Hainichen: AP Capital übernimmt 527 Wohn- und Gewerbeeinheiten
Die AP Capital GmbH übernimmt zum 1. November 2026 ein Immobilienportfolio mit 527 Einheiten in Hainichen im Landkreis Mittelsachsen. Der Bestand umfasst 518 Wohnungen und neun Gewerbeeinheiten mit insgesamt rund 30.000 Quadratmetern Mietfläche sowie 177 Stellplätze. Der Ankauf ist Teil der auf Wohnimmobilien in Mitteldeutschland ausgerichteten Investmentstrategie des Unternehmens, das insbesondere Bestände mit Wertsteigerungspotenzial sucht. Zu den jüngsten Transaktionen von AP Capital gehört das C24-Portfolio mit mehr als 200 Wohnungen in Chemnitz. Darüber hinaus hat das Unternehmen zwei Geschäftshäuser in Gera und Chemnitz erworben. AP Capital prüft nach eigenen Angaben weitere Ankäufe in seinen Zielmärkten. Angaben zum Kaufpreis und zum bisherigen Eigentümer des Hainichener Portfolios wurden nicht gemacht.
Dresden: Stadt stellt 80.000 Euro für Graffitientfernung bereit
Die Landeshauptstadt Dresden hat die Stadtreinigung Dresden GmbH (SRD) mit der Entfernung illegaler Graffiti an kommunalen Gebäuden und anderen öffentlichen Flächen beauftragt. Für 2026 stehen dafür 80.000 Euro zur Verfügung, in den Folgejahren sind jeweils 100.000 Euro vorgesehen. Grundlage der Zusammenarbeit ist ein Inhouse-Vertrag. Die Stadt erfasst betroffene Flächen und legt fest, welche Standorte vorrangig gereinigt werden. Priorität haben insbesondere stark frequentierte und für das Stadtbild bedeutende Bereiche sowie Schmierereien mit verfassungsfeindlichen Inhalten. Um weitere Beschädigungen durch Nachahmer zu vermeiden, sollen diese möglichst schnell entfernt werden. Bei der Reinigung setzt die SRD unter anderem Lasertechnik ein, mit der Farb- und Schmutzschichten ohne chemische Reinigungsmittel vom Untergrund gelöst werden können. Bei Bedarf sollen zusätzlich Schutzbeschichtungen aufgetragen werden, um die Entfernung künftiger Graffiti zu erleichtern.
Heilbad Heiligenstadt: Baustart für neues Eichsfeld Klinikum mit 290 Einzelzimmern
In Heilbad Heiligenstadt beginnt der Neubau des Eichsfeld Klinikums. Mit dem Vorhaben sollen bisher dezentrale Krankenhausstandorte an einem zentralen Gesundheitscampus zusammengeführt werden. Geplant sind 290 Einbettzimmer sowie eine stärkere Verzahnung von stationärer und ambulanter Versorgung. Digitale Anwendungen sollen die medizinischen Abläufe unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen verbessern. Der Neubau wird vom Freistaat Thüringen gefördert. Zu den Projektbeteiligten gehören der Landkreis Eichsfeld, die St. Vincenz Stiftung in Heiligenstadt und die St. Elisabeth Stiftung in Worbis. Mit dem neuen Standort soll die medizinische Versorgung im Landkreis langfristig gebündelt werden.
Stollberg: Freistaat investiert zwölf Millionen Euro in Sanierung des Finanzamtes
Der Freistaat Sachsen beginnt voraussichtlich im Dezember 2026 mit der Sanierung des Finanzamtes in Stollberg. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund zwölf Millionen Euro. Neben der Modernisierung des Bestandsgebäudes ist der Abriss eines ehemaligen Wohnhauses und die Errichtung eines funktionalen Ersatzneubaus an dessen Stelle vorgesehen. Die Arbeiten sollen bis Ende 2029 abgeschlossen sein. Um den laufenden Betrieb während der Bauphase sicherzustellen, zieht das Finanzamt vorübergehend in angemietete Räume an der Albrecht-Dürer-Straße 23 um. Dort stehen rund 2.000 Quadratmeter zur Verfügung. Der Umzug ist ab Ende Oktober geplant, die Nutzung soll Anfang November beginnen. Nach der vollständigen Räumung des bisherigen Standorts können die Abbrucharbeiten starten. Die Projektleitung übernimmt die Niederlassung Chemnitz des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement.
Jena: Neuer Flächennutzungsplan für Stadtentwicklung bis 2035 in Kraft
Der fortgeschriebene Flächennutzungsplan der Stadt Jena ist mit seiner öffentlichen Bekanntmachung am 29. Oktober 2026 wirksam geworden. Das Thüringer Landesverwaltungsamt hatte den Plan zuvor genehmigt. Damit verfügt die Stadt über einen aktualisierten Planungsrahmen für die Wohnungsbau- und Gewerbeflächenentwicklung, die Infrastruktur sowie den Schutz von Freiräumen bis 2035. Angesichts begrenzter Flächenressourcen setzt Jena auf eine kompakte Stadtentwicklung und die Anpassung an den Klimawandel. Rund 80 Prozent des Stadtgebiets bleiben im Plan als Freiflächen ausgewiesen. Der Fortschreibung ging ein mehrjähriges Beteiligungsverfahren voraus, bei dem der Vorentwurf 2023 und der Planentwurf 2025 öffentlich ausgelegt wurden. Den abschließenden Feststellungsbeschluss fasste der Stadtrat im Juli 2026. Der Flächennutzungsplan bildet die Grundlage für künftige Bebauungspläne und städtebauliche Entscheidungen, schafft jedoch selbst noch kein unmittelbares Baurecht für einzelne Grundstücke.
Mittweida: Rohbau für 29 Millionen Euro teuren Hochschulneubau fertiggestellt
An der Hochschule Mittweida ist der Rohbau für die neue Hochschulbibliothek mit integriertem Archiv fertiggestellt. Der Freistaat Sachsen investiert rund 29 Millionen Euro in das Vorhaben, das auch die Neugestaltung des Campusplatzes und notwendige Infrastrukturmaßnahmen umfasst. Das knapp 20 Meter hohe Gebäude entsteht seit Sommer 2025 unter Projektleitung des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement und soll bis Ende 2028 fertiggestellt werden. Auf fünf Geschossen stehen künftig rund 3.300 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Geplant sind neben Bibliotheks- und Archivbereichen flexible Gruppenarbeitsräume, Leseplätze, Veranstaltungsflächen und eine Cafeteria. Der Neubau bildet zugleich die südliche Begrenzung des Campusplatzes, der als Veranstaltungsfläche neu gestaltet wird. Die Bauarbeiten hatten bereits Ende 2023 mit Leitungsverlegungen und dem aufwendigen Aushub der Baugrube begonnen. Für den Rohbau wurden rund 3.200 Kubikmeter Beton und 400 Tonnen Stahl verarbeitet.
Halle (Saale): Kommunale Schulden in Sachsen-Anhalt steigen auf 9,4 Milliarden Euro
Die integrierte Verschuldung der Kommunen in Sachsen-Anhalt ist 2025 um 5,86 Prozent auf 9,43 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht 4.439 Euro je Einwohner und einem Zuwachs von 273 Euro gegenüber dem Vorjahr. Bundesweit fiel der Schuldenanstieg mit 9,88 Prozent höher aus. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt entfielen 5,5 Milliarden Euro beziehungsweise rund 58 Prozent der kommunalen Verbindlichkeiten auf öffentliche Fonds, Einrichtungen und Unternehmen. Die Kernhaushalte waren mit 3,56 Milliarden Euro verschuldet. Die höchste Pro-Kopf-Verschuldung verzeichnete Halle (Saale) mit 8.825 Euro, gefolgt von Könnern mit 6.665 Euro, Nienburg (Saale) mit 6.288 Euro und Magdeburg mit 6.040 Euro. Auch absolut lag Halle (Saale) mit knapp zwei Milliarden Euro vor Magdeburg mit 1,47 Milliarden Euro. Die Modellrechnung berücksichtigt neben den kommunalen Haushalten auch anteilige Schulden ausgelagerter öffentlicher Unternehmen gegenüber nicht öffentlichen Gläubigern.
Neustadt in Sachsen: 9,4 Millionen Euro für neues Gewerbegebiet auf Industriebrache
Der Freistaat Sachsen und der Bund fördern die Umwandlung einer zehn Hektar großen Industriebrache am Karrenberg in Neustadt in Sachsen mit 9,4 Millionen Euro. Die Mittel decken 90 Prozent der förderfähigen Kosten des insgesamt knapp 10,5 Millionen Euro teuren Vorhabens. Auf dem Gelände einer ehemaligen Milchviehanlage sollen zunächst Abfälle beseitigt, ein 9.000 Quadratmeter großes Stallgebäude und 15 Betonsilos abgerissen werden. Anschließend sind die Erschließung mit einer neuen Straße sowie der Bau von Wasser- und Abwasserleitungen vorgesehen. Die Arbeiten sollen bis September 2028 abgeschlossen sein. Erste Unternehmensansiedlungen sind ab diesem Zeitpunkt möglich, Interessenbekundungen liegen bereits vor. Das seit den 1990er-Jahren brachliegende Areal gehört der städtischen Industrie-Center Neustadt GmbH, die Mitte 2026 die letzten Grundstücke erworben hat.
Dessau-Roßlau: IMAXXAM verkauft Büroimmobilie mit 2.670 Quadratmetern
IMAXXAM hat ein Bürogebäude an der Antoinettenstraße 33 in Dessau-Roßlau aus dem Fonds „Property Invest Germany“ an einen regionalen Eigennutzer verkauft. Die 1994 errichtete Immobilie gehört zum Fürst-Leopold-Carré und verfügt über rund 2.670 Quadratmeter Mietfläche sowie elf Stellplätze auf einem 809 Quadratmeter großen Grundstück. Der Vermietungsstand beträgt derzeit rund 75 Prozent. Zu den Mietern zählen Allianz und AOK. Das Gebäude war 2019 im Rahmen eines Portfolioankaufs in den Fonds aufgenommen worden und wird nun aufgrund einer veränderten Anlagestrategie veräußert. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Die rechtliche Beratung übernahm LPA Law, die steuerliche Begleitung Schiedermair Rechtsanwälte.
Hainichen: Rund 600 Wohnungen der insolventen HWG wechseln den Eigentümer
Rund 600 Wohnungen der insolventen Hainichener Wohnungsgesellschaft (HWG) im Landkreis Mittelsachsen wechseln zum 1. November den Eigentümer. Das berichtet die Freie Presse. Betroffen sind vor allem Bestände in der Friedrich-Gottlob-Keller-Siedlung. Die Verwaltung übernimmt die Via Domo Hausverwaltung aus Chemnitz. Bestehende Mietverträge bleiben gültig, auch die Mietzahlungen sollen zunächst unverändert erfolgen. In der Siedlung ist eine Anlaufstelle mit regelmäßigen Mietersprechstunden vorgesehen. Nicht verkauft wurden bislang Wohnungen am Ottendorfer Hang und an der Ottendorfer Straße. Für diese sucht der Insolvenzverwalter weiterhin Käufer. Die ehemals kommunale HWG hatte ihre Bestände 2008 an die KWG Kommunale Wohnen AG verkauft. Im Juli 2025 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet.
Nohra: Tekpoint mietet rund 23.200 Quadratmeter im FOCUS Logistikpark
REALOGIS hat rund 23.175 Quadratmeter im FOCUS Logistikpark in Nohra bei Weimar an den Telekommunikations- und Elektronikgroßhändler Tekpoint vermittelt. Das Unternehmen bezieht zwei der drei Halleneinheiten des von BGO und PRODAC Industrial Real Estate entwickelten Neubaus am Grunstedter Weg 7. Die Mietfläche umfasst rund 20.674 Quadratmeter Hallenfläche, 924 Quadratmeter Büro- und Sozialflächen sowie 1.577 Quadratmeter Lagermezzanin. Der Logistikpark wurde auf einem rund 55.000 Quadratmeter großen Grundstück errichtet und verfügt über insgesamt 34.602 Quadratmeter Mietfläche. Davon sind noch rund 11.427 Quadratmeter verfügbar. Das DGNB-Gold-zertifizierte Gebäude wird mit Wärmepumpen beheizt und verfügt über eine Hallenhöhe von 12,20 Metern. Der Standort liegt nahe der A4 und rund elf Kilometer vom Güterverkehrszentrum Erfurt entfernt.
Barleben: Grundstein für 420 Millionen Euro teuren LKA-Neubau gelegt
In Barleben im Landkreis Börde ist der Grundstein für die neue Zentrale des Landeskriminalamtes (LKA) Sachsen-Anhalt gelegt worden. Auf einem mehr als sieben Hektar großen Grundstück im Technologiepark Ostfalen entsteht ein Gebäudekomplex mit über 20.000 Quadratmetern Raumfläche für mehr als 700 Beschäftigte. Das Investitionsvolumen beträgt rund 420 Millionen Euro. Der Umzug der Behörde ist für 2029 vorgesehen. Die Bauarbeiten laufen bereits seit rund einem Jahr. Der Neubau ist derzeit das größte Bauvorhaben der Landespolizei Sachsen-Anhalt und wird von der Immobilien- und Projektmanagementgesellschaft Sachsen-Anhalt (IPS) im Auftrag des Landes realisiert. Neben Büroflächen entstehen rund 3.500 Quadratmeter EU-zertifizierte Laborflächen, darunter Chemie- und Biologielabore. Vorgesehen sind außerdem Räume für Aus- und Fortbildung, Sport- und Umkleidebereiche, Lagerflächen sowie Stellplätze und Garagen für Dienstfahrzeuge. Die technische Ausstattung umfasst eine neue Server- und Netzwerkinfrastruktur. Bislang ist das LKA auf mehrere Standorte in Magdeburg und Schönebeck verteilt. Wegen erheblicher Sanierungsbedarfe und begrenzter Raumkapazitäten wurde eine Modernisierung des bisherigen Hauptgebäudes bei laufendem Betrieb als unwirtschaftlich verworfen. Vor der Standortentscheidung hatte das Land insgesamt 20 Liegenschaften geprüft. Für Barleben sprachen insbesondere die Verkehrsanbindung und die Möglichkeit, die erforderlichen Sicherheitsstandards umzusetzen.
Erfurt: TAP Fondsplus will Wohnungen im ehemaligen TA-Hochhaus zurückkaufen
TAP Fondsplus will die bereits verkauften Wohnungen im ehemaligen TA-Hochhaus am Erfurter Juri-Gagarin-Ring zurückerwerben, um eine Lösung für das seit längerer Zeit stockende Umbauprojekt zu finden. Wie die Ostthüringer Zeitung berichtet, strebt Geschäftsführer René Warzecha bis Ende 2026 eine Einigung an. Von den insgesamt 121 Wohnungen befinden sich noch rund zwei Drittel im Eigentum der Erwerber. Im Mai hatte TAP Fondsplus angeboten, die Einheiten für 88 Prozent der eingezahlten Kaufsumme zurückzukaufen. Vor wenigen Tagen erhielten nahezu alle Käufer neue individuelle Angebote mit nach Unternehmensangaben deutlich verbesserten Konditionen. Die Rückzahlungen sollen durch eine gutachterliche Stellungnahme und eine Versicherung abgesichert werden. TAP Fondsplus hatte das Projekt vor rund zwei Jahren von der Gröner-Gruppe übernommen. Zu diesem Zeitpunkt ruhten die Bauarbeiten bereits seit mehreren Monaten. Mit dem geplanten Rückerwerb will die Gesellschaft wieder die Verfügungsgewalt über die Wohnungen erhalten und damit die Voraussetzungen für eine Fortführung des Umbaus schaffen. Ob und wann die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden können, ist weiterhin offen.
Dresden: Technische Sammlungen werden für 20,4 Millionen Euro saniert
Die Stadt Dresden beginnt im November 2026 mit der umfassenden Sanierung des denkmalgeschützten Ernemann-Baus in Striesen. Die Technischen Sammlungen Dresden schließen deshalb ab dem 2. November für Besucher. Die Bauarbeiten sollen bis Herbst 2029 abgeschlossen sein. Teile des Science Centers werden ab Frühjahr 2027 vorübergehend im Stadtmuseum im Landhaus am Pirnaischen Platz gezeigt. Im Mittelpunkt stehen die energetische Sanierung und die Verbesserung des Brandschutzes. Rund 2.300 Quadratmeter Dachfläche, 1.400 Quadratmeter Fassade sowie etwa 600 Fenster und die Türen werden denkmalgerecht saniert beziehungsweise erneuert. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage vorgesehen. Der 48 Meter hohe Turm erhält einen zweiten Fluchtweg. Zudem werden die Brandmeldeanlage und die Sicherheitsbeleuchtung modernisiert. Die ersten Arbeiten betreffen die Sicherung der Flucht- und Rettungswege. Anfang 2027 beginnt der Rückbau der Hofkellerdecke, für den eine Baustellenzufahrt von der Junghansstraße eingerichtet wird. Ab Juli 2027 sollen die weiteren Sanierungsarbeiten folgen. Mit der Planung ist die Dresdner Architektengemeinschaft KKS – Architekten und Peter Zirkel Architekten beauftragt. Für die energetische Sanierung sind 13,8 Millionen Euro vorgesehen. Davon sollen bis zu sechs Millionen Euro aus einem Bundesförderprogramm kommen, die verbleibenden 7,8 Millionen Euro finanziert die Stadt. Weitere 1,6 Millionen Euro stehen für Sicherungsmaßnahmen und den Rückbau der Hofkellerdecke bereit. Zusätzlich sind ab 2029/2030 rund fünf Millionen Euro für die Neugestaltung des Innenhofs als „Garten der Wissenschaften“ eingeplant.
Leipzig: Logistikflächenumsatz sinkt leicht auf 180.400 Quadratmeter
Der Logistikimmobilienmarkt in der Region Leipzig hat in den ersten neun Monaten 2026 einen Flächenumsatz von rund 180.400 Quadratmetern erzielt. Das entspricht einem Rückgang von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der reine Vermietungsumsatz stieg dagegen um neun Prozent auf 166.000 Quadratmeter. Das geht aus dem aktuellen Colliers-Marktbericht hervor. Größte Nutzergruppe waren Logistikdienstleister mit einem Anteil von 55 Prozent am Flächenumsatz, gefolgt von Produktionsunternehmen mit 27 Prozent und Handelsunternehmen mit 16 Prozent. Großabschlüsse dominierten das Marktgeschehen: 67 Prozent des Flächenumsatzes entfielen auf Verträge über mehr als 10.000 Quadratmeter. Zu den größten Abschlüssen gehörten Antonov Logistics Salis mit 26.300 Quadratmetern in Nordsachsen, Böhm & Schaaf mit 24.100 Quadratmetern im Saalekreis und DSV mit 20.000 Quadratmetern im Landkreis Leipzig. Regional führte der Saalekreis mit 57.400 Quadratmetern beziehungsweise 32 Prozent des gesamten Flächenumsatzes. Es folgten der Landkreis Leipzig mit 47.400 Quadratmetern und Nordsachsen mit 44.800 Quadratmetern. Die Spitzenmiete blieb bei 5,90 Euro pro Quadratmeter stabil. Die Durchschnittsmiete erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent auf 5,50 Euro. Nach Einschätzung von Colliers begrenzen die weiterhin hohen Flächenverfügbarkeiten derzeit das Mietwachstum. Da für 2027 keine weiteren Projektentwicklungen vorgesehen sind, erwartet das Unternehmen mittelfristig eine stärkere Mietpreisdynamik. Am Investmentmarkt herrscht dagegen Stillstand. In den ersten drei Quartalen wurde kein Transaktionsvolumen mit Logistikimmobilien registriert, während Grundstücke für rund 16 Millionen Euro gehandelt wurden. Colliers führt die Zurückhaltung auf das hohe Flächenangebot und den unterdurchschnittlichen Flächenumsatz zurück. Zugleich gab es eine zunehmende Zahl von Flächengesuchen, unter anderem aus dem Verteidigungssektor.


