Dresden: Hilbert kritisiert Einigung zur Kommunalfinanzierung
Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert hat die Einigung von Bund und Ländern zur finanziellen Entlastung der Kommunen als unzureichend bezeichnet. Zwar werde der Konnexitätsgrundsatz künftig stärker berücksichtigt, die Umsetzung komme jedoch zu spät und ändere nichts an der angespannten Finanzlage der Kommunen. Kritisch sieht Hilbert zudem, dass die Steuergesetzgebung von dem neuen Regelungsmechanismus ausgenommen bleibt. Dies könne insbesondere mit Blick auf die geplante Reform der Einkommensteuer zu geringeren Einnahmen für Länder und Kommunen führen. Nach Angaben der Stadt ist der Anteil an der Einkommensteuer nach der Gewerbesteuer die zweitwichtigste Einnahmequelle des Dresdner Haushalts.
Dresden: Grundstein für Forschungsgebäude des CIDS gelegt
An der Technischen Universität Dresden ist der Grundstein für das neue Bürogebäude des Center for Interdisciplinary Digital Sciences (CIDS) gelegt worden. Der Neubau entsteht südlich der Nöthnitzer Straße neben dem bestehenden Lehmann-Zentrum und soll 2029 fertiggestellt werden. Das Gebäude bietet auf rund 11.000 Quadratmetern Platz für bis zu 600 Beschäftigte aus Forschung, Entwicklung, IT-Infrastruktur und wissenschaftsnahen Services. Vorgesehen sind Büro- und Laborflächen, Seminar- und Besprechungsräume sowie ein Hörsaal und flexibel nutzbare Bereiche für Konferenzen, Workshops und Ausstellungen. Für das Bauvorhaben investieren der Freistaat Sachsen und die Europäische Union rund 101 Millionen Euro. Die Bauarbeiten laufen seit August 2025 unter Leitung des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement. Das neue Gebäude ergänzt das 2015 eröffnete Rechenzentrum des Lehmann-Zentrums und soll die interdisziplinäre Forschung zur digitalen Transformation an der TU Dresden stärken.
Dresden: Richtfest für Wohnprojekt FröbelHöfe gefeiert
Beim Wohnprojekt FröbelHöfe in Dresden-Friedrichstadt ist Richtfest gefeiert worden. Auf dem rund 5.700 Quadratmeter großen Grundstück an der Löbtauer Straße entstehen acht Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 99 Eigentumswohnungen. Nach Angaben des Projektentwicklers CTR Real Estate steht der Rohbau kurz vor dem Abschluss. Die Fertigstellung des Projekts ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Die Wohnungen verfügen über zwei bis fünf Zimmer. Ergänzt wird das Quartier durch einen begrünten Innenhof, Spielflächen sowie eine Tiefgarage. Das Regenwasser soll über Rigolen auf dem Grundstück versickern und teilweise zur Bewässerung der Außenanlagen genutzt werden. Mit den FröbelHöfen entwickelt CTR Real Estate ein weiteres Wohnprojekt in Dresden. Das Unternehmen hat in der Stadt unter anderem bereits die Projekte Marina Garden, Residenz am Zwinger sowie Boulevard am Wall realisiert.
Leipzig: Grundstein für 69 Wohnungen in der Parkstadt gelegt
In der Parkstadt Leipzig haben Instone Real Estate und die Wohnungsbau-Genossenschaft Kontakt e.G. den Grundstein für drei Mehrfamilienhäuser gelegt. Die 69 freifinanzierten Mietwohnungen entstehen im Stadtteil Dölitz-Dösen auf dem Gelände des ehemaligen Parkkrankenhauses. Mit dem Bauvorhaben wird nach Angaben der Projektpartner der nordwestliche Teil des Quartiers fertiggestellt. Geplant sind Zwei- bis Vierzimmerwohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von rund 4.900 Quadratmetern sowie eine Tiefgarage mit 32 Stellplätzen. Die Gebäude werden im Effizienzhaus-55-Standard errichtet. Die Fertigstellung ist bis Ende 2028 vorgesehen. Für die Wohnungsbau-Genossenschaft Kontakt ist es das dritte Projekt in der Parkstadt Leipzig. Zuvor hatte sie bereits 83 Wohnungen in dem Quartier erworben. Auf dem rund 14 Hektar großen Gelände des ehemaligen Parkkrankenhauses entstehen bis Ende 2028 insgesamt rund 600 Wohnungen, darunter 90 geförderte Einheiten. Ergänzt wird das Quartier durch eine Kindertagesstätte, Nahversorgung sowie Grün- und Freiflächen.
Dresden: Landtag beschließt schnellere Verfahren für Straßensanierungen
Der Sächsische Landtag hat eine Novelle des Straßengesetzes und des Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetzes beschlossen. Ziel ist es, Sanierungen von Straßen sowie Ersatzneubauten von Brücken und Stützmauern künftig schneller umzusetzen. Künftig können Ersatzneubauten von Brücken und Stützmauern sowie Sanierungen an Staats- und Kreisstraßen ohne Planfeststellungsverfahren erfolgen, sofern Trasse und Leistungsfähigkeit im Wesentlichen erhalten bleiben. Auch der Anbau von Radwegen an bestehenden Staats- und Kreisstraßen wird vereinfacht. Für neue Straßen oder Vorhaben mit erheblichen Auswirkungen auf Natur und Umwelt bleiben Planfeststellungsverfahren und Umweltverträglichkeitsprüfungen weiterhin vorgeschrieben. Darüber hinaus enthält das Gesetz Regelungen zum Ausbau von Telekommunikationsleitungen entlang von Staats- und Kreisstraßen, zur Verlängerung der Geltungsdauer von Planfeststellungsbeschlüssen sowie zum Wechsel der Straßenbaulast. Nach Angaben des Infrastrukturministeriums soll die Novelle dazu beitragen, Sanierungen früher zu beginnen und Behörden von aufwendigen Verfahren bei Standardmaßnahmen zu entlasten. Das Gesetz tritt am ersten Tag des Monats nach seiner Verkündung im Sächsischen Gesetz- und Verordnungsblatt in Kraft.
Großenhain: Stahlträger für neue B-101-Brücke eingehoben
Beim Neubau der Brücke der B 101 bei Großenhain ist ein weiterer Bauabschnitt erreicht. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat die Stahlträger für den neuen Brückenüberbau eingehoben. Mit dem Einbau der Verbundfertigteilträger entsteht die tragende Konstruktion des Bauwerks. Als Nächstes folgen die Arbeiten am Überbau. Geplant sind unter anderem das Betonieren der Fahrbahnplatte, die Abdichtung sowie der Bau von Fahrbahn, Kappen und Geländern. Die bisherige Brücke war Ende 2024 nach erheblichen Schäden und fehlender Standsicherheit gesperrt und anschließend zurückgebaut worden. Seit 2025 entsteht an gleicher Stelle ein Ersatzneubau. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 vorgesehen, einzelne Restarbeiten können sich bis 2027 erstrecken. Die Baukosten für den Ersatzneubau belaufen sich auf rund 6,8 Millionen Euro und werden vom Bund finanziert.
Dresden: Baustart für Stadtteilhaus in historischer Villa Akazienhof
In Dresden-Gruna haben die Sanierungsarbeiten an der Villa Akazienhof begonnen. Das denkmalgeschützte Gebäude soll bis Ende 2027 zu einem Stadtteilhaus mit Angeboten für Begegnung, Beratung und Kultur umgebaut werden. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2028 vorgesehen. Im Zuge der Sanierung werden unter anderem Mauerwerk, Decken und Dach erneuert sowie die gesamte Haustechnik modernisiert. Nach Angaben der Stadt soll dabei möglichst viel der historischen Bausubstanz erhalten bleiben. Für den Umbau sind rund 3,95 Millionen Euro veranschlagt. Die Finanzierung erfolgt zu 70 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Freistaats Sachsen, die Landeshauptstadt Dresden trägt die übrigen 30 Prozent. Die Villa stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und wurde zuletzt bis 1996 als Kindertagesstätte genutzt. Seitdem stand das Gebäude leer. Die Idee für ein Stadtteilhaus geht auf eine Bürgerinitiative aus dem Jahr 2021 zurück. Als möglicher Betreiber des künftigen Stadtteilhauses ist die Volkssolidarität Dresden im Gespräch. Eine Entscheidung darüber steht noch aus.
Dresden: Ministerin kündigt mehr Spielraum für Kommunen und schnellere Planungsverfahren an
Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar hat in einer Regierungserklärung im Landtag die Stärkung des ländlichen Raums als Schwerpunkt der Landespolitik bezeichnet. Im Mittelpunkt standen Wohnen, Infrastruktur, Strukturwandel sowie mehr Handlungsspielräume für Kommunen. Für die Wohnraumförderung verwies Kraushaar auf 55 Millionen Euro für das Programm Familienwohnen im Jahr 2026 sowie auf 191 Millionen Euro soziale Wohnraumförderung im Jahr 2025. Mehr als die Hälfte der Mittel sei in den ländlichen Raum geflossen. Zudem arbeitet der Freistaat mit dem Projekt SPAteN am Abbau entbehrlicher Baustandards, um Planungs- und Bauprozesse zu vereinfachen. Im Bereich Städtebau bestehen nach Angaben des Ministeriums derzeit 212 Fördergebiete in 135 Städten und Gemeinden. Zwischen 2020 und 2025 wurden dafür rund 900 Millionen Euro bewilligt. Für die Kohleregionen stehen nach Angaben des Ministeriums bis zu 3,5 Milliarden Euro Bundesmittel für Investitionen des Freistaats und der Kommunen sowie weitere 6,5 Milliarden Euro für Bundesvorhaben zur Verfügung. In Südwestsachsen soll ein Masterplan den Strukturwandel der Automobilregion begleiten. Regina Kraushaar kündigte außerdem eine Überarbeitung des Landesentwicklungsplans sowie Änderungen am Sächsischen Landesplanungsgesetz an. Ziel seien schlankere Verfahren und größere Gestaltungsspielräume für Kommunen und Regionen.
Dresden: Zwei Leipziger Projekte erhalten Staatspreis für Baukultur
Zwei Leipziger Projekte teilen sich den Sächsischen Staatspreis für Baukultur 2026. Ausgezeichnet wurden die Umnutzung einer Maschinenhalle zu Atelier- und Büroflächen in Leipzig-Connewitz sowie der Wachposten der Polizei am US-Generalkonsulat in Leipzig. Das gab das Sächsische Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung bei der Preisverleihung in Dresden bekannt. Der mit insgesamt 50.000 Euro dotierte Preis stand in diesem Jahr unter dem Motto „Bauen im Spannungsfeld von Hightech und Lowtech“. Die beiden Siegerprojekte erhalten jeweils 17.500 Euro. Für die Maschinenhalle wurden das Leipziger Büro KO/OK Architektur als Bauherr und Entwurfsverfasser ausgezeichnet. Beim Wachposten gingen die Ehrungen an den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, Niederlassung Leipzig I, als Bauherr sowie an Voigt Architekten aus Leipzig als Entwurfsverfasser. Nach Einschätzung der Jury steht die Maschinenhalle in Leipzig-Connewitz beispielhaft für den ressourcenschonenden Umgang mit Bestandsgebäuden. In die denkmalgeschützte Halle wurden eigenständige und reversible Einbauten integriert, um Atelier- und Büroflächen zu schaffen. Der Wachposten am US-Generalkonsulat überzeugte die Jury durch seinen modularen Holzbau. Die drei vorgefertigten Module kommen ohne eigene Fundamente aus, sind transportabel und können an anderer Stelle erneut genutzt werden. Drei weitere Projekte erhielten Anerkennungen in Höhe von jeweils 5.000 Euro: die Sporthalle Geyer, der Ostflügel des Festspielhauses Hellerau in Dresden sowie „die fabrik chemnitz“. Insgesamt waren 34 Projekte eingereicht worden. 15 Beiträge schafften es in die Endauswahl.
Dresden: Elbepark erweitert Handels- und Gastronomieangebot auf 10.000 Quadratmetern
Im Elbepark Dresden entstehen neue Handels- und Gastronomieflächen mit einem Umfang von rund 10.000 Quadratmetern. Darüber berichten die Dresdner Neuesten Nachrichten. Mehrere neue Mieter werden ihre Flächen Anfang September zeitgleich eröffnen. Demnach übernimmt TK Maxx die ehemalige Fläche des Modehauses Fischer und eröffnet auf rund 1.900 Quadratmetern. Der Handelskonzern plant dort bis zu 35 Arbeitsplätze. Ebenfalls zum 3. September eröffnet Decathlon auf rund 2.400 Quadratmetern in den früheren Räumen der Labellounge Xquisit. Wie die Dresdner Neuesten Nachrichten weiter berichten, verlegt Xquisit seinen Standort innerhalb des Centers und erweitert die Verkaufsfläche auf zwei Ebenen. Genutzt werden künftig die ehemalige Adler-Fläche sowie das darüberliegende Geschoss. Zudem zieht mit Burgermeister ein neues Gastronomiekonzept in den Elbepark ein. Das Unternehmen nutzt die frühere Art-Decor-Fläche am Eingang auf der Ikea-Seite und plant neben Innenbereichen auch Außengastronomie. Bereits am 9. Juli eröffnet Only ein neues Damenmodegeschäft. Anschließend soll die Marke auf eine rund 600 Quadratmeter große Fläche in der Nähe von TK Maxx umziehen. Die bisherige Fläche wird künftig von Only & Sons genutzt. Ulla Popken hat seinen Standort innerhalb des Centers bereits auf rund 300 Quadratmetern erweitert. Auch Aktiv-Schuh hat eine neue Fläche im Obergeschoss des Mittelgangs bezogen. Im Zuge der Neustrukturierung werden weitere Nutzungen innerhalb des Centers verlagert. Das Automatencasino erhält einen neuen Standort im Gebäude, die Virtual-Reality-Erlebniswelt 7th Space ist bereits umgezogen. Auch Friseur Klier wird neue Flächen beziehen und betreibt derzeit eine Interimslösung auf dem Parkplatz. Nach Angaben der Dresdner Neuesten Nachrichten sollen die Umbaumaßnahmen anschließend in kleinerem Umfang fortgesetzt werden. Im Erdgeschoss ist unter anderem ein neuer Standort von Fielmann geplant. Dafür wird das Reisebüro Reiseland innerhalb des Centers umziehen. Die Arbeiten sollen Anfang 2027 abgeschlossen werden.
Dresden: Globalfoundries treibt Milliarden-Ausbau der Chipfabrik voran
Der Halbleiterhersteller GlobalFoundries hat mit den Fundamentarbeiten für den Ausbau seines Standorts in Dresden begonnen. Wie die Sächsische Zeitung berichtet, umfasst das Projekt zusätzliche Fertigungs-, Logistik- und Technikflächen sowie rund 5.000 Quadratmeter neue Reinraum- und Laborflächen. Noch in diesem Jahr soll Richtfest gefeiert werden. Nach Angaben der Sächsischen Zeitung investiert das Unternehmen rund 1,1 Milliarden Euro in den Standort. Mit dem Ausbau soll die Produktionskapazität auf mehr als eine Million Siliziumscheiben pro Jahr steigen. Das entspricht einem Zuwachs von rund 110.000 Wafern jährlich. Generalunternehmer des Projekts ist Exyte, das bei der Umsetzung mit regionalen Unternehmen zusammenarbeitet. Für den ersten Bauabschnitt wurden bereits 260 Kubikmeter Beton eingebracht, insgesamt sind rund 7.200 Kubikmeter vorgesehen. Da die Produktion während der Bauarbeiten weiterläuft, erfolgen die Arbeiten nach Unternehmensangaben besonders präzise und vibrationsarm. Dazu gehören spezielle Baumaschinen, abgestimmte Logistikfenster sowie ein kontinuierliches Monitoring möglicher Erschütterungen. Der Ausbau ist Teil des Projekts „Sprint“ und reiht sich in eine Reihe weiterer Großinvestitionen der Halbleiterindustrie in Dresden ein. So errichtet ESMC derzeit ein Werk mit einem Investitionsvolumen von rund 10,5 Milliarden Euro. Zudem eröffnet Infineon Technologies AG am 2. Juli einen neuen Produktionskomplex in Dresden, für den rund fünf Milliarden Euro investiert wurden.
Dresden: Sachsen stellt Weichen für zweite Phase der Strukturförderung in den Kohleregionen
Der Freistaat Sachsen hat die Fördergrundlagen für die Strukturentwicklung in den Braunkohleregionen fortgeschrieben und damit die Voraussetzungen für die zweite Förderperiode ab 2027 geschaffen. Das Kabinett beschloss entsprechende Anpassungen der Förderrichtlinie zum Investitionsgesetz Kohleregionen sowie ergänzende Regelungen für die künftige Projektauswahl. Nach Angaben der Staatsregierung sind die Mittel der ersten Förderperiode bereits vollständig mit Projekten untersetzt. Im Lausitzer Revier können demnach 946 Millionen Euro und im Mitteldeutschen Revier 426 Millionen Euro für Investitionen eingesetzt werden. Künftig sollen die Fördermittel insbesondere im Lausitzer Revier stärker auf strukturwirksame Vorhaben konzentriert werden. Dazu wurden vier Schwerpunktbereiche definiert: die Entwicklung von Industrie- und Gewerbestandorten, der Wissens- und Technologietransfer, die Unterstützung von Großvorhaben sowie Projekte zur Stärkung von Lebensqualität, Gesundheitsversorgung und Tourismus. Zudem wird das Bewertungsverfahren für Projekte angepasst. Künftige Vorhaben müssen eine Mindestpunktzahl bei der Bewertung ihrer Strukturwirkung erreichen. Berücksichtigt werden dabei unter anderem Wertschöpfungspotenziale, Arbeits- und Ausbildungsplätze, regionale Bedeutung sowie Nachhaltigkeitsaspekte. Am bisherigen Bottom-up-Ansatz hält Sachsen fest. Die Regionalen Begleitausschüsse sollen weiterhin maßgeblich an der Auswahl kommunaler Projekte beteiligt bleiben. Die neuen Fördergrundlagen sollen nach Zustimmung des Bund-Länder-Koordinierungsgremiums im Sommer 2026 in Kraft treten und den Projektträgern Planungssicherheit für die Förderperiode ab 2027 geben.
Dresden: Stadt beteiligt sich an Aktion „Kommunen am Limit“
Mit einer symbolischen Verkaufsanzeige für den Goldenen Reiter beteiligt sich Dresden am bundesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit“. Wie die Landeshauptstadt Dresden mitteilt, soll damit auf die zunehmend angespannte Finanzlage der Kommunen aufmerksam gemacht werden. Bundesweit stiegen die kommunalen Defizite von 6,3 Milliarden Euro im Jahr 2023 auf rund 30 Milliarden Euro im Jahr 2025. Auch Dresden verzeichnet eine deutliche Verschlechterung seiner Haushaltslage. Nach Überschüssen in den Jahren 2021 und 2022 schloss das Jahr 2025 mit einem Defizit von zehn Millionen Euro ab. Für 2026 wird ein Minus von rund 78 Millionen Euro erwartet. Bis Ende 2031 könnte sich das Liquiditätsdefizit auf rund 130 Millionen Euro summieren. Erstmals seit 20 Jahren sieht sich die Stadt deshalb gezwungen, wieder Kredite aufzunehmen. Geplant ist unter anderem ein kreditfinanzierter Fonds von bis zu 220 Millionen Euro für Brückenbauprojekte. Nach Angaben der Stadt sind vor allem stark gestiegene Sozialausgaben für die Entwicklung verantwortlich. Allein in den Jahren 2022 und 2023 erhöhten sich diese um rund 180 Millionen Euro beziehungsweise 58 Prozent. Als Ursachen werden unter anderem höhere Ausgaben für Eingliederungshilfe, Jugendhilfe und Asylleistungen genannt. Gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden fordert Dresden deshalb eine bessere finanzielle Ausstattung der Städte und Gemeinden. Zu den Kernforderungen gehören eine kurzfristige finanzielle Entlastung der Kommunen, eine stärkere Beteiligung von Bund und Ländern an Sozialkosten sowie die konsequente Anwendung des Prinzips „Wer bestellt, bezahlt“. Quelle: Landeshauptstadt Dresden.
Leipzig: Nonnenstraße wird zur Fahrradstraße umgestaltet
Die Nonnenstraße in Leipzig-Plagwitz wird ab Ende Juni auf einer Länge von rund einem Kilometer zur Fahrradstraße umgestaltet. Wie die Stadt Leipzig mitteilt, soll die Verbindung zwischen Erich-Zeigner-Allee und Karl-Heine-Straße künftig den Radverkehr stärken und sicherer machen. Die Straße bleibt für den motorisierten Verkehr weiterhin nutzbar, Anwohner und Besucher können alle Grundstücke auch künftig mit dem Auto erreichen. Erstmals setzt die Stadt dabei den Leitfaden für Fahrradstraßen des Freistaates Sachsen um. Entlang der gesamten Strecke werden Sicherheitsstreifen neben den Parkflächen markiert, um sogenannte Dooring-Unfälle zu vermeiden. Zusätzlich erhalten mehrere Einmündungen rote Markierungen, um die Vorfahrtsregelung der Fahrradstraße sichtbar hervorzuheben. Radfahrer dürfen auf der Nonnenstraße künftig nebeneinander fahren. Für den Autoverkehr gilt weiterhin Tempo 30, wobei Radfahrer weder behindert noch gefährdet werden dürfen. Ergänzt wird die Umgestaltung durch drei neue Lieferzonen für den Wirtschaftsverkehr. Die bestehenden Kurzzeitparkplätze bleiben erhalten. Grundlage für die Maßnahme waren Verkehrszählungen, die das Fahrrad als meistgenutztes Verkehrsmittel auf der Nonnenstraße ausweisen. Die Straße gehört zu den Hauptrouten des Leipziger Radverkehrsnetzes. Die Umgestaltung kostet rund 64.000 Euro, davon übernimmt der Freistaat Sachsen 54.000 Euro. Die Auswirkungen der neuen Verkehrsführung sollen nach der Umsetzung beobachtet und bei Bedarf angepasst werden.
Dresden: Sanierung des ehemaligen Chemiehandels an der Rosenstraße kommt voran
Die Sanierung des ehemaligen Chemiehandels an der Rosenstraße 77 in Dresden schreitet voran, so die Stadt Dresden. Seit Oktober 2025 werden auf dem rund 15.000 Quadratmeter großen Areal die ehemaligen Lager- und Bürogebäude zurückgebaut, um Altlasten zu beseitigen und die Fläche bis Ende 2027 für eine neue Nutzung vorzubereiten. Derzeit laufen die Arbeiten zur Entfernung von Fundamenten und Bauschuttresten unter dem früheren Lagergebäude. Bereits auf rund 40 Prozent der Fläche wurde belasteter Boden ausgetauscht. Die Maßnahme gestaltet sich jedoch aufwendiger als ursprünglich erwartet. Im Untergrund wurden deutlich mehr und größere Fundamentreste gefunden, teilweise vermutlich aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Dadurch liegt das Projekt derzeit etwa zwei Monate hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Ab dem Spätsommer 2026 soll eine mikrobiologische In-situ-Sanierung des belasteten Grundwassers beginnen. Dabei werden spezielle Mikroorganismen in Tiefen zwischen acht und fünfzehn Metern eingebracht, um leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe abzubauen. Das Verfahren gilt als deutlich ressourcenschonender als ein großflächiger Bodenaustausch und reduziert sowohl Aushubmengen als auch Transporte. Für die Sanierung erhält die Landeshauptstadt Dresden Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie vom Freistaat Sachsen. Insgesamt stehen dafür 4,8 Millionen Euro zur Verfügung, die Abbrucharbeiten werden zu 77 Prozent gefördert. Das Gelände wurde seit den 1960er Jahren als Lager- und Umschlagplatz für Chemikalien genutzt. Die industrielle Nutzung führte zu erheblichen Belastungen von Boden und Grundwasser. Mit der Sanierung soll die Fläche dauerhaft von Schadstoffen befreit und wieder uneingeschränkt nutzbar gemacht werden.
Zwickau: Freistaat übergibt neues Technologie- und Forschungszentrum an die WHZ
An der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) ist das neue Technologie- und Forschungszentrum offiziell übergeben worden. Der Freistaat Sachsen investierte gemeinsam mit der Europäischen Union 46,2 Millionen Euro in den Neubau, der künftig Forschung, Lehre und Technologietransfer bündeln soll. Rund 23,7 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Das fünfgeschossige Gebäude bietet auf knapp 4.000 Quadratmetern Nutzfläche moderne Forschungs- und Lehrbedingungen für das Institut für Textil- und Ledertechnik sowie den Bereich Umwelt- und Verfahrenstechnik. Herzstück ist eine 7,4 Meter hohe Maschinenhalle, in der moderne und historische Textilmaschinen flexibel eingesetzt werden können. Ergänzt wird das Raumangebot durch Labore, Forschungsflächen sowie Verwaltungs- und Technikbereiche. Mit einer Höhe von 27 Metern und seiner markanten Klinkerfassade aus rund 300.000 Ziegeln setzt das Gebäude zugleich einen neuen städtebaulichen Akzent in Zwickau. Über einen gläsernen Verbindungsbau ist das Technikum an die bestehenden Hochschulgebäude angeschlossen und bildet künftig den Auftakt der geplanten „Straße der Wissenschaften“. Der Bau begann 2020 und wurde vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) begleitet. Das neue Zentrum soll insbesondere die Forschung zu nachhaltigen Textilien, Recyclingmaterialien und innovativen Werkstoffen stärken und damit die industrielle Transformation in Südwestsachsen unterstützen. Quelle: Freistaat Sachsen / Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB).
Chemnitz: Über 30 Millionen Euro EU-Förderung für Wasserstoffnetz und Energiespeicher
Die eins energie in sachsen GmbH & Co. KG erhält mehr als 30,3 Millionen Euro Fördermittel aus dem Just Transition Fund (JTF) der Europäischen Union für zwei Energieprojekte in Chemnitz. Das teilten der Freistaat Sachsen und das Unternehmen mit. Mit 20,7 Millionen Euro wird die Vorbereitung der Anbindung von Chemnitz an das künftige Wasserstoffkernnetz unterstützt. Geplant sind die Umstellung bestehender Erdgasleitungen auf Wasserstoff, der Neubau von Transportleitungen sowie die Errichtung neuer Regelanlagen. Die Infrastruktur soll die Region ab Anfang der 2030er Jahre an das bundesweite Wasserstoffnetz anbinden und Perspektiven für die Dekarbonisierung von Industrie und Fernwärmeversorgung schaffen. Die Fertigstellung ist für 2029 vorgesehen. Weitere 9,6 Millionen Euro fließen in den Energiepark Galgenberg im Stadtteil Röhrsdorf. Dort entstehen bis 2028 eine Photovoltaik-Freiflächenanlage mit einer Leistung von 15 Megawatt sowie ein Großbatteriespeicher mit 30 Megawattstunden Speicherkapazität. Die Anlage soll jährlich rund 15 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Der Batteriespeicher wird überschüssige Energie zwischenspeichern, Lastspitzen ausgleichen und Netzdienstleistungen bereitstellen. Für beide Vorhaben zusammen sind Investitionen von rund 54,6 Millionen Euro vorgesehen. Nach Angaben des Freistaates leisten die Projekte einen wichtigen Beitrag zur Energiewende, zur Transformation der Energieregion Chemnitz und zur Umsetzung des Europäischen Grünen Deals.
Dresden: Haus & Grund kritisiert große Unterschiede bei Müllgebühren in Sachsen
Die Müllgebühren in den sächsischen Großstädten unterscheiden sich erheblich. Das geht aus dem aktuellen Müllgebührenranking des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln hervor, das im Auftrag von Haus & Grund Deutschland erstellt wurde. Danach schneidet Chemnitz unter den sächsischen Städten am besten ab und erreicht Platz 16 unter den 100 größten deutschen Städten. Zwickau folgt auf Rang 43, Dresden auf Platz 61 und Leipzig auf Rang 71. Wie Haus & Grund Sachsen mitteilt, haben sich alle vier Städte gegenüber der vorherigen Erhebung aus dem Jahr 2022 verschlechtert. Bundesweit belegt Flensburg den Spitzenplatz mit den niedrigsten Gebühren. Der Eigentümerverband fordert mehr Transparenz bei den kommunalen Gebührensystemen. Unterschiede bei Abfuhrrhythmen, Serviceleistungen, Mindestvolumina sowie Hol- und Bringsystemen erschwerten einen direkten Vergleich der Kosten. Aus Sicht von Haus & Grund sollten Kommunen die Zusammensetzung der Gebühren nachvollziehbarer darstellen, digitale Gebührenrechner anbieten und Kostentreiber offenlegen. Grundlage des Rankings ist ein Vier-Personen-Haushalt. Berücksichtigt wurden die Gebühren für Restmüll, Biomüll, Sperrmüll und Altpapier. Die unterschiedlichen Leistungsumfänge der Kommunen flossen über einen Gebührenindex in die Bewertung ein.
Magdeburg: Stadt beteiligt sich an Initiative „Kommunen am Limit“
Die Landeshauptstadt Magdeburg hat gemeinsam mit dem Stadtrat auf die angespannte Finanzlage der Kommunen aufmerksam gemacht und von Bund und Land strukturelle Verbesserungen gefordert. Anlass ist die bundesweite Initiative „Kommunen am Limit“, zu der die kommunalen Spitzenverbände aufgerufen haben. Wie die Stadt Magdeburg mitteilt, weist der Haushalt 2026 trotz umfangreicher Konsolidierungsmaßnahmen ein Defizit von 54,3 Millionen Euro auf. Als Ursachen nennt die Verwaltung unter anderem steigende Sozialausgaben, höhere Personalkosten und den Investitionsbedarf bei der Infrastruktur. Gleichzeitig seien die Einsparmöglichkeiten weitgehend ausgeschöpft. Zur Haushaltsstabilisierung wurden in den vergangenen Jahren unter anderem Parkgebühren, Hundesteuer und Eintrittspreise kommunaler Einrichtungen erhöht sowie eine Beherbergungssteuer eingeführt. Nach Auffassung der Stadt lösen diese Maßnahmen jedoch nicht das grundlegende Problem einer strukturellen Unterfinanzierung der Kommunen. Mit der Initiative fordern die Kommunen unter anderem eine stärkere finanzielle Beteiligung an Gemeinschaftssteuern, Reformen der sozialen Sicherungssysteme sowie eine vollständige Kostenerstattung für Aufgaben, die von Bund oder Ländern übertragen werden. Bereits vor wenigen Wochen hatten die drei kreisfreien Städte Sachsen-Anhalts eine aus ihrer Sicht gerechtere Finanzausstattung der Oberzentren durch das Land angemahnt.
Dresden: Stadt erfasst erneut digital den Zustand des Straßennetzes
Die Landeshauptstadt Dresden lässt erneut den Zustand ihres Straßennetzes digital erfassen. Wie die Stadt Dresden mitteilt, kommt dafür ein Spezialfahrzeug mit Laserscanner, Sensoren und hochauflösenden Kameras zum Einsatz, das Schäden wie Schlaglöcher, Spurrinnen und selbst feine Risse ab 0,5 Millimetern Breite dokumentieren kann. Ergänzt werden die Daten durch fünf Messstellen im Stadtgebiet, die unter anderem Fahrzeuggewichte sowie Temperaturverläufe in und auf der Fahrbahn erfassen. Die Sensoren befinden sich an der Tharandter Straße, Dohnaer Straße, Washingtonstraße sowie künftig an der Bergstraße und der Stauffenbergallee. Ziel des Projekts ist ein datenbasiertes Erhaltungsmanagement. Die gewonnenen Informationen sollen künftig Prognosen ermöglichen, welche Straßen mit welcher Priorität saniert werden müssen. Dadurch sollen Investitionen gezielter eingesetzt und die Lebensdauer der Infrastruktur verlängert werden. Die Messbefahrung umfasst rund 1.830 Kilometer des Dresdner Straßennetzes. Für Erfassung und Auswertung fallen Kosten von rund 380.000 Euro an. Das Gesamtprojekt „Strategisches Erhaltungsmanagement“ hat ein Volumen von rund 1,3 Millionen Euro und wird nach Angaben der Stadt Dresden zu 65 Prozent über das Smart-City-Förderprogramm des Bundes gefördert. Bereits 2015 und 2021 wurden vergleichbare Befahrungen durchgeführt.
Halle (Saale): Tourismus in Sachsen-Anhalt mit leichtem Rückgang im April
Die Beherbergungsbetriebe in Sachsen-Anhalt haben im April 2026 rund 279.400 Gäste und knapp 687.600 Übernachtungen registriert. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, entspricht das gegenüber dem Vorjahresmonat einem Rückgang von 1,0 Prozent bei den Gästeankünften und 2,2 Prozent bei den Übernachtungen. Besonders deutlich fielen die Rückgänge im Harz und Harzvorland aus. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt verzeichnete die größte Tourismusregion des Landes 4,5 Prozent weniger Gäste und 8,7 Prozent weniger Übernachtungen als im April 2025. Auch die Region Anhalt-Wittenberg blieb unter dem Vorjahresniveau. Zuwächse meldeten dagegen die Reisegebiete Halle, Saale, Unstrut sowie die Altmark. In Halle, Saale, Unstrut stiegen die Übernachtungen um 9,0 Prozent, in der Altmark um 3,9 Prozent. Die Region Magdeburg, Elbe-Börde-Heide verzeichnete ein Plus bei den Gästeankünften, während die Zahl der Übernachtungen leicht zurückging. Im bisherigen Jahresverlauf zeigt sich laut Statistischem Landesamt Sachsen-Anhalt hingegen eine stabile Entwicklung. Von Januar bis April 2026 stieg die Zahl der Gästeankünfte um 0,4 Prozent auf rund 844.300, die Übernachtungen legten ebenfalls um 0,4 Prozent auf rund 2,06 Millionen zu.
Chemnitz: Machbarkeitsstudie sieht Ausbau der Bahnstrecke nach Leipzig für 680 Millionen Euro vor
Der Ausbau der Bahnstrecke zwischen Chemnitz und Leipzig bleibt innerhalb des vorgesehenen Finanzierungsrahmens möglich. Das ist das Ergebnis einer Machbarkeitsuntersuchung, die der Freistaat Sachsen initiiert und die DB InfraGO AG beauftragt hat. Demnach sollen im Nordabschnitt zwischen Leipzig und Geithain rund 24 der insgesamt 44 Streckenkilometer zweigleisig ausgebaut werden. Die Kosten dafür werden auf rund 531 Millionen Euro beziffert. Für die Elektrifizierung der Strecke werden weitere 149 Millionen Euro veranschlagt. Insgesamt ergibt sich damit ein Investitionsvolumen von rund 680 Millionen Euro. Mit dem vorgesehenen Ausbaukonzept soll in den Hauptverkehrszeiten ein Halbstundentakt des Regionalexpresses RE 6 zwischen Chemnitz und Leipzig ermöglicht werden. Außerhalb der Hauptverkehrszeiten ist weiterhin ein Stundentakt vorgesehen. Die Ergebnisse der Studie fließen nun in die weiteren Planungsschritte ein. Parallel wird die Planung für den Südabschnitt der Strecke fortgeführt. Angaben zu einem möglichen Realisierungszeitraum liegen bislang nicht vor.
Leipzig: Stadt vermarktet elf Grundstücke für Eigenheime nach sozialen Kriterien
Die Stadt Leipzig startet Ende Juni ein neues Vergabeverfahren für elf Grundstücke, die für den Bau oder die Sanierung von Eigenheimen vorgesehen sind. Erstmals können Interessenten dabei zwischen dem Kauf eines Grundstücks und einem Erbbaurecht mit einer Laufzeit von bis zu 99 Jahren wählen. Die Vergabe erfolgt nicht über den Höchstpreis, sondern anhand sozialer Kriterien. Insgesamt werden sieben unbebaute Grundstücke in den Ortsteilen Liebertwolkwitz, Paunsdorf, Probstheida, Burghausen-Rückmarsdorf und Thekla angeboten. Hinzu kommen vier Grundstücke mit sanierungsbedürftigen Einfamilienhäusern in Mockau-Süd und Wahren. Bei der Auswahl der Bewerber spielen unter anderem die Anzahl und das Alter der Kinder, Menschen mit Behinderungen im Haushalt, Mehrgenerationenwohnen, ehrenamtliches Engagement sowie die bisherige Wohn- und Arbeitssituation eine Rolle. Familien sollen von dem Verfahren besonders profitieren. Die Grundstücke werden entweder zu einem festen Kaufpreis oder im Erbbaurecht vergeben. Der Erbbauzins beträgt drei Prozent pro Jahr. Die Bewerbungsphase beginnt am 29. Juni und endet am 24. August. Nach Angaben der Stadt Leipzig stehen Informationen zu den Grundstücken, den Vergabekriterien und dem Ablauf des Verfahrens ab diesem Zeitpunkt online zur Verfügung.
Halle (Saale): Anlagevermögen in Sachsen-Anhalt steigt auf 585 Milliarden Euro
Das gesamtwirtschaftliche Bruttoanlagevermögen in Sachsen-Anhalt ist 2023 auf 585 Milliarden Euro gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von rund 37 Milliarden Euro beziehungsweise 6,8 Prozent. Das geht aus aktuellen Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder hervor, die vom Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt veröffentlicht wurden. Den größten Anteil am Anlagevermögen haben weiterhin Bauten. Sie stehen für 495 Milliarden Euro beziehungsweise 85 Prozent des Gesamtwertes. Gegenüber 2022 erhöhte sich ihr Wert um 32 Milliarden Euro. Weitere 90 Milliarden Euro entfallen auf Ausrüstungen wie Maschinen, Geräte und Fahrzeuge. Die stärksten Zuwächse verzeichnete der Bereich Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleistungen einschließlich Grundstücks- und Wohnungswesen mit einem Plus von 8,3 Prozent. Auch das Produzierende Gewerbe legte mit 7,3 Prozent überdurchschnittlich zu. Im Bereich Handel, Verkehr, Lagerei, Gastgewerbe, Information und Kommunikation stieg das Anlagevermögen um 7,2 Prozent. Der sogenannte Modernitätsgrad des Anlagevermögens lag 2023 bei 55,9 Prozent und damit über dem Bundesdurchschnitt von 53,7 Prozent. Die Kennziffer beschreibt den Anteil des noch nicht abgeschriebenen Vermögens und gilt als Indikator für die Altersstruktur der vorhandenen Anlagen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt entfielen Ende 2023 rund zwei Prozent des gesamten deutschen Anlagevermögens auf Sachsen-Anhalt. Das Anlagevermögen umfasst langlebige Vermögensgüter wie Wohn- und Nichtwohngebäude, Straßen, Brücken, technische Anlagen, Maschinen, Fahrzeuge sowie immaterielle Vermögenswerte wie Software, Forschung und Entwicklung oder Urheberrechte.
Löbejün: Ersatzneubau von zwei Brücken an der Plötzer Chaussee startet
In Wettin-Löbejün beginnt der Ersatzneubau von zwei Brücken im Zuge der Landesstraße 144. Das Land Sachsen-Anhalt investiert dafür mehr als 1,2 Millionen Euro. Die neuen Bauwerke entstehen über den Gottgauer Graben an der Plötzer Chaussee. Zunächst werden die bestehenden Brücken abgebrochen. Dabei handelt es sich um eine Naturstein-Gewölbebrücke aus dem Jahr 1880 sowie eine Radwegbrücke aus dem Jahr 1930. Aufgrund erheblicher Schäden war eine Sanierung der Bauwerke nicht mehr wirtschaftlich möglich. Die neuen Brücken werden als Stahlbetonrahmen mit einer lichten Weite von vier Metern und einer lichten Höhe von 1,10 Metern errichtet. Neben den Anforderungen des Hochwasserschutzes werden auch ökologische Belange berücksichtigt, um die Durchlässigkeit des Grabens für dort lebende Tierarten zu verbessern. Im Zuge der Arbeiten werden zudem die Fahrbahnen der Landesstraße 144 sowie der begleitende Radweg in den Anschlussbereichen auf einer Länge von insgesamt 60 Metern erneuert. Die Bauarbeiten sollen bis Mitte Dezember abgeschlossen werden.
Leipzig: Altenburger Straße wird saniert und erhält neue barrierefreie Haltestellen
Die Stadt Leipzig will die Altenburger Straße in der Südvorstadt umfassend aufwerten. Geplant sind die Sanierung der Fahrbahn sowie der barrierefreie Ausbau und Neubau mehrerer Bushaltestellen. Die Investitionen belaufen sich auf rund 675.000 Euro, davon trägt die Stadt etwa 280.000 Euro. Der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig beteiligt sich an der Finanzierung. Hintergrund der Maßnahme ist die bessere Anbindung der MediaCity an den öffentlichen Nahverkehr. Ab August sollen entlang der Altenburger Straße insgesamt fünf Richtungshaltestellen für die Haltepunkte „Altenburger Straße“, „Media City“ und „Lößniger Straße“ entstehen. Der Haltepunkt „Media City“ wird an der Einmündung Steinstraße komplett neu gebaut. Neben dem Ausbau der Haltestellen wird die Fahrbahndecke der Altenburger Straße erneuert. Aufgrund von Rissen und zahlreichen Ausbesserungen wird der bestehende Asphalt abgefräst und durch eine neue Deckschicht ersetzt. Im Kreuzungsbereich zur Fichtestraße wird das vorhandene Pflaster durch Asphalt ersetzt. In den besonders belasteten Haltestellenbereichen kommt eine halbstarre Deckschicht zum Einsatz, die die Bildung von Spurrinnen verhindern soll.
Dresden: Neuländer Straße erhält Verkehrsberuhigung und neue Querungshilfen
Die Landeshauptstadt Dresden will die Verkehrssicherheit in der Neuländer Straße in Pieschen erhöhen. Im Zuge der laufenden Kanalbauarbeiten der Stadtentwässerung Dresden entstehen bis Ende 2026 mehrere Gehwegvorstreckungen, Fahrbahneinengungen und barrierefreie Querungsstellen. Die Investitionen belaufen sich auf rund 270.000 Euro. Hintergrund sind Forderungen von Anwohnern nach einer Verkehrsberuhigung der Wohnstraße. Die Stadt nutzt die derzeitigen Arbeiten am Industriesammler Nord, um die Maßnahmen ohne einen vollständigen Straßenausbau umzusetzen. Geplant sind vier bauliche Eingriffe entlang der Neuländer Straße. In der Nähe der Rahnstraße sowie auf Höhe des Spielplatzes werden Gehwegvorstreckungen als barrierefreie Querungshilfen errichtet. Zusätzlich entstehen Fahrbahneinengungen im Bereich der Hausnummern 73 bis 75 sowie 107 bis 109. Die bestehenden Querungsstellen am Baumwiesenweg werden ebenfalls barrierefrei ausgebaut. Ergänzend plant die Stadt eine neue Parkordnung mit wechselseitigem Parken. Durch den mehrfachen Seitenwechsel der Parkflächen soll die Geschwindigkeit des Fahrzeugverkehrs zusätzlich reduziert werden. Die Umsetzung der Verkehrsberuhigungsmaßnahmen soll nach Abschluss der Kanalbauarbeiten erfolgen und bis Ende des Jahres abgeschlossen werden.
Chemnitz: Kunst-am-Bau-Wettbewerb für neues Chemiegebäude entschieden
Für den Neubau des Institutsgebäudes Chemie der Technische Universität Chemnitz steht der Sieger des Kunst-am-Bau-Wettbewerbs fest. Das Preisgericht empfahl den Entwurf „CLOUD“ des Dresdner Künstlers Tobias Stengel zur Realisierung. Für das Kunstwerk stellt der Freistaat Sachsen 125.000 Euro bereit. Der Entwurf sieht eine großformatige Wandgestaltung im Foyer des Neubaus vor. Wolkenartige Strukturen auf der Betonwand sollen Assoziationen zwischen Natur, Wissenschaft und Forschung herstellen. Ergänzende Glaselemente greifen Themen wie Transparenz, Reflexion und Materialität auf. Nach Einschätzung der Jury entsteht dadurch ein identitätsstiftender Akzent, der wissenschaftliche Prozesse sowie die Offenheit von Forschung und Erkenntnis räumlich erfahrbar macht. Am Wettbewerb hatten acht Künstlerinnen und Künstler aus Sachsen und anderen Bundesländern teilgenommen. Die Auswahl erfolgte aus einem Kreis von 24 Vorschlägen eines unabhängigen Fachgremiums. Vertreter der Universität, des Freistaats, des Architekturbüros sowie des Landesverbandes Bildende Kunst Sachsen wirkten an der Juryentscheidung mit. Die Umsetzung des Kunstwerks soll parallel zur Fertigstellung des Neubaus voraussichtlich 2029 erfolgen. Das neue Chemiegebäude entsteht auf dem Campus Reichenhainer Straße und bündelt künftig die Fakultät für Naturwissenschaften an einem Standort. Der viergeschossige Neubau umfasst rund 8.900 Quadratmeter Hauptnutzfläche und wird mit Gesamtinvestitionen von rund 135 Millionen Euro errichtet. Das Gebäude erhält Labor- und Bürobereiche, einen Experimentalhörsaal, Lehr- und Praktikumsräume sowie ein Schülerlabor. Die Finanzierung erfolgt unter anderem mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.
Halle (Saale): 2025 wurden mehr als 470 Gebäude aus dem Bestand entfernt
In Sachsen-Anhalt sind im Jahr 2025 insgesamt 478 Gebäude aus dem Bestand abgegangen. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, entfielen davon 230 auf Wohngebäude und 248 auf Nichtwohngebäude. Durch Abriss oder Rückbau der Wohngebäude gingen 1.024 Wohnungen mit einer Wohnfläche von insgesamt 53.100 Quadratmetern verloren. Fast alle betroffenen Wohngebäude waren vor 1991 errichtet worden. Gegenüber 2024 sank die Zahl der abgegangenen Wohngebäude um 3,4 Prozent. Bei den Nichtwohngebäuden verringerte sich der Bestand um 248 Gebäude mit einer Nutzfläche von insgesamt 373.100 Quadratmetern. Lediglich 16 der betroffenen Objekte waren nach 1990 errichtet worden. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der abgebrochenen oder rückgebauten Nichtwohngebäude um 33,1 Prozent zurück. Der Verlust von Wohnungen durch den Rückbau von Nichtwohngebäuden spielte mit lediglich 17 Wohneinheiten statistisch kaum eine Rolle. Die Zahlen verdeutlichen, dass der Gebäudeabgang in Sachsen-Anhalt weiterhin überwiegend ältere Bestände betrifft. Während die Zahl der abgehenden Wohngebäude nur leicht zurückging, fiel der Rückgang bei den Nichtwohngebäuden deutlich stärker aus.
Leipzig: MIB AG sichert sich seltene Entwicklungsfläche in der Inneren Westvorstadt
Die MIB AG hat das rund 1.500 Quadratmeter große Grundstück Apels Garten 4 in der Leipziger Inneren Westvorstadt erworben. Die unbebaute Fläche nahe dem Dorotheenplatz zählt zu den wenigen verbliebenen Entwicklungsgrundstücken in zentraler Innenstadtlage. Für das Areal liegt bereits eine rechtskräftige Baugenehmigung vor. Damit verfügt die MIB AG über unmittelbaren Entwicklungsspielraum für Nutzungen in den Bereichen Wohnen, Wohnen auf Zeit und Hotellerie. Angaben zu einem konkreten Projektkonzept machte das Unternehmen noch nicht. Das Grundstück befindet sich nur wenige Gehminuten vom Leipziger Markt entfernt und liegt in einem historisch geprägten Umfeld. Der Name „Apels Garten“ erinnert an den barocken Garten des Kaufmanns Andreas Dietrich Apel, der Anfang des 18. Jahrhunderts zu den bekanntesten Gartenanlagen der Stadt zählte. Nach Angaben der MIB AG wurde der Ankauf nach einem komplexen Verfahren abgeschlossen. Das Unternehmen kündigte an, die weiteren Planungen zu einem späteren Zeitpunkt vorzustellen. Die MIB AG entwickelt seit mehr als 30 Jahren Immobilienprojekte in Deutschland. Zu den bekannten Leipziger Projekten des Unternehmens zählen unter anderem die Spinnerei Leipzig, die Firmenzentrale CUBE360 sowie verschiedene Revitalisierungs- und Quartiersentwicklungen.
Dresden: Nordholzer Sturmgeschütz kommt ins Militärhistorische Museum der Bundeswehr
Das auf dem Marinefliegerstützpunkt Nordholz geborgene Sturmgeschütz III erhält eine neue Heimat in Dresden. Nach der erfolgreichen Bergung wird das Fahrzeug dem Militärhistorisches Museum der Bundeswehr übereignet. Zuvor soll das Exponat ab August im Deutsches Panzermuseum Munster ausgestellt und konservatorisch behandelt werden. Das während des Zweiten Weltkriegs eingesetzte Sturmgeschütz war auf dem Gelände des Marinefliegerstützpunktes Nordholz entdeckt und anschließend geborgen worden. Die Entscheidung zugunsten des Dresdner Museums fiel nach Prüfung verschiedener Interessenten durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Ausschlaggebend waren die Möglichkeiten zur fachgerechten Erhaltung des Fundzustandes sowie die Einbindung in das Ausstellungskonzept des Museums. Besonderes Augenmerk gilt dabei der noch vorhandenen Sandschicht, die aus der ursprünglichen Vergrabung stammt und erhalten werden soll. Das Exponat dokumentiert damit nicht nur Militärtechnik des Zweiten Weltkriegs, sondern auch den Umgang mit Kriegsgerät nach 1945. Nach der Zwischenstation in Munster wird das Sturmgeschütz Bestandteil der Sammlung des Dresdner Militärhistorischen Museums. Dort soll es sowohl der Öffentlichkeit als auch für Bildungs- und Forschungszwecke zugänglich gemacht werden.
Dresden: Vertrag für neues Berufsschulzentrum Elektrotechnik unterzeichnet
Mit der Unterzeichnung des Generalübernehmervertrags für das neue Berufsschulzentrum Elektrotechnik in Dresden-Prohlis ist der Startschuss für die Umsetzung eines der wichtigsten Bildungsbauprojekte der Stadt gefallen. Die Kommunale Immobilien Dresden GmbH & Co. KG (KID) hat die Firma Züblin mit Planung und Bau des Schulcampus beauftragt. Bis Ende 2028 entsteht ein neues Berufsschulzentrum für rund 2.250 Schülerinnen und Schüler. Der Campus wird auf die Anforderungen der Mikroelektronik- und Halbleiterindustrie ausgerichtet und soll Fachkräfte in den Bereichen Mechatronik, Mikrotechnologie, Elektrotechnik und Informatik ausbilden. Geplant sind ein Schulgebäude, eine Vier-Feld-Sporthalle mit Parkdeck sowie Sport- und Freianlagen. Darüber hinaus sollen Räume für gemeinschaftliche und kulturelle Nutzungen im Stadtteil zur Verfügung stehen. Das Projekt setzt auf Barrierefreiheit, multifunktionale Nutzungskonzepte und nachhaltiges Bauen. Das Berufsschulzentrum zählt zu den Pilotvorhaben der Landeshauptstadt Dresden im Rahmen des Leitfadens „Dresden baut nachhaltig“. Die Gebäude werden in Holzhybridbauweise errichtet. Bereits während der Bauvorbereitung kommen ressourcenschonende Verfahren zum Einsatz. So wird vor Ort aufbereitetes Abbruchmaterial zur Verbesserung des Baugrunds verwendet, wodurch Transporte und zusätzlicher Materialeinsatz reduziert werden. Die Abbrucharbeiten auf dem Gelände sind bereits abgeschlossen. Die Grundsteinlegung ist für den Herbst vorgesehen. Das Vorhaben wird durch Fördermittel der Europäischen Union unterstützt und soll zugleich Impulse für die Stadtentwicklung im Dresdner Stadtteil Prohlis setzen.
Bad Schandau: Arbeiten für Behelfsbrücke an der B 172 haben begonnen
In Bad Schandau haben die Arbeiten für den Bau der Behelfsbrücke über die Gleisanlagen der Deutschen Bahn begonnen. Die Maßnahme ist Voraussetzung für den geplanten Ersatzneubau der bestehenden B-172-Brücke, deren Tragfähigkeit inzwischen eingeschränkt ist. Zunächst werden auf der nördlichen Seite der Stadt das Widerlager sowie ein Stützpfeiler errichtet. Dafür ist die Westrampe der B 172 zwischen Bahnbrücke und Elbebrücke gesperrt. Die übrigen Verkehrsbeziehungen in Richtung Krippen, Königstein und Bad Schandau bleiben bestehen und werden über die vorhandene Ampelanlage geführt. Die Behelfsbrücke soll nach derzeitiger Planung Ende Januar 2027 für den Verkehr freigegeben werden. Vorgesehen ist eine Nutzung ohne Tonnagebeschränkung und im Begegnungsverkehr. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund sieben Millionen Euro und werden vom Bund getragen. Das Projekt wird von der Niederlassung Meißen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr umgesetzt.
Leipzig: Stadt schlägt Lösung für Cottaweg vor
Die Stadt Leipzig hat einen Vorschlag zur Zukunft des Cottawegs vorgelegt, der den Verbleib der Kleinmesse am bisherigen Standort und gleichzeitig eine Erweiterung der Trainingsflächen von RB Leipzig ermöglichen soll. Kern der Planung ist eine bis zu 57.000 Quadratmeter große Fläche westlich des heutigen Festplatzes, die an RB Leipzig veräußert werden soll. Der Bundesligist könnte dort seine Trainingsinfrastruktur erweitern und die Bereiche Herren-, Nachwuchs- und Frauenfußball an einem Standort bündeln. Der bestehende Festplatz der Kleinmesse bleibt von den Planungen unberührt. Damit endet die jahrelange Suche nach einem Ersatzstandort. Nach Angaben der Stadt waren insgesamt 27 alternative Flächen geprüft worden. Die Untersuchungen scheiterten unter anderem an Anforderungen hinsichtlich Emissionsschutz, Erreichbarkeit, Parkmöglichkeiten und Wirtschaftlichkeit. Die für die Erweiterung vorgesehene Fläche befindet sich bereits im Eigentum der Stadt Leipzig. Sie wurde früher als Kleingartenanlage genutzt und liegt seit den 1990er Jahren brach. Nach Angaben der Stadt sollen bei einer Entwicklung möglichst viele Bäume erhalten werden. Aufgrund der Nähe zu einem Vogelschutzgebiet sind zudem naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen. Vor einer Umsetzung muss der Stadtrat dem vorgeschlagenen Verhandlungsverfahren zwischen der Stadt Leipzig und RB Leipzig noch zustimmen. Eine entsprechende Vorlage soll noch vor der Sommerpause beraten werden.
Magdeburg: Neuer Skatepark im Olvenstedter Scheid eröffnet
Im Magdeburger Stadtteil Olvenstedt ist ein neuer Skatepark eröffnet worden. Die barrierefreie Anlage entstand im Olvenstedter Scheid als Ersatz für den zuvor zurückgebauten Bestandspark und wurde mit rund 613.000 Euro realisiert. Der Skatepark wurde in langlebiger Ortbetonbauweise errichtet und folgt einem sogenannten Street-Flow-Konzept. Dabei werden klassische Street-Elemente wie Banks und Geländer mit organisch geformten Fahrbereichen kombiniert. Die Anlage richtet sich an Skateboarder, BMX-Fahrer, Inliner, Scooterfahrer sowie WCMX-Sportler. Für Rollstuhlsportler wurde eine spezielle Auffahrt integriert, die einen barrierefreien Zugang zu allen Ebenen ermöglicht. Die Fahrflächen sind durch farbliche Markierungen von den Aufenthaltsbereichen getrennt. Ergänzt wird die Anlage durch Sitzbereiche mit Betonelementen und integrierten Papierkörben. Die Gesamthöhe des Parks beträgt rund einen Meter. Dem Projekt ging ein dreistufiger Beteiligungsprozess voraus, bei dem Vertreter der lokalen Skateszene ihre Anforderungen und Wünsche in die Planung einbringen konnten. Der Skatepark ist Teil eines größeren Investitionsprogramms des Eigenbetriebs Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg. Insgesamt wurden in den vergangenen drei Jahren vier Spiel- und Freizeitprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 1,5 Millionen Euro umgesetzt. Finanziert wurden die Vorhaben aus Mitteln des Vermögens der Parteien und Massenorganisationen der DDR (PMO). Neben dem Skatepark entstanden eine Erweiterung des Spielplatzes in der Motzstraße, eine Spiel- und Freizeitanlage am Kinder- und Jugendhaus „Knast“ sowie ein Parkour-Park im Stadtpark Rotehorn.
Delitzsch: International Workplace Group eröffnet flexiblen Workspace am Unteren Bahnhof
Die International Workplace Group (IWG), Anbieter flexibler Arbeitsflächen und Marken wie Regus, Spaces und HQ, hat in Delitzsch einen neuen Workspace eröffnet. Der Standort befindet sich in der Eisenbahnstraße 14 am Unteren Bahnhof und wurde gemeinsam mit der Wohnungsgesellschaft der Stadt Delitzsch GmbH realisiert. Der neue HQ-Standort verfügt über 18 Einzelbüros, zwei Besprechungsräume sowie Coworking- und Kreativflächen. Das Angebot richtet sich an Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen. Über das Konzept „Design Your Own Office“ können Nutzer ihre Flächen individuell gestalten. Mit der Eröffnung reagiert IWG auf die zunehmende Nachfrage nach flexiblen und hybriden Arbeitsmodellen. Nach Unternehmensangaben wurden allein im ersten Quartal 2026 weltweit 382 neue Standorte unter Vertrag genommen, davon 66 in Deutschland. Delitzsch profitiert dabei von seiner Lage zwischen Leipzig und Halle (Saale). Die Region zählt zu den wichtigsten Wirtschaftsstandorten Mitteldeutschlands mit Schwerpunkten in Industrie, Logistik, Chemie, Hochtechnologie und Produktion. Die Wohnungsgesellschaft der Stadt Delitzsch investierte in das Konzept, um die Immobilie langfristig zu stärken und zusätzliche Nutzungen zu ermöglichen. Der neue Standort ergänzt das bestehende Netzwerk der International Workplace Group, die weltweit mehr als 5.000 Standorte in über 120 Ländern betreibt. In Sachsen verfügt das Unternehmen inzwischen über mehr als zehn Standorte.
Halle (Saale): Gewerbesteuereinnahmen in Sachsen-Anhalt gehen deutlich zurück
Die Gewerbesteuereinnahmen der Kommunen in Sachsen-Anhalt sind im ersten Quartal 2026 spürbar gesunken. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes nahmen die Gemeinden insgesamt 268,5 Millionen Euro ein. Das entspricht einem Rückgang von 33,7 Millionen Euro beziehungsweise 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders betroffen waren die kreisangehörigen Städte und Gemeinden. Dort gingen die Gewerbesteuereinnahmen um 21,5 Prozent auf 187,4 Millionen Euro zurück. Von den 218 Kommunen im Land konnten lediglich 100 höhere Einnahmen verzeichnen, während 118 Rückgänge meldeten. Die drei kreisfreien Städte entwickelten sich dagegen positiv. Ihre Gewerbesteuereinnahmen stiegen zusammen um 27,5 Prozent auf 81,1 Millionen Euro. Den größten Zuwachs erzielte Halle (Saale), wo die Einnahmen nach einer Anhebung des Hebesatzes um 20 Prozentpunkte von 19,4 auf 32,6 Millionen Euro stiegen. Das entspricht einem Plus von 67,9 Prozent. Die höchsten Einnahmen verbuchte weiterhin Magdeburg mit 41,6 Millionen Euro, ein Anstieg um 4,7 Prozent. In Dessau-Roßlau legten die Einnahmen um 54,1 Prozent auf 6,9 Millionen Euro zu. Unter den kreisangehörigen Kommunen führte die Lutherstadt Wittenberg mit 7,5 Millionen Euro die Statistik an. Es folgten Lützen mit 7,2 Millionen Euro, die Hansestadt Stendal mit 7,0 Millionen Euro sowie Bernburg (Saale) mit 6,9 Millionen Euro. Den stärksten Rückgang verzeichnete die Stadt Leuna. Dort sanken die Gewerbesteuereinnahmen gegenüber dem Vorjahresquartal um 21,7 Millionen Euro beziehungsweise 79,5 Prozent. Damit zählt Leuna maßgeblich zu den Ursachen für den landesweiten Rückgang der Gewerbesteuer im ersten Quartal.
Dresden: Baustart für Campuslinie und Neubau der Nossener Brücke
In Dresden hat der Bau des Großprojekts Campuslinie begonnen. Kern des Vorhabens sind der vollständige Neubau der Nossener Brücke, eine neue Straßenbahnbrücke sowie die Verlängerung der Straßenbahn über die Nürnberger Straße bis zum Nürnberger Platz. Die Fertigstellung ist für Mitte 2031 vorgesehen. Mit der rund 1,7 Kilometer langen Neubaustrecke soll die stark ausgelastete Buslinie 61 entlastet und eine direkte Straßenbahnverbindung unter anderem zwischen Gorbitz und der Technischen Universität Dresden geschaffen werden. Eine neue Haltestelle auf der Nossener Brücke ermöglicht künftig zudem den Umstieg zu einem geplanten S-Bahn-Haltepunkt. Neben dem Verkehrsbau umfasst das Projekt die umfassende Erneuerung der technischen Infrastruktur. Strom-, Fernwärme-, Telekommunikations-, Trinkwasser- und Gasleitungen werden neu verlegt. Zusätzlich entsteht eine Datentrasse für die Technische Universität Dresden. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 324 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt durch die Landeshauptstadt Dresden, die Dresdner Verkehrsbetriebe, SachsenEnergie, die Stadtentwässerung Dresden und die Deutsche Bahn. Hinzu kommen Fördermittel von Bund und Freistaat Sachsen. Allein aus dem Sachsenfonds fließen rund 77,7 Millionen Euro in das Vorhaben. Im Zuge des Projekts entstehen außerdem barrierefreie Haltestellen, neue Radverkehrsanlagen, breite Fußwege sowie vier Baumreihen entlang der Nürnberger Straße. Auf Teilen der Strecke wird ein Rasengleis angelegt. Vor der Ruine der Zionskirche ist ein neuer Aufenthaltsbereich mit Grünflächen, Sitzgelegenheiten und Fahrradabstellanlagen vorgesehen. Die Bauarbeiten laufen abschnittsweise bis 2031. Während der gesamten Bauzeit sollen Nossener Brücke und Nürnberger Straße grundsätzlich in beiden Fahrtrichtungen nutzbar bleiben.
Leipzig: Freistaat fördert klimaresilienten Umbau der Steinstraße
Die Stadt Leipzig erhält 250.000 Euro Fördermittel vom Freistaat Sachsen für ein Modellprojekt zum klimaresilienten Umbau der Steinstraße. Weitere 55.000 Euro steuert die Stadt als Eigenanteil bei. Im Fokus steht ein Abschnitt zwischen August-Bebel-Straße und Brandvorwerkstraße in der Südvorstadt. Dort sollen Maßnahmen gegen Hitzeentwicklung und Starkregen erprobt werden. Geplant sind unter anderem neue Straßenbäume, versickerungsfähige Stellplätze, Tiefbeete sowie ein rund 78 Meter langer unterirdischer Schwammstadtkörper zur Speicherung von Regenwasser und zur Versorgung der Bäume. Die Steinstraße gilt aufgrund ihres hohen Versiegelungsgrades und fehlender Begrünung als besonders hitzebelastet. Das Projekt soll zeigen, wie sich bestehende Straßenräume an die Folgen des Klimawandels anpassen lassen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen später auch auf andere Straßen und Quartiere übertragen werden. Darüber hinaus sind neue Fahrradstellplätze sowie Lade- und Lieferzonen vorgesehen. Ziel ist es, neben einem verbesserten Regenwassermanagement auch die Aufenthaltsqualität und nachhaltige Mobilität im Quartier zu stärken. Das Vorhaben wird mit dem geplanten Fernwärmeausbau in der Südvorstadt verknüpft. Nach aktueller Planung könnte der Umbau im Jahr 2027 beginnen.
Halle (Saale): Grundsteuereinnahmen steigen nach Reform wieder über Vorkrisenniveau
Die Grundsteuereinnahmen der Kommunen in Sachsen-Anhalt haben im ersten Quartal 2026 wieder das Niveau vor der Grundsteuerreform übertroffen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes nahmen die Gemeinden sowohl bei der Grundsteuer A als auch bei der Grundsteuer B mehr Geld ein als im ersten Quartal 2024. Die Einnahmen aus der Grundsteuer B für Wohn- und Nichtwohngrundstücke beliefen sich von Januar bis März 2026 auf 62,8 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von 3,5 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2024 mit 60,7 Millionen Euro. Knapp die Hälfte der Gemeinden verzeichnete höhere Einzahlungen, während bei 51,8 Prozent der Kommunen geringere Beträge eingingen. Deutlich stärker fiel der Zuwachs bei der Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftliche Betriebe aus. Hier stiegen die Einzahlungen auf 7,9 Millionen Euro und lagen damit 29,4 Prozent über dem Vergleichswert von 2024. In knapp zwei Dritteln der Gemeinden wurden höhere Einnahmen registriert. Hintergrund ist die seit Anfang 2025 wirksame Grundsteuerreform. Mit dem Inkrafttreten des Grundsteuerhebesatzgesetzes mussten neue Grundsteuermessbescheide erstellt und die Hebesätze durch die Kommunen neu festgelegt werden. Die Umstellung führte 2025 zunächst zu rückläufigen Einnahmen. Im Gesamtjahr sanken die Einzahlungen aus der Grundsteuer B um 13,6 Millionen Euro beziehungsweise 5,3 Prozent auf 241,9 Millionen Euro. Die Grundsteuer A ging um 1,7 Millionen Euro beziehungsweise 6,9 Prozent auf 23,3 Millionen Euro zurück.
Nossen: Freistaat Sachsen fördert vier Modellprojekte für klimaresiliente Stadtentwicklung
Der Freistaat Sachsen unterstützt vier Modellprojekte in Nossen, Leipzig, Ottendorf-Okrilla und Dresden, die neue Ansätze für den klimaangepassten Stadtumbau erproben sollen. Insgesamt stehen dafür 948.000 Euro aus Landesmitteln bereit. Die Vorhaben beschäftigen sich mit Maßnahmen gegen Hitze, Starkregen und Trockenheit und sollen als übertragbare Beispiele für andere Kommunen dienen. Für das Förderprogramm waren insgesamt 24 Projektideen mit einem beantragten Fördervolumen von rund 4,6 Millionen Euro eingereicht worden. Ein Fachgremium aus Vertretern von Ministerien, Praxis und Wissenschaft wählte daraus vier Modellvorhaben aus. In Nossen erhält die Dr.-Eberle-Oberschule 250.000 Euro für die Umgestaltung ihres Schulhofs. Die bislang weitgehend versiegelte Fläche soll entsiegelt, begrünt und mit sogenannter blau-grüner Infrastruktur ausgestattet werden. Geplant sind unter anderem zusätzliche Bäume, Sonnensegel und Blütenhecken. Schülerinnen und Schüler sollen in Planung, Nutzung und Pflege einbezogen werden. Ebenfalls mit jeweils 250.000 Euro gefördert werden Projekte in Leipzig und Ottendorf-Okrilla. In Leipzig soll in der Steinstraße ein klimaangepasster Straßenraum entstehen, der Regenwasser vor Ort aufnimmt und versickern lässt. In Ottendorf-Okrilla wird für die geplante neue Ortsmitte ein Schwammstadtkonzept entwickelt, bei dem Regenwassermanagement, Grünflächen und Infrastruktur gemeinsam gedacht werden. In Dresden erhält das Projekt „Urban Re:set – Räume für morgen“ 198.000 Euro. Auf dem Vorplatz des Kulturpalastes sollen modulare Begrünung, temporäre Verschattung und intelligente Wassernutzung erprobt werden. Ergänzt wird das Vorhaben durch einen elektrisch betriebenen Bio-Luftfilter sowie wissenschaftliche Begleitung. Die Förderung erfolgt über die Förderrichtlinie Städtebauliche Erneuerung. Nach Abschluss der Projekte sollen die gewonnenen Erkenntnisse anderen Städten und Gemeinden als Praxisbeispiele zur Verfügung gestellt werden. Die vier Modellvorhaben werden am 25. Juni im Rahmen der Woche der Baukultur bei einer Fachveranstaltung in Oschatz vorgestellt.
Thum: Neues Feuerwehrgerätehaus für drei Ortswehren eröffnet
In Thum im Erzgebirgskreis ist ein neues Feuerwehrgerätehaus eröffnet worden. Der Neubau an der Herolder Straße führt die Freiwilligen Feuerwehren der Ortsteile Jahnsbach, Herold und Thum an einem gemeinsamen Standort zusammen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro. Bund und Freistaat Sachsen förderten das Vorhaben im Rahmen der Städtebauförderung mit rund drei Millionen Euro. Weitere rund 300.000 Euro stammen aus dem Bundesprogramm für klimafreundliche Nichtwohngebäude. Zusätzlich flossen etwa 78.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in vorbereitende Maßnahmen. Das neue Gebäude verfügt über mehrere Stellplätze für Einsatzfahrzeuge sowie einen zweigeschossigen Sozial- und Funktionsbereich mit Räumen für Ausbildung, Einsatzvorbereitung und die Arbeit der Feuerwehr. Nach Angaben der Stadt wurden beim Bau nachhaltige Materialien und energieeffiziente Lösungen berücksichtigt. Der Neubau gilt als zentrale Maßnahme im Fördergebiet „Innenstadt THUM3 – lebendig, grün, gesund“. Ziel des Programms ist die Stärkung der Innenstadt als Versorgungs- und Gesundheitsstandort sowie die langfristige Sicherung wichtiger Infrastrukturen der Daseinsvorsorge. Mit dem Bau auf dem Gelände eines ehemaligen Garagenhofs wurde 2023 begonnen. Die Städtebauförderung für das Gebiet läuft voraussichtlich bis Ende 2037. Zu den weiteren geplanten Projekten gehören die Umnutzung des ehemaligen Kaiserlichen Postamtes zu einem Gesundheitszentrum sowie die Aufwertung von Grün- und Freiflächen entlang des Jahnsbachs.
Leipzig: LWB plant Investitionen von 1,8 Milliarden Euro bis 2035
Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft will ihre Investitionen in Neubau, Sanierung und Bestandserhalt in den kommenden Jahren deutlich ausweiten. Bis 2035 plant das kommunale Wohnungsunternehmen Ausgaben von insgesamt rund 1,8 Milliarden Euro. Allein für 2026 sind Investitionen von 231 Millionen Euro vorgesehen. Nach Angaben der Gesellschaft sollen bis 2035 mehr als 2.000 zusätzliche Wohnungen entstehen. Mehr als die Hälfte der Neubauten wird im geförderten Segment errichtet. Seit 2019 hat die LWB bereits 1.307 Wohnungen fertiggestellt, davon mehr als zwei Drittel mit Förderung. Im Jahr 2025 wurden vier neue Quartiere mit insgesamt 349 Wohnungen übergeben. Aktuell befinden sich fünf Neubauprojekte im Bau. In der Johannisallee entstehen 202 Wohnungen, in der Essener Straße 121 Wohnungen für ältere Menschen. Weitere Projekte mit 91 Wohnungen in der Wunderlichstraße, 97 Wohnungen in der Judith-Auer-Straße sowie 50 Wohnungen in der Plovdiver Straße werden derzeit umgesetzt. Weitere Vorhaben sind unter anderem für die Brambacher Straße und die Grünauer Allee vorbereitet. Neben dem Neubau investiert die Gesellschaft weiterhin umfangreich in ihren Bestand. Im laufenden Jahr sind Sanierungsmaßnahmen an zehn Plattenbaustandorten sowie in vier weiteren Quartieren vorgesehen. Mehr als zwei Drittel der Bauausgaben fließen nach Unternehmensangaben in die Modernisierung und Instandhaltung bestehender Wohnungen. Die Nettokaltmieten stiegen 2025 nach Angaben der LWB moderat. Im Bestand lagen sie durchschnittlich bei 6,13 Euro je Quadratmeter und damit 2,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Einschließlich Neubauten betrug die durchschnittliche Nettokaltmiete 6,18 Euro je Quadratmeter. Damit liege das Mietniveau weiterhin mehr als einen Euro unter dem städtischen Vergleichswert. Die Bilanzsumme der Gesellschaft erreichte 2025 mit 1,67 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. Der Jahresüberschuss belief sich auf 10,6 Millionen Euro. Gleichzeitig stiegen die Kreditverbindlichkeiten infolge der hohen Investitionstätigkeit auf 840 Millionen Euro. Zum Jahresende 2025 bewirtschaftete die LWB 37.129 Wohnungen und verfügte damit über einen Marktanteil von 10,5 Prozent am Leipziger Wohnungsmarkt.
Leipzig: OTTO WULFF startet Wohnprojekt mit 37 Eigentumswohnungen in Lindenau
Im Leipziger Stadtteil Lindenau hat der Projektentwickler OTTO WULFF mit dem Bau des Wohnprojekts LINDEN°WEST begonnen. Auf einem rund 860 Quadratmeter großen Eckgrundstück an der Erich-Köhn-Straße entstehen bis Ende 2027 insgesamt 37 Eigentumswohnungen. Das Wohnensemble umfasst rund 2.294 Quadratmeter Wohnfläche. Geplant sind Wohnungen mit ein bis fünf Zimmern und Wohnungsgrößen zwischen 29 und 124 Quadratmetern. Das Projekt entsteht auf einem Grundstück, dessen frühere gründerzeitliche Bebauung eingestürzt war. Der Neubau wurde in Abstimmung mit dem Denkmalschutz entwickelt. Grundlage ist ein Entwurf des Architekturbüros Auspurg Löwenstein Architekten, das sich in einem internen Wettbewerbsverfahren von OTTO WULFF durchgesetzt hatte. Das Gebäude wird im Effizienzhaus-55-Standard errichtet und an das Fernwärmenetz angeschlossen. Zum Energiekonzept gehören außerdem begrünte Flachdächer sowie ein Regenwassermanagement mit Retentionsdach und Versickerungsanlage. Nach Angaben des Entwicklers sollen dadurch sowohl das Mikroklima verbessert als auch Niederschlagswasser vor Ort zurückgehalten werden. Mit dem Projekt setzt sich die Wohnungsentwicklung im Leipziger Westen fort. Der Stadtteil Lindenau zählt zu den nachgefragten Wohnlagen der Stadt und ist durch eine gründerzeitliche Bebauung sowie ein vielfältiges Kultur- und Freizeitangebot geprägt.
Jena: Stadt plant Vorkaufsrechte für potenzielle Wohnbauflächen
Die Stadt Jena will ihren Handlungsspielraum bei der Entwicklung neuer Wohnbauflächen erweitern. Dazu hat die Stadtverwaltung dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Nachhaltigkeit mehrere Vorkaufsrechtssatzungen vorgelegt. Über die Satzungen soll nun der Stadtrat entscheiden. Mit den Regelungen könnte die Stadt beim Verkauf bestimmter Grundstücke an die Stelle privater Käufer treten und die Flächen selbst erwerben. Ziel ist es, langfristig mehr Einfluss auf die Entwicklung von Wohnbauflächen zu erhalten und zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Hintergrund ist die angespannte Situation auf dem Jenaer Wohnungsmarkt. Nach Angaben der Stadt stehen nur wenige kommunale Flächen für den Wohnungsbau zur Verfügung. Die Vorkaufsrechte sind Teil des „Jenaer Baulandmodells Wohnen“, das der Stadtrat 2024 beschlossen hatte. Das erste Paket der geplanten Satzungen umfasst Flächen am Kapellendorfer Weg in Isserstedt, im Bereich der Talschule in den Kernbergen, An der Trebe in Wenigenjena, im Mädertal in Jena-Süd sowie an der Closewitzer Straße in Jena-Nord. Ein Vorkaufsrecht greift ausschließlich dann, wenn Eigentümer ihre Grundstücke verkaufen wollen. Nach Abschluss eines Kaufvertrags hat die Stadt drei Monate Zeit zu prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für die Ausübung des Vorkaufsrechts vorliegen. Enteignungen oder automatische Bauvorhaben sind mit den Satzungen nicht verbunden. Die Stadt verfolgt damit auch das Ziel, spekulative Grundstücksgeschäfte einzudämmen. Liegt ein vereinbarter Kaufpreis deutlich über dem Bodenrichtwert, kann die Kommune unter bestimmten Voraussetzungen den Verkehrswert als Grundlage für den Erwerb heranziehen. Mögliche Grundstücksankäufe sollen über den Eigenbetrieb Kommunale Immobilien Jena erfolgen. Über konkrete Bebauungspläne und spätere Bauvorhaben wird der Stadtrat in gesonderten Verfahren entscheiden. Dabei sollen auch Bürger sowie Umwelt- und Klimabelange berücksichtigt werden.
Halle (Saale): Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt sinken im Mai leicht
Die Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt sind im Mai 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent gesunken. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex bei 127,1 Punkten. Die Inflationsrate gegenüber dem Vorjahresmonat betrug 2,9 Prozent. Für den Rückgang gegenüber April war insbesondere die Entwicklung im Verkehrsbereich verantwortlich. Dort gingen die Preise um 1,9 Prozent zurück. Hintergrund ist die im Mai eingeführte vorübergehende Senkung der Energiesteuer auf Benzin, Diesel und Biokraftstoffe. Die Preise für Dieselkraftstoff sanken im Monatsvergleich um 12,8 Prozent, Superbenzin verbilligte sich um 6,0 Prozent. Auch andere Energieträger wurden günstiger. Die Kosten für Strom gingen um 0,4 Prozent zurück, Flüssiggas um 4,3 Prozent und Heizöl um 5,6 Prozent. Dagegen verteuerten sich Waren und Dienstleistungen im Bereich Freizeit, Unterhaltung und Kultur um 1,3 Prozent. Besonders stark stiegen die Preise für Ton-, Bild- und andere Datenträger sowie für Druckerzeugnisse. Im Vergleich zum Mai 2025 lagen die Preise im Verkehrsbereich um 7,8 Prozent höher. Überdurchschnittliche Preissteigerungen verzeichneten zudem alkoholische Getränke und Tabakwaren mit einem Plus von 4,0 Prozent. Tabakwaren verteuerten sich um 5,9 Prozent, Bier um 4,4 Prozent. Deutlich moderater entwickelte sich die Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken mit einem Anstieg von 0,9 Prozent. Die Nettokaltmieten erhöhten sich binnen Jahresfrist um 1,7 Prozent. Die Ausgaben für Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe lagen insgesamt 1,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Rückläufig waren die Preise im Bereich Möbel, Leuchten, Geräte und sonstiges Haushaltszubehör. Hier verzeichnete das Statistische Landesamt einen Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Chemnitz: Stadtrat beschließt Kommunalen Wärmeplan bis 2040
Der Chemnitzer Stadtrat hat den Kommunalen Wärmeplan beschlossen und damit erstmals einen strategischen Fahrplan für eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis spätestens 2040 verabschiedet. Der Plan soll Bürgern, Unternehmen und Immobilieneigentümern Orientierung über die künftigen Möglichkeiten der Wärmeversorgung in den einzelnen Stadtgebieten geben. Vorgesehen sind je nach Gebiet unterschiedliche Versorgungsoptionen, darunter Fernwärme, Nahwärmelösungen sowie dezentrale erneuerbare Heizsysteme wie Wärmepumpen. Die Stadt betont, dass aus dem Wärmeplan keine unmittelbaren Verpflichtungen für Eigentümer entstehen. Weder besteht ein Anschlusszwang an ein Wärmenetz noch eine Pflicht zum Austausch bestehender Heizungen. Auch ein Anspruch auf einen Fernwärmeanschluss wird durch den Beschluss nicht begründet. Die Erstellung des Wärmeplans begann 2024 mit Unterstützung des Bundes. Dafür erhielt die Stadt Fördermittel von rund 270.000 Euro. In den Prozess eingebunden waren Vertreter aus Energieversorgung, Wohnungswirtschaft, Wissenschaft, Wirtschaft, Handwerk sowie Verbänden und Initiativen. Während der öffentlichen Beteiligung Anfang 2026 gingen 32 Stellungnahmen ein. Dabei standen insbesondere Fragen zur Bezahlbarkeit der Wärmewende, zu den Auswirkungen auf bestehende Heizsysteme sowie zur möglichen Rolle von Wasserstoff im Mittelpunkt. Die Hinweise führten nach Angaben der Stadt zu Anpassungen des Plans. Unter anderem wurden dezentrale erneuerbare Heizlösungen stärker berücksichtigt und bisherige Prüfgebiete neu strukturiert. Mit dem Beschluss beginnt nun die Umsetzung erster Maßnahmen. Geplant sind unter anderem die Prüfung der Perspektiven von Gasverteil- und möglichen Wasserstoffnetzen gemeinsam mit dem Versorger eins/inetz, ein regelmäßiges Monitoring der Wärmewende, die Weiterentwicklung von Untersuchungen zur Bezahlbarkeit, der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden sowie die Analyse der Stromnetzkapazitäten im Hinblick auf den zunehmenden Einsatz von Wärmepumpen und Elektromobilität.
Markkleeberg: Vorzugsvariante für Ersatzneubau der Agra-Brücke festgelegt
Die Vorplanung für den Ersatzneubau der Agra-Brücke im Zuge der B 2 in Markkleeberg ist abgeschlossen. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat Vertreter der Städte Leipzig und Markkleeberg sowie des Landkreises Leipzig über die Ergebnisse der Variantenuntersuchung informiert. Im Rahmen der Vorplanung wurden vier unterschiedliche Varianten für den Brückenüberbau geprüft. Untersucht wurden ein- und zweistegige Plattenbalkenquerschnitte aus Ortbeton sowie ein- und mehrstegige Stahlverbundquerschnitte. Die Bewertung erfolgte nach den Kriterien Konstruktion und Gestaltung, Herstellung, Kosten, Erhaltung sowie Umweltaspekte. Als Vorzugsvariante wurde ein einstegiger Plattenbalkenquerschnitt aus Ortbeton ausgewählt. Die Lösung orientiert sich in ihrer Grundstruktur am bestehenden Bauwerk. Pfeiler- und Widerlagerachsen bleiben ebenso unverändert wie Fahrbahnachse und Gradiente. Auch die Breite der Brücke entspricht weiterhin dem heutigen Zustand. Mit dem Abschluss der Vorplanung kann nun die Entwurfsplanung beginnen. Diese muss anschließend durch den Bund genehmigt werden. Weitere Informationen zu den nächsten Planungsschritten sollen fortlaufend an Behörden und Öffentlichkeit kommuniziert werden.
Dresden: Sozial orientierte Wohnungswirtschaft in Sachsen sieht bezahlbares Wohnen unter Druck
Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft in Sachsen sieht sich weiterhin mit hohen wirtschaftlichen Belastungen konfrontiert. Darauf haben der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften und der vdw Sachsen bei der Vorstellung ihrer Jahresstatistik 2025 hingewiesen. Erstmals präsentierten beide Verbände ihre wichtigsten Kennzahlen gemeinsam. Die 199 im Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften organisierten Wohnungsgenossenschaften investierten im Jahr 2025 insgesamt 623,4 Millionen Euro und damit rund zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Der Schwerpunkt lag erneut auf Instandhaltung und Modernisierung der Bestände. Für Neubauten wurden lediglich 42,5 Millionen Euro aufgewendet. Im gesamten Jahr entstanden 176 Wohnungen. Die 117 Mitgliedsunternehmen des vdw Sachsen investierten 703,6 Millionen Euro, ein Anstieg um knapp elf Prozent. Vor allem die Ausgaben für Instandsetzung und Modernisierung legten zu. Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen stieg leicht von 719 auf 762 Einheiten. Die Verbände rechnen jedoch in den kommenden Jahren mit einem deutlichen Rückgang beim Neubau. Die durchschnittliche Nettokaltmiete der Wohnungsgenossenschaften erhöhte sich 2025 auf 5,75 Euro pro Quadratmeter. Bei den Unternehmen des vdw Sachsen lag sie bei 5,66 Euro pro Quadratmeter. Deutlich stärker entwickelten sich die Betriebs- und Heizkosten. Ihr Anteil an der Bruttowarmmiete beträgt inzwischen rund 35,5 beziehungsweise 36,8 Prozent. Vor allem außerhalb der Großstädte Dresden und Leipzig bleibt der Leerstand ein zentrales Problem. Die Leerstandsquote der Wohnungsgenossenschaften lag Ende 2025 bei 8,2 Prozent beziehungsweise rund 24.000 Wohnungen. Beim vdw Sachsen stieg sie auf durchschnittlich 9,5 Prozent mit mehr als 25.300 leerstehenden Wohnungen. Auch der Rückbau prägt den Markt weiterhin. Bei den Wohnungsgenossenschaften wurden 375 Wohnungen dauerhaft vom Markt genommen, bei den Mitgliedsunternehmen des vdw Sachsen 644 Wohnungen. Damit lag die Zahl der Rückbaumaßnahmen erneut über der Zahl der neu errichteten Wohnungen. Der energetische Zustand vieler Bestände gilt dagegen als vergleichsweise gut. Nach Angaben der Verbände befinden sich mehr als 90 Prozent der Wohnungen der Wohnungsgenossenschaften sowie mehr als 87 Prozent der Bestände des vdw Sachsen in den Energieeffizienzklassen A+ bis D. Mit Blick auf das geplante Gebäude-Modernisierungsgesetz warnen beide Verbände vor zusätzlichen finanziellen Belastungen durch Wärmewende und energetische Sanierung. Gefordert werden unter anderem langfristige Förderprogramme, wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen für Neubau und Modernisierung, Unterstützung beim Stadtumbau sowie weniger bürokratische Vorgaben.
Leipzig: Belantis wird bis 2030 zum Asterix-Park Deutschland umgebaut
Der Leipziger Freizeitpark Belantis soll in den kommenden Jahren schrittweise zu einem deutschen Asterix-Park entwickelt werden. Das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung. Eigentümerin ist seit Ende 2025 die Compagnie des Alpes, die Gesamtinvestitionen von bis zu 100 Millionen Euro angekündigt hat. Bereits innerhalb von fünf Monaten entstand mit dem „Idefix Abenteuerland“ eine erste Themenwelt rund um die Comicfigur Idefix. Nach Angaben der Mitteldeutschen Zeitung flossen dafür rund fünf Millionen Euro. Ab Juni beginnen weitere Bauarbeiten neben dem neuen Bereich. Für 2027 ist eine Familienachterbahn innerhalb einer griechischen Themenwelt geplant. Bestehende Attraktionen des Parks sollen erhalten und in das neue Konzept integriert werden. Dazu zählen unter anderem die 31 Meter hohe Pyramide „Fluch des Pharao“ sowie die Achterbahn „Huracan“, die 2010 eröffnet wurde. Der rund 40 Hektar große Freizeitpark liegt zwischen Cospudener und Zwenkauer See mit direkter Anbindung an die A38. Belantis wurde 2003 eröffnet und verfügt aktuell über rund 60 Attraktionen und Shows in acht Themenwelten. Zuletzt lag die Besucherzahl bei etwa 300.000 Gästen pro Jahr. Bis 2030/31 soll nach Angaben der Mitteldeutschen Zeitung jährlich eine weitere Themenwelt entstehen. Langfristiges Ziel sind 900.000 bis eine Million Besucher pro Jahr. Zwischen 2018 und 2025 wurde der Park von Parques Reunidos betrieben.
Magdeburg: Ansiedlungen auf früheren Intel-Flächen wohl erst in einigen Jahren
Auf den ursprünglich für Intel vorgesehenen Industrieflächen bei Magdeburg könnten sich neue Unternehmen erst in einigen Jahren ansiedeln. Sachsen-Anhalts Finanzminister Michael Richter erklärte laut unterschiedlichen Medien, zunächst müssten Verträge abgeschlossen und Finanzierungen geklärt werden. Das Land Sachsen-Anhalt hatte zuletzt weitere Teile der früheren Intel-Flächen erworben, besitzt jedoch noch nicht das gesamte Areal. Angaben zum Kaufpreis machte Richter nicht. Neben dem Grundstückserwerb umfassen die Kosten nach seinen Angaben auch Zahlungen an Intel sowie an die Stadt Magdeburg für bereits erfolgte Maßnahmen wie Grabungen und den Straßenbau. Der Stadt sollen demnach rund 24 Millionen Euro erstattet werden. Das Gebiet in Magdeburg sowie in zwei angrenzenden Gemeinden soll langfristig zum High-Tech-Park Sachsen-Anhalt entwickelt werden. Der geplante Industriepark umfasst rund 1.100 Hektar Fläche. Vor einer möglichen Ansiedlung weiterer Unternehmen sollen zunächst Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt werden. Geplant sind Investitionen in die Versorgung mit Strom, Wasser und Abwasser. Dazu gehört unter anderem ein Wasserwerk an der Elbe mit einem Investitionsvolumen von rund 180 Millionen Euro. Nach Angaben des Ministers laufen derzeit Gespräche mit mehreren Interessenten. Verhandelt werde unter anderem mit dem Unternehmen FMC, das Chips für KI-Rechenzentren produzieren wolle. Ob es zu einer Ansiedlung kommt, soll nach Angaben Richters im Spätsommer feststehen. Zudem gebe es mindestens drei weitere Interessenten für Flächen im geplanten High-Tech-Park. Intel hatte seine Pläne für eine Chipfabrik in Magdeburg im vergangenen Jahr endgültig aufgegeben.
Halle (Saale): Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Sachsen-Anhalt sinkt um 25,2 Prozent
In Sachsen-Anhalt sind im Jahr 2025 deutlich weniger Wohnungen fertiggestellt worden als im Vorjahr. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, wurden insgesamt 2.488 Wohnungen abgenommen. Gegenüber 2024 mit 3.328 Einheiten entspricht das einem Rückgang um 25,2 Prozent. Auch die Zahl der insgesamt fertiggestellten Hochbauten ging zurück. 2025 wurden landesweit 2.572 Wohn- und Nichtwohngebäude fertiggestellt. Das waren 11,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Anders entwickelte sich der Bereich der Nichtwohngebäude. Dort stieg die Zahl der fertiggestellten Gebäude um 2,3 Prozent auf 631 Einheiten. Den größten Anteil machten nichtlandwirtschaftliche Betriebsgebäude wie Fabriken, Lagerhallen, Handelsgebäude sowie Hotels und Gaststätten mit 391 Gebäuden aus. Der umbaute Raum der Nichtwohngebäude lag bei 6,38 Millionen Kubikmetern und damit etwa sechsmal höher als bei Wohngebäuden mit 1,05 Millionen Kubikmetern. Besonders stark vertreten waren Fabrikgebäude mit 2,28 Millionen Kubikmetern sowie Warenlagergebäude mit 2,42 Millionen Kubikmetern.
Leipzig: BImA plant 18 Wohnungen in der Südvorstadt
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) schließt in der Leipziger Südvorstadt eine Baulücke mit einem neuen Wohngebäude. An der Scharnhorststraße 39 entstehen bis 2028 insgesamt 18 Wohnungen für Bundesbedienstete. Geplant sind Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen auf fünf Etagen sowie einem Dachgeschoss. Alle Einheiten erhalten Balkone oder Dachterrassen. Ergänzt wird das Projekt durch eine Tiefgarage und Mieterkeller. Der Neubau soll nach hohen energetischen Standards umgesetzt werden. Vorgesehen sind unter anderem eine Photovoltaikanlage sowie ein begrünter Innenhof mit Aufenthalts- und Spielflächen. Die Bauarbeiten sollen im dritten Quartal 2026 beginnen. Die Wohnungen werden zunächst im Rahmen der Wohnungsfürsorge an Beschäftigte von Bundeswehr, Bundespolizei und Zoll vergeben. Nicht belegte Wohnungen sollen anschließend zu denselben Konditionen auf dem freien Markt angeboten werden. In Leipzig plant die BImA in den kommenden Jahren insgesamt rund 120 neue Wohnungen.


