Quartiers verdeutlichen, dass technische, ökologische und gesellschaftliche Fragestellungen zunehmend zusammen gedacht werden.

Der zweite Festivaltag knüpft daran an und richtet den Blick auf die Umsetzung. Zum Auftakt diskutieren der Sozialpsychologe und Zukunftsforscher Harald Welzer und Architekt Werner Sobek, warum Gesellschaften Veränderung einerseits einfordern, sie andererseits aber häufig blockieren. Anschließend geht es um die Zukunft der Bauwirtschaft, neue Geschäftsmodelle, Gebäudetechnik, Partizipation und die Frage, ob Baukultur gesellschaftlichen Konsens schaffen kann.

Insgesamt umfasst das Festival mehr als 40 Programmpunkte in drei Foren. NEW bauhaus versteht die Transformation der gebauten Umwelt nicht als isolierte Aufgabe der Bau- und Immobilienwirtschaft, sondern als gesellschaftlichen Veränderungsprozess, bei dem Technologie, Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur gleichermaßen gefragt sind.

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