Bochum: PORR übergibt 126 von 213 Wohnungen im Quartier Q47 an Vivawest
Beim Wohnquartier Q47 in Bochum-Wiemelhausen sind die ersten 126 von insgesamt 213 Wohnungen fertiggestellt und an den Bauherrn Vivawest übergeben worden. Die Einheiten verteilen sich auf die Baufelder eins und zwei, erste Bewohner sind bereits eingezogen. Auch das dritte Baufeld wurde inzwischen nach Abschluss der Ausbauarbeiten und Fertigstellung der Außenanlagen abgenommen. In den verbleibenden Baufeldern vier und fünf laufen derzeit die Innenausbauarbeiten. Dazu gehören insbesondere Malerarbeiten, die Installation der Gebäudetechnik sowie Fliesen- und Bodenbelagsarbeiten. Der Baufortschritt liegt nach Angaben des ausführenden Unternehmens PORR Hochbau West im Zeitplan. Insgesamt umfasst das Projekt fünf Baufelder. Ein Termin für die vollständige Fertigstellung des Quartiers wurde nicht genannt.
Düsseldorf: Metro Properties verkauft zwei Gewerbeimmobilien mit 26.300 Quadratmetern
Metro Properties hat zwei Gewerbeimmobilien in Bischofsheim und Pforzheim in separaten Transaktionen veräußert. Das Fachmarktzentrum in Bischofsheim ging an die Lugman Capital GmbH. Die im dritten Quartal 2026 abgeschlossene Transaktion umfasst ein rund 40.000 Quadratmeter großes Grundstück mit etwa 18.000 Quadratmetern Mietfläche. Zu den Mietern gehören MediaMarkt, KFC, Roller und Jet. In Pforzheim erwarb ein regionales Family Office ein vollständig vermietetes Schul- und Nahversorgungszentrum an der Haidachstraße 4–6. Die Immobilie bietet rund 8.300 Quadratmeter Mietfläche und wird von der Stadt Pforzheim als Schulstandort sowie von Netto und Action genutzt. Die Kaufpreise wurden nicht veröffentlicht. Bei beiden Verkäufen wurde Metro Properties von der Wirtschaftskanzlei DLA Piper rechtlich beraten.
Hamburg: Centralis kauft Mixed-Use-Immobilie mit 2.883 Quadratmetern Serviced Apartments
Die Centralis Immobilien Gruppe hat eine gemischt genutzte Bestandsimmobilie an der Hamburger Straße 188 bis 190 erworben. Das Gebäude verfügt über insgesamt 4.104 Quadratmeter Mietfläche, davon entfallen 2.883 Quadratmeter auf Serviced Apartments, die von Arbio betrieben werden. Weitere Flächen werden als Wohnungen und für die Nahversorgung durch den Lebensmittelhändler Penny genutzt. Der Eigentümerwechsel wurde Mitte Oktober 2026 abgeschlossen. Centralis plant, die Immobilie durch Modernisierungsmaßnahmen aufzuwerten und prüft zusätzliche bauliche Entwicklungsmöglichkeiten. Mit dem Ankauf erweitert das Düsseldorfer Unternehmen sein Hamburger Portfolio. In Harburg entwickelt Centralis bereits ein weiteres Projekt mit 88 Serviced Apartments und ergänzenden Gewerbeflächen. Angaben zum Kaufpreis und zum Verkäufer wurden nicht gemacht.
Saarbrücken: Baustart für Studierendenwohnheim mit 298 Apartments
Peter Gross Bau hat mit dem Bau eines Studierendenwohnheims auf dem Campus der Universität des Saarlandes begonnen. Im Auftrag der Wohnungsgesellschaft Saarland entstehen auf dem Gelände des ehemaligen Botanischen Gartens 298 Apartments mit insgesamt 306 Wohnheimplätzen. Das Auftragsvolumen beträgt rund 26,5 Millionen Euro, die Fertigstellung ist für August 2028 vorgesehen. Der fünfgeschossige Neubau umfasst rund 12.600 Quadratmeter Bruttogrundfläche und wird im Effizienzhausstandard 40 errichtet. Geplant sind unter anderem 55 barrierefreie und vier rollstuhlgerechte Apartments sowie Gemeinschaftsflächen und 306 Fahrradstellplätze. Das Gebäude entsteht in Stahlbetonbauweise mit vorgehängten Fassadenelementen aus Holzrahmenkonstruktionen. Zur Ausstattung gehören ein begrüntes Flachdach und eine Photovoltaikanlage. Peter Gross Bau übernimmt als Generalübernehmer neben der weiteren Planung und schlüsselfertigen Errichtung auch die Gestaltung der Außenanlagen und die vollständige Möblierung der Apartments.
Berlin: Drei von zehn Unternehmen planen Standortwechsel
Knapp 30 Prozent der Berliner Unternehmen planen innerhalb der kommenden 18 Monate einen Standortwechsel. Rund 80 Prozent der umzugswilligen Firmen wollen dabei in der Hauptstadt bleiben. Das geht aus einer Umfrage von Trend Research Hamburg im Auftrag der GSG Berlin hervor. Als Zielbezirk wird Mitte am häufigsten genannt, gefolgt unter anderem von Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg. Gleichzeitig zeigt eine Sonderauswertung des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg, dass die Zahl der Unternehmensgründungen in Charlottenburg-Wilmersdorf zwischen den ersten Halbjahren 2024 und 2026 von 2.164 auf 1.400 zurückgegangen ist. Die Firmenzuzüge sanken von 136 auf 55. Besonders deutlich fiel der Rückgang in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft aus: Hier verringerte sich die Zahl der Neugründungen von 100 auf 63 und die der Zuzüge von 42 auf sieben. Die Umfrage zeigt zudem, dass Unternehmen ihre Büroflächenplanung zunehmend an Homeoffice, veränderte Nutzungskonzepte und künstliche Intelligenz anpassen. An der Erhebung nahmen insgesamt 536 Personalentscheider teil.
Wiesbaden: Aroundtown verbessert Nachhaltigkeitsbewertung des Delta Hauses auf BREEAM Exzellent
Aroundtown hat für das Bürogebäude Delta Haus am Gustav-Stresemann-Ring 1 in Wiesbaden bei der BREEAM-Rezertifizierung die Bewertungsstufe „Exzellent“ erreicht. Gegenüber der Erstzertifizierung 2023 verbesserte sich das Ergebnis von 41,89 auf 72,81 Prozent. Zu den Maßnahmen im Gebäudebetrieb zählen die Umstellung der Außen- und Parkplatzbeleuchtung auf LED, ein neues Gebäudeleitsystem sowie die digitale Überwachung des Wasserverbrauchs und der Kälteanlagen zur frühzeitigen Erkennung von Leckagen. Die Wärmeversorgung erfolgt über Fernwärme. Das Bürogebäude am Hauptbahnhof verfügt zudem über 36 Fahrradstellplätze und begrünte Außenflächen. Nach Unternehmensangaben erreichen deutschlandweit lediglich rund acht Prozent der BREEAM-zertifizierten Immobilien die Bewertungsstufe „Exzellent“. Aroundtown hat zuletzt auch mehrere Büroimmobilien in Berlin, Eschborn und Neu-Isenburg entsprechend zertifizieren lassen. Insgesamt verfügen nach Angaben des Unternehmens inzwischen mehr als 70 Prozent seiner Gewerbeimmobilien über eine BREEAM-Zertifizierung.
Rheinbach: Weisenburger übergibt 174 Wohnungen an Vivawest
Weisenburger Bau hat das Majolika-Quartier auf dem Gelände der ehemaligen Keramikfabrik Jean Fuss & Sohn in Rheinbach fertiggestellt und an Vivawest übergeben. Das Wohnungsunternehmen übernimmt die elf Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 174 Wohnungen in den eigenen Bestand. Davon sind 150 frei finanziert und 24 öffentlich geförderte Seniorenappartements, die sich auf zwei betreute Wohngruppen verteilen. Ergänzt wird das Quartier durch eine Tagespflegeeinrichtung. Betreiber der Pflegeangebote ist die Rheinische Gesellschaft für Diakonie. Die Zwei- bis Vierzimmerwohnungen verfügen über Wohnflächen zwischen 59 und 122 Quadratmetern und sind nach Angaben von Vivawest bereits nahezu vollständig vermietet. Die Bauarbeiten hatten im Herbst 2023 begonnen. Alle Gebäude erfüllen den Effizienzhausstandard 55 EE und sind mit Luft-Wasser-Wärmepumpen sowie Photovoltaikanlagen ausgestattet. Hinzu kommen 167 Tiefgaragenstellplätze mit Vorbereitung für Ladeinfrastruktur. Eine Bildergalerie im öffentlichen Raum erinnert an die industrielle Vergangenheit des Standorts.
Immendingen: Rohbau für neues Zoll-Trainingszentrum mit 13.500 Quadratmetern wächst
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat beim Neubau des Einsatz- und Trainingszentrums für den Zoll in Immendingen die ersten tragenden Bauteile des Gebäudeskeletts errichten lassen. Der Komplex mit rund 13.500 Quadratmetern Bruttogrundfläche umfasst ein Einsatztrainingsgebäude, eine Raumschießanlage mit drei Schießständen sowie eine Zweifeld-Sporthalle. Die Fertigstellung und Übergabe an die Generalzolldirektion sind für Ende 2028 vorgesehen. Goldbeck realisiert das Vorhaben als Totalunternehmer in serieller Bauweise mit industriell vorgefertigten Bauelementen. Das Gebäude soll den Effizienzgebäude-40-Standard sowie den Silberstandard des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen erfüllen. Geplant sind Photovoltaikanlagen auf Dächern, Fassaden und Carports, begrünte Gebäudeteile sowie Innenwände aus gepresstem Stroh. Der Standort gehört zu einem bundesweiten Bauprogramm mit elf baugleichen Trainingszentren. Neben Immendingen befinden sich sieben weitere Standorte im Bau, darunter Chemnitz und Königs Wusterhausen. An drei zusätzlichen Standorten laufen bauvorbereitende Maßnahmen.
Freising: Baustart für mehr als 400 Millionen Euro teure Munich Arena am Flughafen
Am Münchner Flughafen hat der Bau der Munich Arena begonnen. Die MUNICH ARENA Property GmbH investiert mehr als 400 Millionen Euro in den privat finanzierten Veranstaltungskomplex, der bis 2029 fertiggestellt werden soll. Kernstück ist eine siebengeschossige Konzertarena mit rund 50.000 Quadratmetern Fläche und Platz für bis zu 20.000 Besucher. Ergänzt wird sie durch ein Musik-Hotel, einen Mobility-Hub und parkähnliche Außenanlagen. Der Entwurf stammt von Populous Architects, die Generalplanung liegt bei einem Team um HENN Architekten. Drees & Sommer übernimmt die Projektsteuerung, das Baumanagement und die Koordination der technischen Infrastruktur. Für den Betrieb werden rund zehn Megawatt elektrische Leistung und 4.000 Kilowatt Fernwärme benötigt. Photovoltaikanlagen auf mehreren Gebäudedächern sollen einen Teil des Strombedarfs decken. Das Projekt strebt eine DGNB-Gold-Zertifizierung an. Für die Verkehrsanbindung sind unter anderem eine neue Fußgängerbrücke und der Ausbau der Freisinger Allee vorgesehen. Rund zwei Drittel der benötigten Parkplätze sollen durch bestehende Kapazitäten des Flughafens abgedeckt werden.
Frankfurt am Main: Einzelhandelsflächenumsatz steigt auf 385.000 Quadratmeter
Der Flächenumsatz auf dem innerstädtischen Einzelhandelsmarkt in Deutschland hat in den ersten neun Monaten 2026 rund 385.000 Quadratmeter erreicht und liegt damit zehn Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt. Nach Angaben von BNP Paribas Real Estate entfielen allein 150.000 Quadratmeter auf das dritte Quartal. Davon wurden 57 Prozent durch Abschlüsse über mindestens 1.000 Quadratmeter erzielt. Wesentliche Treiber sind die Neubelegung ehemaliger Kaufhäuser und die Umstrukturierung von Shoppingcentern. Auf Einkaufszentren entfielen rund 110.000 Quadratmeter, auf ehemalige Warenhäuser weitere 50.000 Quadratmeter. Zu den größeren Abschlüssen zählen Kaufland mit 4.000 Quadratmetern im Berliner Schloss-Straßen-Center sowie Lager 157 und Smyths Toys mit jeweils 2.500 Quadratmetern in Hannover und Ludwigshafen. Die sieben größten Einzelhandelsmärkte erreichten zusammen rund 125.000 Quadratmeter, angeführt von Berlin mit 36.000 und Frankfurt am Main mit gut 20.000 Quadratmetern. Dresden und Leipzig verzeichneten jeweils rund 9.000 Quadratmeter. Zusätzliche Flächen kommen durch Schließungen und Verkleinerungen bestehender Filialen auf den Markt. Trotz des hohen Flächenumsatzes bleibt damit die langfristige Stabilität der neuen Mietverhältnisse eine Herausforderung.
Nürnberg: Höhere Bauzinsen könnten Wohnungskäufer bis zu 1.000 Euro jährlich zusätzlich kosten
Ein Anstieg der Bauzinsen um 0,35 Prozentpunkte könnte die jährlichen Finanzierungskosten beim Wohnungskauf bundesweit um durchschnittlich 547 Euro erhöhen. Das zeigt eine Modellrechnung von immowelt für eine 75 Quadratmeter große Bestandswohnung mit einem durchschnittlichen Angebotspreis von 272.600 Euro. Zugrunde liegen 20 Prozent Eigenkapital, eine Laufzeit von 30 Jahren und ein Ausgangszins von 4,4 Prozent. Bei einem Zinsanstieg um 0,10 Prozentpunkte läge die Mehrbelastung bei 155 Euro jährlich, bei 0,25 Prozentpunkten bei 389 Euro. Aufgrund der unterschiedlichen Kaufpreise fallen die Auswirkungen regional deutlich auseinander: In Hamburg wären es im stärksten Szenario 1.004 Euro, in Berlin 840 Euro und in Bayern 725 Euro. In Sachsen läge die zusätzliche Belastung bei 303 Euro, in Thüringen bei 302 Euro und in Sachsen-Anhalt bei 287 Euro. Gleichzeitig zeigen Finanzierungsanfragen auf immowelt, dass die geplanten Kreditraten in elf Bundesländern durchschnittlich mehr als 35 Prozent des Nettoeinkommens beanspruchen.
Frankfurt am Main: Einzelhandelsflächenumsatz liegt zehn Prozent über Fünfjahresdurchschnitt
In deutschen Innenstädten wurden in den ersten neun Monaten 2026 rund 385.000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche neu vermietet oder eröffnet. Nach Angaben von BNP Paribas Real Estate liegt das Ergebnis zehn Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Allein auf das dritte Quartal entfielen 150.000 Quadratmeter, davon 57 Prozent auf Großflächen ab 1.000 Quadratmetern. Treiber sind insbesondere die Neuvermietung ehemaliger Kaufhäuser und die Umstrukturierung von Shoppingcentern. Auf Einkaufszentren entfielen rund 110.000 Quadratmeter, auf frühere Warenhäuser weitere 50.000 Quadratmeter. Die sieben größten Einzelhandelsmärkte erreichten zusammen knapp 125.000 Quadratmeter und lagen damit rund 20 Prozent über ihrem Fünfjahresdurchschnitt. Berlin führte mit 36.000 Quadratmetern vor Frankfurt am Main mit gut 20.000 Quadratmetern. Dresden und Leipzig kamen auf jeweils rund 9.000 Quadratmeter. Zusätzliche Flächen entstehen durch Filialschließungen und Verkleinerungen großer Handelsketten. Zugleich blieb die Passantenfrequenz in den untersuchten Einkaufsstraßen mit einem Rückgang von 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil.
Köln: New Yorker Künstler gestaltet 800 Quadratmeter große Hostelfassade
Der New Yorker Künstler Timothy Goodman hat die rund 800 Quadratmeter große Fassade des a&o Köln Neumarkt am Mauritiuswall mit einem Wandbild gestaltet. Unter dem Titel „People Love People“ verbindet das Kunstwerk großflächige Zeichnungen mit Schriftzügen und Begriffen aus dem Kölner Sprachgebrauch. Die Arbeiten an den beiden bis zu 20 Meter hohen Hauswänden dauerten drei Tage. Goodman verzichtete dabei auf eine feste Vorlage und entwickelte die Gestaltung direkt an der Fassade. Für den Künstler, der weltweit bereits mehr als 250 Wandbilder realisiert hat und unter anderem für Apple, Nike und die New York Times tätig war, ist es das erste Fassadenprojekt in Deutschland. Kuratiert und umgesetzt wurde das Vorhaben für den Hostelbetreiber a&o von Tanja Heuchele. Das Unternehmen betreibt drei Standorte in Köln.
Osnabrück: Regus eröffnet 970 Quadratmeter großen Coworking-Standort
Die International Workplace Group (IWG) eröffnet im November 2026 ein neues Regus-Bürocenter an der Mercatorstraße in Osnabrück. Der Standort umfasst 970 Quadratmeter auf zwei Etagen und bietet 24 Einzelbüros, zwei Besprechungsräume sowie Coworking- und Gemeinschaftsflächen. Grundlage ist eine Partnerschaft mit dem Immobilieneigentümer MGI Managementgesellschaft für Immobilienentwicklung, der den Standort gemeinsam mit IWG im Rahmen eines Managementvertrags betreibt. Das Modell ist Teil der Expansionsstrategie des Anbieters flexibler Büroflächen, bei der Immobilieneigentümer ihre Gebäude in das internationale Standortnetzwerk einbringen. Im ersten Halbjahr 2026 hat IWG weltweit 728 neue Standorte unter Vertrag genommen. Damit umfasst das Netzwerk inzwischen mehr als 6.000 vertraglich gesicherte Standorte in über 120 Ländern. Rund 95 Prozent der jüngsten Expansion erfolgen nach Unternehmensangaben über Partnerschaftsmodelle.
Paris: AEW halbiert Prognose für europäische Immobilienfinanzierungslücke auf 45 Milliarden Euro
Die Finanzierungslücke bei europäischen Immobilienkrediten dürfte im Zeitraum 2027 bis 2029 rund 45 Milliarden Euro betragen. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Investmentmanagers AEW hervor. Noch 2023 hatte das Unternehmen für den Zeitraum 2026 bis 2028 eine Lücke von 90 Milliarden Euro prognostiziert. Zum Rückgang haben insbesondere Refinanzierungen bestehender Kredite durch sogenannte Back-Leverage-Strukturen beigetragen, bei denen Kreditgeber ihre Darlehensforderungen selbst fremdfinanzieren. Das ausstehende Volumen dieser Finanzierungen wird inzwischen auf mehr als 50 Milliarden Euro geschätzt. Gleichzeitig erschweren gestiegene Finanzierungskosten weitere Refinanzierungen. In der Eurozone liegen diese mittlerweile bei durchschnittlich 5,1 Prozent und damit auf dem Niveau der Spitzenrenditen europäischer Immobilien. Die größte Finanzierungslücke weist Frankreich mit 12,6 Milliarden Euro auf. Deutschland verzeichnet dagegen mit 5,3 Prozent die höchste Quote notleidender Gewerbeimmobilienkredite unter den großen europäischen Märkten. Europaweit liegt diese bei 2,9 Prozent.
München: Heizungsoptimierung im Bestand häufig ohne größere Umbauten möglich
Viele Heizungsanlagen verbrauchen unnötig Energie, obwohl sie störungsfrei funktionieren. Das zeigt die Immoconn Heatmap 2026 des Münchner Prop-Tech-Unternehmens Juconn, für die rund 35.000 technische Auffälligkeiten aus mehreren Tausend überwachten Heizungsanlagen ausgewertet wurden. Demnach entfallen 81 Prozent der problematischen Auffälligkeiten auf nur zehn Fehlerkategorien. Besonders häufig sind ungünstige Temperaturniveaus und ineffiziente Pumpeneinstellungen. Von den 20 häufigsten Problemtypen weisen 13 ein mittleres oder hohes Energieeinsparpotenzial auf. Bei 18 dieser Problemtypen bewerten die Fachleute den Aufwand zur Behebung als mittel, bei den übrigen zwei als gering. Zu den empfohlenen Maßnahmen gehören insbesondere die Reduzierung von Betriebstemperaturen und die Anpassung von Pumpeneinstellungen. Bei 90 Prozent der untersuchten Problemtypen bleibt der Wohnkomfort unbeeinträchtigt, sodass die Ineffizienzen häufig unbemerkt bleiben. Zudem können 19 der 20 häufigsten Fehlerarten den Verschleiß von Anlagenkomponenten erhöhen. Konkrete Angaben zur möglichen Energie- und Kostenersparnis enthält die Untersuchung nicht.
Düsseldorf: Bonava startet letzten Bauabschnitt der Paulshöfe mit 95 Wohnungen
Bonava hat mit dem fünften und letzten Bauabschnitt des Wohnquartiers Paulshöfe in Düsseldorf-Benrath begonnen. Auf dem knapp drei Hektar großen Gelände eines ehemaligen ThyssenKrupp-Walzwerks entstehen insgesamt 571 Wohnungen, davon jeweils die Hälfte als Eigentumswohnungen und öffentlich geförderter Wohnraum. Die Entwicklung erfolgt in fünf Baufeldern. Die ersten beiden Abschnitte sind bereits vollständig bezogen, die Wohnungen des dritten stehen kurz vor der Übergabe. Das vierte Baufeld soll im Sommer 2027 fertiggestellt werden. Mit den nun begonnenen Arbeiten an weiteren 95 Wohnungen geht die Umwandlung des früheren Industriestandorts in die letzte Phase. Der Abschluss des gesamten Quartiers ist für Anfang 2029 vorgesehen.
Haan: Chinesisches E-Commerce-Unternehmen mietet 7.770 Quadratmeter Logistikfläche
Ein chinesisches E-Commerce-Unternehmen hat rund 7.770 Quadratmeter Logistikfläche an der Siemensstraße 7 in Haan angemietet. Eigentümer der Immobilie ist HighBrook Investors. Der Mieter nutzt den Standort zur Erweiterung seiner Logistikkapazitäten für den Vertrieb eigener Produkte sowie für Geschäfte über Handelsplattformen wie Amazon. Die Immobilie verfügt über mehrere Laderampen und ein bestehendes Regalsystem. Der Flächenbezug erfolgte zum 1. Oktober 2026. Vermittelt wurde der Mietvertrag von RUHR REAL.
Frankfurt am Main: Jeder vierte Interim Manager ist weniger als zur Hälfte ausgelastet
Der Markt für Interim Management in der Bau-, Immobilien- und Finanzwirtschaft zeigt deutliche Unterschiede bei Auslastung und Vergütung. Laut einer Studie der Personalberatung Cobalt waren 33 Prozent der befragten Interim Manager in den vergangenen zwölf Monaten zu mehr als 90 Prozent ausgelastet, während 24 Prozent eine Auslastung von weniger als 50 Prozent erreichten. Nur 45 Prozent erwarten eine positive wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden sechs bis zwölf Monaten. Zwei Drittel erzielen Tagessätze von mindestens 800 Euro, am häufigsten liegen diese zwischen 1.000 und 1.200 Euro. Rund 19 Prozent erhalten mehr als 1.200 Euro täglich. Bei 66 Prozent dauern die Mandate durchschnittlich mindestens sechs Monate. Für die Auftragsgewinnung sind persönliche Kontakte entscheidend: 72 Prozent gewinnen darüber neue Mandate, im Immobilienwesen sogar 78 Prozent. Die Ergebnisse stammen aus einer erstmals eigenständigen Interim-Auswertung der Cobalt-Markt- und Karrieretrendanalyse 2026. An der übergeordneten Befragung nahmen 981 Personen teil.
Berlin: Königstadt plant 18 Wohnungen durch Hofverdichtung in Westend
Die Königstadt Gesellschaft für Grundstücke und Industrie plant an der Reichsstraße 100 in Berlin-Westend ein sechsgeschossiges Wohngebäude mit 18 Wohnungen. Den zweistufigen Architektenwettbewerb für das Projekt „Westend 100“ hat das Berliner Büro Plattenbaustudio gewonnen. Der Neubau soll auf einem rund 1.640 Quadratmeter großen Grundstück im bestehenden Hofbereich entstehen und etwa 1.180 Quadratmeter Wohnfläche bieten. Vorgesehen sind Ein- bis Dreizimmerwohnungen in Holzhybridbauweise mit flexibel anpassbaren Grundrissen. Die Bruttogrundfläche beträgt rund 1.650 Quadratmeter. Der Innenhof soll zugleich als Garten- und Aufenthaltsbereich weiterentwickelt werden. Als nächster Schritt ist die Zusammenstellung des Planungsteams vorgesehen. Die Realisierung soll ab Mitte 2028 beginnen.
Berlin: Gorgeous Smiling Hotels kauft Investor Auctus heraus und plant Expansion
Die Hotelgruppe Gorgeous Smiling Hotels (GSH) hat die Anteile des bisherigen Investors Auctus Capital zurückgekauft und im Zuge der finanziellen Neuaufstellung sämtliche Bankdarlehen getilgt. Die Geschäftsführung liegt bei Heiko Grote, der das operative Geschäft verantwortet, und Andreas Erben, der für Finanzen, Projektentwicklung und Expansion zuständig ist. GSH betreibt derzeit 77 Hotels mit 7.623 Zimmern in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien. Fünf Hotelumwandlungen wurden bereits umgesetzt, sechs weitere Projekte befinden sich in der gesicherten Pipeline. Nach Unternehmensangaben stieg die Auslastung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als zehn Prozent, der Umsatz pro verfügbarem Zimmer um über 4,5 Prozent. Zur weiteren Digitalisierung setzt GSH unter anderem eine KI-gestützte Telefonassistenz in 13 Sprachen ein.
Berlin: Jedes dritte Architekturbüro erwirtschaftet keinen Überschuss
32 Prozent der deutschen Architekturbüros erzielen nach Abzug der Inhabergehälter keinen Überschuss oder schreiben Verluste. Der mittlere Jahresüberschuss liegt bei lediglich 20.800 Euro. Das geht aus der aktuellen Strukturbefragung der Bundesarchitektenkammer hervor, an der rund 14.000 Kammermitglieder teilgenommen haben. Der Neubau macht inzwischen nur noch 39 Prozent der Büroumsätze aus. Zugleich berichten 60 Prozent der Büros von längeren Genehmigungsverfahren. 43 Prozent sehen infolge des Urteils zur Honorarordnung für Architekten und Ingenieure von 2019 einen verschärften Preiswettbewerb, gegenüber 34 Prozent bei der vorherigen Befragung. Die Bruttojahresgehälter angestellter Architekten stiegen seit 2023 um zehn Prozent auf durchschnittlich 74.872 Euro im Median. In Planungsbüros fiel der Anstieg mit sechs Prozent geringer aus. Der Anteil selbstständiger Kammermitglieder sank auf 29 Prozent, von denen inzwischen 35 Prozent älter als 60 Jahre sind.
München: MHP Hotel steigert Quartalsumsatz um 25 Prozent auf 56,6 Millionen Euro
Die MHP Hotel AG hat ihren Hotelumsatz im dritten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 25 Prozent auf 56,6 Millionen Euro gesteigert. Nach neun Monaten lag der Umsatz bei rund 155 Millionen Euro, ebenfalls ein Plus von 25 Prozent. Zum Wachstum trugen insbesondere die Integration des Hyatt Regency Vienna und das Conrad Hamburg bei. Die durchschnittliche Zimmerrate erhöhte sich von 227 auf 233 Euro, während der Umsatz pro verfügbarem Zimmer leicht von 179 auf 180 Euro stieg. Die Auslastung sank dagegen von 79 auf 77 Prozent. Im aktuellen TREUGAST-Ranking erzielte MHP mit durchschnittlich 242 Euro die höchste Zimmerrate unter den erfassten deutschen Hotelgesellschaften. Für das Gesamtjahr bestätigt das Unternehmen seine Prognose von 220 bis 225 Millionen Euro Konzernumsatz und rund acht Millionen Euro operativem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Bis 2029 sind weitere Hoteleröffnungen in Wien, Stuttgart, Frankfurt am Main und Düsseldorf geplant.
Zürich: GARBE gründet Investmentgesellschaft für Family Offices
GARBE hat mit der GARBE Private Capital AG eine Gesellschaft für Immobilien- und Infrastrukturinvestments mit Sitz in Zürich gegründet. Sie richtet sich an Family Offices, Privatbanken und Unternehmerfamilien und bietet Beteiligungen über Club Deals, Co-Investments und Joint Ventures an. Auch die Gesellschafterfamilien von GARBE wollen eigenes Kapital in die Investments einbringen. Das Investitionsspektrum umfasst Logistik- und Industrieimmobilien, Lebensmitteleinzelhandel, Wohnen, Hotels, Rechenzentren und Infrastruktur. Die GARBE-Gruppe verwaltet nach eigenen Angaben ein Vermögen von mehr als 15 Milliarden Euro und ist mit 23 Büros in 16 Ländern vertreten. Die Geschäftsführung der neuen Gesellschaft hat zum 1. Oktober Peter Paschke übernommen. Er war zuletzt für ein Single Family Office in der Schweiz tätig und arbeitete zuvor unter anderem für Pangaea Life Capital Partners und Muirfield Capital.
Berlin: Landeseigene Wohnungsunternehmen erweitern Bestand auf 374.472 Wohnungen
Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften haben 2025 insgesamt 3.303 Wohnungen fertiggestellt und weitere 4.609 angekauft. Damit stieg ihr kooperationsrelevanter Bestand auf 374.472 Wohnungen. Das geht aus dem Jahresbericht der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hervor. Die durchschnittliche Bestandsmiete lag bei 7,09 Euro pro Quadratmeter und damit unter dem Mietspiegelwert von 7,71 Euro. Bei Neuvermietungen verlangten die Unternehmen durchschnittlich 9,31 Euro pro Quadratmeter, während die mittlere Angebotsmiete in Berlin laut Investitionsbank Berlin 15,78 Euro betrug. Von den 12.789 wiedervermieteten Wohnungen gingen 63,6 Prozent an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein. Für 562 Bestandswohnungen wurde eine Mietabsenkung beantragt. Die Gesellschaften erzielten einen gemeinsamen Jahresüberschuss von 298,9 Millionen Euro bei einer durchschnittlichen Eigenkapitalquote von 24,7 Prozent.
Berlin: GdW fordert gesetzliche Klärung der Voraussetzungen für Vergesellschaftungen
Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW spricht sich angesichts der Debatte über die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen in Berlin für ein Auslegungsgesetz zu Artikel 15 des Grundgesetzes aus. Damit sollen die rechtlichen Voraussetzungen und Grenzen einer Vergesellschaftung konkretisiert werden. Klärungsbedarf sieht der Verband insbesondere bei den zulässigen Gemeinwohlzielen, der Auswahl betroffener Unternehmen, der Verhältnismäßigkeit und der Höhe möglicher Entschädigungen. GdW-Präsident Axel Gedaschko warnt zudem vor den wirtschaftlichen Folgen einer Vergesellschaftung und bezweifelt, dass ein Eigentümerwechsel zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum schaffen würde. Ein Auslegungsgesetz könne nach Auffassung des Verbandes mehr Rechtssicherheit schaffen, ohne die Verfassung zu ändern oder eine gerichtliche Überprüfung zu ersetzen.
Berlin: Illumina verlängert Mietvertrag über 1.687 Quadratmeter im Atrium Tower
Das Biotechnologieunternehmen Illumina hat seinen Mietvertrag über 1.687 Quadratmeter im Atrium Tower am Potsdamer Platz um fünf Jahre bis 2032 verlängert. Das Unternehmen betreibt dort ein regionales Solutions Center mit Büro-, Labor- und Schulungsflächen für DNA-Sequenzierung und Genomanalyse. Die Vertragsverlängerung folgt auf weitere Vermietungen im Quartier an Unternehmen aus den Bereichen Technologie und Life Sciences, darunter Neko Health, Zentiva und Focused Energy. Der Potsdamer Platz verfügt über eine DGNB-Gold-Zertifizierung als gemischt genutztes Bestandsquartier. Illumina wurde bei der Vertragsverlängerung von CBRE beraten, die Eigentümerseite vertrat BGRE.
Berlin: Landeseigene Wohnungsunternehmen bauen 3.303 Wohnungen und kaufen 4.609 hinzu
Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften in Berlin haben ihren Bestand 2025 auf 374.472 Wohnungen erhöht. Nach dem Jahresbericht der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen wurden 3.303 Wohnungen fertiggestellt und weitere 4.609 angekauft. Die durchschnittliche Bestandsmiete lag bei 7,09 Euro pro Quadratmeter und damit unter dem Berliner Mietspiegelwert von 7,71 Euro. Bei Neuvermietungen wurden durchschnittlich 9,31 Euro verlangt, während die mittlere Angebotsmiete in Berlin laut IBB bei 15,78 Euro lag. Von den 12.789 wiedervermieteten Wohnungen gingen 63,6 Prozent an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein und 26 Prozent an besondere Bedarfsgruppen. Insgesamt stellten 562 Bestandsmieter einen Antrag auf Mietabsenkung. Die landeseigenen Gesellschaften erwirtschafteten 2025 einen gemeinsamen Jahresüberschuss von 298,9 Millionen Euro bei einer durchschnittlichen Eigenkapitalquote von 24,7 Prozent.
München: Rohbau für Büroprojekt MONACO im Werksviertel fertiggestellt
Die Rock Capital Group hat den Rohbau des Bürogebäudes MONACO an der Helmut-Dietl-Straße 7 im Münchner Werksviertel fertiggestellt. Der sechsgeschossige Neubau nach einem Entwurf des niederländischen Architekturbüros MVRDV umfasst rund 4.000 Quadratmeter Bürofläche sowie 580 Quadratmeter Terrassen- und Dachflächen. Die Einheiten sind ab etwa 500 Quadratmetern teilbar. Für die Fassade werden rund 12.000 Schindeln aus recyceltem PVC und 60.000 wiederverwendete Klinkersteine aus Industrieabbrüchen eingesetzt. Die Kunststoffschindeln stammen unter anderem aus alten Fensterrahmen, Dachrinnen und Fallrohren. Der Innenausbau soll zum Jahreswechsel 2026/2027 beginnen, die Bezugsfertigkeit ist für Oktober 2027 vorgesehen. Das Projekt wurde im April 2025 begonnen und verfügt über eine WiredScore-Platinum-Zertifizierung.
Eschborn: BWH Hotels führt WorldHotels als internationale Dachmarke ein
Die Hotelgruppe BWH Hotels wird künftig unter der internationalen Dachmarke WorldHotels auftreten. Der neue Markenauftritt umfasst mehr als 4.000 Hotels in 100 Ländern mit insgesamt 18 Marken. Die bisherigen Hotelmarken, darunter Best Western, sowie die Namen der einzelnen Häuser bleiben bestehen. BWH Hotels Central Europe wird ab 2027 in WorldHotels Central Europe umbenannt. Zum 5. Januar 2027 werden zudem die bisherigen Bonusprogramme Best Western Rewards und WorldHotels Rewards unter dem Namen WorldHotels Rewards zusammengeführt. Sie zählen weltweit rund 70 Millionen Mitglieder. Bestehende Punkte und Mitgliedervorteile sollen erhalten bleiben. Ergänzend plant die Hotelgruppe eine neue Website und eine überarbeitete Buchungs-App.
München: ROSA-ALSCHER Group und Vonovia eröffnen Stadtteilzentrum ZAM in Freiham
Die ROSA-ALSCHER Group und Vonovia haben das Stadtteilzentrum ZAM in München-Freiham offiziell eröffnet. Auf vier Baufeldern sind rund 470 Wohnungen, etwa 18.700 Quadratmeter Büro- und Gewerbeflächen sowie 25.000 Quadratmeter für Handel und Gastronomie entstanden. Beide Unternehmen entwickelten jeweils zwei Baufelder. Auf Vonovia entfallen 332 Wohnungen und 27 Gewerbeeinheiten. Der Wohnungsbestand ist nach Unternehmensangaben nahezu vollständig vermietet. Die ROSA-ALSCHER Group hatte das Areal 2018 erworben, 2022 begannen die Bauarbeiten. Der Entwurf für das aus vier Gebäuden bestehende Quartier stammt vom Architekturbüro Störmer Murphy and Partners. Zur Anlage am Mahatma-Gandhi-Platz gehören ein rund 65 Meter hoher Wohnturm, öffentlich zugängliche Wege und Plätze sowie begrünte Innenhöfe. Die Gebäudeteile ZAM SPACES und ZAM LIFE sind jeweils mit DGNB Gold und LEED Gold zertifiziert. Erste Geschäfte hatten bereits 2024 eröffnet.
Heidelberg: CoreNet Global fordert neue Nutzungskonzepte für leerstehende Immobilien
Struktureller Leerstand lässt sich häufig nicht allein durch niedrigere Mieten oder intensivere Vermarktung beheben. Darauf verwiesen Experten bei einem Symposium von CoreNet Global Central Europe und der Hochschule Fresenius in Heidelberg. Vorgestellt wurden unter anderem Umnutzungskonzepte für eine rund 10.000 Quadratmeter große Büroimmobilie im Raum Ingolstadt, die künftig als Bildungscampus mit Gründerzentrum, Schulungsräumen und 45 Wohnungen für Auszubildende dienen soll. In Bad Mergentheim wurde für eine seit mehr als zehn Jahren leerstehende Gaststätte ein Wohnheim mit 24 Plätzen für Auszubildende konzipiert. Rund eine Million Euro Fördermittel sollen die Umsetzung ermöglichen. Für eine ehemalige Bankfiliale mit 800 Quadratmetern in Würzburg-Heidingsfeld wurde eine Kombination aus Stadtbibliothek und Wohnen entwickelt. Nach Angaben der Veranstalter konnte dafür innerhalb von drei Monaten ein Mietvertrag abgeschlossen werden. Als entscheidende Voraussetzungen für die Reaktivierung leerstehender Gebäude nannten die Teilnehmer eine standortbezogene Bedarfsanalyse, die bauliche Eignung und die wirtschaftliche Tragfähigkeit neuer Nutzungen.
München: Jeder dritte institutionelle Investor erwägt Immobilieninvestments in Kanada
35 Prozent der befragten deutschen institutionellen Investoren können sich ein Immobilieninvestment in Kanada innerhalb der nächsten zwei bis vier Jahre vorstellen. Bereits 20 Prozent halten dort Immobilien. Das geht aus einer Umfrage von RUECKERCONSULT im Auftrag von Fiera Real Estate hervor, an der im August und September 2026 insgesamt 20 institutionelle Investoren teilnahmen. Unter den an Kanada interessierten Befragten bevorzugen 86 Prozent Wohnimmobilien, gefolgt von Logistik mit 43 Prozent und Büro mit 29 Prozent. Bei den Risikostrategien setzen 71 Prozent auf Core und Core-Plus, 57 Prozent auf Value-add und 29 Prozent auf opportunistische Investments. Mehrfachnennungen waren möglich. Rund 57 Prozent erwarten eine jährliche Gesamtrendite von mehr als acht Prozent, die übrigen 43 Prozent rechnen mit fünf bis sechs Prozent. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl ist die Umfrage nicht repräsentativ.
Regensburg: Decathlon verlängert Mietvertrag über 3.300 Quadratmeter
Die Silverton Group hat den Mietvertrag mit dem Sportartikelhändler Decathlon im Fachmarktzentrum an der Langobardenstraße 2 in Regensburg vorzeitig und langfristig verlängert. Decathlon betreibt dort eine rund 3.300 Quadratmeter große Filiale und gehört zu den Ankermietern. Eigentümer der Immobilie ist ein von Silverton betreuter Fonds. Das 2002 errichtete Fachmarktzentrum im Süden Regensburgs umfasst rund 16.100 Quadratmeter Mietfläche auf einem etwa 23.200 Quadratmeter großen Grundstück. Weitere Mieter sind unter anderem Seats and Sofas, Fressnapf und der Fitnessclub ReBest. Angaben zur neuen Vertragslaufzeit wurden nicht gemacht.
Essen: Aroundtown vermietet Parkhaus mit 520 Stellplätzen an APCOA
Aroundtown hat das Parkhaus am Berliner Platz 4–5 in Essen für 15 Jahre an APCOA Deutschland vermietet. Der Betreiber übernimmt die Immobilie mit 520 Stellplätzen zum 1. November 2026 und stellt den Parkbetrieb auf ein digitales System ohne Schranken und Papiertickets um. Die Ein- und Ausfahrt wird künftig über eine automatische Kennzeichenerkennung erfasst. Bezahlt werden kann ausschließlich bargeldlos, unter anderem per Kreditkarte oder App. Das Parkhaus befindet sich in der Essener Innenstadt nahe dem Einkaufszentrum Limbecker Platz und dem Campus Essen der Universität Duisburg-Essen.
Neu-Ulm: Parkhaus von Bechtle erhält 1.600 Quadratmeter Moosfassade
Das Parkhaus am neuen Standort des IT-Dienstleisters Bechtle in Neu-Ulm ist mit einer rund 1.600 Quadratmeter großen Moosfassade ausgestattet worden. Die Gestaltung stammt von der KREOR Südwest GmbH aus Neckarsulm, die Umsetzung übernahm das Unternehmen MoosMoos aus dem sächsischen Oppach. Nach Herstellerangaben handelt es sich um die weltweit größte pflegefreie Moosfassade. Die Baugenehmigung für das Parkhaus war unter anderem an eine Begrünung des Gebäudes geknüpft. Für die Fassadenkonstruktion wird präpariertes Moos auf Aluminiumplatten geklebt, die in Stahlelementen befestigt werden. Der Hersteller verspricht einen wartungsfreien Betrieb und gewährt für Außenanwendungen mindestens sechs Jahre Garantie. Das Material soll Wasser aufnehmen und wieder abgeben sowie zur Schallabsorption und zur Verringerung der Sonneneinstrahlung beitragen. Unabhängige Messwerte zur tatsächlichen Wirkung der Fassade werden nicht genannt. Ein weiteres Projekt hat MoosMoos an einem EDEKA-Markt in Kürnach bei Würzburg realisiert. Dort wurden 160 Quadratmeter Außenfassade mit Moos verkleidet. Das Unternehmen beschäftigt rund 70 Mitarbeiter in Deutschland und Lettland und verarbeitet am Standort Oppach Moos, das überwiegend aus Ost- und Nordeuropa stammt.
Berlin: Bundesarchitektenkammer begrüßt Gesetzentwurf zum Gebäudetyp E
Die Bundesarchitektenkammer (BAK) unterstützt den neuen Gesetzentwurf zum Gebäudetyp E. Mit der Einführung eines eigenständigen Vertragstypus und vereinfachter Basisstandards sollen Baukosten gesenkt und größere Spielräume bei Planung und Ausführung geschaffen werden. Die Kammer sieht darin einen wichtigen Schritt, um wirtschaftlicheres und ressourcenschonenderes Bauen rechtlich abzusichern. Anders als der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW, der insbesondere die fehlende mietrechtliche Absicherung kritisiert, bewertet die BAK den vorgesehenen Rechtsrahmen grundsätzlich positiv. Nach ihrer Einschätzung könnte der Gebäudetyp E vor allem kommunalen Wohnungsunternehmen helfen, niedrigere Baukosten und damit bezahlbare Mieten zu ermöglichen. Die Bundesarchitektenkammer, auf deren Initiative der Gebäudetyp E zurückgeht, setzt sich dafür ein, überhöhte Komfort- und Ausstattungsanforderungen zu reduzieren. Gleichzeitig betont sie, dass geringere Herstellungskosten nicht zulasten der langfristigen Wirtschaftlichkeit und Qualität der Gebäude gehen dürfen. Entscheidend sei deshalb eine Planung, die auch die späteren Betriebs- und Instandhaltungskosten berücksichtigt. Die BAK will den Gesetzentwurf bis zum Ende der Stellungnahmefrist am 9. November 2026 im Detail prüfen. Im Mittelpunkt stehen dabei praxistaugliche Regelungen und Rechtssicherheit für Bauherren und Planer.
München: ABG und HanseMerkur erwerben Büroensemble QUBES aus Insolvenz
Die ABG Real Estate Group und HanseMerkur Grundvermögen haben gemeinsam mit einem Club deutscher institutioneller Anleger das Büroensemble QUBES in München-Moosach erworben. Verkäufer ist eine Projektgesellschaft, die sich in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung befindet. Die BayernLB übernimmt die Finanzierung. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Das 2023 fertiggestellte Gebäudeensemble am Agnes-Pockels-Bogen 27/33 umfasst rund 25.000 Quadratmeter Mietfläche in fünf miteinander verbundenen Gebäuderiegeln. Die Immobilie ist vollständig an das Informations- und Telekommunikations-Dienstleistungszentrum IT@M der Landeshauptstadt München vermietet. Die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge beträgt 30 Jahre. Das auch als IT-Rathaus bezeichnete QUBES gehört zum Technologie Campus Munich im Olympia Business District. Die Immobilie verfügt über 341 Tiefgaragenstellplätze, fünf Außenstellplätze und zusätzliche Fahrradstellplätze. Das Ensemble ist mit DGNB Gold und LEED Gold zertifiziert. Künftig übernimmt die ABG Real Estate Group das Asset Management. HanseMerkur Grundvermögen berät die IntReal International Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft beim Fondsmanagement. IntReal fungiert als Kapitalverwaltungsgesellschaft. Die Käuferseite wurde bei der Transaktion rechtlich von McDermott Will & Schulte beraten.
Düsseldorf: 96 Prozent der Immobilieninvestoren erwarten anhaltend hohe Mietwohnungsnachfrage
Die Nachfrage nach Mietwohnungen wird nach Einschätzung von 96 Prozent der von Aengevelt befragten Marktakteure auf hohem Niveau bleiben oder weiter steigen. Besonders stark wird die Nachfrage in guten Wohnlagen eingeschätzt. Das geht aus der aktuellen bundesweiten Befragung zum Aengevelt-Wohninvestment-Index (AWI) hervor, an der unter anderem Wohnungseigentümer, Investoren, Finanzinstitute und Immobilienverwalter beteiligt sind. In guten Lagen erwarten 64 Prozent der Befragten eine steigende Nachfrage nach Mietwohnungen, in mittleren Lagen sind es 57 Prozent und in einfachen Lagen 50 Prozent. Gleichzeitig rechnen über alle Qualitätsstufen hinweg lediglich zwölf Prozent mit einem wachsenden Wohnungsangebot, während 33 Prozent einen Rückgang erwarten. Entsprechend hoch bleiben die Mietsteigerungserwartungen. Insgesamt gehen 69 Prozent der Marktakteure von steigenden Nettokaltmieten aus. In guten Lagen liegt dieser Anteil bei 75 Prozent, in mittleren bei 70 Prozent und in einfachen bei 54 Prozent. Mehr als 90 Prozent der Befragten erwarten zudem höhere Wohnnebenkosten. Auch bei den Kaufpreisen zeigt sich eine Differenzierung nach Lagequalität. In guten Wohnlagen rechnen 30 Prozent mit steigenden und 21 Prozent mit sinkenden Preisen. In einfachen Lagen erwarten dagegen 39 Prozent Preisrückgänge, während nur 16 Prozent von steigenden Kaufpreisen ausgehen. Aengevelt sieht angesichts der verhaltenen Neubautätigkeit und des erwarteten Nachfrageüberhangs keine kurzfristige Entspannung auf den Mietwohnungsmärkten. Als wesentliche Hemmnisse für zusätzliche Investitionen nennt das Unternehmen hohe Bau- und Finanzierungskosten sowie regulatorische Anforderungen.
Berlin: GdW kritisiert fehlende mietrechtliche Absicherung beim Gebäudetyp E
Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW fordert grundlegende Nachbesserungen am Referentenentwurf zum Gebäudetyp E. Aus Sicht des Verbandes fehlt eine entscheidende Voraussetzung für die breite Anwendung vereinfachter Baustandards im Mietwohnungsbau: die rechtliche Verknüpfung von Bauvertrags- und Mietrecht. Zwar sollen Abweichungen von bislang üblichen Baustandards künftig leichter vereinbart werden können. Ob diese im anschließenden Mietverhältnis als mangelfrei gelten, bleibt nach Einschätzung des GdW jedoch unzureichend geregelt. Der Entwurf sieht zusätzliche mietrechtliche Vorschriften ausdrücklich als entbehrlich an und verweist stattdessen auf individuelle Vereinbarungen zwischen Vermietern und Mietern. GdW-Präsident Axel Gedaschko kritisiert, dass Wohnungsunternehmen damit weiterhin das Risiko späterer Mängelansprüche tragen. Der Verband verlangt deshalb eine gesetzliche Regelung, nach der Gebäude, die dem neuen Basisstandard entsprechen, auch mietrechtlich als mangelfrei gelten. Kritik übt der GdW zudem an den vorgesehenen Anforderungen an die Baubeschreibung bei Verbraucherbauverträgen. Demnach sollen Abweichungen vom bisher üblichen Qualitätsstandard sowie die voraussichtlich erzielten Einsparungen ausdrücklich ausgewiesen werden. Der Verband befürchtet, dass einfacheres Bauen dadurch weiterhin als Unterschreitung des bisherigen Standards behandelt wird, statt als eigenständiger gesetzlicher Maßstab. Der GdW fordert, die mietrechtliche Absicherung noch im laufenden Gesetzgebungsverfahren verbindlich zu regeln. Ohne diese Anpassung sieht der Verband die angestrebten Kostensenkungen und Vereinfachungen im Mietwohnungsbau gefährdet.
München: Zentrale Bürolagen seit Zinswende robuster als Stadtrandstandorte
Zentrale Bürolagen in deutschen A-Städten haben sich seit der Zinswende bei Immobilientransaktionen besser behauptet als Standorte am Stadtrand. Das zeigt eine Analyse von BNP Paribas Asset Management Alts, die in das Diskussionspapier „Zukunftsfeste Lagen“ eingeflossen ist. Während vor der Zinswende unter vergleichbaren Bedingungen keine wesentlichen Preisunterschiede zwischen Innenstadt- und Stadtrandlagen festgestellt wurden, verzeichneten periphere Standorte seither zusätzliche Bewertungsabschläge. Das gemeinsam von BNP Paribas Asset Management Alts, KPMG, dem Urban Land Institute Deutschland und der Technischen Universität München erarbeitete Papier untersucht, wie sich die Anforderungen an Immobilienstandorte verändern. Neben klassischen Kriterien wie Lage und Erreichbarkeit gewinnen demnach Nutzungsmischung, Aufenthaltsqualität, Klimaanpassung und die Fähigkeit eines Standorts, sich an veränderte Nutzungsanforderungen anzupassen, an Bedeutung. Für die Bewertung solcher Faktoren stehen zunehmend digitale Datenquellen zur Verfügung. Dazu gehören Mobilitäts- und Frequenzdaten ebenso wie Informationen zur tatsächlichen Nutzung von Standorten, zur sozialen Struktur und zu Umweltbedingungen. KPMG stellt in dem Papier den Location Quality Indicator (LOQI) vor, der klassische Immobilienmarktkennzahlen mit städtebaulichen, sozioökonomischen und ökologischen Kriterien auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen verknüpft. Künftig könnten auch künstliche Intelligenz und Simulationen eingesetzt werden, um Veränderungen der Standortqualität während der Haltedauer einer Immobilie fortlaufend zu analysieren. Nach Einschätzung der Autoren wird damit die Anpassungsfähigkeit von Immobilien und ihrem Umfeld zu einem zunehmend wichtigen Faktor für Investitionsentscheidungen. Zugleich verweisen sie auf den Einfluss von Kommunen und Projektentwicklern, die durch Infrastruktur, Planungsrecht und Nutzungskonzepte die langfristige Standortqualität mitgestalten können.
Stuttgart: SWSG baut 103 geförderte Wohnungen im Neckarpark
Die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) hat den Grundstein für drei Wohngebäude im Neckarpark Q5 in Stuttgart-Bad Cannstatt gelegt. Auf dem Baufeld zwischen Frachtstraße, Heinrich-Ebner-Straße und Sophia-Linckh-Weg entstehen 103 öffentlich geförderte Mietwohnungen sowie fünf Gewerbeeinheiten. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 vorgesehen. Die drei Gebäude umfassen rund 6.875 Quadratmeter Wohnfläche mit Ein- bis Fünfzimmerwohnungen. Ergänzend sind fünf Gewerbeeinheiten mit insgesamt 856 Quadratmetern Nutzfläche und eine Tiefgarage mit 46 Stellplätzen geplant. Die Gebäude gruppieren sich um einen gemeinsamen Innenhof. Das Wohnensemble wird im KfW-Effizienzhausstandard 55 errichtet. Die Wärme- und Warmwasserversorgung erfolgt über das Wärmenetz NeckarPark. An der Grundsteinlegung nahmen unter anderem SWSG-Geschäftsführer Samir M. Sidgi, Stuttgarts Baubürgermeister Peter Pätzold und Baden-Württembergs Wohnungsbauministerin Theresa Schopper teil. Die SWSG bewirtschaftet in Stuttgart mehr als 20.000 eigene Mietwohnungen und setzt mit dem Neubau ihre Investitionen in den geförderten Wohnungsbau fort.
Berlin: Baustart für Grundschule mit 432 Plätzen in Friedrichshain-Kreuzberg
An der Langenbeckstraße in Berlin-Friedrichshain beginnen am 27. Oktober 2026 die Bauarbeiten für eine dreizügige Grundschule mit 432 Schulplätzen. Das Land Berlin investiert rund 48 Millionen Euro in den Neubau, der im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive entsteht. Die Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2028 vorgesehen. Die Schule wird als sogenannter gestapelter Schulbau errichtet. Bei diesem flächensparenden Konzept befindet sich die Dreifeldsporthalle oberhalb der Unterrichtsgeschosse innerhalb des Gebäudes. Ergänzend entstehen Pausenhofflächen. Die planungsrechtlichen Voraussetzungen wurden bereits 2018 mit dem Bebauungsplan 2-43 geschaffen. Nachdem das Grundstück 2024 wieder in das Eigentum des Landes Berlin übergegangen war, wurden die Planungen aufgenommen. Mit dem Neubau sollen bestehende Überbelegungen an Friedrichshainer Grundschulen abgebaut und zusätzliche Kapazitäten für den prognostizierten Schulplatzbedarf im Bezirk geschaffen werden. Die Umsetzung verantwortet die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen.
Frankfurt am Main: Instone startet Vertrieb für 105 Wohnungen im Schönhof-Viertel
Instone Real Estate hat den Vertrieb für das Wohnprojekt „Claire“ im Frankfurter Schönhof-Viertel in Bockenheim gestartet. In vier Gebäuden entstehen 105 Eigentumswohnungen mit zwei bis vier Zimmern und Wohnflächen zwischen 49 und 141 Quadratmetern. Der Baubeginn ist für Sommer 2027 vorgesehen. Die Wohnungen erhalten jeweils Balkone, Terrassen oder Loggien. Geplant ist eine Ausführung im Effizienzhausstandard 40 mit Fernwärmeversorgung, Photovoltaikanlagen, begrünten Dächern und Fassadenbepflanzung. Instone strebt zudem eine QNG-Plus-Zertifizierung an. Zur Ausstattung gehören eine Tiefgarage mit 53 Stellplätzen sowie Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Lastenräder. Das Projekt entsteht in unmittelbarer Nähe zum Schönhof-Park und richtet sich an Selbstnutzer sowie private Kapitalanleger. Für Käufer kommen nach Angaben des Entwicklers KfW-Förderdarlehen und bei Vermietung unter bestimmten Voraussetzungen steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten infrage. Im gesamten Schönhof-Viertel entstehen auf 15 Baufeldern rund 2.000 Wohnungen. Das Quartier umfasst neben Wohngebäuden auch Grünflächen, einen Quartiersplatz sowie Bildungs-, Betreuungs- und Nahversorgungsangebote. Zuletzt hatte Instone dort bereits 132 Wohnungen im Projekt „Florentinus“ fertiggestellt und übergeben.
Hamburg: Union Investment erhält Baugenehmigung für 125 Wohnungen am Wandsbek Markt
Union Investment hat die Baugenehmigung für die Quartiersentwicklung Wandsbek Markt in Hamburg erhalten. Die ehemalige Karstadt-Immobilie wird zu einem gemischt genutzten Quartier mit 125 Wohnungen, Büro- und Einzelhandelsflächen, Gastronomie sowie Flächen für das Bezirksamt Wandsbek umgebaut. Die Fertigstellung ist für Ende 2028 vorgesehen. Die Bauarbeiten hatten bereits auf Grundlage von Teilbaugenehmigungen begonnen. Das ehemalige Karstadt-Parkhaus wurde abgerissen, ebenso wurden die rückwärtigen Fassaden aus den 1960er-Jahren zurückgebaut. Die Sanierung der historischen Fassade zum Wandsbeker Markt ist inzwischen abgeschlossen. Bis Ende Dezember 2026 soll der Passagengang im Erdgeschoss fertiggestellt werden. Parallel laufen die Rohbauarbeiten, die voraussichtlich im Herbst 2027 abgeschlossen sein sollen. Im Sommer 2027 ist zudem der Beginn einer Aufstockung in Holzbauweise vorgesehen. Das Quartier Wandsbek Markt gehört zum Portfolio des offenen Immobilien-Publikumsfonds UniImmo: Deutschland. Union Investment ist auch Eigentümerin des benachbarten Einkaufszentrums QUARREE Wandsbek.
München: Rohrer vermittelt Grundstück für mehr als 100 Wohnungen
Rohrer Immobilien hat ein rund 2.000 Quadratmeter großes Baugrundstück im Münchner Norden vermittelt. Käufer ist ein Münchner Projektentwickler, Verkäufer ein bayerisches Family Office. Die Transaktion wurde im Rahmen der Immobilienmesse Expo Real abgeschlossen. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Auf dem Grundstück sollen mehr als 100 Wohnungen entstehen. Geplant sind überwiegend Apartments und Zwei-Zimmer-Wohnungen, die sich an Mieter, Selbstnutzer und private Kapitalanleger richten. Das Areal verfügt nach Unternehmensangaben über eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Weitere Angaben zum Standort, zum Baurecht und zum Zeitplan der Entwicklung wurden nicht veröffentlicht. Bereits zehn Monate zuvor hatte Rohrer Immobilien ein Grundstück für den Bau von 130 Studierendenwohnungen in München vermittelt. Der Standort liegt nahe dem Mittleren Ring und ist über die U-Bahn-Linien U2 und U3 an die Hochschulstandorte angebunden.
Potsdam: Hasso Plattner Foundation erwirbt Grundstück für Studentenwohnheim
Sonar Real Estate hat den Verkauf eines rund 11.000 Quadratmeter großen Grundstücks mit denkmalgeschützten Remisen an der Behlertstraße in Potsdam vermittelt. Käuferin ist die HPF Real Estate gGmbH, eine gemeinnützige Tochtergesellschaft der Hasso Plattner Foundation. Die Off-Market-Transaktion erfolgte im Auftrag eines paneuropäischen Immobilien-Investmentmanagers. Der Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht. Auf dem Grundstück befinden sich derzeit ein Parkplatz sowie denkmalgeschützte Remisen mit rund 4.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche. Die Käuferin plant, das Areal für studentisches Wohnen zu entwickeln und die historischen Gebäude zu sanieren. Als künftiger Betreiber des Studentenwohnheims ist das Studierendenwerk West:Brandenburg vorgesehen. Die Zustimmung der zuständigen Gremien steht noch aus. Das Development-Team von Sonar hatte bereits vor dem Verkauf Planungen für eine künftige Wohnnutzung vorbereitet. Bei der Transaktion wurde die Verkäuferseite rechtlich von Clifford Chance beraten. Auf Käuferseite waren Alfons & alfreda und Phase 5 für die technische sowie Rotthege Rechtsanwälte für die rechtliche Beratung tätig.


