Aktuelles aus der Immobilienbranche Mitteldeutschland 2026 – Oktober

Bautzen: Best Western Plus Hotel langfristig refinanziert +++ Dresden: Techem mietet knapp 1.500 Quadratmeter an der Zwickauer Straße +++ Leipzig: Bestandsmieten steigen unter den Metropolen am stärksten +++ Magdeburg: Stadt investiert 26,65 Millionen Euro in neue Lehrrettungswache +++ Magdeburg: Elf Mehrfamilienhäuser aus Wohnportfolio verkauft +++ Dresden: Angebotsmieten steigen seit Jahresbeginn um 3,4 Prozent +++ Jena: 48 zusätzliche Wohnungen im dotSource Campus geplant +++ Halle (Saale): Vereinfachte Bauanträge können vollständig digital eingereicht werden +++ Dresden: Sanierung des Römischen Bades geht in nächste Phase +++ Jena: Stadt muss bis 2031 weitere 210 Millionen Euro einsparen +++ Magdeburg: Stadt saniert Wege auf dem Carl-Miller-Hügel +++ Dresden: Neue Kita in Prohlis bietet Platz für 178 Kinder +++ Dresden: Kaufhaus am Altmarkt wird zum Hotel umgebaut +++ Dresden: Woolworth mietet 1.623 Quadratmeter am Postplatz

Bautzen: Best Western Plus Hotel langfristig refinanziert

Die P.A. Finanzierungsberatung hat die langfristige Umfinanzierung des Best Western Plus Hotels in Bautzen strukturiert und vermittelt. Die Immobilie gegenüber der historischen Altstadt umfasst ein Hotel mit 156 Zimmern sowie zusätzliche Gewerbe- und Büroflächen. Im Zuge der Finanzierung wurde der Mietvertrag für das Hotel langfristig verlängert. Neben den Hotelerträgen verfügt die Immobilie über Einnahmen aus weiteren Gewerbeflächen, Büroeinheiten und Nebennutzungen. Die Eigentümerseite gehört zum Umfeld eines Family Offices. Angaben zum Finanzierungsvolumen, zum Finanzierungspartner und zur Laufzeit wurden nicht gemacht.


Dresden: Techem mietet knapp 1.500 Quadratmeter an der Zwickauer Straße

Techem Energy Service mietet rund 1.498 Quadratmeter Bürofläche im Geschäftshaus Zwickauer Straße 46 in Dresden-Plauen. Das Unternehmen bezieht ab Mitte November das gesamte dritte Obergeschoss. Der Mietvertrag läuft über fünf Jahre. Vermieter der Fläche ist das TechnologieZentrumDresden. Das sanierte Geschäftshaus liegt nahe der TU Dresden und verfügt über loftartige Büroflächen. Beate Protze Immobilien vermittelte die Fläche in Kooperation mit NAI apollo.


Leipzig: Bestandsmieten steigen unter den Metropolen am stärksten

Die Angebotsmieten für Bestandswohnungen in Leipzig sind im dritten Quartal 2026 um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Damit verzeichnet Leipzig laut WohnBarometer von ImmoScout24 den stärksten Anstieg unter den acht untersuchten deutschen Metropolen. Für eine 70 Quadratmeter große Referenzwohnung werden im Bestand rund 636 Euro Kaltmiete im Monat aufgerufen. Bei neu gebauten Mietwohnungen zeigt sich dagegen eine andere Entwicklung. Die Angebotsmieten gingen in Leipzig gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent zurück. Neben Berlin mit minus 0,8 Prozent und Düsseldorf mit minus 0,1 Prozent gehört Leipzig damit zu den drei Metropolen mit sinkenden Neubaumieten. Bundesweit erhöhten sich die Angebotsmieten im Bestand im dritten Quartal um 0,5 Prozent auf 9,01 Euro pro Quadratmeter. Im Neubau stiegen sie um 1,1 Prozent auf 13,42 Euro. Gleichzeitig nahm die Nachfrage in den acht Metropolen gegenüber dem Vorquartal um sechs Prozent zu, während sie im Umland der Metropolen um drei Prozent sank.


Magdeburg: Stadt investiert 26,65 Millionen Euro in neue Lehrrettungswache

Die Landeshauptstadt Magdeburg investiert rund 26,65 Millionen Euro in eine neue Lehrrettungswache auf dem Gelände der Feuerwache Nord. Der Baustart an der Peter-Paul-Straße 12 ist für Ende Oktober vorgesehen, die Fertigstellung bis Ende Januar 2029. Der Vertrag für die Bauleistungen über rund 18,6 Millionen Euro wurde jetzt unterzeichnet. Der teilweise dreigeschossige Neubau wird direkt an die bestehende Feuerwache angebunden. Geplant sind rund 4.473 Quadratmeter Bruttogrundfläche und etwa 2.300 Quadratmeter Nutzfläche. Im Erdgeschoss entstehen unter anderem Stellplätze für fünf Rettungsdienstfahrzeuge und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge sowie eine Übungsarena für die Ausbildung. In den oberen Geschossen sind Büro-, Aufenthalts- und Ruheräume vorgesehen. Generalunternehmer ist eine Bietergemeinschaft aus Wilhelm Wallbrecht, Industriebau Wernigerode und GP Papenburg Hochbau. Die Stadt hat für das Projekt Fördermittel aus dem Länder-und-Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz beantragt.


Magdeburg: Elf Mehrfamilienhäuser aus Wohnportfolio verkauft

Die Seil Group hat den ersten Teil eines Wohnportfolios in Leipzig und Magdeburg verkauft. Der Schwerpunkt lag mit elf der insgesamt 14 veräußerten Mehrfamilienhäuser und Wohnanlagen in Magdeburg. Drei weitere Objekte befinden sich in Leipzig.

Das Portfolio umfasst insgesamt rund 232 Wohnungen mit mehr als 15.000 Quadratmetern Mietfläche. Die Immobilien wurden überwiegend einzeln veräußert. Das Transaktionsvolumen liegt nach Angaben von Seil im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Seil Solution Partners war im Mai 2026 mit der Restrukturierung und dem Verkauf des Bestands eines Berliner Immobilienunternehmens beauftragt worden. Die Immobilien waren auf mehrere Gesellschaften und Finanzierer verteilt. Im Oktober soll die Vermarktung eines zweiten Portfolioteils in und um Magdeburg und Leipzig beginnen. Vorgesehen ist der Verkauf von zehn weiteren Objekten sowie mehreren WEG-Paketen.


Dresden: Angebotsmieten steigen seit Jahresbeginn um 3,4 Prozent

Die Angebotsmieten für Bestandswohnungen in Dresden sind seit Jahresbeginn um 3,4 Prozent gestiegen. Damit gehört die Stadt laut aktuellem Mietkompass von immowelt zu den Großstädten mit überdurchschnittlich hohen Mietsteigerungen. Im Durchschnitt werden Bestandswohnungen für 9,59 Euro pro Quadratmeter angeboten. Zum Vergleich: In den 15 größten deutschen Städten erhöhten sich die Angebotsmieten im selben Zeitraum durchschnittlich um 2,9 Prozent. Deutschlandweit lag der Anstieg bei 2,1 Prozent auf 10,83 Euro pro Quadratmeter. Deutlich schwächer entwickelten sich die Mieten in Leipzig. Dort verzeichnet immowelt seit Jahresbeginn ein Plus von 1,3 Prozent auf 9,68 Euro pro Quadratmeter – den geringsten Anstieg unter den 15 untersuchten Großstädten. Damit liegt Leipzig beim Mietniveau zwar weiterhin leicht über Dresden, die Differenz beträgt jedoch nur noch neun Cent pro Quadratmeter.


Jena: 48 zusätzliche Wohnungen im dotSource Campus geplant

Im geplanten dotSource Campus an der Saalbahnhofstraße in Jena sollen 48 zusätzliche Wohnungen entstehen. Dafür werden rund 2.000 Quadratmeter ursprünglich vorgesehene Bürofläche im vierten und fünften Obergeschoss des Sockelgebäudes umgenutzt. Der Stadtrat hat dem dafür notwendigen Nachtrag zum Durchführungsvertrag zugestimmt. Ursprünglich waren auf den beiden Etagen Büroflächen für bis zu 200 Arbeitsplätze geplant. Insgesamt sollte der Campus rund 850 Büroarbeitsplätze bieten. Aufgrund des gesunkenen Flächenbedarfs wird nun mit bis zu 650 Arbeitsplätzen gerechnet. Der rechtskräftige vorhabenbezogene Bebauungsplan bleibt bestehen. Für die Anpassung nutzt Jena erstmals die neuen Regelungen des Baugesetzbuchs für den Wohnungsbau und fasste damit seinen ersten Beschluss im Rahmen des sogenannten Bauturbos. Die Quote der für Mitarbeitende vorgesehenen Wohnungen sinkt von 20 auf zehn Prozent. Absolut bleibt deren Zahl mit zehn Wohnungen unverändert.


Halle (Saale): Vereinfachte Bauanträge können vollständig digital eingereicht werden

Die Stadt Halle (Saale) ermöglicht ab sofort die vollständig digitale Einreichung von Anträgen im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren nach Paragraf 62 der Bauordnung Sachsen-Anhalt. Das Verfahren betrifft unter anderem Wohngebäude der Gebäudeklassen 1 bis 3 und macht nach Angaben der Stadt einen erheblichen Teil des jährlichen Antragsaufkommens der Bauaufsicht aus. Anträge und Bauvorlagen können rund um die Uhr digital übermittelt werden. Antragstellende erhalten eine automatische Eingangsbestätigung und können auch im weiteren Verfahren digital mit der Verwaltung kommunizieren und Unterlagen nachreichen. Eine parallele Bearbeitung durch beteiligte Stellen soll die Verfahren beschleunigen. Die Einreichung in Papierform bleibt weiterhin möglich. Damit bietet Halle vier Leistungen rund um die Baugenehmigung vollständig online an. Bereits digital verfügbar sind die Verlängerung von Baugenehmigungen, Teilbaugenehmigungen und Vorbescheiden. Als Nächstes sollen unter anderem Bauvoranfragen, das reguläre Baugenehmigungsverfahren und das Genehmigungsfreistellungsverfahren digitalisiert werden.


Dresden: Sanierung des Römischen Bades geht in nächste Phase

Die Sanierung des Römischen Bades am Schloss Albrechtsberg kommt voran. Die Instandsetzung der Kolonnaden und der Balustrade ist abgeschlossen, derzeit wird der westliche Portikus restauriert. Diese Arbeiten sollen im November 2026 beendet sein. Der gesamte erste Bauabschnitt soll bis Herbst 2027 fertiggestellt werden. Für den ersten Bauabschnitt stehen 4,2 Millionen Euro zur Verfügung. Davon stammen rund 1,43 Millionen Euro aus dem Sonderprogramm Denkmalschutz des Bundes und 1,12 Millionen Euro vom Freistaat Sachsen. Im kommenden Jahr sind Abbruch- und Rohbauarbeiten am großen Wasserbecken vorgesehen. Für den anschließenden zweiten Bauabschnitt rechnet die Stadt mit Kosten von rund einer Million Euro. Geplant sind unter anderem die Wiederherstellung des zentralen Wasserbeckens, der Brunnentechnik und weiterer historischer Elemente. Dafür wurden nach Angaben der Stadt bereits mehr als 170.000 Euro gespendet. Fördermittel bei Bund und Land wurden beantragt. In einem dritten Bauabschnitt sollen die Freianlagen wiederhergestellt werden. Zeitpunkt und Umfang der weiteren Sanierung hängen von der Finanzierung und zusätzlichen Fördermitteln ab.


Jena: Stadt muss bis 2031 weitere 210 Millionen Euro einsparen

Die Stadt Jena steht bei der Aufstellung des Doppelhaushalts 2027/2028 vor weiteren Konsolidierungen. Nach den bisherigen Einsparungen und Anpassungen verbleibt über den mittelfristigen Planungszeitraum bis 2031 ein finanzielles Defizit von rund 210 Millionen Euro. Die Stadt will weitere Maßnahmen ergreifen, um einen genehmigungsfähigen Haushalt ohne Haushaltssicherungskonzept vorzulegen.

Die ersten Bedarfsmeldungen hatten einen Konsolidierungsbedarf von 284 Millionen Euro im Ergebnisplan und 305 Millionen Euro im Finanzplan ergeben. Inzwischen wurden diese Beträge auf 172 beziehungsweise 212 Millionen Euro reduziert. Im Finanzplan sind damit weiterhin jährlich rund 42 Millionen Euro an liquiditätswirksamen Konsolidierungen erforderlich. Als Ursachen für die verschlechterte Haushaltslage nennt die Stadt unter anderem gestiegene Personal- und Sozialaufwendungen, höhere Miet- und Betriebskosten, wachsende Zuschussbedarfe und rückläufige Steuereinnahmen, insbesondere aus der Gewerbesteuer. Gleichzeitig stehen gegenüber der vorherigen Haushaltsplanung rund 30 Millionen Euro weniger Ergebnisvortrag und 57 Millionen Euro weniger Liquidität zur Verfügung. In den kommenden Wochen sollen weitere Ausgaben, Investitionen und freiwillige Leistungen auf den Prüfstand gestellt sowie zusätzliche Einnahmemöglichkeiten untersucht werden. Der Haushaltsentwurf soll am 16. Dezember 2026 in den Stadtrat eingebracht werden. Der Beschluss über den Doppelhaushalt ist für den 27. Januar 2027 vorgesehen.


Magdeburg: Stadt saniert Wege auf dem Carl-Miller-Hügel

Die Stadt Magdeburg schließt in dieser Woche die Sanierung der Wege auf dem Carl-Miller-Hügel in den südlichen Glacisanlagen ab. Auf einer Länge von rund 280 Metern wurde die wassergebundene Deckschicht nahezu vollständig erneuert. Die Arbeiten umfassen rund 800 Quadratmeter Fläche und kosten etwa 28.000 Euro. Die Sanierung hatte am 16. September begonnen. Die Grünanlage blieb während der Arbeiten zugänglich, Einschränkungen gab es jeweils nur im unmittelbaren Baustellenbereich. Die erneuerten Wege können nach Abschluss der Arbeiten wieder genutzt werden. Bis voraussichtlich Ende November sollen zudem fünf neue Bänke und vier Abfallbehälter aufgestellt werden. Material und Ausstattung wurden nach Angaben der Stadt mit der Unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt.


Dresden: Neue Kita in Prohlis bietet Platz für 178 Kinder

Die Landeshauptstadt Dresden feiert am 1. Oktober Richtfest für die neue Kindertageseinrichtung an der Herzberger Straße 31/33 in Prohlis. Der dreigeschossige Neubau mit 1.890 Quadratmetern Fläche soll Ende Juli 2027 fertiggestellt werden. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro. In der neuen Kita entstehen 178 Plätze, davon 58 für Krippen- und 120 für Kindergartenkinder. Dort werden die bisher in Containerbauten untergebrachten Einrichtungen Prohliser Entdeckerhaus und Kinderhaus Grüne Insel zusammengeführt. Zum Gebäude gehört ein knapp 3.900 Quadratmeter großes Außengelände. Der Neubau wird überwiegend in Holztafelbauweise aus vorgefertigten Elementen errichtet. Lediglich Bodenplatte und Treppenhäuser bestehen aus Stahlbeton. Vorgesehen sind außerdem ein begrüntes Flachdach mit Photovoltaikanlage, ein Aufzug sowie ein modulares Raumkonzept. Bauherr ist der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen der Landeshauptstadt Dresden, die Projektsteuerung übernimmt die STESAD. Mit der Baufeldfreimachung wurde Mitte April 2026 begonnen.


Dresden: Kaufhaus am Altmarkt wird zum Hotel umgebaut

Die Berliner Jachimowicz Group baut das ehemalige Kaufhaus am Dresdner Altmarkt zu einem gemischt genutzten Gebäude mit Hotel, Einzelhandel, Büro- und Serviceflächen sowie Wohnungen um. Wie die Dresdner Neuesten Nachrichten berichten, sind die Entkernungs- und Rohbauarbeiten bereits angelaufen. In der zweiten bis vierten Etage ist ein internationales Hotel mit rund 140 Zimmern geplant. Im Erdgeschoss bleiben Einzelhandelsflächen vorgesehen. Eine Krankenkasse soll mit ihrem Kundenzentrum die Hälfte des Erdgeschosses und das gesamte erste Obergeschoss beziehen. Im Dachgeschoss entstehen Mietwohnungen. Das Gebäude wird bis auf den Rohbau zurückgebaut. Die neue Natursteinfassade entwirft Architekt Sergei Tchoban. An der Seestraße soll ein Fassadenvorsprung aus den 1990er-Jahren entfernt werden. Die Investitionskosten liegen nach Angaben des Entwicklers im zweistelligen Millionenbereich. Die Fertigstellung ist für Sommer 2028 vorgesehen.


Dresden: Woolworth mietet 1.623 Quadratmeter am Postplatz

Woolworth hat im Wohn- und Geschäftshaus „Haus Postplatz“ in der Dresdner Innenstadt rund 1.623 Quadratmeter Einzelhandelsfläche angemietet. Der Mietvertrag für den Standort Postplatz 2 läuft zunächst über zehn Jahre. Die Eröffnung ist nach Abschluss der Ausbauarbeiten zwischen Oktober und November 2027 vorgesehen. Die Fläche befindet sich unmittelbar am zentralen ÖPNV-Knotenpunkt Postplatz. Die Anmietung wurde von Beate Protze Immobilien vermittelt. Woolworth betreibt nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Filialen in Europa und plant, sein Standortnetz weiter auszubauen. Allein in Deutschland sieht das Unternehmen Potenzial für mehr als 1.500 Geschäfte.

Woolworth mietet knapp über 1.600 Quadratmeter Einzelhandelsfläche in der Innenstadt von Dresden.

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