Aktuelles aus der Immobilienbranche Mitteldeutschland 2026 – August

Dresden: Bürgerfavorit für Wiederaufbau der Carolabrücke steht fest +++ Bautzen: Fast 10 Millionen Euro für die Entwicklung des Allende-Viertels +++ Weißenfels/Halle (Saale): ALÌTUS verkauft zwei Nahversorgungsimmobilien an Family Office +++ Leipzig: Workflow erweitert Coworking-Flächen im City Tower auf 2.500 Quadratmeter +++ Meerane: Förderkreis erhält Deutschen Preis für Denkmalschutz +++ Halle (Saale): Holz gewinnt beim Wohnungsbau an Bedeutung +++ Muldenstein: Bahnhofsvorplatz wird für 720.000 Euro modernisiert +++ Pirna: Freistaat fördert Turmsanierung der Marienkirche mit 265.000 Euro +++ Pirna: WGP startet mit zwei neuen Auszubildenden +++ Dessau-Roßlau: Storage 24 eröffnet Drive-up-Lager mit 2.000 Quadratmetern +++ Dresden: 70.000 Euro für Dachsanierung des Carl-Maria-von-Weber-Museums +++ Magdeburg: Aengevelt vermittelt Wohnportfolio mit 110 Wohnungen +++ Leipzig: Neuer Bebauungsplan soll Alfred-Kunze-Sportpark sichern +++ Halle (Saale): Wohnungsbestand seit 1995 um 1,8 Prozent gestiegen +++ Lützen: Verdion vermietet Logistikimmobilie vollständig +++ Dresden: Stadt sucht Mieter für denkmalgeschützte Villa +++ Leipzig: Deutsche Investment kauft Wohnportfolio mit 109 Wohnungen +++ Halle (Saale): Kommunales Finanzvermögen steigt auf 11,2 Milliarden Euro +++ Chemnitz: Mittelbacher Straße bis Dezember voll gesperrt +++ Borna: Freistaat übergibt neues Polizeirevier für 23 Millionen Euro +++ Leipzig: Torgauer Platz wird für 8,7 Millionen Euro umgebaut +++ Berlin: Logistikflächenumsatz in Mitteldeutschland sinkt um 48 Prozent +++ Torgau: Glaskompetenzzentrum für 34 Millionen Euro entsteht

Dresden: Bürgerfavorit für Wiederaufbau der Carolabrücke steht fest

Mehr als 25.800 Menschen haben sich an der Bürgerbeteiligung „carolaVOTE“ zum Wiederaufbau der Carolabrücke beteiligt. Wie die Landeshauptstadt Dresden mitteilt, erhielt der Entwurf der Arbeitsgemeinschaft FHECOR Deutschland GmbH und TSSB Planungsgesellschaft die meisten Stimmen. Auf Platz zwei folgt der Entwurf von Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG gemeinsam mit Knight Architects. Die Online-Beteiligung lief vom 13. Juni bis 28. Juli 2026. Die Teilnehmer bewerteten vier Brückenentwürfe anhand verschiedener Kriterien und legten anschließend ihre persönliche Rangfolge fest. Rund fünf von sechs Teilnehmern kamen aus Dresden. Ergänzend fanden Workshops an 17 Schulen sowie eine Ausstellung im Stadtforum mit Führungen und Brückencafés statt. Dort gingen mehr als 300 schriftliche Hinweise ein, vor allem zu Gestaltung, Aufenthaltsqualität, Verkehrsführung und Radverkehr. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung werden gemeinsam mit der Empfehlung des Expertengremiums in der Sitzung des Begleitgremiums am 18. August beraten. Der Dresdner Stadtrat entscheidet am 3. September über die Weiterbeauftragung eines Planungsteams für den Wiederaufbau der Carolabrücke.


Bautzen: Fast 10 Millionen Euro für die Entwicklung des Allende-Viertels

Das Allende-Viertel in Bautzen wird in das Bund-Länder-Programm „Sozialer Zusammenhalt“ aufgenommen. Wie das sächsische Infrastrukturministerium mitteilt, stehen für die städtebauliche Gesamtmaßnahme bis 2040 insgesamt 9,978 Millionen Euro zur Verfügung. Im Programmjahr 2026 werden zunächst 3,12 Millionen Euro bewilligt. Insgesamt fördern Bund und Freistaat Sachsen in diesem Jahr elf Kommunen mit 15 Millionen Euro. Mit den Fördermitteln soll das rund 26 Hektar große Plattenbauquartier als Wohnstandort weiterentwickelt werden. Geplant sind unter anderem die energetische Sanierung der Allende-Oberschule, der Umbau des Allende-Treffs zu einem Gesundheits- und Quartierszentrum, die Modernisierung des Hochhauscafés sowie die Aufwertung von Spielplätzen, Wegen und Parkflächen. Zudem sind Maßnahmen zur Klimaanpassung wie Entsiegelung, Verschattung und ein Schwammstadtkonzept vorgesehen.


Weißenfels/Halle (Saale): ALÌTUS verkauft zwei Nahversorgungsimmobilien an Family Office

Der Investment- und Assetmanager ALÌTUS Capital Partners hat zwei Einzelhandelsimmobilien in Weißenfels und Halle (Saale) an ein angelsächsisches Family Office veräußert. Wie das Unternehmen mitteilt, umfasst die Transaktion die Beuditz-Passage in Weißenfels sowie einen vollvermieteten Discounter-Markt in Halle (Saale). Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der Verkauf erfolgte im Rahmen der strategischen Portfoliosteuerung. Nach Angaben von ALÌTUS wurden beide Immobilien innerhalb von rund einem Jahr nach dem Erwerb durch aktives Asset Management und bauliche Maßnahmen weiterentwickelt und anschließend veräußert. Die Transaktion wurde von der Cleev Real Estate GmbH vermittelt.


Leipzig: Workflow erweitert Coworking-Flächen im City Tower auf 2.500 Quadratmeter

Workflow CoWorking & Offices hat seine Flächen im City Tower Leipzig auf 2.500 Quadratmeter erweitert. Wie Aroundtown mitteilt, geht die Expansion mit einer langfristigen Mietvertragsverlängerung einher. Es handelt sich bereits um die dritte Flächenerweiterung des Coworking-Anbieters seit dem Einzug im Jahr 2021. Das Angebot erstreckt sich nun über drei Etagen und umfasst Büros, flexible Arbeitsbereiche, Besprechungsräume, Lounges sowie Gemeinschaftsflächen. Workflow ist zudem Teil der Coworking-Plattform ATworld von Aroundtown, über die Mitglieder weltweit auf mehr als 2.500 Arbeitsplätze und Meetingräume zugreifen können. Der City Tower am Augustusplatz ist das höchste Gebäude Leipzigs und verfügt unter anderem über eine BREEAM-Zertifizierung sowie eine WiredScore-Silber-Zertifizierung für seine digitale Infrastruktur.


Meerane: Förderkreis erhält Deutschen Preis für Denkmalschutz

Der Förderkreis Friedhof Meerane e. V. wird mit der Silbernen Halbkugel des Deutschen Preises für Denkmalschutz ausgezeichnet. Wie das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK) mitteilt, würdigt die höchste Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement im Denkmalschutz den langjährigen Einsatz des Vereins für den Erhalt des historischen Friedhofs in Meerane. Die Preisverleihung findet am 26. Oktober in Schwerin statt. Der Förderkreis engagiert sich seit vielen Jahren für die Sicherung und Pflege der denkmalgeschützten Anlage, wirbt Spenden und Fördermittel ein und leistet umfangreiche Eigenarbeit. Darüber hinaus hat der Verein den Friedhof mit Führungen, Konzerten, Ausstellungen und Publikationen als Geschichts-, Erinnerungs- und Kulturort etabliert. Der Deutsche Preis für Denkmalschutz wird seit 1978 vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz verliehen.


Halle (Saale): Holz gewinnt beim Wohnungsbau an Bedeutung

Ziegel und Porenbeton bleiben in Sachsen-Anhalt die wichtigsten Baustoffe für neu errichtete Wohngebäude, Holz gewinnt jedoch weiter an Bedeutung. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, wurden 2025 von insgesamt 1.019 fertiggestellten Wohngebäuden 333 überwiegend aus Ziegeln und 319 aus Porenbeton errichtet. Holz kam bei 190 Neubauten als Hauptbaustoff zum Einsatz und erreichte damit einen deutlich höheren Anteil als noch vor wenigen Jahren. Auch bei den Baugenehmigungen verschiebt sich das Bild: Von den 914 im Jahr 2025 genehmigten Wohngebäuden entfielen 307 auf Porenbeton und 269 auf Ziegel. Holz wurde bei 175 Bauvorhaben als Hauptbaustoff angegeben und erreichte damit einen Anteil von 19,1 Prozent. Während Ziegel und Porenbeton seit 2020 Marktanteile verloren haben, legte Holz im gleichen Zeitraum deutlich zu.


Muldenstein: Bahnhofsvorplatz wird für 720.000 Euro modernisiert

Der Bahnhofsvorplatz in Muldenstein (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) wird mit rund 720.000 Euro aus dem Strukturwandelprogramm „Sachsen-Anhalt Revier 2038“ zu einer modernen ÖPNV-Schnittstelle ausgebaut. Wie das Ministerium für Infrastruktur und Digitales Sachsen-Anhalt mitteilt, belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 798.000 Euro, von denen Bund und Land 90 Prozent übernehmen. Die Umsetzung ist für die Jahre 2026 und 2027 geplant. Vorgesehen sind zwei barrierefreie Bushaltestellen mit Wetterschutz, 24 Bike+Ride- und 22 Park+Ride-Stellplätze einschließlich Behindertenparkplätzen sowie neue Wartebereiche und eine moderne Beleuchtung. Ziel ist es, Bahn, Bus, Fahrrad-, Fuß- und Individualverkehr besser miteinander zu verknüpfen und den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu machen. Zudem soll die Aufenthaltsqualität durch eine übersichtliche Gestaltung und barrierefreie Zugänge verbessert werden.


Pirna: Freistaat fördert Turmsanierung der Marienkirche mit 265.000 Euro

Der Freistaat Sachsen unterstützt die weitere Sanierung des Turms der Stadtkirche St. Marien in Pirna mit rund 265.000 Euro. Wie das sächsische Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung mitteilt, stammen die Mittel aus dem Sonderprogramm Denkmalpflege und sichern den dritten Bauabschnitt der Turmsanierung. Die Förderung übergab Staatsministerin Regina Kraushaar am 4. August an den Evangelisch-Lutherischen Kirchenbezirk Oberelbe Pirna. Die Sanierung ist erforderlich, weil eindringendes Regenwasser das Mauerwerk schädigt und die Stabilität des Turms gefährdet. Neben der Erneuerung des Kupferdachs sind unter anderem Arbeiten an der Holzschalung, den Fenstern, Schallläden und der Gewölbedecke vorgesehen. Bereits 2024 erhielt der Kirchenbezirk mehr als 711.000 Euro aus Fördermitteln von Bund und Freistaat für Gerüst- und Natursteinarbeiten. Das Sonderprogramm Denkmalpflege verfügt 2026 über ein Budget von 3,5 Millionen Euro.


Pirna: WGP startet mit zwei neuen Auszubildenden

Die Städtische Wohnungsgesellschaft Pirna (WGP) hat zum 1. August zwei Auszubildende zur Immobilienkauffrau beziehungsweise zum Immobilienkaufmann eingestellt. Wie das kommunale Wohnungsunternehmen mitteilt, durchlaufen die Nachwuchskräfte während ihrer dreijährigen Ausbildung sämtliche Unternehmensbereiche und lernen unter anderem die Vermietung, Kundenbetreuung, das Rechnungswesen sowie weitere kaufmännische und organisatorische Abläufe kennen. Mit der Ausbildung investiert die WGP nach eigenen Angaben gezielt in den eigenen Fachkräftenachwuchs und will damit langfristig qualifizierte Mitarbeiter für die Immobilienwirtschaft gewinnen.


Dessau-Roßlau: Storage 24 eröffnet Drive-up-Lager mit 2.000 Quadratmetern

Storage 24 eröffnet am 26. August einen neuen Standort in Dessau-Roßlau. Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, entstehen an der Kochstedter Kreisstraße 49 Lagerräume und 33 Garagen mit insgesamt rund 2.000 Quadratmetern vermietbarer Fläche. Der Standort ist der 120. des Unternehmens in Deutschland. Die Lager- und Garageneinheiten sind zwischen 21 und 56 Quadratmeter groß und verfügen über Drive-up-Zugang, Beleuchtung, Steckdosen sowie Videoüberwachung. Der Bau läuft seit November 2025. Nach Angaben von Storage 24 sind bereits erste Einheiten vermietet, zudem besteht eine Warteliste.


Dresden: 70.000 Euro für Dachsanierung des Carl-Maria-von-Weber-Museums

Das seit 2024 geschlossene Carl-Maria-von-Weber-Museum in Dresden-Hosterwitz kann mit der Sanierung seines historischen Dachstuhls beginnen. Wie die Landeshauptstadt Dresden mitteilt, stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dafür 70.000 Euro bereit. Gemeinsam mit rund 72.000 Euro städtischen Eigenmitteln ist die Finanzierung des ersten Bauabschnitts gesichert. Die Arbeiten sollen im November 2026 starten und im ersten Quartal 2027 abgeschlossen werden. Das ehemalige Sommerhaus des Komponisten Carl Maria von Weber musste im Herbst 2024 wegen erheblicher Schäden an der historischen Bausubstanz geschlossen werden. Im Rahmen der denkmalgerechten Sanierung werden unter anderem Dachstuhl, Fachwerk, Holzbalkendecken, Fassade sowie die technische Gebäudeausstattung erneuert und der Brandschutz modernisiert. Für die Gesamtsanierung veranschlagt die Stadt rund 4,2 Millionen Euro. Die Wiedereröffnung des Museums ist für 2030 vorgesehen.


Magdeburg: Aengevelt vermittelt Wohnportfolio mit 110 Wohnungen

Aengevelt hat in mehreren Einzeltransaktionen zehn vollvermietete Mehrfamilienhäuser in Magdeburg vermittelt. Wie das Unternehmen mitteilt, wechselten die Immobilien mit insgesamt rund 110 Wohnungen und etwa 8.000 Quadratmetern Wohnfläche für einen Kaufpreis im knapp zweistelligen Millionen-Euro-Bereich an mehrere Family Offices und regionale Bestandshalter. Verkäufer der Objekte sind verschiedene institutionelle Investoren, die ihre Wohnportfolios im Zuge von Umstrukturierungen veräußerten. Die Mehrfamilienhäuser befinden sich in den Stadtteilen Sudenburg, Stadtfeld-West, Salbke und Berliner Chaussee. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.


Leipzig: Neuer Bebauungsplan soll Alfred-Kunze-Sportpark sichern

Für den Alfred-Kunze-Sportpark in Leipzig soll ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden. Wie die Stadt Leipzig mitteilt, soll damit die langfristige Entwicklung der Sportanlage gesichert und Planungssicherheit für bestehende und künftige Nutzungen geschaffen werden. Der Stadtrat muss dem Vorhaben noch zustimmen. Das Plangebiet soll in drei Bereiche gegliedert werden: einen Entwicklungsbereich für Stadion und Sportanlagen, einen nördlichen Sportpark mit hohem Grünanteil sowie einen südlichen Bereich mit bestehender Wohnbebauung und privaten Grünflächen. Parallel soll der Flächennutzungsplan angepasst werden. Die Modernisierung der 1920 eröffneten Sportstätte ist Teil der Sportstättenentwicklungsplanung der Stadt Leipzig und wird mit Bundesmitteln gefördert.


Halle (Saale): Wohnungsbestand seit 1995 um 1,8 Prozent gestiegen

In Sachsen-Anhalt gab es Ende 2025 insgesamt 1.241.822 Wohnungen in 585.805 Wohngebäuden. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, entspricht das gegenüber 1995 einem Zuwachs von 21.607 Wohnungen beziehungsweise 1,8 Prozent – trotz eines Bevölkerungsrückgangs von 22,6 Prozent. Die durchschnittliche Wohnfläche je Wohnung lag 2025 bei 84,1 Quadratmetern. Insgesamt verfügten die Wohnungen über eine Wohnfläche von rund 104,5 Millionen Quadratmetern. Den größten absoluten Zuwachs an Wohnungen seit 1995 verzeichnete Magdeburg mit 20.824 zusätzlichen Wohnungen. Den stärksten Rückgang gab es in Bitterfeld-Wolfen mit 7.887 Wohnungen weniger. Prozentual wuchs der Wohnungsbestand in Barleben mit 73,7 Prozent am stärksten.


Lützen: Verdion vermietet Logistikimmobilie vollständig

Der Logistikimmobilienspezialist Verdion hat eine Logistikimmobilie im Gewerbegebiet Lützen-Zorbau nahe Leipzig vollständig vermietet. Wie das Unternehmen mitteilt, hat ein Textildienstleister einen langfristigen Mietvertrag für das rund 11.900 Quadratmeter große Objekt abgeschlossen. Die Immobilie umfasst rund 10.000 Quadratmeter Lagerfläche, 1.222 Quadratmeter Mezzaninfläche sowie 632 Quadratmeter Bürofläche und ist nach DGNB-Gold zertifiziert. Auf dem rund 40.000 Quadratmeter großen Grundstück befindet sich zudem ein weiteres Logistikgebäude mit 8.500 Quadratmetern Mietfläche, das vom Expressdienstleister nox genutzt wird. Das Objekt wurde im Rahmen des Verdion European Logistics Fund 1 entwickelt. Die Vermietung vermittelte Realogis.


Dresden: Stadt sucht Mieter für denkmalgeschützte Villa

Die Landeshauptstadt Dresden sucht langfristige Mieter für die denkmalgeschützte Villa an der Bautzner Straße 173. Wie die Stadt Dresden mitteilt, erfolgt die Vergabe nicht über eine klassische Ausschreibung, sondern im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens. Interessierte können sich bis Ende Oktober mit Nutzungskonzepten bewerben. Anschließend sollen Nutzung, Mietdauer und Konditionen gemeinsam mit der Stadt abgestimmt werden. Eine Wohnnutzung ist nicht vorgesehen. Die künftigen Mieter übernehmen die Instandsetzung und den Ausbau des Gebäudes, erhalten dafür jedoch vergünstigte Mietkonditionen. Die Villa verfügt auf einem 1.133 Quadratmeter großen Grundstück über knapp 500 Quadratmeter Nutzfläche und befindet sich in der Dresdner Radeberger Vorstadt an der Bautzner Straße.


Leipzig: Deutsche Investment kauft Wohnportfolio mit 109 Wohnungen

Die Deutsche Investment hat das Wohnportfolio „Sunrise“ in Leipzig erworben. Wie das Unternehmen mitteilt, umfasst das Portfolio neun Mehrfamilienhäuser mit Baujahren zwischen 1900 und 1911 sowie eine Gesamtmietfläche von rund 7.300 Quadratmetern. Zum Portfolio gehören 109 Wohnungen und vier Gewerbeeinheiten. Die Immobilien befinden sich in verschiedenen etablierten Wohnlagen Leipzigs und verfügen nach Unternehmensangaben über eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Die Wohnungsgrößen liegen überwiegend zwischen 40 und 90 Quadratmetern. Die Deutsche Investment sieht den Ankauf als Teil ihrer Investitionsstrategie mit Fokus auf wachstumsstarke B-Städte. Bei der Transaktion berieten Arnecke Sibeth Dabelstein rechtlich, EY Real Estate übernahm die technische Due Diligence und Wüest Partner die Bewertung.


Halle (Saale): Kommunales Finanzvermögen steigt auf 11,2 Milliarden Euro

Das Finanzvermögen der Kommunen in Sachsen-Anhalt ist 2025 auf 11,2 Milliarden Euro gestiegen. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, entspricht das einem Zuwachs von 0,6 Milliarden Euro beziehungsweise 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Den größten Anteil am kommunalen Finanzvermögen machten mit 7,9 Milliarden Euro beziehungsweise 70,4 Prozent die Anteilsrechte aus. Bargeld und Einlagen summierten sich auf 1,6 Milliarden Euro. Das Finanzvermögen der Kernhaushalte stieg zudem von 3.555,23 Euro auf 3.770,50 Euro je Einwohner. Die Kernhaushalte der kreisangehörigen Gemeinden und Verbandsgemeinden verfügten mit 4,5 Milliarden Euro über den größten Anteil am kommunalen Finanzvermögen. Auf kreisfreie Städte entfielen 2,7 Milliarden Euro, auf die Landkreise 0,9 Milliarden Euro.


Chemnitz: Mittelbacher Straße bis Dezember voll gesperrt

Die Mittelbacher Straße in Chemnitz wird ab dem 3. August zwischen dem Gewerbegebiet Wiesenbach und der Aktienstraße bis voraussichtlich Mitte Dezember 2026 voll gesperrt. Wie die Stadt Chemnitz mitteilt, werden im Rahmen eines gemeinsamen Bauvorhabens von Stadt, Entsorgungsbetrieb und eins energie in sachsen die Verkehrsinfrastruktur und Versorgungsleitungen erneuert. Geplant sind die Neuverlegung eines Mischwassersammlers, die Erneuerung des Asphaltbelags auf rund 300 Metern, der Bau eines etwa zwei Meter breiten Gehwegs zwischen Grüna und Mittelbach sowie die Installation einer neuen Straßenbeleuchtung. Die Gesamtinvestition beträgt rund 785.000 Euro. Davon entfallen etwa 560.000 Euro auf den Straßen- und Gehwegbau, 195.000 Euro auf den Mischwassersammler und 30.000 Euro auf die Beleuchtung. Die Arbeiten führt die Chemnitzer Verkehrsbau GmbH aus.


Borna: Freistaat übergibt neues Polizeirevier für 23 Millionen Euro

Der Freistaat Sachsen hat das neue Polizeirevier in Borna fertiggestellt und an die Polizei übergeben. Wie das Sächsische Staatsministerium der Finanzen mitteilt, wurden rund 23 Millionen Euro in den Neubau investiert. Das dreigeschossige Gebäude in der Stauffenbergstraße bietet auf rund 2.400 Quadratmetern Nutzfläche Platz für Wache, Streifen- und Kriminaldienst, Gewahrsam sowie Besprechungs- und Schulungsräume. Künftig arbeiten dort rund 140 Beschäftigte. Streifen- und Kriminaldienst werden erstmals an einem Standort zusammengeführt. Der Neubau verfügt über begrünte Dächer, eine Photovoltaikanlage sowie einen barrierefreien Zugang mit taktilem Leitsystem. Zum Ensemble gehören außerdem Nebengebäude, ein geschützter Polizeihof und Stellplätze für Einsatzfahrzeuge.


Leipzig: Torgauer Platz wird für 8,7 Millionen Euro umgebaut

Der Torgauer Platz sowie angrenzende Abschnitte der Torgauer Straße und Eisenbahnstraße sollen ab 2027 umfassend umgestaltet werden. Wie die Stadt Leipzig mitteilt, belaufen sich die Kosten auf 8,7 Millionen Euro, davon trägt die Stadt rund 5,8 Millionen Euro. Der Stadtrat muss dem Vorhaben noch zustimmen. Geplant sind die Erneuerung von Gleisen, Fahrleitungen, Fahrbahnen und Gehwegen sowie der barrierefreie Ausbau der Haltestellen. Zudem entstehen beidseitige Radfahrstreifen entlang der Torgauer Straße und der Eisenbahnstraße. Die Gleisanlagen werden bis zur Dornbergstraße für breitere Straßenbahnen ausgebaut. Im Zuge der Neugestaltung werden 14 Bäume gefällt und zunächst 24 neue gepflanzt. Außerdem sind Grünflächen, ein Trinkbrunnen, eine Mobilitätsstation, Fahrradbügel sowie eine neue LED-Straßenbeleuchtung vorgesehen. Die Bauarbeiten sollen im März 2027 beginnen und bis Ende Juni 2028 weitgehend abgeschlossen sein.


Berlin: Logistikflächenumsatz in Mitteldeutschland sinkt um 48 Prozent

Am Industrie- und Logistikimmobilienmarkt Mitteldeutschland wurden im ersten Halbjahr 2026 rund 127.400 Quadratmeter Flächen umgesetzt. Wie CBRE mitteilt, entspricht das einem Rückgang von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Leerstandsquote stieg in Halle/Leipzig von 9,5 auf 16,9 Prozent sowie im Marktgebiet A4 Thüringen von 5,3 auf 11 Prozent. Im Marktgebiet A4 Sachsen blieb sie mit 3,4 Prozent stabil, in Magdeburg sank sie von 8,9 auf 7,5 Prozent. Die Spitzenmieten blieben in den meisten Teilmärkten unverändert. Sie lagen in Halle/Leipzig bei 6,00 Euro, in A4 Thüringen bei 5,80 Euro und in Magdeburg bei 5,50 Euro je Quadratmeter. Im Marktgebiet A4 Sachsen stieg die Spitzenmiete leicht auf 6,20 Euro je Quadratmeter. Für das zweite Halbjahr erwartet CBRE eine Belebung des Marktes, insbesondere an den Standorten Leipzig, Halle und Dresden.


Torgau: Glaskompetenzzentrum für 34 Millionen Euro entsteht

In Torgau entsteht ein neues Glaskompetenzzentrum, das berufliche Ausbildung, Forschung und industrielle Praxis unter einem Dach bündeln soll. Wie Drees & Sommer mitteilt, investiert der Landkreis Nordsachsen rund 34 Millionen Euro in das Vorhaben. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant. Der Gebäudekomplex umfasst rund 3.300 Quadratmeter und bietet auf insgesamt 5.300 Quadratmetern Geschossfläche Lehrwerkstätten, Labore sowie Versuchs- und Pilotanlagen. Herzstück ist ein Spezialschmelzofen, an dem klimafreundlichere Verfahren der Glasproduktion erforscht werden sollen. Drees & Sommer plant die Ausstattung der Werkstätten und Forschungslabore. Die Bauarbeiten laufen seit April 2026. In einem zweiten Bauabschnitt soll ab 2027 zudem ein Internat mit 42 Plätzen entstehen. Finanziert wird das Projekt überwiegend aus dem EU-Strukturfonds Just Transition Fund.

 

 

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