Frankfurt (Oder): WOWI investiert 7,55 Millionen Euro in Sanierung von Wohnhochhaus
Die Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) GmbH (WOWI) hat rund 7,55 Millionen Euro in die Sanierung des 15-geschossigen Wohnhochhauses an der Karl-Marx-Straße 23 investiert. Das rund 50 Meter hohe Gebäude mit 88 Wohnungen wurde dafür mit dem Qualitätssiegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ ausgezeichnet. Die Sanierung des sogenannten WOWI-Towers begann im August 2020 und wurde im März 2024 abgeschlossen. Erneuert wurden unter anderem Fenster und Türen sowie die Fassade und der barrierefreie Eingangsbereich. Ein Teil der Wohnungen erhielt neue Bäder und Bodenbeläge. Zur energetischen Sanierung gehörte zudem ein Wärmedämmverbundsystem. Auf einem benachbarten Gebäude in der Słubicer Straße wurde außerdem eine Solaranlage installiert, deren Strom in das Hausnetz des WOWI-Towers eingespeist wird. Das Projekt dient dem kommunalen Wohnungsunternehmen zugleich als Pilot für eine mögliche Übertragung der Maßnahmen auf weitere Bestände. Von den Investitionskosten wurden 2,8 Millionen Euro über einen KfW-Kredit aus dem Programm „Energieeffizient Sanieren“ finanziert. Den verbleibenden Betrag brachte die WOWI aus Eigenmitteln auf. Das Qualitätssiegel wurde am 4. September von Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach und BBU-Vorständin Maren Kern verliehen.
Berlin: Ehemaliges Frauengefängnis wird Kulturstandort mit 81 Arbeitsräumen
Das ehemalige Frauengefängnis an der Lehrter Straße 61 in Berlin-Moabit ist nach umfassender Sanierung als Kulturstandort eröffnet worden. In dem denkmalgeschützten Gebäude stehen nun 49 geförderte Musikproberäume und 32 Ateliers für professionelle Künstler der Berliner Freien Szene zur Verfügung. Die ersten Nutzer sind bereits im August eingezogen. Das Land Berlin investierte 17,7 Millionen Euro in die Sanierung des rund 7.000 Quadratmeter großen Gebäudes. Die BIM Berliner Immobilienmanagement setzte unter anderem die Restaurierung der Klinkerfassaden, die Sanierung historischer Fenster und Türen, eine neue Gebäudetechnik, Aufzüge für die Barrierefreiheit sowie den akustischen Ausbau der Proberäume um. Historische Elemente wie Zellentüren, vergitterte Fenster und drei Hafträume blieben erhalten. Das zwischen 1898 und 1900 errichtete Gebäude wurde bis 2013 als Gefängnis genutzt. 2022 fiel die Entscheidung für die kulturelle Nachnutzung. Die Ateliers und Proberäume werden über das Arbeitsraumprogramm des Landes Berlin zu subventionierten Konditionen vergeben. Ab Ende 2026 soll auch das benachbarte ehemalige Gerichtsgebäude an der Lehrter Straße 60 saniert werden. Dort sind flexibel buchbare Räume für Künstler und Gruppen vorgesehen, die stunden-, tage- oder wochenweise genutzt werden können.
Berlin: BFW-Umfrage sieht 3.480 Wohnungen wegen Enteignungsdebatte gestoppt
Die Debatte um eine mögliche Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände wirkt sich nach einer Umfrage des BFW Landesverbandes Berlin/Brandenburg bereits auf Investitionsentscheidungen in Berlin aus. 37 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen gaben an, aufgrund der politischen Unsicherheit Investitionen zurückgestellt zu haben. Nach Angaben der teilnehmenden Unternehmen sind dadurch 3.480 geplante Wohnungen bislang nicht projektiert oder umgesetzt worden. Hinzu kommen 1.630 nicht realisierte Bestandsankäufe und 143 abgesagte Modernisierungen. Bei 55 Prozent der Unternehmen, die Investitionen gestoppt haben, sind konkret geplante Bauvorhaben betroffen. Insgesamt berichten 90 Prozent der Befragten von bereits eingetretenen negativen Auswirkungen der Vergesellschaftungsdebatte oder erwarten diese in naher Zukunft. 77 Prozent geben an, dass das Thema bei Gesprächen mit Banken und anderen Finanzierungspartnern eine Rolle spielt und sich unter anderem in höheren Risikopuffern oder abgelehnten Finanzierungen niederschlägt. Für den Fall einer Vergesellschaftung bewerten 87 Prozent der befragten Unternehmen Berlin als schlechten oder eher schlechten Investitionsstandort. Der BFW fordert deshalb, die Vergesellschaftung von Wohnungsbeständen von der politischen Agenda zu nehmen. Angaben zur Zahl der an der Umfrage beteiligten Unternehmen enthält die Mitteilung nicht.
Sylt: Strandhotel wird Teil der BW Signature Collection
BWH Hotels Central Europe nimmt das Strandhotel Sylt in Westerland in die BW Signature Collection by Best Western auf. Das Haus an der Margarethenstraße 9 ist der erste Standort der Hotelgruppe auf Sylt. Eigentümer ist André Grimmert, Betreiber die Heimatquartier Hotels | Events unter Geschäftsführer Peter Gebhardt. Das Strandhotel verfügt über 53 Suiten und Doppelzimmer sowie ein Frühstücksrestaurant und einen Spa-Bereich. Vor der Aufnahme in die Marke wurde das Haus bereits einem Refresh unterzogen. Ab Herbst 2027 ist eine umfassendere Modernisierung geplant. Dabei sollen die Zimmer, der Spa-Bereich und die öffentlichen Flächen neu gestaltet sowie Gastronomie und Serviceangebot erweitert werden. Das Strandhotel soll anschließend als Full-Service-Hotel betrieben werden. Heimatquartier betreibt bereits vier weitere an BWH Hotels angeschlossene Häuser in Münster, Haan und Velbert.
Berlin: TK Maxx mietet 2.000 Quadratmeter in den Gropius Passagen
TK Maxx wird neuer Ankermieter in den Gropius Passagen in Berlin-Neukölln. Der Off-Price-Händler hat einen langfristigen Mietvertrag über rund 2.000 Quadratmeter im Erdgeschoss der ehemaligen Karstadt-Fläche abgeschlossen. Die Eröffnung ist für Herbst 2027 vorgesehen. Der frühere Kaufhausbereich und das angrenzende Gelände werden derzeit neu entwickelt. Das ehemalige Karstadt-Haus soll in drei Einheiten aufgeteilt werden und einen neuen Zugang erhalten. TK Maxx ist der erste Mieter, der für die neu entstehenden Flächen feststeht. Nach Angaben des Centerbetreibers Pradera stieg die Besucherfrequenz der Gropius Passagen im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,1 Prozent. Der Umsatz legte um 2,5 Prozent zu. Weitere bestehende Mietverträge wurden verlängert. Dazu zählen Rossmann, Only, Optik Bode, Deichmann und Vodafone. Only will seine Verkaufsfläche zudem vergrößern. Prime Retail Consulting ist mit der Vermietung beauftragt. Seit 2025 werden die Gropius Passagen von Hayfin gehalten.
Hamburg: Garbe erwartet bis 2031 steigende Logistikmieten bei leicht sinkenden Renditen
Die europäischen Logistikimmobilienmärkte dürften sich bis 2031 moderat erholen. Nach dem aktuellen Forecast der Garbe Pyramid Map sollen die Spitzenmieten in den untersuchten Märkten im flächengewichteten Durchschnitt um zwei Prozent pro Jahr steigen. Gleichzeitig erwartet Garbe Industrial einen Rückgang der Spitzenrenditen von rund 5,3 auf 5,1 Prozent beziehungsweise eine Kompression um 26 Basispunkte. Deutschland gehört dem Forecast zufolge zu den Märkten mit überdurchschnittlichem Mietwachstum. Bis 2031 sollen die Spitzenmieten hier im Mittel um 2,1 Prozent jährlich zulegen. Für Großbritannien werden 2,3 Prozent prognostiziert. Die Untersuchung umfasst 88 von insgesamt 122 europäischen Logistikregionen und wurde gemeinsam mit Oxford Economics erstellt. Unter den untersuchten Einzelmärkten weist München mit 3,2 Prozent pro Jahr das stärkste prognostizierte Mietwachstum auf. Die aktuelle Spitzenrendite liegt dort bei 4,5 Prozent. Manchester folgt mit 3,1 Prozent, Berlin City mit drei Prozent. Für alle drei Märkte erwartet Garbe eine Renditekompression von rund 40 Basispunkten. Deutlich geringer fällt die erwartete Mietdynamik in Polen und Italien aus. Für Polen prognostiziert Garbe durchschnittlich 1,7 Prozent Mietwachstum pro Jahr und eine Renditekompression von 22 Basispunkten, für Italien 1,6 Prozent beziehungsweise 15 Basispunkte. Garbe sieht die geringe Mietdynamik zugleich als Hemmnis für Neubauten. Bei hohen Bau-, Finanzierungs- und Entwicklungskosten seien neue Logistikprojekte in vielen Märkten nur noch selektiv wirtschaftlich darstellbar. Bei stabiler oder wieder steigender Flächennachfrage könnte daraus mittelfristig ein stärkerer Druck auf die Mieten entstehen.
Grevenbroich: Inter Benefit mietet rund 14.200 Quadratmeter Logistikfläche
Die Inter Benefit GmbH hat eine rund 14.200 Quadratmeter große Logistikfläche an der Lilienthalstraße 9 in Grevenbroich angemietet. Das Unternehmen hat den neuen Standort zum 31. August 2026 bezogen. Eigentümer der Immobilie ist Mileway. Inter Benefit will an dem Standort seine logistischen Abläufe bündeln. Die Immobilie verfügt über mehrere Rampen sowie Frei- und Rangierflächen. Ruhr Real hat den Mieter bei der Anmietung beraten. Angaben zur Laufzeit des Mietvertrags und zur Gesamtgröße der Immobilie wurden nicht gemacht.
Düsseldorf: IWG unterzeichnet 91 neue Standorte in Deutschland
Die International Workplace Group (IWG) hat im ersten Halbjahr 2026 in Deutschland Verträge für 91 neue Standorte abgeschlossen. Die Gruppe, zu der unter anderem die Marken Regus und Spaces gehören, setzt dabei vor allem auf ein kapitalarmes Managementmodell mit Immobilieneigentümern und Projektentwicklern. Weltweit kamen im ersten Halbjahr 728 vertraglich gesicherte Standorte hinzu. Nach Angaben von IWG wurden 95 Prozent davon über sogenannte Managed Partnerships vereinbart. Das globale Netzwerk umfasst damit mehr als 6.000 unter Vertrag genommene Standorte in über 120 Ländern. Die Expansion konzentriert sich nach Unternehmensangaben zunehmend auf Vororte sowie kleinere Städte und Pendlerstandorte. Besonders viele neue Verträge schloss IWG im ersten Halbjahr in den USA mit 187 Standorten, gefolgt von Deutschland mit 91, Großbritannien mit 62, Indien mit 43 und China mit 42 Standorten. Im Juli übernahm IWG zudem Wojo, das bisherige Joint Venture von Accor und Bouygues Immobilier. Dadurch kamen weitere 186 Standorte zur Plattform hinzu. IWG meldet für das erste Halbjahr außerdem einen Rekordumsatz und ein Rekord-EBITDA, nennt in der Mitteilung jedoch keine konkreten Ergebniszahlen.
Berlin: BiB bündelt Werkzeuge für zirkuläres Bauen im Bestand
Der Verband für Bauen im Bestand (BiB) hat eine kostenfreie Linksammlung zum nachhaltigen und zirkulären Bauen veröffentlicht. Unter dem Titel „Nachhaltig! Zirkulär! Aber wie?“ bündelt der Verband bestehende Leitfäden, digitale Werkzeuge, Datenbanken, Best-Practice-Beispiele und Weiterbildungsangebote. Die Sammlung richtet sich unter anderem an Architekten, Planer, Bauherren und Kommunen. Abgedeckt werden Themen wie Ökobilanzierung und Dekarbonisierung, Klimarisiken, Fördermöglichkeiten, Urban Mining, Wiederverwendung von Bauteilen, Gebäuderessourcenpässe, energetische Sanierung und kreislaufgerechtes Bauen. Im Mittelpunkt steht der Umgang mit vorhandener Bausubstanz. Vor Neubau oder dem Einsatz neuer Materialien soll geprüft werden, welche Gebäude, Tragwerke und Bauteile erhalten, angepasst oder wiederverwendet werden können. Ein Glossar erläutert zusätzlich Fachbegriffe aus den Bereichen Umwelt, Klimaschutz und Zirkularität. Der BiB versteht die Linksammlung als fortlaufend zu ergänzendes Arbeitsinstrument. Eigentümer, Planer und weitere Akteure können Hinweise auf zusätzliche Werkzeuge und Praxiserfahrungen einbringen.
Berlin: Bebauungsplan für zweiten Teil der Elisabeth-Aue gestartet
Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat die Aufstellung des Bebauungsplans für den zweiten Teil des Neuen Stadtquartiers Elisabeth-Aue beschlossen. Das Plangebiet liegt im Ortsteil Blankenfelde zwischen Buchholzer Straße, Rosenthaler Weg, Blankenfelder Chaussee und Graben 5. Mit dem Bebauungsplan 3-100 sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für Wohnungsbau sowie die dazugehörige soziale und technische Infrastruktur geschaffen werden. Grundlage ist das städtebauliche Gesamtkonzept aus einem europaweiten Qualifizierungsverfahren. Vorgesehen sind neben Wohnungen unter anderem Kindertagesstätten, eine Grundschule, weitere Gemeinbedarfseinrichtungen sowie Flächen für Nahversorgung, soziale und kulturelle Angebote. Hinzu kommen öffentliche Grün- und Freiflächen sowie Verkehrs- und Erschließungsanlagen. Mehr als 30 Prozent der Wohnungen im Teilprojekt 2 sollen durch Genossenschaften und gemeinwohlorientierte Bauträger realisiert werden. Im August 2026 fand dazu bereits ein erster Informationstermin mit Genossenschaften zur geplanten Grundstücksvergabe über Konzeptverfahren statt.
Bornheim: P3 und Delta Development entwickeln 31.600 Quadratmeter Logistikfläche
P3 Logistic Parks und Delta Development entwickeln auf einem Brownfield in Bornheim bei Köln und Bonn eine Logistikimmobilie mit rund 31.600 Quadratmetern Mietfläche. P3 hat das mehr als 52.000 Quadratmeter große Entwicklungsgrundstück im Rahmen einer Forward-Funding-Transaktion von Delta Development erworben. Delta Development wird das Projekt gemeinsam mit P3 realisieren. Die Logistikimmobilie ist in drei teilbare Einheiten gegliedert und soll sowohl für mittelständische Logistikunternehmen als auch für größere Distributionsnutzer geeignet sein. Geplant sind rund 60 Pkw- und 13 Lkw-Stellplätze sowie 16 Ladepunkte für Elektroautos. Für das Gebäude wird eine BREEAM-Zertifizierung mit dem Standard „Excellent“ angestrebt. Auf dem bereits versiegelten Areal ist zudem eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 2.000 Kilowatt-Peak vorgesehen. P3 wird die Immobilie langfristig im Bestand halten. Angaben zum Investitionsvolumen, zum Baustart und zur geplanten Fertigstellung machten die Unternehmen nicht.
Frankfurt am Main: Drooms erwartet 50 Prozent mehr Immobilientransaktionen
Die Zahl der Immobilientransaktionen in Deutschland könnte 2026 deutlich steigen. Nach Auswertung der auf der Due-Diligence-Plattform Drooms abgewickelten Transaktionen erreichte das erste Halbjahr bereits rund 75 Prozent des Niveaus des gesamten Vorjahres. Sollte sich diese Entwicklung im zweiten Halbjahr fortsetzen, erwartet Drooms für das Gesamtjahr rund 50 Prozent mehr Transaktionen als 2025. Zum Vergleich: Von 2024 auf 2025 hatte die Zahl der über die Plattform erfassten Transaktionen lediglich um 4,11 Prozent zugenommen. Für Europa rechnet Drooms bei einer Fortschreibung der bisherigen Entwicklung mit einem Plus von 27,24 Prozent. Auch das Transaktionsvolumen am deutschen Immobilieninvestmentmarkt ist im ersten Halbjahr gestiegen. Nach Zahlen von CBRE wurden rund 800 Transaktionen mit einem Volumen von knapp 16,2 Milliarden Euro registriert. Das entspricht einem Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die durchschnittliche Dealgröße lag bei rund 20 Millionen Euro. Als Treiber der Erholung nennt CBRE die Top-7-Märkte, größere Bürotransaktionen sowie Portfoliodeals bei Pflege- und Gesundheitsimmobilien, Logistik und Wohnen. Drooms sieht die steigende Zahl der Abschlüsse als Hinweis darauf, dass die Preisfindung zwischen Käufern und Verkäufern wieder besser funktioniert.
Düsseldorf: Savills übernimmt Property Management für zwei Logistikimmobilien
Tishman Speyer hat Savills mit dem Property Management für zwei Logistik- und Light-Industrial-Immobilien in Düsseldorf und Ratingen beauftragt. Die beiden Neubauten verfügen zusammen über rund 36.200 Quadratmeter Mietfläche. Das Objekt an der Clarissenstraße 44–50 in Düsseldorf umfasst rund 22.900 Quadratmeter. Davon entfallen etwa 19.100 Quadratmeter auf Logistik-, 2.720 Quadratmeter auf Mezzanine- und 1.080 Quadratmeter auf Büroflächen. Hinzu kommen 69 Pkw-Stellplätze. Die Immobilie wurde Mitte August 2026 an den ersten Mieter übergeben und ist inzwischen vollständig vermietet. Savills hat das Property Management zum 15. August übernommen. Die zweite Immobilie befindet sich an der Halskestraße 7 in Ratingen nahe dem Düsseldorfer Flughafen und verfügt über rund 13.240 Quadratmeter Logistikfläche. Die Vermietung befindet sich nach Angaben von Savills in einem fortgeschrittenen Stadium. Tishman Speyer ist Eigentümer der Objektgesellschaften, zu deren Bestand die beiden Immobilien gehören.
Düsseldorf: Neue Bauordnung in Nordrhein-Westfalen soll Genehmigungen beschleunigen
Die novellierte Landesbauordnung Nordrhein-Westfalen tritt am 1. September 2026 in Kraft. Sie soll Bauverfahren vereinfachen, Genehmigungen beschleunigen und Spielräume für kostengünstigeres Bauen schaffen. Aengevelt Immobilien bewertet insbesondere die Änderungen für gemischt genutzte Gebäude, Gewerbebauten und das Bauen im Bestand positiv. Zu den wesentlichen Änderungen gehört nach Angaben des Immobilienunternehmens die Streichung der grundsätzlichen Pflicht zur Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik aus Paragraf 3 der Bauordnung. Bauordnungsrechtlich maßgeblich bleiben unmittelbar sicherheitsrelevante Vorgaben der Technischen Baubestimmungen. Zivilrechtliche Anforderungen an die Einhaltung anerkannter Regeln der Technik bestehen jedoch weiterhin. Mit der Kategorie „Standardgebäude“ sollen zudem gemischt genutzte Wohn- und Geschäftshäuser erleichtert werden. Auch die Genehmigungsfreistellung für Gewerbebauten wird ausgeweitet. Aufstockungen und Nutzungsänderungen im Bestand sollen möglich sein, ohne bestehende Bauteile grundsätzlich vollständig auf aktuelle Neubaustandards bringen zu müssen. Eine weitere Änderung betrifft die Genehmigungsfiktion: Entscheidet die Bauaufsichtsbehörde bei entsprechenden Verfahren nicht innerhalb von drei Monaten nach vollständiger Antragstellung, gilt die Genehmigung grundsätzlich als erteilt. Zudem werden weitere Vorhaben im Bereich erneuerbarer Energien verfahrensfrei und Bauantragsverfahren stärker digitalisiert. Aengevelt erwartet durch die Änderungen geringere Planungs- und Baukosten. Bei der Vermessung geht das Landesbauministerium durch die Übernahme digitaler Gebäudedaten nach dem Standard XBau von Kosteneinsparungen von rund 20 Prozent aus.
Berlin: BBU-Mitgliedsunternehmen stellen rund 6.000 Wohnungen fertig
Die Berliner Mitgliedsunternehmen des BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen haben 2025 rund 6.000 Wohnungen fertiggestellt. Das waren knapp 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig sank die Zahl der Fertigstellungen in Berlin insgesamt um gut 28 Prozent auf rund 11.000 Wohnungen. Damit entfiel mehr als die Hälfte der neuen Wohnungen auf BBU-Mitgliedsunternehmen. Auch die Zahl der Baubeginne erhöhte sich nach Angaben des Verbandes und hat sich gegenüber 2024 mehr als verdoppelt. Die Investitionen der Unternehmen erreichten 2025 mit gut 3,2 Milliarden Euro einen Höchststand. Ein erheblicher Teil des Anstiegs sei allerdings auf höhere Baupreise zurückzuführen. Für 2026 planen die Unternehmen Investitionen von insgesamt 3,7 Milliarden Euro und damit 15,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Ausgaben für Modernisierungen sollen um 52,3 Prozent steigen, während für den Neubau ein Plus von 5,9 Prozent vorgesehen ist. Der BBU begründet die stärkeren Bestandsinvestitionen unter anderem mit Klimaschutzmaßnahmen und dem Umbau der Wärmeversorgung. Der Verband verweist zugleich auf die Berliner Wohnungsbauförderung von jährlich 1,5 Milliarden Euro sowie gesetzliche Maßnahmen zur Beschleunigung und Vereinfachung des Bauens. Kritisch bewertet der BBU dagegen die Diskussion um eine Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände. In einer Verbandsbefragung hielten knapp 91 Prozent der teilnehmenden Unternehmen den Verzicht auf Vergesellschaftungen für wichtig.
Düsseldorf: Uniper mietet 36.500 Quadratmeter im NEW HEART on the block
Uniper wird Ankermieter im Büroquartier NEW HEART on the block am Düsseldorfer Kennedydamm. Das Energieunternehmen hat rund 36.500 Quadratmeter Bürofläche langfristig von die developer Projektentwicklung angemietet. Der Mietvertrag läuft zunächst über 15 Jahre. Uniper soll 2030 in den rund 120 Meter hohen Büroturm einziehen und dort seine neue Düsseldorfer Unternehmenszentrale eröffnen. Bislang arbeiten die rund 2.900 Beschäftigten des Unternehmens an zwei Standorten im Medienhafen. Im neuen Gebäude sind rund 1.800 Arbeitsplätze vorgesehen. Die angemieteten Flächen verteilen sich auf 31 Etagen. Mit dem Vertragsabschluss steht der Ankermieter bereits vor dem Baustart des Projekts fest.
Berlin: GdW startet europaweite Ausschreibung für serielles Sanieren
Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW hat gemeinsam mit dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der Deutschen Energie-Agentur (dena) die europaweite Ausschreibung für die Rahmenvereinbarung „Serielles Sanieren 1.0“ gestartet. Die Bekanntmachung wurde auf der EU-Ausschreibungsplattform TED veröffentlicht. Über die Rahmenvereinbarung sollen Wohnungsunternehmen künftig standardisierte und skalierbare Lösungen für die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden beziehen können. Ziel sind kürzere Vergabe- und Planungsprozesse sowie besser kalkulierbare Kosten und Qualitäten. Gesucht werden integrierte Gesamtlösungen aus einer Hand. Die Ausschreibung gliedert sich in vier Angebotsregionen und vier Fachlose. Diese umfassen die energetische Sanierung der Außenwand sowie Komplettsanierungen auf die Effizienzhaus-Niveaus EH85, EH70 und EH55. Als Kalkulationsgrundlage stehen fünf Stellvertretergebäude zur Verfügung. Unternehmen können sich auch nur für einzelne Gebäudetypen, Fachlose oder Regionen bewerben. Nach Angaben der dena wurden mit seriellen Sanierungen bislang rund zwei Milliarden Euro umgesetzt. Bis 2045 sieht sie ein mögliches Marktvolumen von 500 Milliarden Euro. Die Rahmenvereinbarung wird in Zusammenarbeit mit dem Bundeswirtschafts- und dem Bundesbauministerium entwickelt.
Hannover: Sportscheck eröffnet zweiten Flagshipstore in Deutschland
Sportscheck hat in der Georgstraße 14 in der Hannoveraner Innenstadt einen rund 2.500 Quadratmeter großen Flagshipstore eröffnet. Nach Dortmund ist Hannover der zweite Standort des neuen Ladenformats. Die Verkaufsfläche erstreckt sich über drei Etagen. Das Erdgeschoss ist auf Frauen, das erste Obergeschoss auf Männer ausgerichtet. Im Untergeschoss befinden sich unter anderem die Bereiche Kinder, Fußball, Bademode, Wintersport, Basketball, Tennis und Radfahren. Zum Konzept gehören Laufanalysen und Laufschuhberatung, eine Teststrecke für Outdoorschuhe, Produktpersonalisierungen sowie Click & Collect. Zudem setzt Sportscheck auf Veranstaltungen wie Community Runs und die eigene Stadtlaufserie. Sportscheck gehört zur italienischen Cisalfa Group und betreibt mehr als 25 Filialen in Deutschland. Der erste Standort des neuen Flagshipformats wurde im Oktober 2025 in Dortmund eröffnet.
Berlin: Projekt Interim mietet 1.200 Quadratmeter im QH Track
Montibus Asset Management hat rund 1.200 Quadratmeter im QH Track in der Berliner Europacity an Projekt Interim vermietet. Der Mietvertrag umfasst das erste und zweite Obergeschoss von Haus E. Projekt Interim will die Flächen für gewerbliche und kreative Zwischennutzungen anbieten. Vorgesehen sind unter anderem Büros, Ateliers, Studios und Showrooms. Eleo Real Estate war bei der Vermietung beratend tätig. Angaben zur Laufzeit und zu den wirtschaftlichen Konditionen wurden nicht gemacht. Montibus und Projekt Interim arbeiten bereits an einem weiteren Berliner Standort zusammen. Zuvor hatte Montibus rund 4.800 Quadratmeter Bürofläche in der Rankestraße 5–6 an das Unternehmen vermietet. Das QH Track gehört zum Quartier Heidestraße in der Europacity nahe dem Berliner Hauptbahnhof. Das rund 550 Meter lange Büroensemble zählt unter anderem SAP und die Volkswagen-Tochter Cariad zu seinen Mietern.
Weiterstadt: De Haas Road Cargo mietet rund 4.250 Quadratmeter
De Haas Road Cargo hat rund 4.250 Quadratmeter Hallen- und Bürofläche in Weiterstadt bei Darmstadt angemietet. Das auf den Transport von Blumen und Pflanzen spezialisierte Logistikunternehmen verlegt seinen bisherigen Standort von Hochheim am Main in die Gutenbergstraße 19–21. Eigentümer der Immobilie ist P3 Logistic Parks. Die angemietete Fläche umfasst rund 3.340 Quadratmeter Halle und etwa 910 Quadratmeter Büro. Die Liegenschaft verfügt für den neuen Mieter über acht Rampentore. Realogis Frankfurt hat den Mietvertrag vermittelt. Das 2008 errichtete Objekt im Gewerbegebiet Weiterstadt-Riedbahn umfasst insgesamt rund 11.350 Quadratmeter Hallen- und 2.650 Quadratmeter Bürofläche. Der Standort liegt rund sechs Kilometer nordwestlich von Darmstadt und ist über die A5 sowie die B42 mit Anschluss an die A67 angebunden. Mit dem Umzug will De Haas Road Cargo seine Kapazitäten insbesondere für Transportverkehre nach Süddeutschland und Österreich erweitern.
Pohlheim: Periskop erhält Baugenehmigungen für 20.000 Quadratmeter Logistikfläche
Periskop Logistics hat Baugenehmigungen für zwei Logistikneubauten in Pohlheim im Landkreis Gießen erhalten. Auf dem bestehenden Areal Am Pfahlgraben 4–10 sollen Gebäude mit rund 12.000 und 8.000 Quadratmetern Fläche entstehen. Die Neubauten sind als Nachverdichtung der bestehenden Liegenschaft des Periskop Logistik Fonds geplant. Die Flächen sind noch nicht vermietet, sodass Anforderungen künftiger Nutzer nach Angaben des Unternehmens in die weitere Planung einfließen können. Die Planung übernimmt Goldbeck. Als mögliche Nutzer adressiert Periskop Unternehmen aus Logistik, E-Commerce, Produktion und Light Industry. Der Standort befindet sich unmittelbar an der A5 im Rhein-Main-Gebiet. Die Fertigstellung der beiden Neubauten ist für 2027 vorgesehen.
Utrecht: a.s.r. real assets entwickelt neue Methodik für bezahlbares Wohnen
a.s.r. real assets hat mit dem White Paper „Refining affordability in the Dutch residential rental market“ einen neuen Ansatz zur Bewertung der Bezahlbarkeit von Mietwohnungen in den Niederlanden vorgestellt. Statt einer pauschalen Mietpreisgrenze berücksichtigt das Modell unter anderem Haushaltseinkommen, regionale Einkommensunterschiede sowie Energie-, Service- und kommunale Nebenkosten. Ausgangspunkt ist eine Wohnkostenquote von 35 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens. Diese wird mit lokalen Einkommensdaten auf Ebene funktionaler Wohnungsmärkte und den jeweiligen strukturellen Nebenkosten verknüpft. Damit soll für unterschiedliche Regionen und Gebäude ermittelt werden, welche Nettokaltmiete tatsächlich als bezahlbar einzustufen ist. Eine Rolle spielt dabei auch die Energieeffizienz. Niedrigere Energiekosten können nach dem Modell den finanziellen Spielraum für die eigentliche Miete erhöhen, ohne die gesamte Wohnkostenbelastung eines Haushalts zu steigern. Der ASR Dutch Core Residential Fund nutzt die Methodik seit Anfang 2026 zur Bewertung neuer Wohninvestitionen. Nach Angaben von a.s.r. real assets gelten nach der neuen Definition rund 80 Prozent des bestehenden Fondsportfolios als bezahlbar. Der 2015 aufgelegte Fonds verwaltet rund 6.100 Wohnungen mit einem Volumen von 2,4 Milliarden Euro.
München: ABG modernisiert 10.000 Quadratmeter große Gewerbeimmobilie für HUK-COBURG
Die ABG Real Estate Group übernimmt für HUK-COBURG das Refurbishment einer Gewerbeimmobilie in München. Das Bestandsgebäude umfasst rund 10.000 Quadratmeter Mietfläche für Büro- und Gewerbenutzungen. Die Umsetzung ist bis 2029 vorgesehen. Die Modernisierung erfolgt in mehreren Abschnitten und umfasst unter anderem die Gebäudetechnik und die Fassade. Weitere bauliche Anpassungen werden derzeit geprüft. Für das Objekt wird eine Nachhaltigkeitszertifizierung angestrebt, das konkrete Zertifizierungssystem steht noch nicht fest. Im Zuge der Neupositionierung sollen zudem die Voraussetzungen für einen breiteren Mietermix geschaffen werden. Im Erdgeschoss sind ergänzende Nutzungen aus den Bereichen Service, Gastronomie oder Einzelhandel möglich. Eigentümerin der Immobilie ist HUK-COBURG. ABG übernimmt die Entwicklung und Umsetzung des Refurbishments bis zur Abnahme.
ABG übernimmt für HUK-COBURG das Refurbishment einer Gewerbeimmobilie in München. Quelle: flooer für allmannwapnner
Berlin: International Campus führt neue Apartmentkategorie THE FIZZ Plus ein
International Campus erweitert sein Angebot für studentisches Wohnen um die Kategorie THE FIZZ Plus. Die vollmöblierten Apartments werden zunächst an neun Standorten in Deutschland, Österreich und Tschechien angeboten. Bis zum Studienjahr 2027/28 soll das Angebot weiter ausgebaut werden. Zum Start gibt es THE FIZZ Plus in Aachen, Berlin, Bremen, Darmstadt, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Prag und Wien. Neben der regulären Möblierung gehören je nach Standort unter anderem Küchenutensilien, Mikrowelle, Kaffeemaschine, Bettwäsche sowie Beamer oder Fernseher zur Ausstattung. Die Apartments sind als eigene Kategorie zu einem Aufpreis innerhalb des All-inclusive-Mietmodells buchbar. International Campus richtet das Angebot insbesondere an internationale Studierende. Nach Unternehmensangaben kommen rund 80 Prozent der Mieter aus dem Ausland. Ein Pilotprojekt im THE FIZZ Berlin Kreuzberg erreichte im ersten Vermietungszyklus Vollauslastung. Nach Angaben der von International Campus zitierten JLL-Studie „German PBSA Market Perspectives 2026“ studierten im Wintersemester 2025/26 rund 469.500 internationale Studierende in Deutschland. Gegenüber 2014 entspricht das einem Anstieg um 46 Prozent.


