Dresden: Planung für neue Carolabrücke geht in nächste Phase
Das Planungsteam CAROLA 3.0 aus FHECOR Deutschland und TSSB architekten hat den Auftrag zur Fortführung der Planung der Dresdner Carolabrücke erhalten. Oberbürgermeister Dirk Hilbert unterzeichnete den Vertrag am 10. September. Anfang 2027 soll ein genehmigungsreifer Entwurf mit den statischen, konstruktiven und architektonischen Details vorliegen. In den kommenden Monaten werden unter anderem Verkehrsanlagen, Gleise, ÖPNV sowie Leitungen für Fernwärme, Kommunikation und Strom abgestimmt. Einbezogen werden außerdem das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt sowie die zuständigen Umwelt-, Naturschutz-, Hochwasserschutz- und Denkmalschutzbehörden. Das Brückenareal liegt in einem geschützten FFH-Gebiet, wodurch unter anderem Anforderungen an Baustellenlogistik und Artenschutz berücksichtigt werden müssen. Der Dresdner Stadtrat hatte sich am 3. September mit 39 zu 31 Stimmen für den Entwurf von CAROLA 3.0 entschieden. Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Das Planungsteam startet nun mit der zweiten Planungsphase. Nach Erteilung der Baugenehmigung sollen die Ausschreibungsunterlagen erstellt werden. Die Ausschreibung könnte nach Angaben der Stadt im Herbst 2027 beginnen, der Baustart ist für 2028 vorgesehen.
Dresden: Baugewerbe fordert Abbau auf 80.000 Landesstellen
Der Sächsische Baugewerbeverband (SBV) fordert einen deutlich stärkeren Personalabbau in der sächsischen Landesverwaltung. Bis 2035 soll die Zahl der Stellen nach Vorstellung des Verbandes auf 80.000 sinken. Der aktuelle Stellenplan für 2026 umfasst 96.109 Stellen. Anlass der Forderung ist der von der Staatsregierung geplante Stellenabbau. Der Entwurf für den Doppelhaushalt 2027/2028 sieht vor, in beiden Jahren zusammen 523 Stellen zu streichen. Bis 2040 sollen insgesamt 8.721 Stellen entfallen. Nach Angaben der Staatsregierung scheiden bis 2038 rund 37.000 Beschäftigte altersbedingt aus dem Landesdienst. Dem Baugewerbeverband geht dieser Abbau nicht weit genug. Neben einer verbindlichen Zielgröße verlangt er eine Überprüfung staatlicher Aufgaben, Zuständigkeiten und Verwaltungsebenen. Weniger Personal müsse mit strukturellen Veränderungen und kürzeren Verfahren verbunden werden. Die Staatsregierung hatte im April eine Modernisierungsagenda für die öffentliche Verwaltung beschlossen. Vorgesehen sind unter anderem die Bündelung von Aufgaben, strukturelle Veränderungen und eine stärkere Digitalisierung.
Dresden: Stadtrat beschließt kommunalen Wärmeplan
Der Dresdner Stadtrat hat den kommunalen Wärmeplan beschlossen und dabei die Zahl der Prüfgebiete ausgeweitet sowie den Maßnahmenplan angepasst. Die grundlegende Ausrichtung und wesentliche Maßnahmen blieben nach Angaben der Stadt erhalten. Der Wärmeplan dient als strategische, rechtlich unverbindliche Grundlage für die künftige Wärmeversorgung und schreibt Eigentümern keine konkrete Heiztechnologie vor. Eine bereits umgesetzte Maßnahme ist der Digitale Energielotse. Das im Juni 2026 überarbeitete Angebot wurde nach Angaben der Stadt bislang mehr als 4.000-mal aufgerufen. Es informiert Gebäudeeigentümer unter anderem zu Wärmeversorgung, energetischer Sanierung, Heizungstausch und Fördermöglichkeiten. Am häufigsten wurde bislang der Wärmepumpen-Check genutzt. Der Wärmeplan soll eine gebietsbezogene Orientierung zur künftigen Wärmeversorgung geben, ersetzt jedoch keine individuelle Energieberatung. Welche Lösung für eine Immobilie infrage kommt, hängt unter anderem von Sanierungsstand, Wärmebedarf, Standort und der weiteren Entwicklung der Energieinfrastruktur ab. Bereits der Entwurf sah für Gebiete mit noch offenen technischen oder wirtschaftlichen Fragen Prüfgebiete vor.
Halle (Saale): Sachsen-Anhalts Wirtschaft wächst erstmals seit 2022 wieder
Die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt ist im ersten Halbjahr 2026 preisbereinigt um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen. Damit weist das Land nach Angaben des Statistischen Landesamtes erstmals seit 2022 in einer Halbjahresrechnung wieder ein reales Wachstum aus. Nominal erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt um 2,9 Prozent. Das Wachstum blieb unter dem bundesweiten Plus von 0,9 Prozent, lag aber über dem Durchschnitt der ostdeutschen Länder ohne Berlin von 0,3 Prozent. Im Ländervergleich reichte die Entwicklung von minus 0,8 Prozent in Thüringen bis zu plus 1,8 Prozent in Hessen. Sachsen verzeichnete einen Rückgang um 0,3 Prozent. Positive Impulse kamen in Sachsen-Anhalt vor allem aus dem Verarbeitenden Gewerbe und dem Kfz-Handel. Dort entwickelten sich die Umsätze preisbereinigt positiv. Rückgänge registrierte das Statistische Landesamt dagegen im Baugewerbe, im Einzelhandel, bei den Unternehmensdienstleistungen und im Gastgewerbe.
Leipzig: LWB baut 97 Wohnungen in Reudnitz-Thonberg
Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) hat den Grundstein für 97 Wohnungen an der Judith-Auer-Straße im Ortsteil Reudnitz-Thonberg gelegt. Der neungeschossige Neubau entsteht nahe Botanischem Garten und Universitätsklinikum. Die Bauarbeiten laufen seit Ende März, die Fertigstellung ist für Oktober 2028 vorgesehen. Geplant sind Ein- bis Fünf-Raum-Wohnungen für unterschiedliche Zielgruppen. 66 der 97 Wohnungen werden gefördert. Für Wohnungen des ersten Förderwegs beträgt die Kaltmiete 6,90 Euro je Quadratmeter, für Einheiten des zweiten Förderwegs 8,97 Euro. Die LWB nutzt damit erstmals bei einem Neubau auch den zweiten Förderweg der Sozialen Wohnraumförderung. Zum Gebäude gehört zudem ein gemeinschaftlicher Dachgarten. Der Freistaat Sachsen unterstützt das Projekt über die Förderung Gebundener Mietwohnraum mit rund vier Millionen Euro. Die Stadt Leipzig steuert 380.000 Euro für die Wohnungen des ersten Förderwegs sowie 100.000 Euro für naturbasierte Lösungen bei. Hinzu kommt ein zinsgünstiger Kredit der Entwicklungsbank des Europarates (CEB) über 19,8 Millionen Euro. Generalunternehmer ist GP Papenburg Hochbau. Neben der Judith-Auer-Straße hat die LWB derzeit Neubauprojekte in der Johannisallee, Wunderlichstraße, Plovdiver Straße, Grünauer Allee und Essener Straße im Bau. Insgesamt entstehen an den sechs Standorten 600 Wohnungen.
Leipzig: Apoprojekt eröffnet Standort für gewerblichen Innenausbau
Apoprojekt erweitert seine Präsenz in der Region Nord/Ost und eröffnet einen Standort in Leipzig. Von dort aus will das auf Bauen im Bestand spezialisierte Unternehmen sein Geschäft in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ausbauen. Der Schwerpunkt liegt auf dem gewerblichen Innenausbau. Bundesweit ist Apoprojekt damit an acht Standorten vertreten. Den Aufbau in Leipzig übernimmt Constantin Paffhausen als Leiter Mieterausbau. Der Bauingenieur ist seit 2018 mit Unterbrechung für Apoprojekt tätig und verantwortet künftig den Aufbau des Teams und des regionalen Netzwerks sowie die Akquisition und Umsetzung von Innenausbauprojekten. Mit dem neuen Standort will Apoprojekt insbesondere die Transformation gewerblich genutzter Bestandsimmobilien in der Region begleiten.
Pirna: WGP setzt Sanierung im Wiesenquartier fort
Die Städtische Wohnungsgesellschaft Pirna (WGP) hat ihrem Wohngebiet am Robert-Klett-Ring und an der Walter-Richter-Straße im Stadtteil Copitz den Namen Wiesenquartier gegeben. Der Bestand umfasst rund 200 Wohnungen. Für 2027 ist die Sanierung der Fassaden an der Walter-Richter-Straße 9 bis 19 geplant. Bereits in diesem Jahr hat die WGP die Fassadensanierung der Gebäude Robert-Klett-Ring 1 und Walter-Richter-Straße 7 abgeschlossen. An den beiden über Eck stehenden Giebeln entstand ein großflächiges Wandbild mit Motiven der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Eine integrierte Gedenktafel erinnert an den Ornithologen Gerhard Creutz. Die Gestaltung übernahm das Unternehmen Fassadengestaltung Dresden. Die Wohngebäude aus den frühen 1980er-Jahren wurden bereits in den 1990er-Jahren umfassend saniert. Seither hat die WGP unter anderem Wege, Parkplätze und einen Spielplatz angelegt. Die Straßen im Quartier sind vom Durchgangsverkehr freigehalten. In diesem Jahr kamen eine Vogelschutzhecke an der Walter-Richter-Straße 15 bis 19 und eine Elektroauto-Ladestation hinzu.
Die Städtische Wohnungsgesellschaft Pirna (WGP) hat ihrem Wohngebiet im Stadtteil Copitz den Namen Wiesenquartier gegeben.

Foto: WGP
Halle (Saale): Unternehmensinsolvenzen in Sachsen-Anhalt steigen um 4,8 Prozent
In Sachsen-Anhalt wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 1.784 Insolvenzanträge gestellt. Das waren 43 Anträge beziehungsweise 2,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stieg dagegen um 4,8 Prozent auf 238. Das teilte das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mit. Den größten Anteil machten Verbraucherinsolvenzen aus: Mit 1.283 Anträgen entfielen 71,9 Prozent aller Verfahren auf Privatpersonen. Ihre Zahl sank gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 28. Die voraussichtlichen Forderungen aus sämtlichen beantragten Insolvenzverfahren beliefen sich auf rund 1,52 Milliarden Euro. Im Juli setzte sich der Anstieg bei den Unternehmensinsolvenzen fort. Mit 51 Anträgen wurden 20 mehr registriert als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen sank dagegen um zwölf auf 225. Die meisten Insolvenzanträge im ersten Halbjahr entfielen auf Magdeburg mit 242 Verfahren, gefolgt vom Landkreis Harz mit 204 und Halle (Saale) mit 185. Bundesweit stieg die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr um 6,7 Prozent auf 12.812. Die Gesamtzahl aller Insolvenzanträge nahm deutschlandweit um 3,1 Prozent auf 66.805 zu.
Ilmenau: Goldbeck übernimmt Betrieb des Mobility Hubs Terminal M
Goldbeck Parking Services hat im September 2026 den Betrieb des neuen Mobility Hubs Terminal M am Hauptbahnhof in Ilmenau übernommen. Der Managementvertrag mit der Stadt hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Bereits den Bau des Parkhauses hatte Goldbeck als Generalunternehmer verantwortet. Das rund 8.000 Quadratmeter große Gebäude wurde innerhalb von eineinhalb Jahren in systematisierter Bauweise errichtet. Auf neun Ebenen bietet es 216 Pkw- und 16 Motorradstellplätze sowie 375 Fahrradstellplätze. Für Elektrofahrzeuge sind 44 Ladepunkte vorgesehen. Die Ladeinfrastruktur kann auf bis zu 104 Ladepunkte erweitert werden. Goldbeck setzt beim Betrieb auf ein schrankenloses Parksystem mit automatischer Kennzeichenerkennung. Zum Leistungsumfang gehören außerdem Kundenservice, Wartung, bargeldlose Zahlungsabwicklung, Dauerparkverwaltung sowie Reinigung und Pflege des Gebäudes. Mit dem Terminal M bündelt die Stadt Ilmenau Parkmöglichkeiten für Autos und Fahrräder am Hauptbahnhof und schafft damit einen Umsteigepunkt zwischen Individualverkehr, Bus und Bahn.
Goldbeck Parking Services hat im September 2026 den Betrieb des neuen Mobility Hubs Terminal M am Hauptbahnhof in Ilmenau übernommen.


