Köln: Siegerentwurf für Neues Quartier Bickendorf steht fest
Instone Real Estate hat den städtebaulichen Wettbewerb für das Neue Quartier Bickendorf (NQB) abgeschlossen. Die Jury kürte den gemeinsamen Entwurf von ASTOC Architects and Planners und RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten einstimmig zum ersten Preisträger. Er bildet die Grundlage für das anschließende Bebauungsplanverfahren. Auf dem rund 17 Hektar großen ehemaligen Gewerbeareal in Köln-Bickendorf plant Instone ein gemischt genutztes Quartier mit Wohnungen, Gewerbeflächen und weiteren Nutzungen. Der Siegerentwurf sieht großzügige Grün- und Freiräume vor, die das neue Quartier mit den angrenzenden Stadtbereichen verbinden sollen. Die städtebauliche Struktur ist auf eine flexible Weiterentwicklung ausgelegt. An dem zweiphasigen Wettbewerb beteiligten sich zunächst zwölf Planungsteams, von denen sechs in die zweite Runde einzogen. Hinweise aus einer öffentlichen Präsentation der anonymisierten Entwürfe flossen in die weitere Bearbeitung ein. Der Kölner Stadtrat hatte zuvor das gemeinsam entwickelte räumliche Leitbild beschlossen und den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst.
Hamburg: Urban Campus Nr. 1 vermietet rund 46.500 Quadratmeter
Der Immobilien-Spezialfonds Urban Campus Nr. 1 von Union Investment und Investa Capital Management hat in den ersten drei Quartalen 2026 insgesamt 29 Neu- und Nachvermietungen über rund 46.500 Quadratmeter abgeschlossen. Die unter der Marke The Plant geführten Flächen entsprechen rund 20 Prozent der Gesamtfläche des Fonds. Damit wurden nach Angaben der Unternehmen jährliche Mieteinnahmen von rund acht Millionen Euro gesichert. Zu den neuen Mietern in The Plant Bochum gehören Trafineo mit rund 1.100 Quadratmetern und die Schufa mit rund 1.550 Quadratmetern. In Mannheim hat der Internationale Bund seine Mietfläche auf 6.000 Quadratmeter erweitert. Damit ist der dortige High-Tech-Park vollständig vermietet. In Fürth wurde zudem ein Mietvertrag mit einer Körperschaft des öffentlichen Rechts über 14.300 Quadratmeter um fünf Jahre verlängert. In The Plant Dortmund übernimmt Leonardo Hotels den Betrieb des bislang als Steigenberger Hotel geführten Hauses. Mit dem Betreiber wurde ein langfristiger Pachtvertrag sowie ein gemeinsames Investitionsprogramm für die Immobilie vereinbart. Der 2016 aufgelegte Spezialfonds hält derzeit acht Campus-Immobilien in Deutschland.
Wiesbaden: Auftragseingang im Bauhauptgewerbe bricht im Juli ein
Der reale Auftragseingang im deutschen Bauhauptgewerbe ist im Juli 2026 gegenüber dem Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 9,2 Prozent gesunken. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, gingen die Bestellungen sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau deutlich zurück. Im Hochbau verringerte sich der Auftragseingang gegenüber Juni um 8,4 Prozent, im Tiefbau um zehn Prozent. Gegenüber Juli 2025 lag der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im gesamten Bauhauptgewerbe 1,9 Prozent niedriger. Nominal wurde dagegen ein Plus von 2,7 Prozent verzeichnet. Ein weniger negatives Bild ergibt der Dreimonatsvergleich. Von Mai bis Juli lagen die realen Auftragseingänge kalender- und saisonbereinigt 2,7 Prozent über den drei Monaten zuvor. Dabei sank das Auftragsvolumen im Hochbau um 2,7 Prozent, während der Tiefbau um 7,6 Prozent zulegte. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe erhöhte sich im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat real um 4,6 Prozent. Nominal lag er 9,4 Prozent höher.
Eschborn: Trevista erreicht bei BREEAM-Rezertifizierung „Exzellent“
Aroundtown hat für den Bürokomplex Trevista im Eschborner Helfmann-Park die BREEAM-Rezertifizierung mit der Bewertung „Exzellent“ erhalten. Bei der Erstzertifizierung war die Bestandsimmobilie mit „Gut“ bewertet worden. Zu den Maßnahmen am Standort gehören eine Photovoltaikanlage, wassersparende Armaturen und ein digitales Monitoring des Wasserverbrauchs. Nach Angaben von Aroundtown liegt der Endenergieverbrauch rund 39 Prozent unter dem lokalen Vergleichswert. Rund 44 Prozent des Grundstücks sind als Grünfläche gestaltet, hinzu kommt eine extensive Dachbegrünung. Für die digitale Infrastruktur verfügt das Gebäude zudem über eine WiredScore-Gold-Zertifizierung. Der Bürokomplex im Helfmann-Park 8–10 bietet flexibel nutzbare Büroflächen. Zur Immobilie gehören rund 400 Tiefgaragenstellplätze, darunter 24 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge, sowie Gastronomie- und Terrassenflächen.
Düsseldorf: Mehrfamilienhaus mit 14 Wohnungen in Gerresheim verkauft
Aengevelt Immobilien hat im Auftrag einer Erbengemeinschaft ein vollvermietetes Mehrfamilienhaus in Düsseldorf-Gerresheim vermittelt. Käufer ist eine Immobiliengesellschaft, die das Objekt zur weiteren Wertschöpfung und möglicherweise zur späteren Aufteilung in Eigentumswohnungen erworben hat. Die Immobilie umfasst 14 Wohnungen mit insgesamt rund 900 Quadratmetern Mietfläche sowie 14 Tiefgaragenstellplätze. Die Bruttoanfangsrendite beträgt nach Angaben von Aengevelt rund 5,3 Prozent. Der Kaufpreis liegt im siebenstelligen Euro-Bereich, die genaue Höhe wurde nicht genannt. Aengevelt sieht insbesondere in einer möglichen Aufteilung Wertsteigerungspotenzial. 2025 wurden in Düsseldorf rund 3.250 Eigentumswohnungen verkauft und damit 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Der damit erzielte Geldumsatz stieg um 23 Prozent auf rund 1,26 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2026 erhöhte sich die Zahl der Verkäufe nach Angaben des Immobilienberaters nochmals um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, der Geldumsatz um 15 Prozent.
Berlin: Otto Wulff startet Bau von 43 Eigentumswohnungen in Mitte
Otto Wulff Projektentwicklung hat mit dem Bau des Wohnprojekts The Mind in der Boyenstraße 38 in Berlin-Mitte begonnen. Auf dem Grundstück entstehen 43 Eigentumswohnungen. Die Fertigstellung ist für 2028 vorgesehen. Der Entwurf stammt vom Berliner Architekturbüro Studio Mars. Geplant sind unter anderem Balkone und Terrassen sowie ein begrünter Innenhof. Nach Abschluss der vorbereitenden Arbeiten sollen nun die Rohbauarbeiten beginnen. Das Gebäude wird im KfW-55-Standard geplant und über Fernwärme versorgt. Vorgesehen sind außerdem eine Photovoltaikanlage, Dachbegrünungen und energieeffiziente Gebäudetechnik. Der Vertrieb der Eigentumswohnungen läuft bereits und wird von Best Place übernommen. Angaben zur Höhe der Investition oder zum Anteil der bislang verkauften Wohnungen machte Otto Wulff nicht.
Gelsenkirchen: Bauhaus eröffnet Fachmarkt in ehemaliger Hellweg-Filiale
Bauhaus hat in Gelsenkirchen einen neuen Fachmarkt mit rund 13.000 Quadratmetern eröffnet. Dafür wurde innerhalb von vier Monaten eine im Februar geschlossene Filiale der insolventen Baumarktkette Hellweg an der Grothusstraße 22 umgebaut. Bauhaus kehrt damit nach rund 20 Jahren nach Gelsenkirchen zurück. Das berichtet das Fachmedium stores+shops. Ein Schwerpunkt des Standorts liegt auf Handwerks- und Gewerbekunden. Dafür wurde ein „Profi Depot“ in die Verkaufsfläche integriert und um ein rund 500 Quadratmeter großes, überdachtes und befahrbares Abhollager ergänzt. Insgesamt umfasst das Sortiment vor Ort rund 50.000 Produkte in 15 Fachabteilungen. Hinzu kommt ein rund 3.200 Quadratmeter großer Stadtgarten. Auf dem Gelände stehen rund 230 Pkw-Stellplätze sowie acht Ladepunkte für Elektrofahrzeuge zur Verfügung. Im Zuge des Umbaus wurden die Beleuchtung auf LED umgestellt und die elektrische Infrastruktur modernisiert. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach wurde bislang nicht realisiert.
Mit dem neuen Markt betreibt Bauhaus 39 Fachcentren in Nordrhein-Westfalen. Der frühere Gelsenkirchener Standort an der Ulrichstraße war 2007 geschlossen worden.
Nürnberg: Immobilienpreise an Autostandorten entwickeln sich zunehmend unterschiedlich
Die Krise der Automobilindustrie schlägt sich bislang nicht flächendeckend auf die Wohnungsmärkte an deutschen Produktionsstandorten nieder. Allerdings entwickeln sich einzelne stark von der Branche abhängige Städte schwächer als der Gesamtmarkt. Das zeigt eine Analyse von Immowelt zur Entwicklung der Angebotskaufpreise und -mieten für Bestandswohnungen an 50 Automobil- und Zulieferstandorten innerhalb der vergangenen zwölf Monate. Besonders deutlich fällt der Rückgang in Salzgitter aus. Dort sanken die Angebotspreise um 5,4 Prozent auf 1.624 Euro je Quadratmeter, während die Angebotsmieten lediglich um 0,4 Prozent zulegten. In Braunschweig gingen die Kaufpreise um ein Prozent auf 3.100 Euro zurück. Anders entwickelt sich Wolfsburg: Dort stiegen die Angebotspreise um 4,8 Prozent auf 2.664 Euro je Quadratmeter, während die Mieten um 0,7 Prozent auf 8,23 Euro zurückgingen. Auch in Sachsen zeigt sich kein einheitliches Bild. In Zwickau sanken die Kaufpreise um ein Prozent auf 1.113 Euro je Quadratmeter, in Chemnitz um 0,9 Prozent auf 1.408 Euro. Leipzig verzeichnete noch ein Plus von 0,3 Prozent. In Dresden stiegen die Angebotspreise dagegen um 5,5 Prozent und die Mieten um 4,2 Prozent. An mehreren süddeutschen Standorten legten die Kaufpreise ebenfalls weiter zu. Immowelt ermittelte für Ingolstadt ein Plus von 5,8 Prozent, für Würzburg 6,3 Prozent und für Schweinfurt 6,4 Prozent. In Stuttgart gingen die Preise dagegen um ein Prozent auf 4.265 Euro je Quadratmeter zurück, während Sindelfingen einen Anstieg von 5,1 Prozent verzeichnete. Bundesweit erhöhten sich die Angebotspreise für Bestandswohnungen im gleichen Zeitraum laut Immowelt um durchschnittlich 3,4 Prozent, die Angebotsmieten um 2,5 Prozent. Einen kausalen Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Automobilindustrie und den jeweiligen Immobilienpreisen weist die Analyse nicht nach; sie stellt die zeitliche Entwicklung an ausgewählten Automobil- und Zulieferstandorten gegenüber.
Frankfurt am Main: Seil verkauft 248 Wohnungen für rund 20 Millionen Euro
Seil Real Estate hat im Auftrag eines international tätigen, börsennotierten Verkäufers ein Wohnportfolio mit 248 Einheiten in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg vermarktet. Das Portfolio umfasst rund 16.400 Quadratmeter Mietfläche und ein Gesamtvolumen von etwa 20 Millionen Euro. Statt eines Verkaufs im Paket wurden die Immobilien in kleinere und mittelgroße Wohnungspakete aufgeteilt. Ein Großteil der Transaktionen ist nach Angaben von Seil bereits notariell beurkundet, für die übrigen Pakete laufen exklusive Verhandlungen mit potenziellen Käufern. Zu den Standorten gehören Heidenheim, Worms, Kaiserslautern und Bad Kreuznach. Als Käufer traten regionale und private Investoren sowie auf die Aufteilung und den Kapitalanlagevertrieb spezialisierte Unternehmen auf. Die einzelnen Transaktionen bewegen sich überwiegend zwischen einer und fünf Millionen Euro.
Berlin: Primus und Greystar planen Mietwohnungsprojekte für mehr als 600 Millionen Euro
Primus und Greystar gründen ein weiteres Joint Venture für den Mietwohnungsbau in Deutschland. Die Partner wollen rund 200 Millionen Euro Eigenkapital investieren und damit Build-to-Rent-Projekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als 600 Millionen Euro entwickeln. Im Fokus stehen Berlin, München, Hamburg und Frankfurt am Main. Eine erste Transaktion für das neue Joint Venture ist nach Angaben der Unternehmen bereits gesichert, weitere Projekte befinden sich in der Pipeline. Einzelheiten zu Standorten, Zahl der geplanten Wohnungen oder Volumen der ersten Transaktion wurden nicht genannt. Primus und Greystar arbeiten bereits in vier Joint Ventures für Mietwohnungsprojekte in Berlin zusammen. Bis Anfang 2029 sollen daraus rund 1.500 Wohnungen entstehen. Etwa 1.000 davon befinden sich bereits im Bau. Mit dem neuen Joint Venture erweitern die Unternehmen ihre Zusammenarbeit erstmals über Berlin hinaus. Die Projekte sollen langfristig auf die Vermietung ausgerichtet werden.
Berlin: Kleinanzeigen steigert Zahl gewerblicher Immobilienkunden um 20 Prozent
Mehr als 15.000 gewerbliche Immobilienkunden nutzen inzwischen die Paketlösungen von Kleinanzeigen Immobilien. Innerhalb eines Jahres stieg ihre Zahl damit nach Unternehmensangaben um rund 20 Prozent. Mitte 2025 waren es noch etwa 13.000. Zu den neuen Paketpartnern gehören seit diesem Jahr Engel & Völkers und Von Poll Immobilien. Die Immobilienkategorie von Kleinanzeigen erreicht nach Unternehmensangaben rund 17 Millionen Besucher. Das Unternehmen hat das Angebot zuletzt unter anderem um einen KI-Assistenten für Wohnungssuchende, eine Kartenansicht und eine eigene Kategorie für Neubauimmobilien erweitert. Parallel hat Kleinanzeigen seine Partnerschaftsmodelle für gewerbliche Anbieter ausgebaut. Der Immobilienbereich soll innerhalb der Plattform weiter wachsen.
Darmstadt: Hauptzollamt verlängert Mietvertrag über knapp 8.000 Quadratmeter
Die HIH Invest hat den Mietvertrag mit dem Hauptzollamt Darmstadt im Atrium Office langfristig verlängert. Die Behörde belegt knapp 8.000 Quadratmeter Bürofläche und bleibt damit Hauptmieter des Gebäudes in der Hilpertstraße 20a. Das fünfgeschossige Büro- und Verwaltungsgebäude verfügt über insgesamt rund 13.500 Quadratmeter Mietfläche. Damit nutzt das Hauptzollamt knapp 60 Prozent der Flächen. Zur Immobilie gehören unter anderem ein begrüntes Atrium, eine Dachterrasse, Lagerflächen und 176 Tiefgaragenstellplätze. Das Atrium Office liegt in der Bürostadt West im Stadtteil Darmstadt-West nahe der Bundesstraße 26. Die Immobilie gehört zum Portfolio der HIH Invest.
Berlin: Aroundtown vermietet zwei Hotels für 20 Jahre an Leonardo
Aroundtown hat zwei Hotels am Berliner Alexanderplatz langfristig an Leonardo Hotels Central Europe vermietet. Die Mietverträge für die bisherigen Häuser H2 und H4 mit zusammen 624 Zimmern und Suiten laufen jeweils über 20 Jahre. Leonardo Hotels übernimmt den Betrieb und führt die Häuser unter neuen Namen weiter. Das bisherige H4 Hotel mit 336 Zimmern und Suiten heißt künftig Hotel Berlin Alexanderplatz by Leonardo Hotels. Zum Haus gehören mehr als zehn Veranstaltungsräume für insgesamt über 700 Personen sowie Restaurant, Bar, Fitness- und Saunabereich. Das ehemalige H2 Hotel wird als Leonardo Smart Berlin Alexanderplatz betrieben. Es verfügt über 288 Zimmer und richtet sich vor allem an Freizeitgäste sowie Gruppen und Familien. Aroundtown und Leonardo Hotels arbeiten bereits an weiteren Standorten zusammen. Dazu gehört der langfristig an Leonardo vermietete Badische Hof in Baden-Baden.
Stuttgart: Stimmung unter Immobilienfinanzierern verbessert sich deutlich
Die Stimmung unter den gewerblichen Immobilienfinanzierern hat sich im dritten Quartal 2026 aufgehellt. Der Wert des BF.Quartalsbarometers stieg von minus 25,97 Punkten im Vorquartal auf minus 12,30 Punkte. Damit bleibt die Einschätzung zwar negativ, hat sich gegenüber dem zweiten Quartal aber deutlich verbessert. Das Barometer wird von der BF.direkt AG gemeinsam mit dem Handelsblatt Research Institute erstellt. 35 Prozent der Befragten berichten von einem steigenden Neugeschäft, nach 23 Prozent im zweiten Quartal. Zugleich sank der Anteil derjenigen, die ein rückläufiges Neugeschäft beobachten, von 23 auf null Prozent. Auch die Einschätzung der Finanzierungsbedingungen stabilisierte sich: 80 Prozent bewerten sie gegenüber dem Vorquartal als unverändert. Nur noch 15 Prozent sehen eine Verschlechterung, nach 46 Prozent im zweiten Quartal. Bei den Non-performing Loans meldeten 25 Prozent der Befragten einen Anstieg der NPL-Quote in den vergangenen drei Monaten, im Vorquartal waren es 31 Prozent. Bei der Hälfte blieb die Quote unverändert, bei 15 Prozent ging sie zurück. Die durchschnittliche Marge für Bestandsfinanzierungen sank leicht auf 156 Basispunkte. Bei Wohnimmobilien liegt sie mit 120 Basispunkten am niedrigsten, bei Supermärkten mit 170 Basispunkten am höchsten. Für Projektentwicklungen stieg die durchschnittliche Marge auf 273 Basispunkte. Der durchschnittliche Loan to Value bei Bestandsfinanzierungen liegt bei 64,5 Prozent, der Loan to Cost bei Projektentwicklungen bei 67,9 Prozent.
Frankfurt am Main: Lateral Towers vollständig zum Bildungscampus umgebaut
Die Stadt Frankfurt am Main hat die Umnutzung der ehemaligen Lateral Towers zum Schulstandort abgeschlossen. Nach rund zweieinhalb Jahren Umbau werden die rund 46.000 Quadratmeter Bestandsfläche seit diesem Schuljahr vollständig für Bildungszwecke genutzt. In dem früheren Bürokomplex sind das Stadtgymnasium Frankfurt, das Margot-Friedländer-Gymnasium und vorübergehend die Julius-Leber-Schule untergebracht. Die Stadt hat das ehemalige Bürogebäude vom Immobilienunternehmen CELLS angemietet, das den Umbau im Auftrag des Eigentümers realisierte. Für die schulische Nutzung wurden unter anderem Grundrisse, Erschließung, Brandschutz und Wegeführung angepasst. Zwei neue außen liegende Treppenhäuser kamen hinzu. Rund 4.570 Quadratmeter entfallen auf offene Lernbereiche. Bereits zum Schuljahr 2025/26 waren die beiden Gymnasien in erste umgebaute Gebäudeteile eingezogen. Die Julius-Leber-Schule nutzt freie Kapazitäten während der Sanierung ihres eigenen Standorts. Langfristig sollen die beiden jeweils sechszügig geplanten Gymnasien den gesamten Komplex belegen.
Wien: Porr platziert Hybrid-Wandelschuldverschreibung über 150 Millionen Euro
Porr hat eine unbefristete Hybrid-Wandelschuldverschreibung mit einem Volumen von 150 Millionen Euro bei institutionellen Investoren platziert. Der Baukonzern will den Nettoemissionserlös für organisches und anorganisches Wachstum sowie allgemeine Unternehmenszwecke einsetzen. Im IFRS-Konzernabschluss wird die Schuldverschreibung als Eigenkapital klassifiziert. Die Schuldverschreibung wird bis zum 30. September 2031 mit jährlich 2,75 Prozent verzinst. Danach setzt sich der Zinssatz aus dem jeweils geltenden Fünf-Jahres-Euro-Mid-Swapsatz und einer Marge von 900 Basispunkten zusammen. Der anfängliche Wandlungspreis beträgt 42,90 Euro je Aktie. Der Schuldverschreibung liegen zunächst rund 3,5 Millionen Aktien zugrunde, entsprechend etwa 8,9 Prozent des ausgegebenen Porr-Grundkapitals. Die Begebung ist für den 30. September 2026 vorgesehen. Porr will die Schuldverschreibung in den Handel des Vienna MTF der Wiener Börse einbeziehen lassen. Die Bezugsrechte der bestehenden Aktionäre wurden ausgeschlossen. Parallel zur Emission wurden bestehende Porr-Aktien im Rahmen eines beschleunigten Platzierungsverfahrens für Absicherungsgeschäfte von Investoren platziert. Aus diesen Aktienverkäufen fließen Porr keine Erlöse zu.
Köln: Cookie Couture eröffnet Store auf der Schildergasse
Cookie Couture hat einen neuen Standort auf der Kölner Schildergasse eröffnet. Der rund 70 Quadratmeter große Store kombiniert Café und Snack-Shop und ist Teil der weiteren Expansion der Marke in deutschen Innenstädten. Das Gestaltungskonzept stammt von Schwitzke & Partner, die Umsetzung übernahm Cookie Couture selbst. Zum Ladenbau gehören unter anderem Mosaikfliesen, Metalloberflächen und eine in Altrosa gestaltete Fassade. Das Lichtkonzept entwickelte CANDUS. Der Store ist zugleich auf die weitere Expansion des Franchise-Systems ausgerichtet. Dazu gehören standardisierbare Präsentations- und Merchandise-Flächen sowie Self-Order-Terminals.
Schwitzke & Partner hat den neuen Cookie Couture-Standort in Köln gestaltet. Quelle: Eugenia Stanishevska
Berlin: Rohbau für neues Gebäude der Bundestagsverwaltung fertig
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat Richtfest für das Elisabeth-Selbert-Haus in Berlin gefeiert. An der Adresse Unter den Linden 62 ist der Rohbau des neuen Bürogebäudes für die Verwaltung des Deutschen Bundestages fertiggestellt. Der Neubau umfasst sechs Vollgeschosse und ein Untergeschoss mit insgesamt rund 13.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche. Geplant sind rund 200 Büros. Das Gebäude soll bei Bedarf mit möglichst geringem Aufwand von einer Verwaltungs- auf eine parlamentarische Nutzung umgestellt werden können. Ein Teil des Erdgeschosses ist für die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung vorgesehen, die dort Ausstellungsflächen und weitere Räume erhält. Der Neubau entsteht neben der Polnischen Botschaft und schließt den Block der Dorotheenstadt städtebaulich ab. Das Energiekonzept sieht Geothermie und Photovoltaik vor. Errichtet wird das Elisabeth-Selbert-Haus nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB) mit dem Zertifizierungsgrad Silber.
Mainz: Flößerhof im Zollhafen vollständig verkauft
UBM Development Deutschland und CA Immo haben alle 89 Wohnungen sowie drei Stadthäuser des gemeinsam entwickelten Flößerhofs im Mainzer Zollhafen verkauft. Damit ist die Vermarktung des Wohnprojekts auf der Hafeninsel abgeschlossen. Das Ensemble besteht aus sechs miteinander verbundenen Gebäuden und drei Hafenhäusern rund um einen begrünten Innenhof. Insgesamt umfasst das Projekt rund 8.200 Quadratmeter Bruttogrundfläche auf vier Geschossen. Hinzu kommt eine Tiefgarage mit 72 Stellplätzen. Der Flößerhof ist Teil der Entwicklung des ehemaligen Industrie- und Hafengebiets zum gemischt genutzten Quartier Zollhafen Mainz. Im benachbarten Projekt HAVN, das UBM Development im Mai 2026 fertiggestellt hat, stehen nach Unternehmensangaben noch einzelne der insgesamt 44 Eigentumswohnungen zum Verkauf. HAVN verfügt über Fernwärme, eine Photovoltaikanlage und erreicht den Effizienzhausstandard 55. Zum Gebäude gehört zudem ein begrünter gemeinschaftlicher Dachgarten.
Wien: WOOP! sucht Standorte für Expansion nach Deutschland und Österreich
Der slowenische Betreiber von Indoor-Freizeitparks WOOP! will sein Geschäft in Europa ausbauen. Als erste Zielmärkte hat das Unternehmen Deutschland und Österreich definiert. CC Real begleitet die Expansion exklusiv bei der Suche nach Städten, Immobilien und lokalen Partnern. Für neue Standorte sucht WOOP! Flächen zwischen 6.000 und 10.000 Quadratmetern in oder im Umfeld von Shopping-Centern, Retail Parks und größeren Handelsagglomerationen. Als Einzugsgebiet werden rund eine Million Einwohner innerhalb einer Fahrzeit von 60 Minuten angestrebt. Weitere Kriterien sind eine gute Anbindung an Auto und öffentlichen Nahverkehr, Sichtbarkeit und ausreichende Stellplätze. WOOP! betreibt derzeit fünf Standorte in Slowenien und Österreich mit zusammen mehr als 20.000 Quadratmetern Entertainmentfläche. Der erste Standort außerhalb Sloweniens eröffnete im Oktober 2025 im Center West Graz. Zum Angebot gehören unter anderem Trampolinparks, E-Karting, Bowling, Escape Rooms, Laser Tag und Gastronomie. Die geplante Expansion folgt auf den Einstieg von Advance Capital Partners, das kürzlich eine Mehrheitsbeteiligung an WOOP! erworben hat.
Berlin: M&G investiert 56 Millionen Euro in 145 Mietwohnungen
M&G Real Estate investiert über den M&G European Property Fund 56 Millionen Euro in ein Wohnungsbauprojekt in Berlin. Die Transaktion erfolgt als Forward Funding. Bis Ende 2027 sollen 145 Mietwohnungen entstehen. Das Projekt liegt an der Grenze der Bezirke Pankow und Lichtenberg und wird von Quarterback Immobilien entwickelt. Für den Neubau werden eine BREEAM-New-Construction-Zertifizierung mit dem Standard Excellent sowie die Energieeffizienzklasse A angestrebt. Zur technischen Ausstattung gehören Wärmepumpen in Kombination mit Fernwärme, Fußbodenheizungen und intelligente Verbrauchserfassungssysteme. Die Wohnungen erhalten zudem bodentiefe Fenster und Einbauküchen. Mit der Akquisition baut der M&G European Property Fund seinen Wohnimmobilienanteil weiter aus. Zusammen mit weiteren Transaktionen soll dieser nach Angaben von M&G auf rund 30 Prozent des Portfolios steigen. Der Fonds verwaltet ein Vermögen von 5,4 Milliarden Euro.
Berlin: Zinshausmarkt legt im zweiten Quartal deutlich zu
Der Berliner Markt für Wohn- und Geschäftshäuser hat im zweiten Quartal 2026 an Dynamik gewonnen. Nach Angaben von Engel & Völkers Commercial Berlin auf Basis von Daten des Gutachterausschusses stieg die Zahl der Transaktionen von 125 im ersten auf 168 im zweiten Quartal. Das Umsatzvolumen erhöhte sich von rund 411 Millionen auf rund 775 Millionen Euro. Der Gutachterausschuss hat Anfang September seine vorläufige Analyse des Berliner Immobilienmarktes für das erste Halbjahr veröffentlicht. Das durchschnittliche Transaktionsvolumen erhöhte sich damit von rund 3,3 Millionen auf rund 4,6 Millionen Euro. Ohne Pakettransaktionen wurden laut Engel & Völkers Commercial im ersten Halbjahr rund 1,19 Milliarden Euro umgesetzt. Damit lag dieser Teil des Marktes nahezu auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Deutliche Umsatzsteigerungen gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 verzeichnete das Unternehmen unter anderem in Spandau mit 71,8 Prozent, Steglitz mit 65,8 Prozent, Köpenick mit 54,2 Prozent, Lichtenberg mit 47,9 Prozent und Reinickendorf mit 44,1 Prozent. Mitte, Tempelhof und Prenzlauer Berg gehörten weiterhin zu den umsatzstärksten Teilmärkten. Engel & Völkers Commercial sieht nach der Abgeordnetenhauswahl vor allem die künftigen politischen Rahmenbedingungen für Neubau, Modernisierung und Investitionen als relevant für die weitere Marktentwicklung. Bei der Wahl am 20. September wurde die Linke mit 25,7 Prozent stärkste Kraft vor der CDU mit 18,8 Prozent; die Bildung einer neuen Regierungskoalition steht noch aus.
Frankfurt am Main: Terryn startet mit 500-Millionen-Euro-Strategie für Freiflächen-Immobilien
URBZ Capital und NW1 Partners starten mit Terryn eine Investmentplattform für Industrial Outdoor Storage (IOS) in Deutschland. Ziel ist der Aufbau eines paneuropäischen Portfolios mit einem Gesamtanlagevolumen von knapp 500 Millionen Euro. CBRE Investment Management beteiligt sich als Kapitalpartner mit einem Eigenkapital-Commitment von 200 Millionen Euro für Deutschland. Das Startportfolio umfasst fünf Standorte mit insgesamt rund 220.000 Quadratmetern. Terryn konzentriert sich auf Betriebs- und Lagerhöfe, Park- und Abstellflächen, Werkstätten sowie Lager- und Umschlagstandorte mit einem hohen Freiflächenanteil. Gesucht werden insbesondere Immobilien in Urban-Infill-Lagen sowie etablierten Industrie- und Logistikclustern. Die Plattform prüft sowohl Direktankäufe als auch Sale-and-Leaseback-Transaktionen. Das Ankaufsprofil umfasst in der Regel Grundstücke zwischen rund 10.000 und 100.000 Quadratmetern und darüber sowie Transaktionsvolumina von fünf bis 50 Millionen Euro je Objekt. Den Aufbau des Deutschlandgeschäfts leitet Peter Wenzel als Managing Director. Wenzel war zuletzt mehr als vier Jahre Geschäftsführer von M7 Real Estate Germany und zuvor unter anderem für RLI Investors, PGIM Real Estate und GLL Real Estate Partners tätig. Terryn hat in Frankfurt seinen deutschen Hauptsitz eröffnet und baut dort derzeit ein eigenes Team auf.
Bornheim: Hornbach übernimmt sechs Hellweg-Märkte
Hornbach will sechs Standorte der insolventen Baumarktkette Hellweg übernehmen. Betroffen sind die Märkte in Ahrensfelde, Berlin-Köpenick, Dortmund-Kley, Essen-Borbeck, Freiberg und Sankt Augustin. Die Übernahme ist für Anfang Dezember 2026 vorgesehen, die Wiedereröffnung als Hornbach Bau- und Gartenmärkte für das Frühjahr 2027. Das berichtet das Fachmedium stores+shops. Die Transaktionen stehen noch unter dem Vorbehalt der Prüfung durch das Bundeskartellamt und der gerichtlichen Bestätigung des Insolvenzplans. Hornbach will die übernommenen Standorte nach Abschluss der Transaktion auf das eigene Marktkonzept umstellen. Hellweg und BayWa Bau & Garten hatten im Juni 2026 Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt, die Ende August eröffnet wurden. Das gemeinsame Filialnetz umfasste ursprünglich 114 Standorte mit rund 4.200 Beschäftigten. Für 35 Märkte wurden nach Angaben der Sanierungsgeschäftsführung Investoren gefunden. Eine Übernahme des gesamten Filialnetzes kam nicht zustande. Neben Hornbach plant Bauhaus die Übernahme von bis zu sieben Märkten. Standorte, für die keine Übernahmelösung gefunden wurde, sollen bis Ende November 2026 geschlossen werden.
Bad Rodach: P3 baut 35.600 Quadratmeter für Prodinger
P3 hat mit dem Bau eines Gewerbezentrums für die Prodinger Gruppe in Bad Rodach begonnen. Die Build-to-Suit-Immobilie entsteht mit einer Gesamtmietfläche von 35.609 Quadratmetern. Der Mietbeginn ist für September 2027 vorgesehen. Das Projekt umfasst 31.140 Quadratmeter Gewerbefläche, 896 Quadratmeter Bürofläche, 3.323 Quadratmeter Mezzanine-Fläche und weitere 250 Quadratmeter Nutzfläche. Das Gebäude kann in bis zu drei separate Einheiten mit jeweils rund 10.000 Quadratmetern unterteilt werden. Die lichte Höhe beträgt zwölf Meter. Prodinger will mit dem Neubau bestehende Standorte zentralisieren. Der Hauptsitz des Verpackungs- und Versandunternehmens in Coburg liegt rund 15 Kilometer entfernt. Für die Immobilie wird eine BREEAM-Zertifizierung mit dem Standard Excellent angestrebt. Geplant sind eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von einem Megawattpeak, LED-Beleuchtung und sechs Ladestationen für Elektrofahrzeuge.
Zweibrücken: Fashion Outlet darf auf 29.500 Quadratmeter wachsen
VIA Outlets hat die Baugenehmigung für die Erweiterung des Zweibrücken Fashion Outlet erhalten. Die Genehmigung umfasst den Ausbau der Verkaufsfläche auf insgesamt rund 29.500 Quadratmeter. Der Baustart ist für Oktober 2026 vorgesehen. In einer ersten Ausbaustufe sollen nach Angaben des Betreibers rund 350 neue Arbeitsplätze entstehen. Weitere Angaben zum Umfang der zusätzlichen Verkaufsfläche, zur Zahl neuer Shops, zum Investitionsvolumen oder zum Fertigstellungstermin enthält die Mitteilung nicht. VIA Outlets will mit der Erweiterung insbesondere das Markenangebot des Centers ausbauen. Das Zweibrücken Fashion Outlet soll während der nächsten Entwicklungsphase weiterbetrieben werden.
Zug: Hotel Investments AG baut Geschäft mit WEG-Hotelimmobilien aus
Die Hotel Investments AG erweitert ihre Aktivitäten mit WEG-strukturierten Hotelimmobilien in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Fokus stehen Hotels, Hotelapartments, Serviced Apartments und Aparthotels, bei denen einzelne Einheiten unterschiedlichen Eigentümern gehören und gleichzeitig durch einen zentralen Betreiber bewirtschaftet werden. Das Unternehmen will dabei insbesondere Eigentümer, Projektentwickler, Bauträger, Investoren und Betreiber zusammenbringen. Zum Leistungsspektrum gehören Betreiber- und Investmentlösungen, Hotelpacht und -verpachtung, Repositionierungen sowie die Begleitung von Projektentwicklungen. Ausgebaut werden soll zudem das Geschäft mit Off-Market-Transaktionen. Gesucht werden bestehende Hotelimmobilien und Portfolios ebenso wie Neubauprojekte und Objekte mit Betreiberbedarf oder Repositionierungspotenzial. Nach Angaben von Holger Ballwanz, Vorstand der Hotel Investments AG, liegt ein Schwerpunkt auf Projekten mit unterschiedlichen Eigentümerstrukturen, bei denen Eigentum, Betrieb und Nutzung aufeinander abgestimmt werden müssen.
Frankfurt am Main: Lebensmittelmärkte dominieren Fachmarkt-Investments
Das Investmentvolumen in deutsche Fachmärkte belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf rund 1,2 Milliarden Euro. Damit lag es 40 Prozent unter dem außergewöhnlich starken Vorjahreswert. Mit einem Anteil von 51 Prozent am gesamten Retail-Investmentmarkt blieben Fachmärkte dennoch die umsatzstärkste Assetklasse. Das geht aus dem aktuellen Grocery Investment Report von BNP Paribas Real Estate hervor. Gut eine Milliarde Euro und damit 87 Prozent des Fachmarktvolumens entfielen auf lebensmittelgeankerte Immobilien. Supermärkte und Discounter kamen auf ein Transaktionsvolumen von rund 550 Millionen Euro. Einzeltransaktionen legten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp 83 Prozent auf rund 660 Millionen Euro zu und machten 57 Prozent des Fachmarktvolumens aus. Kleinere Deals bis 15 Millionen Euro erreichten knapp 300 Millionen Euro. Bei Lebensmittelimmobilien entfielen 530 Millionen Euro beziehungsweise 52 Prozent des Investmentvolumens auf Core+-Objekte. Core-Investments erreichten 234 Millionen Euro. Das Value-Add-Segment kam mit knapp 260 Millionen Euro auf den höchsten Wert seit 2019. Die Kaufpreisfaktoren im Core+-Segment sanken bei Supermärkten und Discountern sowie bei Fachmarktzentren jeweils um 0,5 Punkte. Eine Auswertung von BNP Paribas Real Estate von mehr als 26.000 Filialen und 16 Handelsformaten weist für den Lebensmitteleinzelhandel eine durchschnittliche jährliche Schließungsrate von 1,4 Prozent aus. Rechnerisch bestehen nach zehn Jahren noch 86 Prozent der untersuchten Standorte, bei Discountern sind es 89 Prozent. Für die zweite Jahreshälfte beziffert BNP Paribas Real Estate die aktuelle Pipeline aus größeren Portfolios und Einzeltransaktionen auf nahezu eine Milliarde Euro. Für das Gesamtjahr hält das Unternehmen ein Transaktionsvolumen von mehr als zwei Milliarden Euro für möglich.
Titisee-Neustadt: Treschers Schwarzwaldhotel plant bis zu 86 zusätzliche Zimmer
Das Treschers Schwarzwaldhotel am Titisee kann seine Erweiterungspläne vorantreiben. Das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald hat einen Bauvorbescheid erteilt und damit die grundsätzliche bauplanungsrechtliche Zulässigkeit des Vorhabens bestätigt. Eine Baugenehmigung liegt damit noch nicht vor. Auf dem bislang als Parkplatz genutzten Innenhof sollen mehrere kleinteilige Hotelgebäude mit insgesamt 43 bis 86 zusätzlichen Zimmern und Suiten, rund 192 Betten sowie sieben Ladeneinheiten entstehen. Die oberirdische Nutzfläche der Neubauten beträgt rund 6.000 Quadratmeter. Das bestehende Hotel verfügt derzeit über 72 Zimmer und Suiten. Der oberirdische Parkplatz soll entfallen und durch eine Tiefgarage mit 128 Stellplätzen ersetzt werden. Auf den frei werdenden Flächen sind die Neubauten und Grünanlagen vorgesehen. Zudem soll eines der Bestandsgebäude neu organisiert werden. Die Stadt Titisee-Neustadt hatte sich bereits im Mai 2026 mit den Plänen befasst. Diskussionsbedarf besteht bei der vorgesehenen Tiefgaragenzufahrt im Kreuzungsbereich Strandstraße und Seestraße. Das Landratsamt hat empfohlen, eine alternative Lösung zu prüfen. Bauherr ist die Treschers Schwarzwald-Hotel am See KG. Mit der Projektentwicklung wurde LSA Architekten aus München unter der Leitung von Christof Lampadius beauftragt. Ein Termin für den Baubeginn steht noch nicht fest.
Frankfurt am Main: BNP Paribas Real Estate positioniert Property Management europaweit neu
BNP Paribas Real Estate stellt sein Property-Management-Geschäft europaweit neu auf. Der Geschäftsbereich tritt künftig unter dem Namen BNP Paribas Real Estate Management & Solutions auf. Unter der gemeinsamen Marke bündelt das Unternehmen die klassische Immobilienbewirtschaftung mit Beratungs- und Dienstleistungen zur Optimierung und Transformation von Immobilienbeständen. Das erweiterte Angebot umfasst unter anderem Projektentwicklungsberatung, Projektmanagement, die Repositionierung von Immobilien, ESG-Beratung und datenbasierte Analysen. Hinzu kommen Dienstleistungen zur Verbesserung der Nutzererfahrung. Das Immobilienmanagement bleibt das Kerngeschäft. Mit der Neupositionierung will BNP Paribas Real Estate Eigentümer und Investoren über den gesamten Lebenszyklus ihrer Immobilien begleiten. Die Leistungen sollen europaweit unter einer gemeinsamen Marke angeboten und an die jeweiligen lokalen Märkte angepasst werden.
St. Gallen: Greyfield Stiftung und Universität entwickeln Hochschulzertifikat für Immobilienbranche
Die Greyfield Stiftung und die Universität St. Gallen bauen ihre gemeinsame Weiterbildung für Führungskräfte der Bau- und Immobilienwirtschaft aus. Die 2025 gestartete Masterclass „Change the Real Estate Industry“ wird zu einem berufsbegleitenden Certificate of Advanced Studies (CAS) weiterentwickelt. Der erste Jahrgang des Studiengangs „Leading the Real Estate Industry“ soll im Herbst 2027 starten. Das Programm umfasst drei Präsenzmodule in St. Gallen und München. Inhaltliche Schwerpunkte sind Führung unter unsicheren Rahmenbedingungen, die Transformation von Teams und Organisationen sowie Zukunftsthemen der Immobilienwirtschaft. Dazu gehören Dekarbonisierung, Digitalisierung, künstliche Intelligenz und neue Geschäftsmodelle. Die Teilnehmenden bearbeiten während des Studiengangs ein Transformationsprojekt aus ihrem eigenen Unternehmen. Ergänzend sind Peer-Coaching, individuelles Sparring und ein KI-gestütztes Wissenssystem vorgesehen. Der deutschsprachige Studiengang schließt mit modulbezogenen Leistungsnachweisen und der Präsentation des Transferprojekts ab. Bereits im Oktober 2026 findet die Masterclass zum zweiten Mal an der Universität St. Gallen statt. Absolventen können sich die dort erworbene Qualifizierung auf den anschließenden CAS-Studiengang anrechnen lassen.
Duisburg: Garbe und Bremer verkaufen Gewerbepark mit 29.500 Quadratmetern
Garbe Industrial und Bremer Projektentwicklung haben ihren gemeinsam entwickelten Multi-User-Park im Duisburger Stadtteil Meiderich an Redevco verkauft. Das Closing erfolgte am 16. September 2026. Die Transaktion wurde innerhalb einer sechswöchigen Exklusivitätsphase unterzeichnet. Der Kaufpreis bleibt vertraulich. Auf dem rund 56.000 Quadratmeter großen ehemaligen Zeus-Gelände sind drei Gebäude mit insgesamt knapp 29.500 Quadratmetern Fläche entstanden. Die frühere Stahlindustriebrache wurde dafür saniert und für eine neue gewerbliche Nutzung aufbereitet. Die Mieter stammen überwiegend aus dem E-Commerce-Bereich. Bremer war neben seiner Rolle als Joint-Venture-Partner auch als Generalunternehmer tätig. Auf den Dächern sind 6.380 Photovoltaikmodule mit einer Gesamtleistung von 2,647 Megawattpeak installiert. Die Gebäude werden über Wärmepumpen beheizt und kommen ohne fossile Energieträger aus. Für den Gewerbepark wird eine DGNB-Gold-Zertifizierung angestrebt. Das Areal liegt nahe der A 59 und des Autobahnkreuzes Duisburg-Nord mit Anschluss an die A 42. Bei der Transaktion wurde das Joint Venture von GT Law, Colliers und HLB Stückmann beraten.
Hollfeld: Nuveen kauft Lebensmittel-Logistikzentrum von Scannell Properties
Nuveen Real Estate hat im Auftrag eines europäischen Core-Plus-Logistikimmobilienfonds ein Logistikzentrum in Hollfeld in Bayern erworben. Die kürzlich fertiggestellte Immobilie wurde von Scannell Properties als Built-to-Suit-Projekt entwickelt und dient einem Einzelhändler als temperaturgeregelter Cross-Dock-Hub für die Verteilung von Lebensmitteln in Nordbayern. Der Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht. Das Gebäude verfügt über eine fossilfreie Heizung, die Wärmerückgewinnung aus der Kälteanlage nutzt, eine Photovoltaikanlage mit 1.250 Kilowattpeak Leistung und LED-Beleuchtung. Es wurde nach den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes 2024 errichtet und erreicht nach Unternehmensangaben die Energieeffizienzklasse A. Eine DGNB-Gold-Zertifizierung wird angestrebt. Mit dem Ankauf in Hollfeld schließt Nuveen die Investitionsphase des Fonds ab. Das Portfolio umfasst zehn Akquisitionen in neun europäischen Ländern. Zu den deutschen Objekten gehören neben Hollfeld auch Immobilien in Memmingen und Hilden. Die Finanzierung des deutschen Teilportfolios erfolgt in Zusammenarbeit mit der DZ Hyp. Bei der Transaktion wurde Nuveen unter anderem von Dentons, Nova Ambiente, TheGreenBlue, Orange Recon, EY und LOGREM beraten.
Düsseldorf: Taylor Wessing mietet 6.000 Quadratmeter im Benrather Karree
Die Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing hat rund 6.000 Quadratmeter Bürofläche im Benrather Karree an der Benrather Straße 18–20 in Düsseldorf angemietet. Die Kanzlei bleibt damit im Central Business District der Stadt und wird ihre Büroflächen künftig auf zwei Etagen bündeln. Vermieterin der Immobilie ist Deka Immobilien. Taylor Wessing übernimmt einen Teil der Flächen, die durch den geplanten Auszug des bisherigen Ankermieters Hengeler Mueller im Sommer 2027 frei werden. Die Nachvermietung erfolgt damit bereits vor dessen Auszug. BNP Paribas Real Estate beriet Taylor Wessing exklusiv bei der Entscheidung zwischen Verbleib und Umzug sowie bei der Flächenkonzeption. Die technische Beratung übernahm Drees & Sommer.
Freiburg: BImA feiert Richtfest für 64 Wohnungen in Haslach
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat zehn Monate nach dem Baustart Richtfest für zwei Wohngebäude an der Belchen- und Blauenstraße in Freiburg-Haslach gefeiert. Insgesamt entstehen 64 mietpreisgedämpfte Wohnungen. Die ersten Mieter sollen im ersten Quartal 2027 einziehen. An der Belchenstraße errichtet die BImA 40 Zwei- bis Vierzimmerwohnungen mit Wohnflächen zwischen 50 und 95 Quadratmetern. Davon werden 24 barrierefrei. Die Tiefgarage bietet 26 Pkw-Stellplätze sowie Abstellmöglichkeiten für 115 Fahrräder und fünf Lastenräder. An der benachbarten Blauenstraße entstehen weitere 24 Wohnungen mit 50 bis 90 Quadratmetern, darunter zwölf barrierefreie Einheiten. Dort sind 15 Pkw-Stellplätze sowie Abstellflächen für 68 Fahrräder und drei Lastenräder vorgesehen. Beide Neubauten sollen den Effizienzhausstandard 40 erreichen und an das BImA-eigene Nahwärmenetz angeschlossen werden. Die Dächer werden teilweise begrünt und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Auch die Außenanlagen erhalten zusätzliche Grünflächen und Bäume. Für die Neubauten wurden zwei Bestandsgebäude mit insgesamt acht Wohnungen sowie Garagen abgerissen. Den bisherigen Mietern wurde Ersatzwohnraum angeboten. Sie können dauerhaft dort bleiben oder mit einem Vormietrecht in die Neubauten zurückkehren. Die Wohnungen werden zunächst Bundesbediensteten im Rahmen der Wohnungsfürsorge angeboten. Nicht vergebene Einheiten kommen zu denselben Mietkonditionen auf den freien Markt.


