Dresden: KADUR soll denkmalgeschütztes Bettenhaus in Friedrichstadt entwickeln
Die Stadt Dresden will zwei Grundstücke an der Löbtauer Straße gemeinsam mit der KADUR Gruppe entwickeln. Das Unternehmen hat bei einer Konzeptausschreibung für die Grundstücke Löbtauer Straße 31 und 64 das beste Gebot abgegeben. Über die Vergabe soll der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften im Herbst entscheiden. Im Mittelpunkt steht das seit längerer Zeit leerstehende denkmalgeschützte Areal hinter der Löbtauer Straße 31. Auf dem rund 5.300 Quadratmeter großen Grundstück befinden sich ein um 1860 errichtetes Bettenhaus und ein später entstandenes Funktionsgebäude. Beide sollen saniert werden. Vorgesehen sind Nutzungen für Wohnen, Dienstleistungen, medizinische Labore sowie die Kultur- und Kreativwirtschaft. Das Grundstück soll im Erbbaurecht vergeben werden. Anschließend soll die rund 1.970 Quadratmeter große Fläche an der Löbtauer Straße 64 entwickelt werden. Dort plant KADUR einen Neubau mit Wohn- und Gewerbeflächen. Dieses Grundstück soll an das Unternehmen verkauft werden. Frühere Ausschreibungen für das denkmalgeschützte Areal waren erfolglos geblieben. Daraufhin hatte die Stadt beide Grundstücke gemeinsam ausgeschrieben, um Sanierung und Neubau miteinander zu verbinden.
Dresden: Mehr als 2.000 Quadratmeter im OstraHub vermietet
Beate Protze Immobilien hat mehr als 2.000 Quadratmeter Gewerbefläche im OstraHub in Dresden-Friedrichstadt vermittelt. Der bislang nicht genannte Mieter wird die Flächen in den ehemaligen Futterställen zum 1. Januar 2027 beziehen und dort seinen neuen Unternehmenssitz einrichten. Vermieter ist die Ventura Investment GmbH. Die ehemaligen Futterställe verfügen insgesamt über rund 4.000 Quadratmeter Fläche und gehören zum Büro- und Eventcampus im Ostragehege. Zum OstraHub zählen außerdem die rund 3.330 Quadratmeter große Alte Fettschmelze, eine 212 Quadratmeter große Bürovilla sowie die Ostra-Studios mit rund 3.000 Quadratmetern. Der rund 40.000 Quadratmeter große Campus auf der ehemaligen Schlachthofinsel kombiniert Büro-, Veranstaltungs- und Außenflächen. Das Areal wurde in den vergangenen Jahren aus ehemaligen Stall- und Gewerbegebäuden entwickelt.
Magdeburg: Issa Holding plant bis zu 700 Wohnungen in Neustadt
Die Issa Holding aus Aschaffenburg plant in Magdeburg-Neustadt ein Quartier mit 600 bis 700 Wohnungen. Das berichtet die Magdeburger Volksstimme. Das gut 18.000 Quadratmeter große Areal zwischen Haldensleber Straße, Wolmirstedter Straße, Umfassungsstraße und Magdeburger Ring befindet sich nach Angaben des Unternehmens seit 2025 in dessen Eigentum. Vorgesehen sind mehr als 32.000 Quadratmeter Wohnfläche sowie rund 1.000 Quadratmeter für die Nahversorgung. Für einen Anteil geförderter Wohnungen prüft die Issa Holding mögliche Partnerschaften. Der Baustart ist für 2027 vorgesehen, erste Wohnungen könnten 2028 bezogen werden. Der Stadtrat hatte den Bebauungsplan im Juni 2026 endgültig bestätigt. Anfang September will die Stadtverwaltung mit dem Projektträger prüfen, ob dessen konkrete Vorstellungen mit dem beschlossenen Planungsrecht vereinbar sind. Zuvor muss ein städtebaulicher Vertrag geschlossen werden. Ob der von der Issa Holding angestrebte Baustart 2027 eingehalten werden kann, lässt sich nach Angaben der Stadt derzeit noch nicht beurteilen. Auf den Flächen standen früher fünfgeschossige Wohngebäude der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Wobau. Sie wurden 2013 abgerissen. Dabei verschwanden nach Angaben der Magdeburger Volksstimme 651 Wohnungen mit insgesamt mehr als 35.000 Quadratmetern Wohnfläche. Die Grundstücke wurden anschließend verkauft.
Dresden: Soul of Concrete gewinnt deutsche PropTech Innovation Challenge
Das Dresdner Unternehmen Soul of Concrete hat die deutsche PropTech Innovation Challenge 2026 des Urban Land Institute (ULI) gewonnen. Das Unternehmen setzte sich mit einer automatisiert gefertigten, dreidimensionalen Faserbewehrung für Betonbauteile durch und qualifiziert sich damit für das paneuropäische Finale im September. Die als SOUL bezeichnete Technologie soll klassische Stahlbewehrungen ersetzen. Statt Bewehrungen zu schneiden, zu biegen und anschließend auf der Baustelle oder im Fertigteilwerk zusammenzufügen, wird das Bewehrungsmodul automatisiert vorgefertigt und in einem Arbeitsschritt eingesetzt. Verarbeitet werden können unter anderem Carbon-, Basalt-, Aramid-, Glas- oder Naturfasern. Die Bewehrung ist korrosionsfrei. Nach Angaben von Soul of Concrete können die Gesamtkosten am fertigen Bauteil dadurch um bis zu 40 Prozent sinken. Das Einsetzen der Bewehrung soll bis zu 20-mal schneller möglich sein, der eingebettete CO₂-Fußabdruck um bis zu 80 Prozent reduziert werden. Zunächst konzentriert sich das Dresdner Unternehmen auf Betonfertigteile, perspektivisch soll die Technologie auch bei Gebäuden, Brücken und weiteren Infrastrukturbauten eingesetzt werden. Die PropTech Innovation Challenge wird vom Urban Land Institute europaweit ausgeschrieben und steht 2026 unter dem Leitthema Resilienz in der Immobilienwirtschaft. Die Jury bewertet die Lösungen nach potenziellem Impact, Innovationsgrad sowie Markteinführungspotenzial und Adoptionswahrscheinlichkeit. Soul of Concrete tritt als deutscher Gewinner beim europäischen Grand Final gegen die Sieger aus sieben weiteren regionalen Wettbewerben an. Der Gesamtsieger wird am 5. November 2026 beim C Change Summit in Dublin bekannt gegeben.
Osterburg/Seehausen: Erstes gemeinsames Mittelzentrum in Sachsen-Anhalt
Die Hansestädte Osterburg und Seehausen im Landkreis Stendal werden im neuen Landesentwicklungsplan Sachsen-Anhalt 2026 erstmals als gemeinsames Mittelzentrum ausgewiesen. Einen entsprechenden raumordnerischen Vertrag haben beide Städte und das Land unterzeichnet. Der Vertrag regelt die Zusammenarbeit der beiden Kommunen bei der Entwicklung des Mittelzentrums. Osterburg und Seehausen sollen unter anderem Planungen aufeinander abstimmen und gemeinsam Aufgaben zur Sicherung der Daseinsvorsorge übernehmen. Die Städte hatten sich im Beteiligungsverfahren zum neuen Landesentwicklungsplan für die gemeinsame Einstufung ausgesprochen. Die neue Funktion soll künftig auch beim kommunalen Finanzausgleich berücksichtigt werden. Das Land will sich dafür einsetzen, dass die zusätzlichen Aufgaben der Mittelzentren ab 2027 und in den Folgejahren in die finanzielle Ausstattung einfließen.
Leipzig: PBM mietet 1.500 Quadratmeter im BioSquare
Die OFB Projektentwicklung hat rund 1.500 Quadratmeter im Technologiecampus BioSquare Leipzig an die PBM GR.UP GmbH vermietet. Das auf Pharma und Life Science spezialisierte Engineering-Unternehmen bezieht die Flächen im Bauteil B langfristig und verlegt seinen Hauptsitz aus der Leipziger Innenstadt auf das Gelände der Alten Messe. Die Übergabe ist für Mai 2027 geplant. Die Mietfläche umfasst Arbeitsbereiche, eine Dachterrasse und Lagerräume. PBM plant Produktions-, Labor- und Reinraumanlagen für Unternehmen aus der Life-Science-Branche und war bereits an den Planungen für die Flächen von Augustinus Bader sowie teilweise von c-LEcta im ersten Bauabschnitt des BioSquare beteiligt. Der Technologiecampus besteht aus zwei Gebäuden. Bauteil A mit rund 10.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche ist vollständig an c-LEcta vermietet, das dort seinen Hauptsitz hat. Im Bauteil B stehen insgesamt rund 7.500 Quadratmeter Mietfläche für Büro-, Labor- und Praxisnutzungen zur Verfügung. Die Einheiten sind ab rund 400 Quadratmetern teilbar. Für das BioSquare strebt die OFB eine DGNB-Zertifizierung in Gold an. Das Projekt soll zudem die Anforderungen der EU-Taxonomie erfüllen.
Das Engineering-Unternehmen PBM hat im Leipziger BioSquare gemietet. Quelle: OFB


