Maulburg: BImA lässt 73 Wohnungen schlüsselfertig errichten
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hat Richtfest für vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 73 Wohnungen an der Alemannenstraße in Maulburg gefeiert. Die Fertigstellung ist für Herbst 2027 vorgesehen. 17 der Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen werden barrierefrei ausgeführt. Das Projekt ist Teil der Wohnraumoffensive des Bundes und wird erstmals von der BImA über ein Bauträgermodell realisiert. Die Bundesanstalt tritt nicht selbst als Bauherrin auf, sondern erwirbt die vier Gebäude schlüsselfertig von der Immvest-Maulburg GmbH. Generalunternehmer ist Dreßler Bau. Die Gebäude werden im Energiestandard EH 40 errichtet und an ein Nahwärmenetz angeschlossen. Auf den begrünten Dächern sind Photovoltaikanlagen vorgesehen. Zum Projekt gehört außerdem eine Tiefgarage. Die Wohnungen werden zunächst Bundesbediensteten im Rahmen der Wohnungsfürsorge angeboten. Nicht darüber vergebene Einheiten sollen anschließend zu gleichen Konditionen auf dem freien Markt vermietet werden.
Münster: Landmarken kauft Grundstück für 115 Wohnungen und Hotel am Stadthafen
Die Landmarken AG hat von den Stadtwerken Münster ein rund 10.000 Quadratmeter großes Grundstück am Stadthafen gekauft. Auf der Brachfläche zwischen Hafenweg und Hafenbecken plant das Unternehmen ein gemischt genutztes Quartier mit Wohnungen, Hotel, Büros, Gewerbe und Gastronomie. Vorgesehen sind drei sechsgeschossige Gebäude mit insgesamt 115 Wohnungen und rund 10.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Rund ein Drittel der Wohnfläche soll öffentlich gefördert werden. Hinzu kommen Gewerbeflächen in den Erdgeschossen und eine Tiefgarage mit mehr als 200 Stellplätzen. Auf dem östlichen Teil des Grundstücks ist ein Hotel mit bis zu 200 Zimmern und einer öffentlich zugänglichen Rooftop-Bar geplant. Ein weiteres Gebäude soll Gastronomie und Büroflächen aufnehmen. Direkt am Hafenbecken ist zudem ein öffentlicher Platz vorgesehen. Landmarken hatte sich in einem Investorenauswahlverfahren der Stadtwerke Münster durchgesetzt. Der Entwurf stammt von Kleihues + Kleihues. Planungsrechtliche Grundlage soll der Bebauungsplan Nr. 600 Stadthafen Nord werden, der sich derzeit in der finalen Erarbeitungsphase befindet.
Berlin: Velero verkauft Wärmeportfolio für 6.000 Wohnungen an FASTR
Velero hat seine Tochtergesellschaften Velero Energy Services und Contherma an den Energiecontracting-Anbieter FASTR verkauft. Der Share Deal wurde am 30. September abgeschlossen. Zum Wärmeportfolio gehören rund 6.000 Wohneinheiten sowie bestehende Fernwärme- und Contractingverträge mit Drittanbietern. FASTR übernimmt im Rahmen einer langfristigen Partnerschaft die Modernisierung und den Betrieb der Wärmeversorgungsanlagen im Velero-Portfolio. Die Anlagen sollen schrittweise modernisiert und die Wärmeversorgung dekarbonisiert werden. Velero bleibt nach dem Verkauf in die strategischen Entscheidungen über künftige Investitionen und Modernisierungsmaßnahmen eingebunden. Angaben zum Kaufpreis machten die Unternehmen nicht.
Stralsund: Aroundtown modernisiert HanseDom und Hotel
Aroundtown plant eine umfassende Modernisierung des HanseDom und des angeschlossenen Hotels in Stralsund. Für das Hotel wurde ein neuer Mietvertrag mit Sunday Hotels geschlossen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich Anfang 2028 abgeschlossen sein. Alle 114 bestehenden Hotelzimmer werden renoviert. Zusätzlich sollen durch die Umwandlung bisheriger Büroflächen weitere Zimmer entstehen. Auch das Erdgeschoss wird neu gestaltet. Vorgesehen sind unter anderem digitale Check-in-Angebote, Co-Working-Flächen, modernisierte Tagungsräume sowie ein neues Restaurant mit Bar und Terrasse. Für die Arbeiten wird das Hotel vorübergehend vollständig geschlossen. Im HanseDom plant Aroundtown unter anderem neue Rutschen, ein neues Gastronomiekonzept sowie die Modernisierung mehrerer Pools und des Fitnessbereichs. Zudem sollen die technischen Anlagen erneuert und die Energieeffizienz verbessert werden. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Hotel unter Sunday Hotels wiedereröffnet.
Berlin: Leonardo übernimmt drei ehemalige Revo-Hotels mit 735 Zimmern
Leonardo Hotels hat zum 1. Oktober drei ehemalige Revo-Hotels in München, Hannover und Braunschweig übernommen. Insgesamt erweitert die Hotelgruppe ihr Deutschlandportfolio damit um 735 Zimmer. In Braunschweig ist Leonardo erstmals vertreten. In München wird das ehemalige HYPERION Hotel künftig als Leonardo Royal Munich Bavaria Towers geführt. Das Haus im Bogenhausener Tor-Komplex verfügt über 341 Zimmer und Studios sowie rund 700 Quadratmeter Konferenz- und Veranstaltungsfläche. Es ist der zwölfte Standort der Gruppe in München. Das ehemalige Intercity Hotel Hannover Hauptbahnhof Ost wird zum Leonardo Hannover City Center. Das 14-geschossige Hotel mit 220 Zimmern gehört zum Portfolio von Real I.S. und ist das vierte Leonardo-Haus in Hannover. Mit dem Leonardo Braunschweig City Center übernimmt die Gruppe zudem ein weiteres ehemaliges Intercity Hotel. Das Haus am Hauptbahnhof verfügt über 174 Zimmer und vier Tagungsräume.
München: Economy-Marken treiben Expansion im deutschen Hotelmarkt
Das Wachstum im deutschen Markenhotelmarkt konzentriert sich zunehmend auf das Economy-Segment. Laut dem aktuellen Ranking der PKF hospitality group kamen dort gegenüber dem Vorjahr 44 Hotels und 4.388 Zimmer hinzu. Damit entfallen inzwischen 32,6 Prozent der erfassten Zimmer auf Economy-Marken. Größte Hotelmarke in Deutschland bleibt B&B HOTELS mit 240 Häusern und 24.731 Zimmern. Gegenüber dem Vorjahr kamen 15 Hotels hinzu. Nach Anzahl der Häuser folgen Best Western mit 123, Mercure mit 87 und Premier Inn mit 68 Standorten. Das stärkste Wachstum innerhalb eines Jahres verzeichnet Garner. Die IHG-Marke erhöhte ihr Portfolio von 18 auf 41 Häuser. Im Fünfjahresvergleich fällt vor allem die Expansion von Premier Inn auf: Seit 2022 stieg die Zahl der Häuser von 36 auf 68, die Zimmerkapazität von 6.155 auf 12.423. Während das Economy-Segment wächst, verlieren einige etablierte Marken Standorte. Seit 2022 sank die Zahl der Häuser bei ibis um 24 Prozent, bei Best Western um 20 Prozent und bei Mercure um elf Prozent. Das Midscale-Segment bleibt mit einem Anteil von 34,5 Prozent an den Zimmern dennoch das größte Segment.
Wetzlar: Peter Gross Bau errichtet Förderschule für 21 Millionen Euro
Peter Gross Bau realisiert für den Lahn-Dill-Kreis den Ersatzneubau der Friedrich-Fröbel-Schule in Wetzlar. Die Bauarbeiten für die Förderschule haben im September begonnen, die Fertigstellung ist für November 2027 vorgesehen. Das Auftragsvolumen beträgt rund 21 Millionen Euro. Der zweigeschossige Neubau umfasst rund 13.165 Quadratmeter Bruttogeschossfläche und besteht aus vier Gebäuden, die sich um einen Innenhof gruppieren. Das Erdgeschoss wird in Stahlbetonbauweise errichtet, für das Obergeschoss kommt eine Holzkonstruktion aus Brettsperrholz zum Einsatz. Geplant sind Lern- und Therapieräume, eine kleine Sporthalle, Verwaltungsflächen sowie ein Gebäude mit Parkdeck. Für die Energieversorgung sind Erdwärme und Wärmepumpen sowie eine Photovoltaikanlage vorgesehen. Hinzu kommen begrünte Dächer, Regenwasserzisternen und Rigolen. Die Außenanlagen umfassen rund 21.000 Quadratmeter.
München: Fertigstellungen von Logistikimmobilien gehen weiter zurück
Die Fertigstellung neuer Logistikflächen in Deutschland dürfte 2026 erneut zurückgehen. Nach rund 4,5 Millionen Quadratmetern im Jahr 2025 kamen im ersten Halbjahr 2026 rund 1,84 Millionen Quadratmeter hinzu. Das geht aus der Kurzstudie „Logistik und Immobilien 2026“ von bulwiengesa hervor. Als Gründe nennt das Analysehaus unter anderem zeitlich gestreckte Projekte und selektivere Projektstarts.
Bei den Flächenumsätzen zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. Düsseldorf erreichte im ersten Halbjahr rund 268.000 Quadratmeter und übertraf damit bereits den Umsatz des gesamten Vorjahres. Hamburg folgte mit rund 233.000 Quadratmetern, Köln mit rund 182.000 Quadratmetern. Die gemittelte Spitzenmiete in den A-Standorten einschließlich Rhein-Ruhr blieb bei rund 8,90 Euro pro Quadratmeter. Die gemittelte Spitzenrendite erhöhte sich gegenüber dem vorherigen Vergleichszeitraum leicht von 4,6 auf 4,7 Prozent. Zusätzliche Flächennachfrage registriert bulwiengesa aus dem Defence-Sektor sowie von asiatischen Unternehmen. Defence-bezogene Bedarfe betreffen neben Logistikflächen zunehmend Produktions- und technisch spezialisierte Immobilien. Als verstärkt auftretende asiatische Nutzer nennt die Studie unter anderem Goodcang Logistics, JD Logistics und SK Express.
Frankfurt am Main: 65 Prozent der Einzelhändler planen zusätzliche Filialen
65 Prozent der europäischen Einzelhändler wollen ihr Filialnetz in naher Zukunft ausbauen. Europaweit könnten dadurch nach Abzug geplanter Schließungen bis zu 8.000 zusätzliche Geschäfte entstehen. Das geht aus dem European Retail Occupier Survey 2026 von CBRE hervor, für den mehr als 70 europaweit und weltweit tätige Handelsunternehmen befragt wurden. 91 Prozent der Befragten bezeichnen den stationären Handel als Kernbestandteil ihrer Unternehmensstrategie. 93 Prozent wollen ihre Geschäfte mindestens in der bisherigen Größe erhalten oder vergrößern. Bei der Standortsuche liegen regionale Einkaufszentren mit 72 Prozent vor Fachmarktzentren mit 53 Prozent und innerstädtischen Einkaufsstraßen mit 52 Prozent. Parallel nimmt der Einsatz künstlicher Intelligenz zu. 52 Prozent der befragten Unternehmen haben bereits KI-Lösungen eingeführt, gegenüber 25 Prozent im Jahr 2024. Weitere 43 Prozent prüfen den Einsatz. Am häufigsten wird KI für personalisierte Produktempfehlungen und Chatbots im Kundenservice genutzt. Die befragten Unternehmen betreiben zusammen weltweit rund 150.000 Filialen.
Bielefeld: PAREF kauft zwei Handelshof-Immobilien in Nordrhein-Westfalen
PAREF Gestion hat für den Fonds SCPI PAREF Prima zwei Handelsimmobilien in Bielefeld und Hamm erworben. Beide Objekte sind vollständig an die Edeka-Tochter Handelshof vermietet. Die feste Restlaufzeit der Mietverträge beträgt jeweils 7,5 Jahre.
Die Immobilie in Hamm verfügt über rund 13.000 Quadratmeter Mietfläche auf zwei Etagen und 280 Stellplätze. Der Standort in Bielefeld umfasst rund 7.300 Quadratmeter Mietfläche sowie 109 Pkw-Stellplätze. Mit den beiden Ankäufen erweitert PAREF Prima sein Portfolio im deutschen Nahversorgungssegment. Der Fonds hielt Ende Juni 2026 insgesamt 77 Immobilien im Wert von 963 Millionen Euro. Die PAREF-Gruppe verwaltet in Deutschland ein Immobilienvermögen von knapp einer Milliarde Euro. Der Verkäufer und die Kaufpreise wurden nicht genannt. JLL beriet die Verkäuferseite.
Frankfurt am Main: Westend Bank übernimmt Immobilien-Investmentgeschäft von ABN Amro
Die Westend Real Assets GmbH, eine Tochter der Westend Bank, übernimmt den Geschäftsbereich Real Estate Investment Management von ABN Amro. Damit steigt die Westend Bank in das Geschäft mit institutionellen Immobilieninvestments ein.
Die Geschäftsaktivitäten sowie die 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wechseln zu Westend Real Assets. Auch bestehende Mandate und Ansprechpartner werden übernommen. Das Team betreut derzeit mehr als 30 institutionelle Investoren im deutschsprachigen Raum und verwaltet in fünf Spezialfonds Immobilien im Wert von 725 Millionen Euro. Die Investmentstrategien umfassen unter anderem Lebensmittel-Einzelhandelsimmobilien, ambulante Gesundheitsimmobilien und Rechenzentren. Künftig soll die Plattform weiter ausgebaut werden, unter anderem im Wohnsegment. Die Westend Bank mit Sitz in Frankfurt am Main befindet sich vollständig im Besitz der Familie Hopp.
Düsseldorf: BBR und plenovia mieten 900 Quadratmeter in den Twin Cubes
Die Wirtschaftskanzlei Buchalik Brömmekamp Rechtsanwaltsgesellschaft und die Unternehmensberatung plenovia mieten gemeinsam rund 900 Quadratmeter Bürofläche in den Twin Cubes am Heerdter Lohweg 53 in Düsseldorf-Heerdt. Der Mietvertrag läuft über zehn Jahre. Aengevelt vermittelte die Flächen. Die beiden Schwestergesellschaften sind seit 25 Jahren in Düsseldorf-Heerdt ansässig und bleiben damit dem Stadtteil treu. Der Anmietung ging eine Prüfung des bisherigen Standorts und alternativer Flächen im linksrheinischen Düsseldorf voraus. Die Twin Cubes verfügen über mehr als 14.000 Quadratmeter Nutzfläche. Vermieter sind die Deutsche Rückversicherung und die VöV Rückversicherung, die dort selbst rund 7.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche als Hauptsitz nutzen. Im Gebäude stehen derzeit noch rund 3.500 Quadratmeter Bürofläche zur Verfügung.
Bremen: Logistikleerstand sinkt auf 3,1 Prozent
Der Bremer Logistikimmobilienmarkt erreicht 2026 einen Flächenbestand von rund 3,51 Millionen Quadratmetern. Gleichzeitig hat sich der Leerstand gegenüber dem Vorjahr nahezu halbiert und liegt bei 108.700 Quadratmetern beziehungsweise 3,09 Prozent. Das geht aus dem Immobilienmarkt-Report 2026 der WFB Wirtschaftsförderung Bremen hervor. Der Flächenumsatz sank auf 162.100 Quadratmeter nach 325.700 Quadratmetern im Vorjahr. Neben der Nachfrageentwicklung führt die WFB dies auf das begrenzte Flächenangebot zurück. Die Durchschnittsmiete im Bestand liegt bei 5,65 Euro pro Quadratmeter. Für moderne Neubauten in Top-Lagen wie dem GVZ Bremen oder dem Gewerbepark Hansalinie werden Spitzenmieten zwischen 6,75 und 7,10 Euro erreicht. Am Büromarkt lag der Flächenumsatz 2025 bei rund 70.000 Quadratmetern. Für 2026 werden 60.000 bis 90.000 Quadratmeter erwartet. Der Leerstand soll von 5,5 Prozent Ende 2025 auf 6,3 Prozent beziehungsweise rund 243.000 Quadratmeter steigen. Die Spitzenmiete lag Ende 2025 bei 16,50 Euro pro Quadratmeter. Der gewerbliche Investmentmarkt erreichte 2025 ein Transaktionsvolumen von 323,2 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 121,7 Millionen Euro umgesetzt. Für Büroimmobilien in zentralen Lagen prognostiziert der Report 2026 eine Nettoanfangsrendite von 5,7 Prozent.
Bottrop: Vivawest investiert 6,5 Millionen Euro in Modernisierung von 48 Wohnungen
Vivawest hat die energetische Modernisierung von neun Mehrfamilienhäusern mit 48 Wohnungen im Quartier Grafenwald in Bottrop abgeschlossen. Das Wohnungsunternehmen investierte rund 6,5 Millionen Euro in die seit Dezember 2024 laufenden Arbeiten. In den Gebäuden an der Schneiderstraße und Töpferstraße wurden unter anderem die bisherigen Heizungsanlagen durch Luft-Wasser-Wärmepumpen ersetzt. Fassaden, Dächer und Decken wurden gedämmt sowie Heizkörper, Fenster und Türen erneuert. Zusätzlich installierte Vivawest Photovoltaikanlagen auf den Dächern. Nach Angaben des Unternehmens verbessert sich die Energieeffizienzklasse der Gebäude dadurch von E auf A+. Die Emissionen sollen um fast 90 Prozent sinken. Erneuert wurden außerdem die Balkone, einige Erdgeschosswohnungen erhielten erstmals Terrassen. Alle 48 Wohnungen bleiben öffentlich gefördert und langfristig mietpreisgebunden. Für die Modernisierung wurden ebenfalls Landesfördermittel eingesetzt.
Berlin: Rahmenvertrag für Hertzallee Nord mit vier Hochhäusern unterzeichnet
Die Projekt Berlin Hertzallee GmbH von Reiß & Co. und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen haben einen städtebaulichen Rahmenvertrag für die Weiterentwicklung der Hertzallee Nord unterzeichnet. Auf dem Areal nördlich der Hertzallee am Bahnhof Zoologischer Garten soll auf rund 150.000 Quadratmetern Geschossfläche ein Quartier mit universitären Nutzungen, Büros und Wohnungen entstehen. Der städtebauliche Entwurf sieht vier Hochhäuser mit Höhen zwischen 75 und 110 Metern vor. Für die TU Berlin sind mehrere neue Gebäude geplant. Auf Flächen der Projekt Berlin Hertzallee GmbH sollen zwei Hochhäuser mit rund 54.500 Quadratmetern Bruttogeschossfläche für Büros und Gewerbe entstehen. Auf landeseigenen Grundstücken sind außerdem 500 Studierendenapartments und 210 Wohnungen vorgesehen. Voraussetzung für die Entwicklung der Büro- und Wohnflächen ist die Verlagerung der bestehenden Bus-Betriebsendhaltestelle der BVG. Geplant ist eine neue eingehauste und elektrifizierte Halle auf dem Grundstück der Projektgesellschaft. Der Senat hatte den städtebaulichen Rahmenplan bereits 2022 beschlossen. Nach Abschluss der notwendigen städtebaulichen Verträge soll das Bebauungsplanverfahren zur Schaffung des Baurechts abgeschlossen werden.
Berlin: Bob W mietet 285 Serviced Apartments am Alexanderplatz
Aroundtown vermietet 285 Serviced Apartments in der Karl-Liebknecht-Straße 33 am Berliner Alexanderplatz an Bob W. Der Mietvertrag läuft über 15 Jahre und enthält eine Verlängerungsoption. Die Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2026 geplant. Aroundtown wandelt dafür ein ehemaliges Bürogebäude in Serviced Apartments um. Alle Einheiten erhalten eine eigene Kitchenette. Ergänzt werden sie durch Co-Working-Flächen, eine Lounge, eine Waschküche sowie Pkw- und Fahrradstellplätze. Bob W richtet die Apartments auf Aufenthalte von wenigen Nächten bis zu mehreren Wochen aus. Für den Betreiber ist es nicht die erste Zusammenarbeit mit Aroundtown: Bereits am Königswall in Dortmund betreibt Bob W ein Objekt des Immobilienunternehmens.
Hamburg: Abriss für Logistikpark mit 77.000 Quadratmetern startet
Urban Partners und HIH Invest haben mit den Abrissarbeiten für den Logistikpark TRIPORT HAMBURG-HARBURG an der Seehafenstraße 24 begonnen. Auf dem Brownfield-Areal im Hamburger Hafen sollen rund 77.000 Quadratmeter Mietfläche in drei Bauteilen entstehen. Four Parx entwickelt das Projekt im Rahmen eines Forward Fundings. Geplant sind rund 64.000 Quadratmeter Hallenfläche, darunter etwa 54.700 Quadratmeter Lagerfläche sowie 6.600 Quadratmeter Mezzanine- und 2.700 Quadratmeter Bürofläche. Hinzu kommen rund 14.000 Quadratmeter Außenfläche. Etwa 45.000 Quadratmeter Mietfläche sind bereits langfristig vergeben. Die noch verfügbaren Flächen können ab rund 6.500 Quadratmetern angemietet werden. Das Grundstück ist über Straße, Schiene und Wasser angebunden und verfügt über einen eigenen Schiffsanleger an der Elbe. Urban Partners und HIH Invest hatten das Projekt im Juni 2026 im Rahmen ihres Joint Ventures erworben. Für den Logistikpark wird eine DGNB-Gold-Zertifizierung angestrebt. Vorgesehen sind außerdem eine Photovoltaikanlage mit 6,1 Megawatt Leistung und rund 45 Ladesäulen.
Stapelfeld: Baugenehmigung für 24.200 Quadratmeter großen Gewerbepark erteilt
Propel Industrial hat die Baugenehmigung für einen rund 24.200 Quadratmeter großen Gewerbepark im Minerva Park in Stapelfeld bei Hamburg erhalten. Das Projekt entsteht gemeinsam mit Invesco Real Estate im Rahmen der Propel Logistics Platform. Goldbeck übernimmt die Realisierung als Generalunternehmer. Auf dem rund 50.000 Quadratmeter großen Grundstück sind vier kombinierbare Halleneinheiten geplant. Davon entfallen rund 20.000 Quadratmeter auf Hallenflächen, 2.300 Quadratmeter auf Mezzanine- und 1.700 Quadratmeter auf Büroflächen. Vorgesehen sind 24 Laderampen und vier ebenerdige Tore. Das Energiekonzept umfasst Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen und Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Für das Gebäude wird eine DGNB-Platin-Zertifizierung angestrebt. Die Vermarktung der Flächen hat begonnen. Die Fertigstellung und Bezugsfertigkeit ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen. Die von Propel Industrial und Invesco Real Estate aufgebaute Logistikplattform umfasst inzwischen neun Standorte in Deutschland und Österreich mit mehr als 200.000 Quadratmetern Gesamtmietfläche.
Köln: Ampega kauft DHL-Logistikstandort von Bauwens
Bauwens Development hat den neu entwickelten Logistikstandort in der Toyota-Allee in Köln-Marsdorf an eine Gesellschaft der Talanx AG verkauft. Die Eigentümergesellschaft wird von Ampega Asset Management vertreten und beraten. Nutzer der Immobilie ist DHL Express Deutschland. Das Unternehmen hat den Standort bereits übernommen, die letzten Arbeiten sollen bis Mitte beziehungsweise Ende Oktober abgeschlossen sein.
Auf dem rund 26.000 Quadratmeter großen Grundstück sind etwa 5.500 Quadratmeter Produktions- und Bürofläche entstanden. Die Sortieranlage ist für bis zu 6.000 Sendungen pro Stunde ausgelegt. Drei sogenannte Pick-up-and-Delivery-Finger ermöglichen der Zustellflotte einen direkten Zugang zum Gebäude. Die Infrastruktur ist für eine schrittweise Elektrifizierung des Betriebs vorbereitet. Zur technischen Ausstattung gehören eine Wärmepumpe und eine Photovoltaikanlage mit 350 Kilowattpeak. Das Dach wird begrünt. Bauwens strebt für die Immobilie eine DGNB-Gold-Zertifizierung sowie die Konformität mit der EU-Taxonomie an. Logivest vermittelte die Transaktion. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Bielefeld: Globus Baumarkt eröffnet auf ehemaligem Hellweg-Standort
Globus Baumarkt hat im Bielefelder Stadtteil Brackwede einen neuen Markt eröffnet. Das Unternehmen hat dafür den früheren Hellweg-Standort am Südring 100 übernommen und innerhalb von sechs Monaten umgebaut. Mit der Neueröffnung wächst das Filialnetz auf 91 Märkte, davon acht in Nordrhein-Westfalen. Der Standort verfügt einschließlich Gartencenter über mehr als 12.000 Quadratmeter Verkaufsfläche und rund 300 Stellplätze. Im Markt arbeiten 80 Beschäftigte. Zum Sortiment gehören nach Unternehmensangaben mehr als 60.000 Artikel aus den Bereichen Bauen, Wohnen und Garten. Im Zuge des Umbaus wurden unter anderem der Eingangsbereich und Teile der Außenanlagen neu gestaltet. Ergänzt wird der Markt durch acht Schnellkassen, Click & Collect, Zuschnitt- und Lieferservices sowie einen Maschinen- und Anhängerverleih.
München: R&S startet Vermietung für Büro-Pavillon im iCampus
R&S Immobilienmanagement hat mit der Vermietung des Büro-Pavillons im Neubauensemble i10 auf dem iCampus im Münchner Werksviertel begonnen. Der freistehende Neubau wird rund 2.780 Quadratmeter Bürofläche umfassen und soll bis 2028 fertiggestellt werden. Ende Oktober beginnen die Arbeiten am Untergeschoss. Der Pavillon entsteht auf einem rund 4.600 Quadratmeter großen Baufeld an der Ecke Ampfingstraße/Grafinger Straße. Zum i10 gehören außerdem zwei Hotelgebäude, die bereits an Premier Inn und Numa vermietet sind. Deren Untergeschosse sind im Rohbau weitgehend fertiggestellt, als Nächstes folgt der oberirdische Rohbau. Der Büro-Pavillon kann als eigenständiges Unternehmenshaus genutzt werden. Die Architektur des i10-Ensembles stammt von Beer Bembé Dellinger und HENN Architekten. Vorgesehen sind unter anderem großformatige Fenster, eine Fassade aus recyceltem Aluminium und Dachterrassen. Mit dem i10 wird die Entwicklung des iCampus abgeschlossen. Nach Fertigstellung soll das Quartier insgesamt rund 122.000 Quadratmeter Büro- und Gewerbeflächen umfassen.
Hamburg: HanseMerkur Grundvermögen legt sechsten Immobilienfinanzierungsfonds auf
Die HanseMerkur Grundvermögen hat den Private Real Estate Debt Fund VI aufgelegt. Der Fonds soll erstrangig besicherte Whole- und Senior Loans für Bestandsimmobilien in Deutschland, Österreich und der Schweiz vergeben. Das angestrebte Fondsvolumen liegt bei bis zu 500 Millionen Euro. Die erste Finanzierung wurde bereits abgeschlossen. Ein Unternehmen der Dr. Peters Gruppe erhält einen Green Loan über 40 Millionen Euro zur Refinanzierung des Holiday Inn Express Düsseldorf Airport. Das 2022 eröffnete Hotel verfügt über 324 Zimmer und wird von der tristar Hotelgruppe betrieben. Der Fonds konzentriert sich auf Cashflow-generierende Bestandsimmobilien. Zum Finanzierungsspektrum gehören Büro- und Wohnimmobilien, Nahversorgungscenter, Logistikobjekte, Mixed-Use-Immobilien und Hotels. Der Fonds ist als Artikel-8-Fonds gemäß EU-Offenlegungsverordnung klassifiziert. HanseMerkur Grundvermögen verwaltet nach eigenen Angaben rund sieben Milliarden Euro Immobilienvermögen, davon mehr als eine Milliarde Euro in Finanzierungsfonds. Bislang hat das Unternehmen Immobiliendarlehen über insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro vergeben.
München: ZAM Life erhält LEED Gold und DGNB Gold
Die Rosa-Alscher Group hat für das ZAM Life im Münchner Stadtquartier ZAM die Zertifizierungen LEED Gold und DGNB Gold erhalten. Zudem liegt für das Mixed-Use-Ensemble in Freiham die ESG-Verifikation nach EU-Taxonomie vor. Das ZAM Life umfasst rund 30.600 Quadratmeter Nutzfläche. Davon entfallen etwa 10.600 Quadratmeter auf Gastronomie und Einzelhandel. Hinzu kommen Wohnungen mit Größen zwischen rund 22 und 150 Quadratmetern. Das Gebäude ist Teil des rund 110.000 Quadratmeter Mietfläche umfassenden ZAM-Quartiers. Zum Energiekonzept gehören Geothermie, Fernwärme und Photovoltaikanlagen. Vorgesehen sind außerdem ein Mobility-Hub, Fahrradstellplätze mit Ladeinfrastruktur und E-Ladesäulen. Innerhalb des Quartiers wurde bereits das ZAM Spaces mit LEED Gold und DGNB Gold zertifiziert.
Berlin: smartments mietet 206 Serviced Apartments im Quartier FORTY4
smartments hat einen langfristigen Mietvertrag über 206 Serviced Apartments im Quartier FORTY4 in Berlin-Friedrichshain abgeschlossen. Das neue Haus entsteht an der Stralauer Allee und soll 2029 eröffnen. Eigentümer und Entwickler des Projekts ist ein Berliner Family Office. Die Apartments werden zwischen 18 und knapp 30 Quadratmeter groß und verfügen über Küche und Arbeitsplatz. Nahezu alle Einheiten erhalten einen Balkon oder eine Terrasse. Hinzu kommen eine rund 300 Quadratmeter große Lobby mit Gemeinschafts- und Arbeitsbereichen sowie ein begrünter Innenhof. Das gemischt genutzte Quartier FORTY4 umfasst rund 41.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche in fünf Gebäuden. Vorgesehen sind neben Hospitality auch Büros, Wohnungen und Gastronomie. smartments betreibt derzeit 16 Häuser mit rund 2.400 Apartments in Deutschland und Österreich. Für die weitere Expansion sucht das Unternehmen insbesondere in den sieben größten deutschen Städten sowie ausgewählten Sekundärstädten nach Neubau-, Bestands- und Konversionsprojekten mit rund 150 bis 250 Einheiten.
München: BMW-Stammwerk für Produktion von Elektrofahrzeugen umgebaut
Die BMW Group hat ihr Münchner Stammwerk mit umfangreichen Baumaßnahmen auf die Produktion von Elektrofahrzeugen vorbereitet. Drees & Sommer begleitete den Umbau mit Projektsteuerung sowie Bau- und BIM-Management. Die Abbrucharbeiten hatten im April 2023 begonnen, weniger als dreieinhalb Jahre später soll die Fahrzeugproduktion auf den neuen Anlagen starten. Die Arbeiten erfolgten bei laufender Produktion. BMW setzte dabei gemeinsam mit dem Generalübernehmer Porr und Drees & Sommer auf ein Partnering-Modell mit frühzeitiger Abstimmung von Planung und Ausführung. Lean-Construction-Methoden sollten Bauabläufe, Personal-, Maschinen- und Materialeinsatz koordinieren und Überschneidungen zwischen den Gewerken vermeiden. Für Planung und Bauausführung kamen zudem BIM-Modelle zum Einsatz. In den digitalen Gebäudemodellen wurden unter anderem Geometrien, Materialien sowie Anforderungen an Schall- und Brandschutz zusammengeführt. Konflikte zwischen einzelnen Planungen sollten so bereits vor der Ausführung erkannt werden.
Berlin: Covivio-Hochhaus 030BLN erreicht 133 Meter
Covivio hat beim Hochhausprojekt 030BLN am Berliner Alexanderplatz die finale Gebäudehöhe von 133 Metern erreicht. Der Gebäudekern des 33-geschossigen Hochhauses ist fertig, der Rohbau des Sockelgebäudes steht bereits. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant. Das 030BLN umfasst rund 60.000 Quadratmeter Mietfläche für Büros, Einzelhandel und Gastronomie sowie rund 300 Urban-Living-Einheiten. Nach Angaben von Covivio sind inzwischen rund 65 Prozent der Retailflächen vermietet. In die Fassade des Hochhauses wird eine Photovoltaikanlage integriert, eine weitere entsteht auf dem Dach. Insgesamt sollen 864 Module jährlich rund 120.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Für Wärme und Kühlung sind 54 thermisch aktivierte Bohrpfähle vorgesehen. Zum Nutzungskonzept gehören außerdem Flex-Office-Flächen, mehr als 20 Konferenz- und Meetingräume sowie eine rund 2.500 Quadratmeter große Dachterrasse. Ab 2029 soll eine öffentliche Passage zwischen dem 030BLN und dem benachbarten Park Inn den Alexanderplatz mit der Alexanderstraße verbinden.
Zug: Empira und Partners Group planen europäischen Living-Fonds mit einer Milliarde Euro
Empira und Partners Group legen mit der „Empira Pan-European Living Strategy“ eine neue geschlossene Immobilienstrategie auf. Angestrebt werden Eigenkapitalzusagen von einer Milliarde Euro. Investiert werden soll in Mehrfamilienwohnen, Studentenwohnen, Senior Living, Einfamilienhäuser und weitere Wohnformen in europäischen Metropolregionen. Kernmärkte sind Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. Geplant sind rund 20 bis 30 Investments. Etwa die Hälfte des Portfolios soll auf Mehrfamilienwohnen entfallen, die andere Hälfte unter anderem auf PBSA, Senior Living und Einfamilienhäuser. Neben Bestandsankäufen sind Projektentwicklungen, Sanierungen, Repositionierungen und energetische Modernisierungen vorgesehen. Der Fonds strebt eine Netto-IRR von mehr als zwölf Prozent an. Die maximale Verschuldung auf Portfolioebene soll während der Investitionsperiode bei 60 Prozent Loan-to-Cost liegen, die anfängliche Laufzeit beträgt sieben Jahre. Das Fundraising beginnt nach der Lancierung, ein erstes Closing ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen. Partners Group und Empira verwalten über ihre gemeinsame europäische Living-Plattform derzeit mehr als 14.500 Wohneinheiten in über 630 Assets und Projekten mit einem Bruttovermögenswert von rund 6,9 Milliarden Euro.
Düsseldorf: CTP startet Rückbau für 700-Millionen-Euro-Projekt
CTP hat mit den Abbrucharbeiten für den CTPark Düsseldorf im Stadtteil Rath begonnen. Auf dem rund 830.000 Quadratmeter großen ehemaligen Vallourec-Areal soll ein Multi-User-Gewerbepark mit rund 232.000 Quadratmetern Mietfläche entstehen. Das geplante Investitionsvolumen liegt bei mehr als 700 Millionen Euro. CTP hatte das ehemalige Industrieareal Ende 2024 vom Rohrhersteller Vallourec übernommen. Der überwiegende Teil der brachliegenden Bestandsgebäude wird nun zurückgebaut. Denkmalgeschützte Gebäude sollen teilweise erhalten und in die Neuentwicklung integriert werden. Geplant sind Flächen für Industrie, Produktion, Light Industrial sowie Forschung und Entwicklung. Erste Flächen sollen 2030 bezugsfertig sein. Nach Angaben von CTP handelt es sich um das bislang größte Projekt des Unternehmens in Deutschland und zugleich um dessen größtes Brownfield-Projekt.
Flörsheim am Main: OneWave mietet 3.200 Quadratmeter im Gewerbepark
Die OneWave GmbH hat im Gewerbepark an der Mariechen-Graulich-Straße 10–14a in Flörsheim am Main rund 3.200 Quadratmeter Hallen- und Bürofläche angemietet. Davon entfallen etwa 2.700 Quadratmeter auf Hallen- und 500 Quadratmeter auf Büroflächen. Realogis vermittelte den Mietvertrag. Eigentümer der 2015 errichteten Immobilie ist der paneuropäische Industrieimmobilien-Investmentmanager Boreal IM. Das Objekt umfasst insgesamt rund 17.800 Quadratmeter Mietfläche und ist mit dem Abschluss vollvermietet. OneWave mit Sitz in Sulzbach (Taunus) vertreibt koreanische Beauty- und Skincare-Marken in Deutschland und Europa. Mit dem neuen Standort will das Unternehmen zusätzliche Logistikkapazitäten schaffen sowie Lager- und operative Prozesse bündeln.
Karlsruhe: Aurelis kauft Michelin-Areal und plant 74.300 Quadratmeter Mietfläche
Aurelis Real Estate hat das ehemalige Michelin-Areal im Karlsruher Stadtteil Grünwinkel von der Michelin Reifenwerke AG erworben. Das rund 126.000 Quadratmeter große Industrieareal soll unter dem Namen „Profilwerk Karlsruhe“ neu entwickelt werden. Geplant sind insgesamt 74.300 Quadratmeter Mietfläche für Produktion, technologieorientierte Unternehmen und Logistik. Ein Großteil der bestehenden Gebäude soll zurückgebaut werden. Vorgesehen sind vier größere Halleneinheiten, ein Unternehmerpark mit acht kombinierbaren Einheiten zwischen 2.500 und 4.200 Quadratmetern sowie kleinteilige „Aurelis Ateliers“ ab 200 Quadratmetern. Der Rückbau soll noch 2026 beginnen, der Baustart für die Neubauten ist für 2027 vorgesehen. Die Fertigstellung soll schrittweise bis 2029 erfolgen. Ein Teil des Bestands bleibt erhalten. Dazu gehört das von der Wirtschaftsförderung Karlsruhe betriebene „Gewerkshaus“ für Handwerks- und kleinere produzierende Unternehmen, das noch 2026 in Betrieb gehen soll. Die Stadt bleibt damit auch nach dem Eigentümerwechsel Mieterin auf dem Areal. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen.
Peine: Cureus baut Seniorenresidenz mit 124 Pflegeplätzen
Cureus hat mit dem Hochbau einer neuen Seniorenresidenz an der Schützenstraße in Peine begonnen. Auf dem rund 4.630 Quadratmeter großen Grundstück entstehen für den Betreiber compassio 124 stationäre Pflegeplätze und 24 Einheiten für Betreutes Wohnen. Die Fertigstellung ist für Anfang 2028 vorgesehen. Der fünfgeschossige Neubau umfasst rund 8.800 Quadratmeter Bruttogrundfläche. Die 124 Pflegeplätze werden ausschließlich in Einzelzimmern angeboten, davon sind 30 rollstuhlgerecht. Die 24 Wohnungen für Betreutes Wohnen verfügen über ein bis drei Zimmer und sind zwischen 28 und 70 Quadratmeter groß. Das Gebäude wird nach dem KfW-55-KNN-WG-Standard errichtet und erhält eine Photovoltaikanlage sowie einen Fernwärmeanschluss. Teile der Außenanlagen sollen als öffentliche Grünfläche zugänglich werden. Für das Projekt wurde Ende 2025 das zuvor von der Post genutzte Gebäudeensemble abgerissen. Als Generalunternehmen ist MBN mit der Realisierung beauftragt. In der neuen Einrichtung sollen mehr als 80 Arbeitsplätze entstehen.
Cambridge: Neues Framework soll Produktivität auf Baustellen messbar machen
Die University of Cambridge hat ein neues Framework zur Messung und Verbesserung der Produktivität in der Bauwirtschaft veröffentlicht. Das „Cambridge Framework for Construction Productivity: Measure · Benchmark · Improve“ basiert auf Daten von mehr als 25 Bauprojekten, die über drei Jahre gemeinsam mit Unternehmen der britischen Bauwirtschaft erhoben wurden. Das Modell verknüpft unter anderem Produktionsraten, Arbeitsproduktivität, Produktionsabläufe und deren Schwankungen. Damit sollen Unternehmen Produktivitätshemmnisse während der laufenden Bauausführung erkennen, Projekte miteinander vergleichen und auf einer einheitlicheren Datenbasis gegensteuern können. Die Methodik ist für die Projekt-, Arbeitspaket- und Aktivitätsebene ausgelegt. Parallel entwickelt das Cambridge Laing O’Rourke Centre die Software „Camentis“, mit der das Framework auf laufenden Baustellen eingesetzt werden soll. Das Tool wird derzeit in Pilotprojekten getestet. Perspektivisch sollen die erfassten Daten auch für weitergehende Analysen einschließlich KI-Anwendungen genutzt werden. Das Framework soll zudem die Anforderungen des angekündigten britischen Standards PAS 4010:2026 zur Produktivitätssteuerung bei Infrastrukturprojekten unterstützen. Ziel der Forschenden ist es, Produktivitätsdaten nicht erst nach Projektabschluss auszuwerten, sondern bereits während der Bauausführung für Projektsteuerung und Benchmarking einzusetzen.
Berlin: Aroundtown vermietet acht Hotels an Sunday Hotels
Aroundtown hat acht weitere Hotels aus seinem Deutschland-Portfolio an Sunday Hotels vermietet. Die Häuser befinden sich in Bad Honnef, Bad Boll, Leipzig, Nürnberg, Potsdam, Berlin und Lüneburg. In Potsdam umfasst die Vereinbarung zwei Hotels.
Die Hotels werden von Sunday Hotels im Rahmen einer neuen Partnerschaft mit Seminaris weiterhin unter der Marke Seminaris betrieben. Sie decken Stadt-, Tagungs- und Freizeitstandorte ab. Angaben zu Laufzeiten der Mietverträge oder zur Zahl der Zimmer machte Aroundtown nicht. Sunday Hotels betreibt bereits weitere Hotels aus dem Portfolio von Aroundtown. Mit den acht Neuvermietungen baut der Betreiber seine Präsenz in Deutschland weiter aus.
Düsseldorf: Rohbau für 209 Wohnungen am Sonnenpark steht
Landmarken hat den Rohbau für das Projekt „Leben am Sonnenpark“ an der Kölner Straße in Düsseldorf fertiggestellt. Auf dem 6.300 Quadratmeter großen Grundstück entstehen 209 Wohnungen sowie Flächen für Co-Working und Nahversorgung. Die Fertigstellung ist für Mitte 2027 vorgesehen. Von den rund 14.000 Quadratmetern Wohnfläche sind 51 Prozent öffentlich gefördert. Zum Projekt gehören außerdem Co-Living-Angebote von POHA House, Atelierwohnungen und Gemeinschaftsflächen. In der Erdgeschosszone entstehen auf mehr als 3.100 Quadratmetern Handelsflächen für Lidl, Rossmann und die Bäckerei Bolten. Landmarken errichtet zudem eine Tiefgarage mit 105 Stellplätzen sowie eine Erschließungsstraße zum Sonnenpark. Dort ist eine öffentliche Mobilitätsstation mit Bike- und Carsharing-Angeboten geplant. Die Dächer werden begrünt und teilweise mit Photovoltaik ausgestattet. „Leben am Sonnenpark“ ist das zweite Wohnprojekt von Landmarken in Düsseldorf. Ein weiteres Projekt mit rund 450 Wohnungen ist an der Mindener Straße geplant.
Berlin: Hochbau für erste 182 Wohnungen im Segelflieger Quartier startet
Die Bauwert AG beginnt mit dem Hochbau der ersten beiden Wohngebäude im Segelflieger Quartier in Berlin-Johannisthal. Nach Fertigstellung der Kellergeschosse wurden für die Projekte „Arthur“ und „Thekla“ die Grundsteine gelegt. Insgesamt entstehen 182 Mietwohnungen, die bis Frühjahr 2028 fertiggestellt werden sollen.
„Arthur“ umfasst 146 Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern und Flächen zwischen 46 und 121 Quadratmetern. Rund 85 Prozent der Wohnungen sollen barrierefrei ausgeführt werden. Hinzu kommen eine Tiefgarage mit 37 sowie 14 oberirdische Stellplätze. Im Gebäude „Thekla“ entstehen 36 Wohnungen mit ein bis vier Zimmern und 32 bis 90 Quadratmetern Wohnfläche. Beide Projekte verfügen über ein DGNB-Vorzertifikat in Gold. Das Segelflieger Quartier entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Johannisthal. Auf knapp 214.000 Quadratmetern sollen bis 2030 rund 1.800 Wohnungen sowie etwa 153.000 Quadratmeter Flächen für Forschung, Entwicklung und Gewerbe entstehen. Rund ein Viertel der Wohnungen ist als geförderter Mietwohnungsbau vorgesehen. Die öffentliche Erschließung des Areals läuft seit Sommer 2026. Ende August hatte die landeseigene degewo den Projektauftakt für weitere 546 Wohnungen begangen, darunter 440 öffentlich geförderte Einheiten.
Taufkirchen: Radisson-Hotel mit mehr als 120 Zimmern kommt ins Xperience Quartier
Art-Invest Real Estate hat für das Xperience Quartier in Taufkirchen bei München einen langfristigen Mietvertrag mit CIC Hospitality abgeschlossen. Der norwegische Betreiber wird dort ein Hotel mit mehr als 120 Zimmern und Fitnessbereich unter der Marke Radisson betreiben. Fertigstellung und Eröffnung sind für die erste Jahreshälfte 2028 vorgesehen. Das von HENN entworfene Quartier entsteht an der Ludwig-Bölkow-Allee 3 im Forschungs- und Technologiecluster im Münchner Süden. HENSOLDT wird dort Ende 2027 seine neue Deutschlandzentrale mit mehr als 12.000 Quadratmetern Bürofläche beziehen. Mit dem Hotelvertrag steigt der Vermietungsstand des Quartiers nach Angaben von Art-Invest auf rund 80 Prozent. Verfügbar sind noch etwa 5.000 Quadratmeter Büro- und Tagungsflächen. Gegenüber dem Projekt entwickelt die Technische Universität München das Space Valley als Luft- und Raumfahrt-Campus. Im Umfeld sind unter anderem Airbus, Panasonic und HENSOLDT angesiedelt. CIC Hospitality betreibt und entwickelt derzeit mehr als 30 Hotels in Skandinavien und Deutschland. Bei der Hotelvermietung war Compandion vermittelnd tätig.
Berlin: Landeseigene Wohnungsunternehmen lösen 4,8 Milliarden Euro Wirtschaftsleistung aus
Die sieben landeseigenen Berliner Wohnungsunternehmen haben mit ihrer Geschäftstätigkeit 2024 eine wirtschaftliche Gesamtwirkung von 4,8 Milliarden Euro ausgelöst. Davon entfielen rund 3,37 Milliarden Euro auf Berlin. Das zeigt eine Untersuchung der Investitionsbank Berlin für Berlinovo, degewo, GESOBAU, Gewobag, HOWOGE, STADT UND LAND und WBM. Die eigene Bruttowertschöpfung der Unternehmen lag bei rund 1,71 Milliarden Euro. Hinzu kommen indirekte und durch zusätzliche Einkommen und Konsumausgaben ausgelöste Effekte. Nach Berechnung der IBB erzeugte jeder Euro Wertschöpfung bei den Landeseigenen weitere 1,80 Euro außerhalb der Unternehmen. Für externe Leistungen vergaben sie 2024 Aufträge im Umfang von rund 1,68 Milliarden Euro. Die IBB beziffert den Beschäftigungseffekt auf insgesamt rund 38.800 Menschen. Knapp 6.000 davon arbeiten direkt bei den Wohnungsunternehmen, weitere rund 32.800 Arbeitsplätze entfallen rechnerisch auf vor- und nachgelagerte Bereiche. Die bundesweit ausgelösten Steuern und Sozialabgaben werden mit rund 626 Millionen Euro angegeben. Die sieben Unternehmen halten inzwischen mehr als 404.000 Wohnungen. 2025 stellten sie 5.019 Wohnungen fertig und damit 45,5 Prozent aller Berliner Fertigstellungen. Bis 2035 sollen die Bestände nach der Roadmap 2.0 um rund 56.100 auf knapp 465.000 Wohnungen wachsen. Parallel steigt der Investitionsbedarf im Bestand. Zwischen 2016 und 2025 erhöhten sich die Bestandsmieten der Landeseigenen um 22,1 Prozent, während die Neubaukosten um 80,7 Prozent und die Kosten für Instandhaltung und Instandsetzung um 93,2 Prozent zunahmen. In einer BBU-Befragung vom Juni 2026 bewerteten 88,9 Prozent der Rückmeldungen die energetischen Anforderungen im Bestand als große oder sehr große Herausforderung.
München: BauMont und Reneo planen Wohninvestments von mehr als 200 Millionen Euro
BauMont Real Estate Capital steigt gemeinsam mit Reneo in den deutschen Wohnimmobilienmarkt ein. Die Partner wollen innerhalb der kommenden zwölf Monate mehr als 200 Millionen Euro investieren. Zum Auftakt haben sie eine Wohnimmobilie in München-Obersendling mit einem Wert von mehr als 70 Millionen Euro erworben.
Das Bestandsobjekt soll energetisch saniert und nachverdichtet werden. Vorgesehen ist eine Verbesserung der Energieeffizienz von Klasse H auf Klasse A. Durch Aufstockungen und Erweiterungen sollen zudem rund 1.700 Quadratmeter zusätzliche Wohnfläche und mehr als 30 neue Wohnungen entstehen. Damit steigt die Zahl der Einheiten auf mehr als 250. Die Partnerschaft konzentriert sich auf Value-Add-Investments in deutsche Wohnimmobilien mit energetischem und baulichem Entwicklungspotenzial. Reneo übernimmt dabei unter anderem die Identifikation und operative Weiterentwicklung geeigneter Bestände. Das Unternehmen setzt nach eigenen Angaben auch Künstliche Intelligenz ein, um Nachverdichtungs- und Dekarbonisierungspotenziale zu ermitteln.
BauMont ist auf Value-Add-Strategien spezialisiert und gehört zu M&G Real Estate. Mit der Transaktion in München tätigt das Unternehmen sein erstes Investment in Deutschland.
Hamburg: Baustart für Wohnprojekt am Poßmoorweg in Winterhude
Die Concept Immobilien Gruppe hat mit dem Bau eines Wohnprojekts am Poßmoorweg 11 in Hamburg-Winterhude begonnen. Nach Verzögerungen infolge einer Überarbeitung der Untergeschossplanung wurde Ende September der Grundstein gelegt. Die erforderlichen Unterfangungsarbeiten an den Nachbargrundstücken sind bereits abgeschlossen. Geplant sind Wohnungen mit Flächen zwischen rund 20 und 42 Quadratmetern, die sich vor allem an Ein- und Zweipersonenhaushalte richten. Das Projekt soll 2027 fertiggestellt werden. Den Vertrieb der Eigentumswohnungen übernimmt UNIQ Squared. Für die Energieversorgung ist eine Kombination aus Fernwärme und Photovoltaik vorgesehen. Das Gebäude entsteht auf einer bislang unbebauten Fläche innerhalb der bestehenden Blockstruktur in Winterhude.
Gelsenkirchen: Seil Real Estate vermittelt Wohnportfolio mit 81 Wohnungen
Seil Real Estate hat den Verkauf des Wohnportfolios „Redstone“ in Gelsenkirchen begleitet. Käufer ist eine Vermögensverwaltung aus Düsseldorf, Verkäufer ein börsennotierter Bestandshalter. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Das Portfolio umfasst 81 Wohnungen mit insgesamt rund 5.500 Quadratmetern Mietfläche. Die Grundstücksfläche beträgt mehr als 30.000 Quadratmeter. Die Gebäude wurden überwiegend zwischen 1900 und 1930 errichtet. Seil Real Estate sieht bei den Bestandsobjekten weiteres Wertsteigerungspotenzial. Das Unternehmen war als Transaktionsberater für die Vermittlung des Portfolios verantwortlich.
Nürnberg: Kaufpreise steigen langsamer, Nachfrage verschiebt sich zur Miete
Der Preisanstieg bei Wohnimmobilien in Deutschland hat sich im dritten Quartal 2026 abgeschwächt. Die Angebotspreise für Bestandswohnungen erhöhten sich gegenüber dem Vorquartal um 0,7 Prozent auf durchschnittlich 3.288 Euro pro Quadratmeter. Einfamilienhäuser verteuerten sich ebenfalls um 0,7 Prozent auf 2.886 Euro pro Quadratmeter. Im zweiten Quartal hatten die Zuwächse noch bei 1,0 beziehungsweise 1,1 Prozent gelegen. Das zeigt der aktuelle Preiskompass von Immowelt.
Parallel verschiebt sich die Nachfrage weiter zur Miete. Von Januar bis August entfielen deutschlandweit 18,3 Prozent der Anfragen auf Kaufimmobilien, nach 19,4 Prozent im Vorjahreszeitraum. Der Anteil der Mietanfragen stieg entsprechend von 80,6 auf 81,7 Prozent. Unter den 15 größten Städten nahm er besonders stark in Stuttgart um 5,3 Prozentpunkte, Essen um 4,4 sowie Nürnberg und Köln um jeweils 4,1 Prozentpunkte zu.
Bei Bestandswohnungen stiegen die Angebotspreise im dritten Quartal nur noch in zehn der 15 untersuchten Großstädte. In Berlin betrug das Plus 0,2 Prozent auf 5.007 Euro pro Quadratmeter. Deutlichere Zuwächse verzeichneten Düsseldorf mit 3,7 Prozent und Essen mit 3,5 Prozent. In Duisburg sanken die Preise dagegen um 1,9 Prozent, in Dortmund um 1,0 Prozent. Bei Einfamilienhäusern entwickelten sich die Großstadtmärkte ebenfalls unterschiedlich. In Berlin gingen die Angebotspreise um 0,5 Prozent und in Frankfurt am Main um 1,7 Prozent zurück. München verzeichnete dagegen ein Plus von 2,3 Prozent, Köln von 3,8 Prozent sowie Dortmund und Essen von jeweils 4,2 Prozent.
Berlin: GSG und GETEC investieren 20 Millionen Euro in Energieversorgung von Gewerbehöfen
GSG Berlin und GETEC haben das Gemeinschaftsunternehmen G²Energy gegründet, um die Energieversorgung von zunächst 16 Berliner Gewerbehöfen umzustellen. Betroffen sind rund 270.000 Quadratmeter Mietfläche. Bis 2031 wollen die Partner mehr als 20 Millionen Euro investieren. G²Energy übernimmt Planung, Finanzierung und Betrieb der Energieinfrastruktur. Für die einzelnen Standorte sollen unterschiedliche Systeme aus unter anderem Wärmepumpen, Photovoltaik und Speicherlösungen entwickelt werden. Nach Angaben der Unternehmen sollen die CO₂-Emissionen der einbezogenen Gewerbehöfe um rund 4.900 Tonnen jährlich beziehungsweise 80 bis 90 Prozent sinken.
Ein Referenzprojekt ist der rund 45.000 Quadratmeter große econopark Pankstraße. Dort wurde die zuvor vollständig gasbasierte Wärmeversorgung bereits umgebaut. Künftig sollen rund 80 Prozent der jährlich benötigten Wärme von etwa 2.170 Megawattstunden aus erneuerbaren Energien stammen. Zum Einsatz kommen insbesondere Luft-Wasser-Wärmepumpen und Pelletanlagen. Perspektivisch wollen die Partner die Energieinfrastruktur einzelner Gewerbehöfe auch für benachbarte Immobilien öffnen. Voraussetzung dafür sind nach Unternehmensangaben die jeweiligen technischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Bedingungen.
Frankfurt am Main: RICS aktualisiert Leistungsverzeichnis für Asset Management
Die RICS Deutschland hat ihr „Leistungsverzeichnis Asset Management“ in einer dritten, überarbeiteten Fassung veröffentlicht. Die Professional Group Asset Management reagiert damit auf veränderte Anforderungen an die Steuerung von Immobilien und Portfolios. Die Publikation war erstmals 2012 erschienen und soll als Grundlage für die Definition, Beauftragung und Vergütung von Asset-Management-Leistungen dienen.
Das Leistungsverzeichnis gliedert die Aufgaben in 20 Module. Zehn davon gelten als Basismodule, darunter Strategie, Businessplan und Budget, Controlling, Reporting, Daten- und Dokumentenmanagement, Dienstleistersteuerung, Objekt- und Mieterbetreuung sowie Vermietung. Zu den Ergänzungsmodulen gehören unter anderem Ankauf, Finanzierung, Research, Risiko- und Compliance-Management, Baumanagement, Refurbishment, Projektentwicklung, Bewertung und Verkauf.
ESG wird in der Neuauflage nicht als separates Modul behandelt, sondern in die verschiedenen Leistungsbereiche integriert. Stärker berücksichtigt werden zudem Digitalisierung, Datenqualität und Datensicherheit sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Innerhalb der Module unterscheidet die RICS zwischen Grund- und Zusatzleistungen sowie zwischen Asset- und Portfolioebene. Ergänzend enthält die Publikation Empfehlungen zu Vergütungsmodellen und Angaben zu marktüblichen Vergütungsspannen. Auch rechtliche Hinweise für Asset-Management-Verträge wurden aufgenommen. Ziel ist insbesondere eine klarere Abgrenzung von Leistungen und Verantwortlichkeiten gegenüber angrenzenden Bereichen wie Property und Facility Management.
Hamburg: Logistikflächenumsatz steigt auf 192.000 Quadratmeter
Der Hamburger Markt für Lager- und Logistikflächen hat im ersten Halbjahr 2026 einen Flächenumsatz von rund 192.000 Quadratmetern erreicht. Avison Young beobachtet seit Ende 2025 eine Belebung der Nachfrage, während moderne und kurzfristig verfügbare Flächen weiterhin knapp sind. Das geht aus dem aktuellen Marktbericht „Logistik – Hamburg und der Norden“ hervor. Gesucht werden insbesondere moderne Logistikflächen zwischen 10.000 und 30.000 Quadratmetern mit entsprechender Rampenlogistik. Die Nachfrage konzentriert sich auf Standorte entlang der A1 und A7, an der Süderelbe sowie im östlichen und südlichen Hamburger Umland. Als Treiber nennt Avison Young unter anderem E-Commerce, Hafenhinterlandverkehre und die Neuordnung von Lieferketten. Die Flächenknappheit hält die Mieten auf hohem Niveau. Für hochwertige Neubauten und Build-to-suit-Flächen in Hamburg-Süd und im Hafenbereich liegen die Spitzenmieten laut Avison Young zwischen 8,00 und 9,50 Euro pro Quadratmeter. In Umlandmärkten wie Stade, Elmshorn und Lüneburg werden 6,00 bis 7,20 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. Auch der Investmentmarkt hat zugelegt. Im ersten Halbjahr wurden in Hamburg rund 227 Millionen Euro in Logistikimmobilien investiert, dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Rund ein Drittel des gewerblichen Hamburger Investmentvolumens entfiel damit auf Industrie- und Logistikimmobilien.
Dettelbach: Savills IM kauft zwei Logistikimmobilien mit 97.600 Quadratmetern
Savills Investment Management hat für den European Logistics Fund 3 zwei Logistikimmobilien im unterfränkischen Dettelbach bei Würzburg erworben. Verkäufer der Off-Market-Transaktion ist AEW. Die beiden Objekte umfassen zusammen rund 97.600 Quadratmeter Mietfläche. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.
Die 2023 fertiggestellten Immobilien sind vollständig und langfristig an ein deutsches Modeunternehmen sowie einen international tätigen Logistikdienstleister vermietet. Sie liegen im Gewerbegebiet Dettelbach nahe den Autobahnen A3 und A7. Die auf einer Brownfield-Fläche entwickelten Gebäude verfügen über Zertifizierungen nach DGNB Platin beziehungsweise Gold. Für den European Logistics Fund 3 ist es nach einem Ankauf in Verden die zweite Transaktion in Deutschland. Der Fonds hält damit drei deutsche Immobilien. Insgesamt umfasst das Portfolio nun 21 Logistikobjekte in sieben europäischen Ländern und weist nach Angaben von Savills IM eine Vermietungsquote von knapp 95 Prozent auf.
Savills IM bezeichnet den Ankauf als eine der größten Transaktionen auf dem deutschen Logistikinvestmentmarkt im Jahr 2026 und kündigt weitere Ankäufe für den Fonds an.
Mannheim: Aurelis entwickelt neues Flächenkonzept für kleinere Gewerbemieter
Aurelis Real Estate erweitert sein Angebot um ein modular aufgebautes Flächenkonzept für Unternehmen mit kleinerem Flächenbedarf. Das erste Projekt der „Aurelis Ateliers“ soll im Turbinenwerk Mannheim mit insgesamt rund 4.000 Quadratmetern Hallen- und Bürofläche entstehen. Der Baustart ist für Anfang 2027 vorgesehen, erste Einheiten sollen im Sommer 2027 fertiggestellt werden. Geplant sind 16 Einheiten in Holzbauweise. Die kleinsten Module umfassen rund 200 Quadratmeter und kombinieren eine ebenerdige Halle mit Sektionaltor sowie darüberliegende Büro- und Sozialflächen. Mehrere Module können zu größeren Einheiten verbunden werden. Vorgesehen sind zudem Photovoltaikanlagen und ein Mieterstrommodell. Aurelis richtet das Konzept unter anderem an Handwerksbetriebe, Manufakturen, Start-ups und Unternehmen aus der Kreativwirtschaft und will es künftig auch an anderen Standorten einsetzen. Das rund 200.000 Quadratmeter große ehemalige Industrieareal Turbinenwerk wird von Aurelis zu einem Gewerbequartier mit Büro-, Produktions-, Lager- und Dienstleistungsflächen entwickelt. Dort entsteht derzeit unter anderem auch ein Unternehmerpark mit rund 6.180 Quadratmetern Mietfläche.
Frankfurt am Main: Ypsilon Group eröffnet sechsten Standort
Die Steuer- und Wirtschaftsprüfungskanzlei Ypsilon Group eröffnet zum 1. Oktober 2026 eine Niederlassung in Frankfurt am Main. Der neue Standort in der Solmsstraße 83 ergänzt die bestehenden Büros in Köln, Berlin, München, Düsseldorf und Hamburg. Die Leitung übernimmt Amir B. Nabipour, geschäftsführender Partner und Rechtsanwalt.
Mit der Expansion baut Ypsilon zugleich gruppenweit den Bereich Indirect Tax mit den Schwerpunkten Umsatzsteuer, Zoll und Verbrauchsteuern auf. Nabipour verantwortet diesen Bereich und kommt von Nexia, wo er zuletzt als Senior Manager Indirect Tax in Frankfurt tätig war. Michael Conzelmann übernimmt als Director die Bereiche Corporate Tax und International Tax am neuen Standort. Der Steuerberater und Fachberater für Internationales Steuerrecht war zuvor ebenfalls bei Nexia tätig und berät unter anderem Immobiliengesellschaften, Private-Equity-Strukturen und internationale Unternehmensgruppen. Neben Financial Services und Real Estate setzt das Frankfurter Büro einen Schwerpunkt auf E-Commerce und grenzüberschreitende Geschäftsmodelle. Dazu gehören insbesondere umsatzsteuerliche und zollrechtliche Fragen bei internationalen Lieferketten und Fulfillment-Strukturen.
Frankfurt am Main: Lübke Kelber baut Geschäft mit Wohnungsprivatisierungen aus
Die Lübke Kelber AG will den Einzelverkauf von Wohnungen aus größeren Wohnungsbeständen deutlich ausbauen. Unter der Marke Lübke Kelber Living richtet sich das Unternehmen vor allem an institutionelle und mittelständische Bestandshalter, Wohnungsunternehmen, Fonds und Family Offices. Verantwortet wird der Ausbau von Marcel Hoecker, Geschäftsführer von Lübke Kelber Living. Das Unternehmen will den gesamten Privatisierungsprozess übernehmen – von der Analyse geeigneter Bestände über Verkaufs- und Preisstrategien bis zur Aufbereitung und Vermarktung einzelner Wohnungen. Als Käufergruppen sollen bestehende Mieter, Selbstnutzer und private Kapitalanleger angesprochen werden. Nach Angaben des Unternehmens wurden von den Vorgängerunternehmen Alt & Kelber und Dr. Lübke in der Vergangenheit mehr als 60.000 Wohnungen im Einzelverkauf vermarktet. Lübke Kelber begründet den Ausbau unter anderem mit den veränderten Bedingungen am Investment- und Finanzierungsmarkt. Für Bestandshalter soll die Privatisierung neben dem Verkauf kompletter Portfolios als zusätzlicher Exit-Kanal dienen. Dabei sollen je nach Bestand auch Teilportfolios für den Einzelverkauf ausgewählt werden.
Für den Ausbau investiert Lübke Kelber nach eigenen Angaben in Personal, digitale Vertriebsstrukturen und Kooperationen. Neben einzelnen Privatisierungsmandaten strebt das Unternehmen längerfristige Vereinbarungen mit Eigentümern größerer Wohnungsbestände an.
Neu-Isenburg: Banken und Investoren erhöhen Druck auf Gebäudedaten
Die Anforderungen von Banken und Investoren an Gebäudedaten wirken sich zunehmend auf das operative Geschäft von Immobilienunternehmen aus. In einer Umfrage von Apleona, ZIA und Coalition-X unter 112 Marktteilnehmern bewerten rund 40 Prozent den Einfluss der Banken als stark bis sehr stark. Bei Investoren sind es 39 Prozent. Regulatorische Vorgaben werden derzeit als weniger einflussreich eingeschätzt. 24 Prozent der Befragten bewerten die Anforderungen aus CSRD und ESRS als stark bis sehr stark, bei der EU-Taxonomie sind es 22 Prozent und bei der Offenlegungsverordnung SFDR 18 Prozent. Gleichzeitig erfolgt die Erhebung von ESG- und Gebäudedaten vielfach noch manuell. 54 Prozent der Befragten nutzen manuelle Erfassungsprozesse, 40 Prozent beziehen Daten über Property Manager und 33 Prozent über Facility Manager. CAFM-Systeme sowie Energiemanagement- oder Smart-Metering-Lösungen kommen bei jeweils knapp 30 Prozent zum Einsatz, ESG-Softwareplattformen bei gut einem Fünftel. Als größte Hürde bei der Datenbereitstellung für Banken und Investoren nennen 70 Prozent uneinheitliche Anforderungen. 50 Prozent bemängeln unklare Definitionen und Bezugsgrößen von Kennzahlen. Fehlende Daten auf Gebäudeebene und fehleranfällige manuelle Übertragungen werden von jeweils rund 41 Prozent genannt. Knapp die Hälfte der Befragten bereitet sich bereits auf steigende Anforderungen an die Nachvollziehbarkeit von Herkunft und Verarbeitung der Daten vor. Weitere 30 Prozent kennen das Thema Data Lineage, haben bislang aber noch keine entsprechenden Maßnahmen eingeleitet.
Heidelberg: BImA stellt erste 58 Wohnungen im Patrick-Henry-Village fertig
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat im Patrick-Henry-Village in Heidelberg die ersten 58 Wohnungen fertiggestellt. Dafür wurden seit 2025 zwei Wohngebäude aus den 1950er-Jahren saniert und aufgestockt. Die Wohnungen sind ab Oktober 2026 bezugsfertig und bleiben im Bestand der BImA. Eines der Gebäude wurde um zwei Geschosse mit zwölf Wohnungen in Holz-Hybrid-Bauweise erweitert. Beide Gebäude erhielten Photovoltaikanlagen. Die BImA plant auf der ehemaligen Wohnsiedlung der US-Streitkräfte in den kommenden Jahren insgesamt bis zu 450 Wohnungen. Das rund 100 Hektar große Patrick-Henry-Village wurde 2014 von den US-Streitkräften an die BImA zurückgegeben und soll zum 16. Stadtteil Heidelbergs entwickelt werden. Stadt, BImA und Bundesverteidigungsministerium hatten sich im Juli 2026 auf die weitere Nutzung des Areals verständigt. Dabei soll die Entwicklung zum Wohnquartier mit dem Flächenbedarf der Bundeswehr abgestimmt werden. Die neuen Wohnungen werden zunächst Bundesbediensteten im Rahmen der Wohnungsfürsorge angeboten. Nicht vergebene Einheiten sollen anschließend zu denselben Konditionen auf dem freien Markt vermietet werden.
Stuttgart: Gleiss Lutz mietet 10.000 Quadratmeter im Schlossgartenquartier
Die Wirtschaftskanzlei Gleiss Lutz hat rund 10.000 Quadratmeter Bürofläche im Teilprojekt Königstraße 1 des Stuttgarter Schlossgartenquartiers angemietet. Damit sind die Büroflächen des Gebäudes rund zwei Jahre vor der geplanten Übergabe vollständig vermietet. Die Fertigstellung ist für 2028 vorgesehen. Die LBBW Immobilien entwickelt die Königstraße 1 direkt gegenüber dem Stuttgarter Hauptbahnhof. Durch die Transformation des Bestandsgebäudes entstehen insgesamt rund 13.000 Quadratmeter Mietfläche für Büro, Einzelhandel und Gastronomie. Das Schlossgartenquartier umfasst außerdem das Hotel am Schlossgarten sowie die Teilprojekte Königstraße 1c und Königstraße 3. Insgesamt entstehen rund 50.000 Quadratmeter Mietfläche. Blackolive Advisors vermittelte den Mietvertrag auf Mieterseite. Die LBBW Immobilien wurde bei der Vermietung rechtlich von CMS Hasche Sigle beraten.
Frankfurt am Main: Wohnungsbedarf sinkt auf 288.000 Einheiten pro Jahr
Der rechnerische Wohnungsbedarf in Deutschland ist auf rund 288.000 Wohnungen pro Jahr gesunken. Das zeigt die aktuelle Wohnwetterkarte von BPD und bulwiengesa, für die die Wohnungsmärkte in rund 11.000 Städten und Gemeinden untersucht wurden. Dem standen 2025 bundesweit rund 203.000 fertiggestellte Wohnungen gegenüber. Als wesentliche Gründe für den geringeren Bedarf nennt die Studie sinkende Geburtenzahlen und niedrigere Zuwanderungsprognosen. Eine Entspannung der angespannten Wohnungsmärkte lässt sich daraus nach Einschätzung der Studienautoren jedoch nicht ableiten: In vielen Regionen besteht weiterhin ein über Jahre aufgebautes Wohnungsdefizit, während die Neubautätigkeit unter dem ermittelten Bedarf bleibt. Zugleich nehmen die regionalen Unterschiede zu. Die Nachfrage konzentriert sich stärker auf Metropolregionen und große Verkehrsachsen. In Teilen des Schwarzwalds, im Raum Ansbach, im Odenwald, in Ostwestfalen sowie im Sauerland, in der Eifel und im Bayerischen Wald zeigt die Wohnwetterkarte dagegen eine geringere Anspannung als in den Vorjahren. Als Ursache werden vor allem Bevölkerungsrückgänge genannt. Die größte Differenz zwischen Wohnungsbedarf und Bautätigkeit weist die Studie für Erdweg im Landkreis Dachau aus. Für die Bewertung werden Angebot und Bedarf in einem Umkreis von 15 Kilometern um die jeweilige Kommune betrachtet.
Hamburg: IMAXXAM kauft Life-Science-Campus von CLS
CLS Holdings hat die Immobilien an der Fangdieckstraße 75, 75a und 75b in Hamburg-Eidelstedt an IMAXXAM verkauft. Der Erwerb erfolgt für das Sondervermögen „GSAI I German Small Asset Invest I“. Der nahezu vollständig vermietete Campus umfasst rund 13.116 Quadratmeter Mietfläche und 164 Stellplätze. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. CLS hatte den Standort 2007 erworben und seither schrittweise von einem klassischen Büroobjekt zu einem Life-Science-Campus entwickelt. Dazu wurden insbesondere Labor- und Büroflächen für den Hauptmieter erweitert und langfristige Mietverträge abgeschlossen. Neben Büros verfügt die Immobilie über Labor- und Schulungsräume. Die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge liegt bei knapp sieben Jahren. CLS will den Verkaufserlös zur weiteren Reduzierung seiner Verschuldung einsetzen. BNP Paribas begleitete die Transaktion als Makler, Taylor Wessing übernahm die Rechtsberatung des Verkäufers.
Wiesbaden: Wohn- und Geschäftshaus mit 47 Wohnungen verkauft
Seil Real Estate hat den Verkauf eines Wohn- und Geschäftshauses in der Rheinstraße in Wiesbaden begleitet. Die vollständig vermietete Immobilie umfasst rund 2.800 Quadratmeter Mietfläche auf einem 1.234 Quadratmeter großen Grundstück. Der Kaufpreis liegt im zweistelligen Millionenbereich. Käufer und Verkäufer werden nicht genannt. Rund 59 Prozent der Mietfläche entfallen auf 47 Wohnungen, die übrigen 41 Prozent auf eine Gewerbeeinheit. Das Gebäude wurde kürzlich umfassend energetisch und technisch saniert und verfügt über Tiefgaragen- und Außenstellplätze. Im Anschluss an die Transaktion erhielt Seil Real Estate ein standortübergreifendes Mandat für Wiesbaden, Frankfurt am Main und Mainz-Kostheim.
Berlin: Angebotsmieten sinken um 13 Prozent, Umland entwickelt sich uneinheitlich
Die Angebotsmieten für Wohnungen in Berlin sind laut einer Analyse von Kleinanzeigen im Jahresvergleich um rund 13 Prozent gesunken. Der durchschnittliche Median der inserierten Quadratmetermieten lag zwischen Juni 2025 und Juni 2026 bei 14,60 Euro, nach 16,80 Euro im vorangegangenen Zwölfmonatszeitraum. In mehreren Umlandgemeinden stiegen die Angebotsmieten dagegen deutlich. Den stärksten Zuwachs verzeichneten Neuenhagen und Hoppegarten mit 18 Prozent auf 14,49 Euro je Quadratmeter. In Hennigsdorf erhöhten sich die Mieten um 14 Prozent auf 14,96 Euro, in Hohen Neuendorf um zwölf Prozent auf 15,35 Euro. Stahnsdorf und Kleinmachnow erreichten nach einem Anstieg um neun Prozent durchschnittlich 18,33 Euro. Rückgänge gab es unter anderem in Dallgow-Döberitz um zehn Prozent auf 14,60 Euro und in Potsdam um sechs Prozent auf 13,25 Euro. Auch bei den angebotenen Eigentumswohnungen zeigen sich erhebliche Unterschiede. In Fredersdorf-Vogelsdorf stieg der durchschnittliche Mediankaufpreis um 52 Prozent auf 5.073 Euro je Quadratmeter. In Glienicke/Nordbahn betrug der Anstieg 23 Prozent auf 7.245 Euro. Dagegen gingen die Angebotspreise in Schulzendorf um 27 Prozent auf 3.177 Euro und in Teltow um elf Prozent auf 4.517 Euro zurück. Bei Eigentumshäusern fielen die Veränderungen überwiegend geringer aus. Während die durchschnittlichen Mediankaufpreise in Mahlow um rund 15 Prozent auf 3.308 Euro je Quadratmeter sanken, stiegen sie in Brieselang, Dallgow-Döberitz und Hennigsdorf jeweils um elf Prozent. Die Auswertung basiert auf Immobilieninseraten und bildet damit Angebotspreise, nicht tatsächlich vereinbarte Miet- oder Kaufpreise ab.
Köln: Stadt bietet Gewerbegrundstück in Marsdorf für 3,9 Millionen Euro an
Die Stadt Köln sucht einen Projektentwickler für ein rund 16.350 Quadratmeter großes Grundstück an der Rheinischen Allee in Köln-Marsdorf. Auf der unbebauten Fläche soll ein Gewerbepark beziehungsweise Handwerkerhof entstehen, den der Käufer selbst betreibt. Der Kaufpreis beträgt 3,923 Millionen Euro, hinzu kommen Erschließungsbeiträge und Grünausgleichskosten. Alternativ bietet die Stadt ein Erbbaurecht mit einer Laufzeit von 40 Jahren und zwei Verlängerungsoptionen um jeweils zehn Jahre an. Der jährliche Erbbauzins beträgt vier Prozent des Grundstückskaufpreises und wird an die Entwicklung des Verbraucherpreisindex angepasst. Das Grundstück ist voll erschlossen und im geltenden Bebauungsplan als Gewerbegebiet ausgewiesen. Bewerber müssen unter anderem ein Bebauungskonzept, Angaben zur Flächenausnutzung und den Nachweis eines vergleichbaren Referenzprojekts vorlegen. Die Einhaltung der städtischen Klimaschutzleitlinien ist ebenfalls Voraussetzung. Die KölnBusiness Wirtschaftsförderung organisiert das Verfahren und bewertet die Konzepte anhand einer festgelegten Matrix. Bewerbungen sind bis zum 31. Dezember 2026 möglich. Die endgültige Entscheidung über die Vergabe trifft der Rat der Stadt Köln.
Berlin: Gründerinnen erweitern ELBA Conference zur Senior-Living-Plattform
Anna Schingen und Jill Schwiegershausen-Rotter bauen die bisherige ELBA Conference zur Plattform House of ELBA aus. Unter dem Dach der ELBA Operations GmbH sollen künftig Angebote für die Entwicklung, Vermarktung und den Betrieb von Senior-Living-Konzepten gebündelt werden. Der Schwerpunkt liegt auf Wohnformen jenseits der klassischen Pflege. Neben der bestehenden Fachkonferenz gehört die neue ELBA App zum Angebot. Der digitale Concierge soll Gebäude, Dienstleistungen, Bewohner und Community-Funktionen auf einer KI-gestützten Plattform miteinander verbinden und insbesondere den Betrieb von Service-Wohnanlagen unterstützen. Geplant sind zudem ELBA Selection als Vermittlungsangebot für Wohnungssuchende im höheren Alter sowie ELBA Sales für Leadgenerierung, Vermarktung und Vermietung von Senior-Living-Immobilien. Als Founding Investor und Strategic Advisor ist Tim Herzog, CEO und Mitgründer von Open Wonder, beteiligt. Die nächste ELBA Conference findet am 14. April 2027 in Berlin statt.
Köln: TERRA reicht erste Bauanträge für 320 Wohnungen in Rondorf ein
TERRA Real Estate Manager hat für die ersten Baufelder im neuen Stadtquartier Köln-Rondorf Nord-West die Bauanträge eingereicht. Der Baustart ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Für die Entwicklung hat das Unternehmen Fonds- und Gesellschaftsverträge mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 170 Millionen Euro geschlossen. In der ersten Bauphase sollen auf vier Baufeldern rund 100 Wohneinheiten entstehen. Der Einzelvertrieb der Eigentumswohnungen und Reihenhäuser soll in Kürze beginnen. Weitere rund 220 Einheiten, darunter frei finanzierte und öffentlich geförderte Wohnungen sowie Reihenhäuser, sind für den langfristigen Mietbestand vorgesehen. Entwicklung und Vermietung erfolgen über einen eigens aufgelegten Immobilienfonds. Darüber hinaus verfügt TERRA über Zugriff auf zusätzliche Baufelder mit einem potenziellen Investitionsvolumen von rund 75 Millionen Euro. Für deren Entwicklung sucht das Unternehmen derzeit weitere institutionelle Investoren. Die TERRA-Projekte sind Teil des rund 1.300 Wohneinheiten umfassenden Stadtquartiers Rondorf Nord-West. Die Gesamtentwicklung und Erschließung verantwortet AMELIS, ein Joint Venture der Bauunternehmung AMAND und der Aurelis-Gruppe. Neben Wohnungen sind Schulen, Kindertagesstätten, Arztpraxen und Nahversorgungsangebote geplant.
Köln: Siegerentwurf für Bonavas Wohnquartier Feldgärten steht fest
Das städtebauliche Qualifizierungsverfahren für das geplante Wohnquartier „Feldgärten“ in Köln-Niehl ist abgeschlossen. Der Entwurf des Architekturbüros caspar. und des Freiraumplanungsbüros studio grüngrau setzte sich gegen vier weitere Beiträge durch. Er bildet die Grundlage für das anschließende Bauleitplanverfahren. Bonava plant auf dem rund 2,7 Hektar großen Grundstück etwa 300 Wohnungen. Den letzten Teil der Fläche hatte der Projektentwickler im November 2025 erworben. Das Qualifizierungsverfahren wurde gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt Köln durchgeführt. Am 12. Oktober 2026 soll das Quartierskonzept erstmals öffentlich vorgestellt werden. Anschließend wird der Siegerentwurf in Zusammenarbeit mit den Planungsbüros weiterentwickelt.
Berlin: Aroundtown verbessert BREEAM-Bewertung für Büroimmobilie in der Markgrafenstraße
Aroundtown hat für die Büroimmobilie in der Markgrafenstraße 17–18 in Berlin bei der BREEAM-Rezertifizierung die Bewertung „Exzellent“ erreicht. Bei der Erstzertifizierung war das vollständig vermietete Gebäude noch mit „Gut“ bewertet worden. Langfristiger Mieter ist die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG). Zur Verbesserung trugen unter anderem die optimierte Gebäudeleittechnik, zusätzliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge und Fahrradstellplätze sowie Maßnahmen zur Barrierefreiheit bei. Zudem wurden die LED-Beleuchtung einschließlich der Lichtstärken überprüft und die Energie- und Wasserverbräuche detaillierter erfasst. Der Hauptwasserzähler ist inzwischen an das digitale Wassermanagementsystem Smartvatten angeschlossen. Nach Unternehmensangaben sind mittlerweile mehr als 70 Prozent der Gewerbeimmobilien im Aroundtown-Portfolio BREEAM-zertifiziert.
Hamburg: EARLYREAL und AEXbridge Capital gründen Finanzierungsplattform für Immobilien
Das Hamburger Unternehmen EARLYREAL und der spanische Private-Debt-Investor AEXbridge Capital haben eine strategische Partnerschaft für den deutschen Immobilienmarkt vereinbart. Unter der Firmierung AEXbridge Capital Germany wollen sie alternative Finanzierungslösungen für Projektentwickler und Immobilieneigentümer anbieten. Die Gesellschaft wird von Robert Mangin und Dr. Gisbert Beckers als Managing Partner geführt. Im Fokus stehen Finanzierungen zwischen 30 und 200 Millionen Euro für Projektentwicklungen und Value-Add-Investments. Das Angebot umfasst Senior- und Junior-Darlehen, Whole Loans sowie Preferred Equity. Zielsegmente sind Wohnimmobilien, Senior Living, Serviced Apartments und Hotels. EARLYREAL bringt seine Marktkenntnis und sein Netzwerk deutscher Projektentwickler in die Partnerschaft ein, AEXbridge Capital seine internationale Investmentplattform und Erfahrung in der Strukturierung von Immobilienkrediten. Beide Unternehmen haben bereits bei Projekten in Spanien zusammengearbeitet. AEXbridge Capital wurde 2018 gegründet und hat nach eigenen Angaben bislang rund 890 Millionen Euro investiert. EARLYREAL beziffert sein bisher realisiertes Transaktionsvolumen auf mehr als 160 Millionen Euro.
Detmold: LIST startet Hochbau für Quartier Hornsches Tor
LIST hat mit der Hochbauphase für das Quartier Hornsches Tor am südlichen Eingang zur Detmolder Altstadt begonnen. Auf rund 10.000 Quadratmetern entsteht ein gemischt genutztes Innenstadtquartier mit Einzelhandel, Büro- und Praxisflächen, Wohnungen, Gastronomie, Hotel und Nahversorgung. Bauherren sind die Stadt Detmold und private Investoren. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist spätestens für das vierte Quartal 2028 vorgesehen. Grundlage ist ein im Januar 2026 geschlossener Totalunternehmervertrag. LIST Develop Commercial verantwortet als Totalübernehmer die Bereiche Einzelhandel, Büro und Wohnen sowie die Tiefgarage und Parkflächen. LIST Bau Bielefeld übernimmt als Generalunternehmer den Bau des Edeka-Vollsortimenters und des B&B-Hotels. Ankermieter des Geschäftshauses wird das Modehaus Klingemann aus Höxter mit mehr als 3.200 Quadratmetern. Hinzu kommt ein Innenstadtparkhaus mit 361 Stellplätzen. Geplant sind außerdem begrünte Fassaden und Dächer, eine Photovoltaikanlage sowie Zisternen zur Regenwassernutzung. Mit dem Hochbaustart geht ein mehr als elfjähriger Planungs- und Ausschreibungsprozess in die Realisierungsphase. Als Nächstes wird der Baugrund für die Errichtung der Tiefgarage vorbereitet.
Kempen: Nyoo startet Bau von Wohnquartier mit rund 120 Einheiten
Nyoo Real Estate, eine Tochtergesellschaft der Instone Group, hat mit dem Bau des Wohnquartiers „nyoo garden“ am Krefelder Weg in Kempen begonnen. Auf dem rund 31.000 Quadratmeter großen ehemaligen Gärtnereigelände entstehen insgesamt 118 Wohneinheiten, darunter 82 barrierearme Geschosswohnungen, 20 Reihenhäuser und 16 Doppelhaushälften. Der erste Bauabschnitt umfasst 24 Eigentumswohnungen, acht Reihenhäuser und vier Doppelhaushälften. Nach Angaben des Entwicklers ist knapp die Hälfte dieser 36 Einheiten bereits verkauft. Die Fertigstellung des ersten Abschnitts ist für Sommer 2028 vorgesehen. Das Quartier erhält Gemeinschafts- und Spielflächen sowie neue Fuß- und Radwege zur Anbindung an die Nachbarschaft. Die Gebäude werden im Effizienzhausstandard EH40 errichtet. Vorgesehen sind Fernwärme, Photovoltaikanlagen, begrünte Dächer und für Elektromobilität vorbereitete Stellplätze. Für die Mehrfamilienhäuser wird eine QNG-Zertifizierung angestrebt.
Köln: Wohnungsgenossenschaft plant 96 Wohnungen in serieller Holzbauweise
Die Kölner Wohnungsgenossenschaft eG entwickelt gemeinsam mit GROPYUS ein Wohnungsbauprojekt in Köln-Merkenich. Auf dem 6.208 Quadratmeter großen Grundstück Am Höfenweg 46–76 sollen sechs Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 96 Wohnungen entstehen. Davon sind 30 öffentlich gefördert. Für die Genossenschaft ist es das erste Neubauvorhaben in serieller Holzbauweise. GROPYUS übernimmt die Planung, Fertigung und schlüsselfertige Realisierung. Die Wand- und Deckenelemente werden in einem digitalisierten, robotergestützten Produktionsprozess vorgefertigt und anschließend auf der Baustelle montiert. Nach Unternehmensangaben kann das Bausystem die Bauzeit gegenüber konventionellen Verfahren um bis zu 50 Prozent verkürzen. Der Baubeginn ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen, die Fertigstellung für Ende 2028. Die Kölner Wohnungsgenossenschaft verfügt derzeit über einen eigenen Bestand von rund 3.045 Wohnungen.
Die Kölner Wohnungsgenossenschaft eG entwickelt mit GROPYUS ein Wohnungsbauprojekt in Merkenich in serieller Holzbauweise. Quelle: GROPYUS
Hamburg: PORR baut Gebäude für Gasdruckregelanlage auf Kraftwerksgelände
PORR Hochbau Nord hat von der Hamburger Energienetze GmbH den Auftrag zum Neubau eines Gebäudes für eine Gasdruckregel- und Messanlage auf einem Kraftwerksgelände im Hamburger Osten erhalten. Die Bauarbeiten beginnen im September 2026, die Fertigstellung ist für November 2027 vorgesehen. Der Neubau wird als Stahlbetonkonstruktion mit einer Länge von rund 23,65 Metern, einer Breite von 10,65 Metern und einer Höhe von 10,16 Metern errichtet. Die Gründung erfolgt über Streifenfundamente mit Pfahlgründung und tragender Stahlbetonsohle. Die Fassade erhält ein Wärmedämmverbundsystem mit roten Klinkerriemchen, das sich an den Bestandsgebäuden orientiert. Der Auftrag umfasst die Ausführungsplanung und Bauausführung bis zur Fertigstellung. Besondere Anforderungen ergeben sich aus den Sicherheitsvorgaben des Kraftwerksbetriebs sowie einer vorhandenen Kranbahn und einem Schienensystem auf dem Gelände. PORR ist bereits zum zweiten Mal an dem Hamburger Kraftwerksstandort tätig.
Aachen: Landmarken baut ehemaliges Möbelhaus zu Büro- und Gewerbeflächen um
Die Landmarken AG entwickelt das ehemalige Möbelhaus Trösser an der Krefelder Straße im Aachener Quartier Nord zu einer gemischt genutzten Immobilie mit rund 4.000 Quadratmetern Fläche für Büro, Einzelhandel und Freizeit. Im Zuge des Umbaus wird die bislang geschlossene Fassade im ersten Obergeschoss durch großflächige Glaselemente geöffnet. Rund 2.000 Quadratmeter Büro- und Serviceflächen hat die Krankenkasse BIG direkt gesund für zehn Jahre angemietet. Der Einzug der rund 160 Beschäftigten ist für Mitte 2027 vorgesehen. Geplant sind neben Arbeits- und Besprechungsbereichen auch Rückzugsräume und ein Kundencenter. Die Vermietung wurde von Cubion Immobilien begleitet, die Arbeitsplatzplanung übernimmt pro m². Bei der Modernisierung setzt Landmarken auf energieeffiziente Gebäudetechnik und eine Photovoltaikanlage. Durch die Umnutzung des Bestandsgebäudes entstehen neue Gewerbeflächen, ohne dass dafür ein vollständiger Neubau erforderlich ist.
Köln: IWG eröffnet neuen Coworking-Standort im Science Park North43
Die International Workplace Group (IWG) eröffnet im Oktober 2026 einen neuen Standort ihrer Marke HQ im Science Park North43 in Köln-Fühlingen. Das Flächenangebot umfasst Einzelbüros, Besprechungsräume sowie Coworking- und Kreativbereiche. Unternehmen können die Büroflächen individuell konfigurieren. Die Eröffnung erfolgt auf Grundlage einer Partnerschaftsvereinbarung mit der Immobilieneigentümerin KM 675 Sürth GmbH & Co. KG. Sie investiert in die Plattform von IWG, die den flexiblen Bürostandort betreiben wird. IWG hat im ersten Halbjahr 2026 weltweit 728 neue Standorte vertraglich vereinbart, davon 145 in Deutschland. Rund 95 Prozent der neuen Standorte werden über Partnerschaftsmodelle realisiert. Das globale Netzwerk umfasst mittlerweile mehr als 6.000 vertraglich gesicherte Standorte in über 120 Ländern.
Nürnberg: BAföG-Wohnpauschale reicht in 82 Hochschulstädten nicht für die Kaltmiete
In 82 von 138 untersuchten deutschen Hochschulstädten liegt die Angebotsmiete einer 40 Quadratmeter großen Bestandswohnung über der monatlichen BAföG-Wohnpauschale von 380 Euro. Das zeigt eine Analyse von immowelt, die studententypische Wohnungen aus den 1990er-Jahren mit der Wohnpauschale und dem BAföG-Höchstsatz von 992 Euro vergleicht. Am teuersten ist München mit durchschnittlich 862 Euro Kaltmiete. Damit werden bereits 87 Prozent des BAföG-Höchstsatzes für das Wohnen benötigt. Es folgen Frankfurt am Main mit 681 Euro und Stuttgart mit 608 Euro. Auch in Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Köln beansprucht die Kaltmiete mehr als die Hälfte der maximalen Förderung. Deutlich günstiger sind ostdeutsche Hochschulstandorte und Teile des Ruhrgebiets. Chemnitz weist mit 234 Euro die niedrigste Angebotsmiete im Vergleich auf. In Halle (Saale) werden durchschnittlich 349 Euro verlangt, in Bochum 332 Euro und in Dortmund 333 Euro. In allen vier Städten liegt die Kaltmiete damit unter der BAföG-Wohnpauschale. Unter den Flächenländern ist Sachsen laut immowelt am günstigsten: In den untersuchten Hochschulstädten beansprucht die Miete durchschnittlich 29 Prozent des BAföG-Höchstsatzes. Die höchsten Anteile entfallen auf Bayern mit 47 Prozent sowie Hessen und Baden-Württemberg mit jeweils 46 Prozent. Die Untersuchung berücksichtigt Angebotskaltmieten für eigenständige 40-Quadratmeter-Wohnungen. Tatsächliche Mietzahlungen, Nebenkosten und alternative Wohnformen wie Wohngemeinschaften oder Studierendenwohnheime sind damit nicht abgebildet.
Frankfurt am Main: IC Immobilien übernimmt Management für 152.000 Quadratmeter der DZ BANK
Die IC Immobilien Gruppe übernimmt zum 1. Januar 2027 das kaufmännische und buchhalterische Property Management für den DZ BANK Campus am Platz der Republik in Frankfurt am Main. Das Mandat umfasst ein vierteiliges Büroensemble mit rund 152.000 Quadratmetern. Die schrittweise Übernahme hat bereits begonnen. Zum überwiegend von der DZ BANK selbst genutzten Campus gehören das City-Haus I aus den 1970er-Jahren, das City-Haus II aus den 1980er-Jahren, der 2016 fertiggestellte Pavillon sowie die Immobilie Westendstraße 1. Ergänzt werden die Büroflächen durch kleinere Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss und eine Kindertagesstätte. Es ist bereits das zweite Mandat der DZ BANK für die IC Immobilien Gruppe. Seit März 2026 betreut das Unternehmen das benachbarte Bürogebäude Fifty Avon an der Mainzer Landstraße 50 mit rund 21.000 Quadratmetern Mietfläche. Damit wächst das von IC Immobilien für die Bank betreute Flächenvolumen auf insgesamt rund 173.000 Quadratmeter.
Frankfurt am Main: Westend Bank übernimmt Property Manager Westend Estates
Die Westend Bank AG hat sämtliche Geschäftsanteile an der Westend Estates GmbH, vormals 7280 Property Management GmbH, von der 7280 Improving Assets GmbH übernommen. Mit der Akquisition erweitert die Bank ihre Family-Office-Plattform um das Immobilienmanagement. Westend Estates ist auf die Verwaltung und Betreuung von Immobilienbeständen mit Schwerpunkt Gewerbeimmobilien spezialisiert. Die bestehenden Mandate, Mitarbeiter und Unternehmensstrukturen werden übernommen. Die Gesellschaft soll das bisherige Angebot der Bank um Property-Management-Dienstleistungen ergänzen. Die Westend Bank mit Sitz in Frankfurt am Main befindet sich vollständig im Besitz der Familie Hopp und bietet Finanzierungs- und Family-Office-Dienstleistungen für vermögende Familien, Unternehmen und institutionelle Investoren an. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.
Berlin: Aroundtown installiert Photovoltaik auf mehr als 150 Dächern
Aroundtown hat in seinem Immobilienportfolio in Deutschland und den Niederlanden Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 15,8 Megawattpeak installiert. Die Anlagen verteilen sich auf mehr als 150 Dächer von etwa 120 Immobilien. Ein Teilprojekt umfasst 16 vollständig an den Kfz-Serviceanbieter ATU vermietete Objekte. Die dort installierten Anlagen erreichen zusammen eine Leistung von mehr als 1,4 Megawattpeak und sollen jährlich rund eine Gigawattstunde Strom erzeugen. Aroundtown beziffert die dadurch vermiedenen CO₂-Emissionen für 2026 auf rund 284 Tonnen. Der erzeugte Strom wird direkt an den jeweiligen Standorten genutzt. Für den Ausbau stellt Aroundtown die Dachflächen bereit und stimmt Planung und Installation mit den Mietern ab. Ziel ist es, den Energiebezug aus dem öffentlichen Netz und die Emissionen im Bestandsportfolio zu reduzieren.
Wien: UNIQA legt Büroimmobilienfonds mit 600 Millionen Euro Zielvolumen auf
UNIQA Real Estate Management öffnet ihre Immobilienplattform für externe Investoren und legt mit dem UQA Real Estate Fonds einen geschlossenen Immobilienfonds auf. Das angestrebte Fondsvolumen beträgt 600 Millionen Euro, davon sollen 300 Millionen Euro als Eigenkapital eingeworben werden. Die maximale Fremdfinanzierungsquote liegt bei 50 Prozent Loan-to-Value. Der Fonds investiert in Core- und Core-Plus-Büroimmobilien in zentralen urbanen Lagen. Geografische Schwerpunkte sind Österreich, Polen und Tschechien, insbesondere die Büromärkte Wien, Warschau und Prag. Nach Angaben von UNIQA sind die Anfangsrenditen in diesen Märkten gegenüber den früheren Preishöchstständen um bis zu 250 Basispunkte gestiegen. Wertsteigerungen sollen durch aktives Asset Management und Mietwachstum erzielt werden. Der Fonds ist als Luxemburger SCSp strukturiert und als Artikel-8-Fonds gemäß EU-Offenlegungsverordnung konzipiert. Die Mindestzeichnung beträgt zehn Millionen Euro je Investor. Vorgesehen ist eine Laufzeit von zehn Jahren mit Verlängerungsoptionen. Angesprochen werden institutionelle Anleger und große Family Offices aus mehreren europäischen Märkten. UNIQA Real Estate verwaltet derzeit rund 200 Immobilien mit einem Gesamtvolumen von etwa drei Milliarden Euro und einer Vermietungsfläche von rund einer Million Quadratmetern.
Berlin: STRATEGIS weitet Immobilienmanagement bundesweit aus
Die STRATEGIS AG erweitert ihr Immobilienmanagement über die bisherigen Schwerpunkte Berlin und Hamburg hinaus. Erste Beratungsmandate in Frankfurt am Main und Düsseldorf sind bereits in Bearbeitung. Das Unternehmen bietet bundesweit Due Diligence, Property Management und Transaktionsbegleitung als kombinierbare Dienstleistungen an. Grundlage der Expansion sind zentralisierte und weitgehend digitalisierte Verwaltungsprozesse, die mit einer Betreuung vor Ort verbunden werden. Im Fokus stehen A-, B- und C-Städte sowie Regionen, in denen sich eine wirtschaftlich tragfähige Größenordnung an Einheiten oder Flächen betreuen lässt. Der Aufbau weiterer eigener Büros wird geprüft. Die bundesweite Geschäftsentwicklung im Property Management verantwortet seit August 2026 Roland D. Schleider als Head of Business Development. Er war zuvor unter anderem für Apleona, DWS Real Estate, DIC Asset und CR Investment Management tätig. STRATEGIS betreut derzeit rund 7.000 Verwaltungseinheiten für institutionelle und private Kunden in Berlin-Brandenburg und Hamburg.


