Aktuelles aus der Immobilienbranche – Juli 2026

Berlin: Neues Förderprogramm setzt auf CO₂-Einsparungen statt Effizienzstandards +++ Berlin: KI-Drohnenhersteller eröffnet neuen Deutschland-Hauptsitz +++ Hamburg: Grundstein für Quartier Wandsbek Markt gelegt +++ Berlin: Initiative schlägt Stiftung für Tempelhofer Feld vor +++ Berlin: HIH vermietet Büroflächen an Materna und TotalEnergies +++ Augsburg: WÖHR + BAUER entwickelt neue Zentrale der Stadtsparkasse +++ Essen: VIVAWEST stellt 64 Wohnungen im Quartier „Barbara Höfe“ fertig +++ Berlin: Tribera und Aware Super starten Milliardenplattform für studentisches Wohnen +++ Berlin: Siegerentwurf für Viktoriaspeicher-Areal steht fest +++ Berlin: BFW begrüßt geplanten Ausschluss von Landes-Vergesellschaftungsgesetzen +++ Bremerhaven: Catella vermietet Logistikzentrum voll +++ Frankfurt am Main: CoreNet Global und IREBS zeichnen Jahrgangsbesten aus +++ Berlin: Mietnachfrage in den Metropolen zieht wieder an +++ Oberhausen: RUHR REAL vermietet 2.200 Quadratmeter Bürofläche +++ Frechen: VIVAWEST schließt energetische Modernisierung von Wohnquartier ab +++ Nürnberg: immowelt sieht weitere Preissteigerungen am Wohnimmobilienmarkt +++ Berlin: Primus und Edge gründen Joint Venture für Mietwohnungsprojekt in Schöneberg +++ Wilhelmshaven: BWH Hotels erweitert Präsenz an der Nordseeküste +++ Berlin: BAUWERT startet Kulturprogramm „Moaville jetzt“ für neues Stadtquartier +++ Berlin: BFW kritisiert Berliner Mietenkataster als rechtlich problematisch +++ Frankfurt am Main: Westwing eröffnet Store mit Omnichannel-Konzept in der Innenstadt +++ Köln: RheinEnergie investiert nach Rekordergebnis weiter in die Energiewende +++ Nürnberg: Mieten steigen deutlich schneller als die Reallöhne +++ Berlin: Richtfest für ersten Hochbauabschnitt der Siemensstadt Square +++ Bremen: Hemsö übernimmt Schulimmobilie in Bremen-Schwachhausen +++ Wiesbaden: Immer mehr Neubauten erhalten Kühlanlagen +++ Berlin: 1000 Satellites eröffnet ersten Standort in der Hauptstadt +++ Frankfurt am Main: FLARE am Thurn-und-Taxis-Platz vollvermietet +++ Essen: Instone refinanziert Schuldscheindarlehen vorzeitig +++ Hoppegarten: Bonava startet Bauarbeiten für Wohnquartier „Koppelhain“ +++ Berlin: Hohental wird Rahmenvertragspartner der GEWOBAG +++ Berlin: Deutscher Bauherrenpreis zeichnet acht Wohnungsbauprojekte aus +++ Frankfurt am Main: SEIL erhält Exklusivmandat für Wohnportfolio in NRW +++ Berlin: Wettbewerb für weitere Baufelder am Molkenmarkt entschieden +++ Berlin: Fast jeder zweite Immobilienmakler erwartet Stagnation des eigenen Geschäfts +++ Berlin: Immobilienbranche sucht Fachkräfte für Bestand statt Projektentwicklung +++ Wien: Studie sieht Boom bei Branded Residences durch vermögende Zuwanderer +++ Frankfurt am Main: US Treuhand startet Vertrieb des Immobilienfonds UST XXVII +++ Düsseldorf: ZBI setzt Wohnquartier „Central 378“ nach Insolvenz fort +++ Frankfurt am Main: INDUSTRIA legt neuen Wohnimmobilien-Spezialfonds auf

Berlin: Neues Förderprogramm setzt auf CO₂-Einsparungen statt Effizienzstandards

Berlin fördert die energetische Sanierung von Wohngebäuden künftig nach der tatsächlich erzielten CO₂-Einsparung. Das neue Modernisierungsprogramm der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen tritt nach der Veröffentlichung der Verwaltungsvorschriften im Amtsblatt in Kraft. Nach Angaben der Senatsverwaltung ist Berlin das erste Bundesland, das seine Wohnraumförderung an direkten CO₂-Einsparungen ausrichtet. Für das Programm stehen jährlich 119 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel ist es, die energetische Sanierungsquote zu erhöhen und gleichzeitig die Bezahlbarkeit von Wohnraum zu sichern. Förderanträge können bei der Investitionsbank Berlin (IBB) gestellt werden. Das Förderprogramm besteht aus zwei Bausteinen. Im Grundmodul müssen Gebäude nach Abschluss der Sanierung einen festgelegten maximalen CO₂-Ausstoß pro Quadratmeter Wohnfläche erreichen. Welche Maßnahmen dafür umgesetzt werden, können die Eigentümer selbst entscheiden. Ergänzend kann ein Bonusmodul gewählt werden, das Zuschüsse mit Mietpreis- und Belegungsbindungen kombiniert. Im Bonusmodul ist die Modernisierungsumlage ebenfalls auf sechs Prozent begrenzt. Die Miete darf höchstens 9,50 Euro pro Quadratmeter betragen und während der 20-jährigen Bindungsfrist jährlich um maximal zwei Prozent steigen, jedoch nicht über die ortsübliche Vergleichsmiete hinaus. Nach Angaben der Senatsverwaltung soll der neue Förderansatz gezielt Maßnahmen unterstützen, die mit vergleichsweise geringem Aufwand hohe CO₂-Einsparungen erreichen. Dadurch sollen Baukosten und Modernisierungsumlagen begrenzt und gleichzeitig die Klimaschutzziele im Gebäudebestand unterstützt werden.


Berlin: KI-Drohnenhersteller eröffnet neuen Deutschland-Hauptsitz

Ein internationaler Entwickler und Produzent autonomer KI-Drohnen hat einen neuen Deutschland-Hauptsitz in Berlin bezogen. Das Unternehmen mietet dafür ein freistehendes Gebäude im Süden der Hauptstadt mit rund 900 Quadratmetern Büro- und Produktionsfläche. Der neue Standort dient dem deutschlandweiten Vertrieb, der kundenspezifischen Softwareentwicklung sowie der Montage von Drohnensystemen. Nach Angaben des vermittelnden Immobilienberaters Aengevelt fiel die Entscheidung unter anderem wegen der Kombination aus Büro- und Produktionsflächen sowie der Möglichkeit, das Gebäude exklusiv zu nutzen.


Hamburg: Grundstein für Quartier Wandsbek Markt gelegt

Union Investment hat den Grundstein für das Transformationsprojekt „Quartier Wandsbek Markt“ gelegt. Nach dem Beschluss des Bebauungsplans durch die Bezirksversammlung Wandsbek beginnt damit die nächste Bauphase. Geplant sind ein Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Karstadt-Parkhauses sowie die Aufstockung bestehender Gebäude. Im Quartier entstehen insgesamt 126 Wohnungen sowie Büro-, Einzelhandels- und Gastronomieflächen. Zudem werden Teile des Bezirksamts Wandsbek in den Gebäudekomplex einziehen. Die Fertigstellung ist für Ende 2028 vorgesehen. Der Abriss des früheren Karstadt-Parkhauses sowie der Rückbau der rückwärtigen Fassaden aus den 1960er-Jahren sind bereits abgeschlossen. Die Sanierung der historischen Fassade zum Wandsbeker Markt soll nach Angaben von Union Investment in der zweiten Jahreshälfte 2026 beendet werden. Das „Quartier Wandsbek Markt“ gehört zum Portfolio des Offenen Immobilien-Publikumsfonds UniImmo: Deutschland und zählt nach Angaben des Unternehmens zu den größten privat finanzierten Transformationsprojekten in Hamburg.


Berlin: Initiative schlägt Stiftung für Tempelhofer Feld vor

Die Initiative „Zuhause am Tempelhofer Feld“ hat ein neues Konzept für die Zukunft des Tempelhofer Feldes vorgestellt. Kern des Vorschlags ist die Gründung einer gemeinnützigen Stiftung, die das Feld dauerhaft als öffentliche Grün- und Freifläche sichern soll. Gleichzeitig spricht sich die Initiative für eine maßvolle Randbebauung auf Grundlage des Kollhoff-Nöfer-Plans aus, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Nach Angaben der Initiative soll die rund 200 Hektar große Freifläche in der Mitte des insgesamt rund 300 Hektar umfassenden Areals dauerhaft erhalten bleiben. Die Stiftung würde das Gelände übernehmen und ausschließlich den Auftrag verfolgen, das Tempelhofer Feld langfristig zu schützen, zu pflegen und weiterzuentwickeln. Dadurch solle der Freiraum unabhängig von politischen Mehrheiten gesichert werden. Wohnungsbau sieht das Konzept ausschließlich an den Randbereichen des Geländes vor. Die Initiative will damit den Erhalt des Freiraums und die Schaffung neuer Wohnungen miteinander verbinden und nach eigenen Angaben einen neuen Impuls für die seit Jahren geführte Debatte um die Zukunft des Tempelhofer Feldes setzen.


Berlin: HIH vermietet Büroflächen an Materna und TotalEnergies

Die HIH Invest hat zwei neue Büromieter für Immobilien in Berlin gewonnen. Die Materna Information & Communications SE mietet Flächen im SpreeKarree in Berlin-Mitte, während das Energieunternehmen TotalEnergies künftig Büroflächen im East Side Office in Berlin-Friedrichshain beziehen wird. Materna übernimmt Flächen im SpreeKarree an der Friedrichstraße, die Ende 2025 nach dem Auszug eines Bestandsmieters frei geworden waren. Das 2004 fertiggestellte Büro- und Geschäftsensemble umfasst rund 14.000 Quadratmeter Mietfläche. TotalEnergies hat einen Fünfjahresvertrag für das East Side Office in der Mühlenstraße abgeschlossen. Der Mietbeginn ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Das Büroensemble im Mediaspree-Quartier verfügt über rund 17.000 Quadratmeter Mietfläche und entstand zwischen 2016 und 2018. Die Vermittlung der Vermietungen erfolgte durch Angermann für das SpreeKarree sowie Colliers für das East Side Office.


Augsburg: WÖHR + BAUER entwickelt neue Zentrale der Stadtsparkasse

Die Stadtsparkasse Augsburg hat WÖHR + BAUER mit der Neugestaltung und Sanierung ihres Hauptsitzes in der Augsburger Innenstadt beauftragt. Das Projekt umfasst das Gebäudeensemble an der Halderstraße und Hermannstraße einschließlich des markanten Eckgebäudes „Kaiserhof“. Die Umsetzung erfolgt in mehreren Bauabschnitten, die Fertigstellung ist für 2033 geplant. Das überwiegend aus den 1960er- und 1970er-Jahren stammende Ensemble soll schrittweise modernisiert und an aktuelle Anforderungen hinsichtlich Nachhaltigkeit, Kundenservice und Arbeitswelten angepasst werden. Nach Angaben der Stadtsparkasse beginnt mit der Beauftragung zunächst die Planungsphase. Bis Ende 2027 sollen die Grundlagen für die Entwicklung des Standorts erarbeitet werden. Während der Projektentwicklung sind Gespräche mit der Stadt Augsburg, Anwohnern, Bestandsmietern und weiteren Beteiligten vorgesehen. Ziel ist ein städtebauliches und architektonisches Konzept, das den bestehenden Standort weiterentwickelt und sich in das Umfeld der Innenstadt einfügt. WÖHR + BAUER übernimmt die Projektentwicklung und Umsetzung des Vorhabens. Das Münchner Immobilienunternehmen ist auf die Transformation komplexer innerstädtischer Standorte spezialisiert und entwickelt unter anderem Wohn-, Büro- und Quartiersprojekte.


Essen: VIVAWEST stellt 64 Wohnungen im Quartier „Barbara Höfe“ fertig

VIVAWEST hat das Neubauprojekt „Barbara Höfe“ im Essener Ostviertel abgeschlossen. Auf dem ehemaligen Gelände der Barbarakirche sind fünf Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 64 barrierearmen Wohnungen entstanden. Die ersten Mieter sollen im September einziehen, die Vermarktung läuft bereits. Die Wohnanlage am Barbarakirchgang umfasst Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 35 und 101 Quadratmetern. Die Gebäude entsprechen dem KfW-55-Standard und werden über Fernwärme versorgt. Zum Quartier gehören außerdem eine Tiefgarage mit 61 Stellplätzen, fünf Außenstellplätze sowie 64 Fahrradstellplätze. Der Bau hatte 2020 begonnen, geriet jedoch ins Stocken, nachdem der damalige Projektentwickler Insolvenz angemeldet hatte. VIVAWEST übernahm daraufhin Grundstück und Projekt und führte die Arbeiten in Eigenregie fort. An die frühere Nutzung des Areals erinnert künftig eine mehr als 100 Jahre alte Statue der Heiligen Barbara, die im Innenhof des Quartiers aufgestellt wurde. Die Figur stammt aus der 2020 abgerissenen Barbarakirche und wurde im Rahmen der Fertigstellung feierlich gesegnet.


Berlin: Tribera und Aware Super starten Milliardenplattform für studentisches Wohnen

Tribera und der australische Pensionsfonds Aware Super bauen gemeinsam eine Plattform für studentisches Wohnen in Deutschland auf. Für Investitionen in Purpose-Built Student Accommodation (PBSA) steht ein Volumen von mehr als einer Milliarde Euro zur Verfügung. Im Fokus stehen Objekte in Berlin, München, Hamburg, Köln und Frankfurt am Main. Die Plattform soll Investitionen über das gesamte Risikospektrum hinweg ermöglichen und hochwertige Studentenwohnanlagen in zentralen Lagen entwickeln, erwerben und betreiben. Tribera übernimmt innerhalb der Partnerschaft exklusiv das Asset-, Property- und Development-Management. Die Kooperation folgt auf den Einstieg von Macquarie Asset Management bei Tribera im Juli 2025. Das Unternehmen sieht darin den nächsten Schritt beim Ausbau seiner paneuropäischen Plattform für studentisches Wohnen und andere Wohnimmobilien. Tribera verwaltet nach eigenen Angaben zum Stichtag 31. März 2026 mehr als 11.000 Betten in acht europäischen Ländern. Aware Super zählt mit einem verwalteten Vermögen von rund 245 Milliarden australischen Dollar zu den größten Pensionsfonds Australiens und will mit dem Einstieg sein Immobilienportfolio sowohl geografisch als auch über eine weitere alternative Assetklasse diversifizieren.


Berlin: Siegerentwurf für Viktoriaspeicher-Areal steht fest

Für die Entwicklung des Viktoriaspeicher-Areals am Kreuzberger Spreeufer steht der Siegerentwurf fest. Eine Jury unter Vorsitz der Architektin und Städtebauerin Anne Luise Müller entschied sich für den städtebaulichen Entwurf von Behles & Jochimsen Gesellschaft von Architekten und Weidinger Landschaftsarchitekten. Das Werkstattverfahren war von der landeseigenen BEHALA gemeinsam mit der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte vorbereitet worden. Auf dem Areal zwischen Spreeufer, Schillingbrücke und Köpenicker Straße sollen rund 1.000 Wohnungen entstehen, die Hälfte davon dauerhaft preisgebunden. Geplant sind außerdem Flächen für Nahversorgung, Kultur, soziale Einrichtungen, Handwerk und Produktion. Ein zentrales Element des Entwurfs ist ein öffentlich zugänglicher Klimapark entlang der Spree, der einen neuen Zugang zum Wasser schaffen soll. Mit der Entscheidung beginnt nun die weitere Ausarbeitung der Planung. Anschließend folgen das Bebauungsplanverfahren sowie die Sanierung und Erschließung des Geländes. Der Baubeginn ist nach derzeitiger Planung ab 2030 vorgesehen. Das Grundstück wird derzeit noch von der BEHALA als Lagerfläche genutzt. Die Entwicklung war bis Ende 2025 aufgrund eines benachbarten Störfallbetriebs planungsrechtlich eingeschränkt. Nachdem der störfallrelevante Produktionsprozess eingestellt wurde, konnten die Voraussetzungen für die Entwicklung des Quartiers geschaffen werden.


Berlin: BFW begrüßt geplanten Ausschluss von Landes-Vergesellschaftungsgesetzen

Der BFW Landesverband Berlin/Brandenburg begrüßt die Beschlüsse des Bundes-Koalitionsausschusses zum „Programm für Aufschwung und Beschäftigung“. Insbesondere die geplante bundesgesetzliche Regelung, wonach Länder künftig keine Vergesellschaftungsgesetze für private Mietwohnungsbestände mehr erlassen können, wertet der Verband als wichtiges Signal für den Wohnungsbau. Positiv bewertet der BFW zudem die angekündigten Maßnahmen zum Bürokratieabbau, darunter die Genehmigungsfiktion als Regelfall sowie Entlastungen bei Dokumentations- und Berichtspflichten für den Mittelstand. Nach Auffassung des Verbandes haben die Debatten über Vergesellschaftungen in den vergangenen Jahren Investitionen in den Wohnungsbau erschwert und für Verunsicherung am Markt gesorgt. Mit der geplanten bundesgesetzlichen Regelung werde nun ein verlässlicherer Rahmen für Investitionen geschaffen. Gleichzeitig könnten die angekündigten Erleichterungen bei Genehmigungen und Bürokratie dazu beitragen, Wohnungsbauprojekte schneller umzusetzen und Unternehmen zu entlasten.


Bremerhaven: Catella vermietet Logistikzentrum voll

Die Catella Investment Management GmbH (CIM) und die Catella Real Estate AG (CREAG) haben das Logistikzentrum in der Labradorstraße in Bremerhaven vollständig und langfristig vermietet. Rund 15.000 Quadratmeter entfallen auf die Binder Spedition + Logistik sowie Lion Power Industry Solutions. Das 2022 fertiggestellte Objekt gehört zum offenen Immobilien-Spezialfonds Catella Logistik Deutschland Plus. Binder nutzt rund 9.000 Quadratmeter für den Ausbau der Kontraktlogistik, Lion Power verlagert seinen Standort von Rheine nach Bremerhaven und bezieht etwa 6.000 Quadratmeter. Das Logistikzentrum verfügt unter anderem über eine Photovoltaikanlage, die künftig erweitert werden soll.


Frankfurt am Main: CoreNet Global und IREBS zeichnen Jahrgangsbesten aus

CoreNet Global und die IREBS Immobilienakademie haben Nikola Cabarkapa als Jahrgangsbesten des Intensivstudiums Corporate Real Estate Management (ICREM) ausgezeichnet. Der Lead Real Estate Development & Facilities beim KI-Unternehmen IPAI in Heilbronn erhält als Preis die Teilnahme am Europäischen CoreNet Global Summit vom 8. bis 10. September in München. Die Auszeichnung umfasst die vollständige Übernahme der Teilnahme- und Reisekosten im Wert von rund 2.500 Euro. Das gemeinsam von CoreNet Global und der IREBS Immobilienakademie angebotene Intensivstudium Corporate Real Estate Management wird seit 2013 durchgeführt. Nach erfolgreichem Abschluss erwerben die Teilnehmer zunächst den Titel „Corporate Real Estate Manager (IREBS)“. Anschließend besteht die Möglichkeit, sich über ein internationales Capstone Seminar für den Abschluss „Master of Corporate Real Estate (MCR)“ zu qualifizieren.


Berlin: Mietnachfrage in den Metropolen zieht wieder an

Die Nachfrage nach Mietwohnungen in den deutschen Metropolen hat sich im zweiten Quartal 2026 deutlich belebt. Das geht aus dem aktuellen WohnBarometer von ImmoScout24 hervor. Besonders stark fiel der Anstieg in Hamburg (+25 Prozent), Berlin (+13 Prozent) und Leipzig (+11 Prozent) gegenüber dem Vorquartal aus. Trotz der Belebung bleibt die Nachfrage in allen Regionsklassen unter dem Niveau des Vorjahres. Die Angebotsmieten entwickelten sich dagegen weiterhin moderat. Bundesweit erhöhten sich die Bestandsmieten im Quartalsvergleich um 0,6 Prozent auf 8,97 Euro pro Quadratmeter, Neubauwohnungen verteuerten sich um 1,0 Prozent auf 13,28 Euro pro Quadratmeter. In den Metropolen stiegen die Bestandsmieten überwiegend nur leicht. Berlin war mit einem Minus von 0,2 Prozent die einzige Großstadt mit einem Rückgang. Als stärkster Kostentreiber erweisen sich laut ImmoScout24 die Nebenkosten. In unsanierten Bestandswohnungen stiegen sie innerhalb eines Jahres um 3,8 Prozent auf durchschnittlich 3,28 Euro pro Quadratmeter und damit stärker als die Kaltmieten. In sanierten Wohnungen im Erstbezug erhöhten sich die Nebenkosten im gleichen Zeitraum lediglich um 0,6 Prozent. Nach Einschätzung von ImmoScout24 kehren insbesondere Familien wieder verstärkt auf den Mietmarkt zurück. Gleichzeitig gewinnt der energetische Zustand einer Wohnung für die tatsächlichen Wohnkosten zunehmend an Bedeutung.


Oberhausen: RUHR REAL vermietet 2.200 Quadratmeter Bürofläche

RUHR REAL hat rund 2.200 Quadratmeter Bürofläche in der Europaallee 1 in Oberhausen neu vermietet. Die Flächen wurden an Unternehmen aus den Bereichen Bau, Finanzdienstleistungen und Telekommunikation vergeben und verteilen sich auf drei Einheiten mit etwa 900, 900 und 400 Quadratmetern. Der Bezug erfolgte im ersten Halbjahr 2026. Ausschlaggebend für die Anmietungen waren nach Angaben des Unternehmens die kurzfristige Verfügbarkeit der Flächen sowie die Lage des Bürogebäudes in unmittelbarer Nähe zum Westfield Centro Oberhausen. Das Objekt verfügt über moderne, flexibel nutzbare Büroflächen sowie eine Infrastruktur mit Kantine und Besprechungsräumen. Aufgrund des guten Ausbaustandards waren nur geringe Anpassungen vor dem Einzug erforderlich. Mit den Neuvermietungen gewinnt der Standort Unternehmen aus wachstumsorientierten Branchen hinzu und stärkt nach Angaben von RUHR REAL seine Position als Bürostandort in Oberhausen.


Frechen: VIVAWEST schließt energetische Modernisierung von Wohnquartier ab

VIVAWEST hat die energetische Modernisierung eines Wohnquartiers im Frechener Stadtteil Habbelrath abgeschlossen. Das Wohnungsunternehmen investierte rund 4,3 Millionen Euro in die Modernisierung von fünf Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 32 Wohnungen. Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit sind inzwischen auch die Arbeiten an den Außenanlagen abgeschlossen. Im Mittelpunkt der Sanierung stand die energetische Erneuerung der Gebäude. Die bisherigen Heizungsanlagen wurden durch Luft-Wasser-Wärmepumpen ersetzt, auf den Dächern installierte Photovoltaikanlagen unterstützen deren Betrieb. Perspektivisch soll der erzeugte Strom auch den Mietern zur Verfügung stehen. Darüber hinaus wurden Dächer, Fassaden und Kellerdecken gedämmt sowie Heizkörper und Heizungsleitungen erneuert. Die Energieeffizienzklasse der Gebäude verbessert sich dadurch von G auf A+. Zusätzlich modernisierte VIVAWEST Balkone, Haustüren und Vordächer sowie die Elektroinstallationen. Auch das Wohnumfeld wurde aufgewertet. Dazu gehören neue Müllstandorte, sanierte Garagen sowie erneuerte Wege- und Zufahrtsflächen. VIVAWEST bewirtschaftet in Frechen insgesamt mehr als 430 Wohnungen.


Nürnberg: immowelt sieht weitere Preissteigerungen am Wohnimmobilienmarkt

Die Angebotspreise für Wohnimmobilien in Deutschland sind im zweiten Quartal 2026 erneut gestiegen. Nach Angaben des aktuellen immowelt Preiskompass verteuerten sich Bestands-Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen zwischen April und Juni bundesweit jeweils um 1,0 Prozent. Besonders bei Einfamilienhäusern gewann die Preisentwicklung gegenüber dem Jahresbeginn wieder an Dynamik. In 14 der 15 größten deutschen Städte stiegen die Angebotspreise für Bestandshäuser. Die stärksten Zuwächse verzeichneten Leipzig (+4,0 Prozent), Duisburg (+3,7 Prozent) und Düsseldorf (+3,2 Prozent). Auch in München, Frankfurt am Main, Stuttgart und Berlin zogen die Preise wieder an. Lediglich Köln verzeichnete einen leichten Rückgang. Auch der Markt für Eigentumswohnungen entwickelte sich überwiegend positiv. In 13 der 15 größten Städte erhöhten sich die Angebotspreise. Die größten Anstiege gab es in Dortmund (+4,0 Prozent), Hannover (+3,4 Prozent) und Leipzig (+3,0 Prozent). Frankfurt am Main (+2,2 Prozent) und Berlin (+2,0 Prozent) legten ebenfalls zu. Rückläufig waren die Preise lediglich in Stuttgart und München. Als Ursache für die Entwicklung nennt immowelt vor allem das weiterhin knappe Angebot. Trotz hoher Bauzinsen, sinkender Leistbarkeit und wirtschaftlicher Unsicherheiten bleibe das Angebot an Wohnimmobilien begrenzt, da der Neubau den Bedarf weiterhin deutlich unterschreite. Für die kommenden Monate sieht immowelt jedoch zunehmende Risiken für die Preisentwicklung. Gestiegene Finanzierungskosten und eine geringere Erschwinglichkeit von Wohneigentum könnten die derzeitige Marktdynamik bremsen.


Berlin: Primus und Edge gründen Joint Venture für Mietwohnungsprojekt in Schöneberg

Die Primus Immobilien AG und der europäische Immobilienentwickler Edge haben ein Joint Venture für die Entwicklung eines weiteren Mietwohnungsprojekts in Berlin gegründet. Auf einem Grundstück in Schöneberg soll ein gemischt genutztes Quartier entstehen. Der Baustart ist für Anfang 2027 geplant. Mit dem Vorhaben setzt Primus seine Strategie zum Ausbau des Mietwohnungsbestands in der Hauptstadt fort. Neben dem Projekt in Schöneberg realisiert das Unternehmen derzeit Wohnungsbauvorhaben in Berlin-Westend und Pankow. Für ein weiteres Projekt in Kreuzberg ist der Baustart in Kürze vorgesehen. Weitere Entwicklungen plant Primus in Hellersdorf und Prenzlauer Berg.


Wilhelmshaven: BWH Hotels erweitert Präsenz an der Nordseeküste

BWH Hotels Central Europe baut sein Portfolio in Wilhelmshaven aus. Mit dem Wilhelmshaven Ahoi – Sure Hotel Collection by Best Western gehört ein zweites Haus der Hotelgruppe in der niedersächsischen Hafenstadt zum Netzwerk. Das bisherige SleepBEEONE Wilhelmshaven wird von der beepartment GmbH betrieben und schließt sich der Marke Sure Hotel Collection by Best Western an. Das Hotel verfügt über 70 Zimmer, die sich auf drei Gebäudeteile verteilen. Derzeit werden sowohl die öffentlichen Bereiche als auch die Zimmer schrittweise modernisiert. Mit dem Markenanschluss soll die Marktposition des Hauses gestärkt und die Wettbewerbsfähigkeit regional wie überregional ausgebaut werden. Das Hotel richtet sich an Geschäftsreisende, Urlaubsgäste und Longstay-Kunden. Neben einem Frühstücksbuffet gehören ein 24-Stunden-Check-in sowie eine jederzeit verfügbare Snackstation zum Angebot. Ergänzend bietet das Haus flexible Longstay-Konzepte für längere Aufenthalte in der Region. Mit dem Neuzugang ergänzt BWH Hotels sein bestehendes Angebot in Wilhelmshaven, zu dem bereits das Sure Hotel Wilhelmshaven City gehört. Die Betreiberin beepartment GmbH führt aktuell vier Hotels unter Marken von BWH Hotels in Deutschland.


Berlin: BAUWERT startet Kulturprogramm „Moaville jetzt“ für neues Stadtquartier

Die BAUWERT AG öffnet das Entwicklungsareal ihres künftigen Stadtquartiers Moaville am Neuen Ufer in Berlin-Moabit bereits vor Baubeginn für die Öffentlichkeit. Unter dem Titel „Moaville jetzt“ startet das Unternehmen ein Kunst- und Veranstaltungsprogramm, das bestehende Industrie- und Gewerbeflächen temporär für Kultur, Dialog und Begegnung nutzt. Geplant sind in den kommenden Monaten Veranstaltungen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Mode und urbane Intervention. Den Auftakt bildeten bereits Ausstellungen und Performances im Rahmen des MoWe Kunstfestivals im Mai. Vom 2. bis 4. Juli ist das Areal Austragungsort der zehnten Ausgabe der Neo.Fashion. im Rahmen der Berlin Fashion Week. Ende August folgt ein Poetry Slam der Kiezpoeten, im Herbst ist zudem eine Lichtkunstinstallation vorgesehen. Mit „Moaville jetzt“ will BAUWERT den Standort frühzeitig aktivieren und eine Verbindung zwischen dem künftigen Quartier, dem Kiez und der Stadtgesellschaft schaffen. Die temporären Nutzungen sollen das bislang nicht öffentlich zugängliche Areal schon vor Beginn der Quartiersentwicklung erlebbar machen. Das Quartier Moaville entsteht auf dem bisherigen Entwicklungsareal „Neues Ufer“ in Berlin-Moabit. Geplant sind rund 500 Wohnungen, davon 30 Prozent mietpreisgebunden, sowie etwa 35.000 Quadratmeter Gewerbe- und Arbeitsflächen. Ergänzt wird das Quartier unter anderem durch eine Kindertagesstätte, Gastronomie, Nahversorgung sowie öffentlich zugängliche Grün- und Freiräume. Bis zu 1.500 Arbeitsplätze sollen dort entstehen.


Berlin: BFW kritisiert Berliner Mietenkataster als rechtlich problematisch

Der BFW Landesverband Berlin/Brandenburg übt scharfe Kritik am geplanten Berliner Wohnungs- und Mietenkataster. Das Gesetz, das am 2. Juli im Berliner Abgeordnetenhaus verabschiedet werden soll, weise nach Auffassung des Verbandes erhebliche rechtliche Mängel auf und überschreite die Gesetzgebungskompetenz des Landes. Nach Ansicht des BFW ist das Mietpreisrecht bereits abschließend im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt. Das geplante Mietenkataster greife deshalb unzulässig in Bundesrecht ein. Zudem verstoße die vorgesehene flächendeckende Erfassung von Daten zu rund 1,7 Millionen Wohnungen gegen datenschutzrechtliche Vorgaben und das Prinzip der Datenminimierung der DSGVO. Der Verband kritisiert außerdem die Ausgestaltung der Meldepflichten. Vermieter würden durch umfangreiche Auskunftspflichten und Bußgelder von bis zu 100.000 Euro bei Verstößen unverhältnismäßig belastet. Auch die vorgesehene Meldung an Ermittlungsbehörden bei verweigerter Auskunft sieht der BFW als verfassungsrechtlich problematisch an. Statt zusätzliche Bürokratie aufzubauen, fordert der Verband eine Beschleunigung von Genehmigungsprozessen und den Abbau regulatorischer Hürden. Aus Sicht des BFW sollten die politischen Prioritäten auf der Schaffung neuen Wohnraums liegen, anstatt weitere Dokumentations- und Kontrollpflichten einzuführen.


Frankfurt am Main: Westwing eröffnet Store mit Omnichannel-Konzept in der Innenstadt

Westwing hat einen neuen stationären Store in der Frankfurter Innenstadt eröffnet. Der rund 300 Quadratmeter große Standort in der Kaiserstraße 25 / Neue Mainzer Straße 26 verbindet die Präsentation von Möbeln und Wohnaccessoires mit digitalen Services und erweitert das Filialnetz des Unternehmens auf zehn Standorte in Deutschland. Der Store erstreckt sich über zwei Ebenen in einem historischen Gebäude nahe des Willy-Brandt-Platzes. Präsentiert werden Möbel und Wohnaccessoires der Westwing Collection sowie ausgewählte Produkte von Partnermarken. Über QR-Codes erhalten Kundinnen und Kunden Zugang zum vollständigen Online-Sortiment. Ein integriertes Kassensystem ermöglicht den gemeinsamen Kauf von sofort verfügbaren Artikeln und online bestellten Produkten. Ergänzend bietet Westwing persönliche Einrichtungsberatungen über einen Design-Service an. Mit dem neuen Standort baut das Unternehmen seine Omnichannel-Strategie weiter aus. Frankfurt sei aufgrund seiner internationalen Ausrichtung, der designaffinen Zielgruppe und seiner wirtschaftlichen Bedeutung ein wichtiger Standort für die weitere Expansion, so das Unternehmen. Westwing wurde 2011 gegründet, hat seinen Hauptsitz in München und ist seit 2018 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben in 23 europäischen Ländern aktiv und erzielte 2025 ein Bruttowarenvolumen (GMV) von 507 Millionen Euro. Neben dem Onlineshop gehören stationäre Stores, Daily Specials, Westwing Business und der Design Service zum Angebot.


Köln: RheinEnergie investiert nach Rekordergebnis weiter in die Energiewende

Die RheinEnergie hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 275,6 Millionen Euro abgeschlossen und damit erneut ein überdurchschnittliches Jahresergebnis erzielt. Nach Angaben des Unternehmens bilden die Erträge die Grundlage für umfangreiche Investitionen in die Energie-, Wärme- und Wasserversorgung sowie den Ausbau der Netzinfrastruktur. Zu den größten laufenden Projekten zählt Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe in Köln. Das mit rund 280 Millionen Euro veranschlagte Vorhaben soll künftig Fernwärme für bis zu 50.000 Wohneinheiten bereitstellen. Darüber hinaus treibt RheinEnergie unter anderem den Ausbau von Wind- und Solarenergie, den Aufbau eines Agri-Photovoltaikparks, den Bau des größten kalten Nahwärmenetzes in Nordrhein-Westfalen sowie die Modernisierung der Trinkwasser- und Stromnetze voran. Insgesamt investierte die RheinEnergie-Gruppe im Jahr 2025 rund 270 Millionen Euro. Gleichzeitig wurde mit der Gründung der RheinNetz GmbH die Netzsparte neu organisiert. Rund 1.100 Beschäftigte wechselten in die neue Gesellschaft, die künftig als Verteilnetzbetreiberin für Köln und das Rheinland fungiert. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen wieder mit einer Normalisierung der Ergebnisse. Nach den außergewöhnlich hohen Erträgen der vergangenen drei Jahre erwartet RheinEnergie für 2026 ein Vorsteuerergebnis zwischen 185 und 190 Millionen Euro.


Nürnberg: Mieten steigen deutlich schneller als die Reallöhne

Die Angebotsmieten in den 15 größten deutschen Städten sind in den vergangenen drei Jahren deutlich stärker gestiegen als die Einkommen. Das zeigt der aktuelle Mietkompass von immowelt. Während die Reallöhne zwischen 2023 und 2025 laut Statistischem Bundesamt um 5,1 Prozent zulegten, erhöhten sich die Angebotsmieten je nach Stadt um bis zu 20,2 Prozent. Den stärksten Anstieg verzeichnete Hamburg mit einem Plus von 20,2 Prozent, gefolgt von Dresden (+18,0 Prozent) und Frankfurt am Main (+17,7 Prozent). München bleibt mit durchschnittlich 21,44 Euro pro Quadratmeter der teuerste Mietmarkt unter den untersuchten Großstädten. In Berlin stiegen die Angebotsmieten innerhalb von drei Jahren um 11,9 Prozent auf durchschnittlich 14,39 Euro pro Quadratmeter. Trotz des vergleichsweise geringeren Anstiegs sieht immowelt keine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt. Das hohe Mietniveau treffe in der Hauptstadt auf unterdurchschnittliche Einkommen und verschärfe die Belastung vieler Haushalte. Als Hauptursache für die Entwicklung nennt immowelt das anhaltende Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Der Wohnungsneubau sei durch hohe Baukosten, das Zinsniveau und bürokratische Hürden weiter ausgebremst worden. Im Jahr 2025 wurden bundesweit 206.600 Wohnungen fertiggestellt und damit rund 18 Prozent weniger als im Vorjahr.


Berlin: Richtfest für ersten Hochbauabschnitt der Siemensstadt Square

Mit dem Richtfest für das Atriumgebäude und den Siemensturm hat die Siemens AG einen weiteren Meilenstein bei der Entwicklung des Stadtquartiers Siemensstadt Square erreicht. Die beiden Gebäude bilden den ersten Hochbauabschnitt des Moduls C1.1. Die Fertigstellung des Atriumgebäudes ist für Anfang 2027, die des Hochhauses für Anfang 2028 vorgesehen. Für die Gebäudeplanung des ersten Bauabschnitts zeichnet das Berliner Architektur- und Planungsbüro AUKETT + HEESE verantwortlich. Geplant wurden ein rund 16.000 Quadratmeter großes Atriumgebäude in Holzhybridbauweise sowie der rund 60 Meter hohe Siemensturm mit etwa 27.000 Quadratmetern oberirdischer Geschossfläche. Beide Gebäude bilden künftig den architektonischen Auftakt der Quartiersentwicklung und verbinden den denkmalgeschützten Bestand mit den neuen Bauabschnitten. Das Projekt setzt auf eine integrierte Projektabwicklung, bei der Bauherr, Architekten, Fachplaner und Bauunternehmen von Beginn an in einem gemeinsamen Projektteam zusammenarbeiten. Grundlage für Planung und Koordination ist ein BIM-basiertes digitales Gebäudemodell. Dieses Vorgehen wurde zuletzt mit der Auszeichnung als BIM Champion 2026 gewürdigt.


Bremen: Hemsö übernimmt Schulimmobilie in Bremen-Schwachhausen

Die HEMSÖ GmbH hat die Oberschule Schwachhausen im Bremer Stadtteil Horn-Lehe erworben. Verkäuferin der Immobilie mit einer Gesamtmietfläche von rund 10.600 Quadratmetern ist Advenis Germany. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 34 Millionen Euro. Cushman & Wakefield hat Hemsö im Rahmen eines Exklusivmandats beraten und die Transaktion vermittelt. Das Gebäude wurde ursprünglich 1999/2000 für die Siemens AG als Büroimmobilie errichtet. Nach dem Auszug des Unternehmens wurde der Komplex in mehreren Bauabschnitten saniert und zu einer Schule umgebaut. Die Stadt Bremen nutzt die Immobilie langfristig als Mieter. Der Schulbetrieb wurde im Schuljahr 2024/2025 aufgenommen. Neben der Schule befindet sich in dem Gebäude auch ein Fitnessstudio. Mit dem Ankauf erweitert Hemsö sein deutsches Immobilienportfolio um eine weitere Bildungsimmobilie mit langfristigem Mietvertrag der öffentlichen Hand. Nach Angaben von Cushman & Wakefield gewinnen ehemalige Bürogebäude, die in öffentliche Nutzungen überführt werden, zunehmend an Bedeutung für institutionelle Investoren.


Wiesbaden: Immer mehr Neubauten erhalten Kühlanlagen

Immer mehr neu errichtete Wohngebäude in Deutschland werden mit Anlagen zur Kühlung ausgestattet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, verfügten 4,3 Prozent der im Jahr 2025 fertiggestellten Wohngebäude über eine Klimaanlage oder eine andere technische Kühlung. Innerhalb von zehn Jahren hat sich der Anteil damit mehr als verdoppelt. Im Jahr 2015 waren lediglich 1,9 Prozent der fertiggestellten Wohngebäude mit einer entsprechenden Anlage ausgestattet. Insgesamt wurden im Jahr 2025 bundesweit 58.885 Wohngebäude fertiggestellt. 2015 lag die Zahl der fertiggestellten Wohngebäude noch bei 105.568.


Berlin: 1000 Satellites eröffnet ersten Standort in der Hauptstadt

Der Flex-Office-Anbieter 1000 Satellites hat mit dem „Satellit Chaussee“ seinen ersten Standort in Berlin eröffnet. In der Chausseestraße 117 in Berlin-Mitte bietet das Unternehmen auf rund 7.000 Quadratmetern flexible Büro- und Arbeitsflächen für Unternehmen und Projektteams an. Der neue Standort erstreckt sich über sechs Etagen und umfasst private Büros, Coworking-Bereiche, vollständig ausgestattete Büroetagen sowie Meeting- und Eventflächen. Ergänzt wird das Angebot durch einen Community Hub im Erdgeschoss sowie Terrassen- und Außenbereiche für informelle Treffen und mobiles Arbeiten. Das Gebäude war bislang Sitz eines Fintech-Unternehmens, das den Standort auch künftig nutzt. Darüber hinaus bleibt der Zahlungsdienstleister PPRO im Gebäude vertreten. Nach Angaben von 1000 Satellites konnten beide Unternehmen bereits vor der offiziellen Eröffnung als Nutzer des neuen Konzepts gewonnen werden. Mit dem Einstieg in den Berliner Markt setzt 1000 Satellites seinen Expansionskurs fort. Nach Standorten unter anderem in Mannheim und München ist Berlin der erste Standort des Unternehmens in der Hauptstadtregion.


Frankfurt am Main: FLARE am Thurn-und-Taxis-Platz vollvermietet

Das gemischt genutzte Innenstadtprojekt FLARE am Thurn-und-Taxis-Platz in Frankfurt ist vollständig vermietet. Mit der Embury Bar und Urban Kitchen II by Dicke Butz hat NAS Invest zwei langfristige Mietverträge für die verbliebenen Gastronomieflächen abgeschlossen. Die Embury Bar bezieht rund 130 Quadratmeter im Erdgeschoss. Die Cocktailbar war zuvor über viele Jahre in der Kirchnerstraße ansässig und plant ihre Wiedereröffnung im FLARE in der zweiten Jahreshälfte 2026. Urban Kitchen II by Dicke Butz eröffnet auf rund 600 Quadratmetern an der Stiftstraße 41. Das Gastronomiekonzept knüpft an das zwischen 2010 und 2019 in Frankfurt etablierte Urban Kitchen an und kombiniert internationale Küche, Streetfood, Barbetrieb und Afterwork-Angebote. Mit den beiden Neuvermietungen ist die Vermietung des FLARE abgeschlossen. Das Gebäude in unmittelbarer Nähe zur Zeil, MyZeil und dem Eschenheimer Tor vereint Hotel-, Wohn-, Büro-, Einzelhandels- und Gastronomieflächen unter einem Dach.


Essen: Instone refinanziert Schuldscheindarlehen vorzeitig

Die Instone Real Estate Group hat ein ursprünglich im Oktober 2026 fälliges Schuldscheindarlehen vorzeitig refinanziert. Das 2023 begebene Darlehen über 20 Millionen Euro wurde durch ein neues Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 45 Millionen Euro ersetzt und langfristig verlängert. Die Arrangierung und Syndizierung übernahm die Sparkasse Hannover. Zu den Darlehensgebern zählen Institute aus dem Sparkassen- und genossenschaftlichen Bankensektor. Nach Angaben des Unternehmens übertraf das finale Platzierungsvolumen das ursprünglich angestrebte Ziel von 30 Millionen Euro deutlich. Zudem beteiligten sich erstmals Finanzierungspartner, die bislang nicht an Corporate-Finanzierungen der Instone Group beteiligt waren. Mit der vorzeitigen Refinanzierung stärkt Instone nach eigenen Angaben seine Finanzierungsbasis und erweitert zugleich den Kreis langfristiger Finanzierungspartner.


Hoppegarten: Bonava startet Bauarbeiten für Wohnquartier „Koppelhain“

Bonava hat mit den Bauarbeiten für das Wohnprojekt „Koppelhain“ in Hoppegarten bei Berlin begonnen. An der Rennbahnallee entstehen insgesamt 60 Wohneinheiten mit rund 5.200 Quadratmetern Wohnfläche. Für den ersten Bauabschnitt liegt die Baugenehmigung vor, die vorbereitenden Erdarbeiten laufen bereits. Das Quartier umfasst 53 Eigentumswohnungen, drei Reihenhäuser und vier Doppelhaushälften. Die Wohnungen verfügen über zwei bis vier Zimmer, Wohnflächen zwischen 59 und 96 Quadratmetern sowie jeweils einen Balkon oder einen eigenen Garten. Nach Angaben des Projektentwicklers richtet sich das Angebot sowohl an Eigennutzer als auch an Kapitalanleger. Die ersten Wohnungen sollen ab Dezember 2027 bezugsfertig sein. Die Gesamtfertigstellung des Quartiers ist bis 2030 geplant. Zum Konzept gehören ein Quartiersspielplatz sowie eine Energieversorgung über Wärmepumpen. Das Wohngebiet entsteht am Landschaftsschutzgebiet Neuenhagener Mühlenfließ und in der Nähe des Lenné-Parks mit Schloss Hoppegarten. Über die S-Bahn-Linie S5 besteht eine Anbindung an den Berliner Alexanderplatz, zudem ist das Quartier über die Bundesstraßen B1 und B5 an den Berliner Ring angebunden.


Berlin: Hohental wird Rahmenvertragspartner der GEWOBAG

Die Hohental GmbH ist neuer Rahmenvereinbarungspartner der GEWOBAG für Generalübernehmerleistungen bei Modernisierungs- und Instandsetzungsvorhaben. Das Unternehmen erhielt im Rahmen eines Vergabeverfahrens den Zuschlag und gehört damit zu den ausgewählten Partnern, die künftig an projektbezogenen Vergabeverfahren des kommunalen Wohnungsunternehmens teilnehmen können. Die Rahmenvereinbarung schafft die Grundlage für die Vergabe von Modernisierungs- und Instandsetzungsprojekten im Wohnungsbestand der GEWOBAG. Einzelne Bauvorhaben werden während der Laufzeit jeweils gesondert ausgeschrieben, wobei die ausgewählten Rahmenvertragspartner zur Angebotsabgabe eingeladen werden. Hohental bringt nach eigenen Angaben langjährige Erfahrung als Generalunternehmer und Generalübernehmer für Neubau-, Modernisierungs- und Sanierungsprojekte ein. Das Unternehmen begleitet öffentliche und private Auftraggeber bei der Entwicklung und Erneuerung von Wohn- und Quartiersbeständen. Mit der Aufnahme in den Kreis der Rahmenvereinbarungspartner baut Hohental seine Aktivitäten im kommunalen Wohnungsbau weiter aus. Die GEWOBAG zählt zu den größten kommunalen Wohnungsunternehmen Berlins und setzt die Rahmenvereinbarung zur effizienteren Umsetzung von Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen in ihrem Bestand ein.


Berlin: Deutscher Bauherrenpreis zeichnet acht Wohnungsbauprojekte aus

Der Deutsche Bauherrenpreis 2026 ist auf dem EUREF-Campus in Berlin an insgesamt acht Projekte vergeben worden. Fünf Bauvorhaben erhielten den Deutschen Bauherrenpreis, drei weitere wurden mit Sonderpreisen ausgezeichnet. Der Wettbewerb stand erneut unter dem Motto „Hohe Qualität – tragbare Kosten“ und feierte in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Für den Wettbewerb waren bundesweit 176 Neubau-, Modernisierungs-, Umbau- und Bestandsprojekte eingereicht worden. Aus ihnen nominierte die Jury 30 Vorhaben, fünf davon wurden mit dem Deutschen Bauherrenpreis ausgezeichnet. Hinzu kamen drei Sonderpreise für Projekte, die nach Ansicht der Jury beispielhafte Lösungen für aktuelle Herausforderungen des Wohnungsbaus bieten. Mit dem Deutschen Bauherrenpreis ausgezeichnet wurden der Grüne Weiler „W1OXF – Weiler 1 Oxford“ in Münster, das Langhaus Braunsfeld in Köln, das Quartier „Mut zum Aufbruch: Aktionsraum Oderbruch“ in Eberswalde, das Projekt „Kalksandsteinwerk – urbane Transformation“ in Bremerhaven sowie der Rote Backsteinhof am Rathausmarkt in Kronshagen. Sonderpreise gingen an die Platensiedlung in Frankfurt am Main, die Revitalisierung des Hochhauses Sterntalerweg in Lübeck sowie den geförderten Wohnungsbau mit Arztpraxis in Auerbach. Bundesbauministerin Verena Hubertz bezeichnete die ausgezeichneten Projekte als Beispiele dafür, dass sich hohe architektonische Qualität, Innovation und Wirtschaftlichkeit miteinander verbinden lassen. GdW-Präsident Axel Gedaschko forderte zugleich bessere Rahmenbedingungen für den bezahlbaren Wohnungsbau. Sinkende Bau- und Finanzierungskosten, einfachere Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie verlässliche Förderprogramme seien notwendig, damit entsprechende Projekte künftig häufiger realisiert werden könnten. Der Deutsche Bauherrenpreis wird seit 1986 von der Arbeitsgemeinschaft KOOP aus GdW, BDA und Deutschem Städtetag vergeben. Prämiert werden Projekte, die wirtschaftliche, gestalterische, ökologische und soziale Qualität im Wohnungsbau miteinander verbinden und übertragbare Lösungen für die Praxis aufzeigen.


Frankfurt am Main: SEIL erhält Exklusivmandat für Wohnportfolio in NRW

SEIL Real Estate hat ein Exklusivmandat für die Vermarktung eines Wohnportfolios in Nordrhein-Westfalen erhalten. Auftraggeber ist ein institutioneller Wohnungsbestandshalter, der einen Teil seines Bestands im Einzelobjektverfahren veräußern will. Das Portfolio umfasst mehr als 30 Mehrfamilienhäuser und Wohnanlagen in drei Städten Nordrhein-Westfalens mit rund 250 Wohneinheiten und einer Gesamtmietfläche von etwa 15.000 Quadratmetern. Die jährlichen Mieteinnahmen belaufen sich auf rund 1,1 Millionen Euro. Der Leerstand liegt nach Unternehmensangaben bei rund fünf Prozent. Die Immobilien werden sowohl einzeln als auch in kleineren Paketen vermarktet. Das Transaktionsvolumen je Objekt liegt zwischen einer und 15 Millionen Euro. Die Liegenschaften befinden sich entlang der Rheinschiene und im westlichen Ruhrgebiet. Mit dem Verkauf verfolgt der Eigentümer das Ziel, Kapital für die Aufwertung weiterer Bestände innerhalb seines Portfolios freizusetzen. Nach Angaben von SEIL bieten die Objekte stabile Cashflows, Bruttoanfangsrenditen von bis zu neun Prozent sowie Potenzial für Mietanpassungen. Die gezielte Ansprache potenzieller Investoren soll im Juli 2026 beginnen.


Berlin: Wettbewerb für weitere Baufelder am Molkenmarkt entschieden

Die Entwicklung des neuen Stadtquartiers am Molkenmarkt geht in die nächste Phase. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen und die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) haben den zweiten Realisierungswettbewerb für die Blöcke A und B/2 entschieden. Im Mittelpunkt der Planungen stehen bezahlbarer Wohnraum, Kultur und Gewerbe. Die prämierten Entwürfe bilden die Grundlage für mindestens 220 Wohnungen und rund 23.000 Quadratmeter Gewerbefläche. Herzstück des Quartiers wird ein sogenannter Kulturbaustein mit Flächen für Bildende und Darstellende Kunst. Für die vier Planungslosen wurden insgesamt zwölf Architekturbüros und Arbeitsgemeinschaften ausgezeichnet. Im anschließenden Vergabeverfahren verhandelt die WBM jeweils mit den drei Preisträgern eines Loses über die weitere Planung. Neben dem Wettbewerbsergebnis fließen auch Projektorganisation und Honorarangebot in die Vergabe ein. Mit dem zweiten Wettbewerb ist die Planung für die WBM-Baufelder am Molkenmarkt weitgehend abgeschlossen. Im nächsten Schritt werden die Architektenteams für die Umsetzung ausgewählt und die Entwurfsplanungen weiter konkretisiert. Insgesamt entsteht in der historischen Mitte Berlins ein gemischt genutztes Quartier mit Wohnen, Kultur und Gewerbe.


Berlin: Fast jeder zweite Immobilienmakler erwartet Stagnation des eigenen Geschäfts

Die Stimmung unter Immobilienmaklern hat sich eingetrübt. Nach einer Umfrage im Auftrag von Kleinanzeigen rechnen 47 Prozent der befragten Makler in den kommenden zwölf Monaten mit einer Stagnation ihrer Geschäftstätigkeit. 37 Prozent erwarten eine positive Entwicklung, während 16 Prozent von einem Rückgang ausgehen. Im Vorjahr hatten noch 51 Prozent der Befragten optimistisch auf die Geschäftsentwicklung geblickt. Die aktuelle Marktlage bewerten 50 Prozent der Makler schlechter als vor einem Jahr. Für 39 Prozent hat sie sich nicht verändert, lediglich zehn Prozent sehen eine Verbesserung. Bei der Entwicklung von Kaufpreisen und Mieten gehen die Einschätzungen auseinander: 45 Prozent der Befragten erwarten steigende Preise, 40 Prozent rechnen mit einer stabilen Entwicklung und 14 Prozent mit sinkenden Kaufpreisen und Mieten. Für die Umfrage wurden am 20. Mai 2026 im Rahmen eines Webinars 224 Immobilienmaklerinnen und Immobilienmakler befragt.


Berlin: Immobilienbranche sucht Fachkräfte für Bestand statt Projektentwicklung

Der Arbeitsmarkt in der Immobilien- und Bauwirtschaft entwickelt sich nach Einschätzung der Personalberatung Cobalt zunehmend differenziert. Während Unternehmen weiterhin Fachkräfte für Bestandsmanagement, technisches Management und Rechnungswesen suchen, bleibt die Nachfrage nach klassischen Projektentwicklern niedrig. Besonders gefragt sind derzeit Experten für Sanierungs-, Revitalisierungs- und Umnutzungsprojekte sowie Fachkräfte für alternative Wohnformen wie studentisches Wohnen, Boarding Houses, Micro Living und Seniorenwohnen. Auch im Property Management und Rechnungswesen besteht weiterhin hoher Personalbedarf. Gleichzeitig stehen nach Angaben von Cobalt mehr erfahrene Führungskräfte dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, während Unternehmen nur wenige neue Führungspositionen schaffen. Recruiting-Prozesse dauern zudem länger und umfassen häufig mehrere Gesprächsrunden. Nach Einschätzung der Personalberatung gewinnen neben fachlichen Qualifikationen vor allem Kompetenzen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz sowie transparente Vergütungsstrukturen an Bedeutung.


Wien: Studie sieht Boom bei Branded Residences durch vermögende Zuwanderer

Die internationale Mobilität vermögender Privatpersonen treibt die Nachfrage nach sogenannten Branded Residences. Zu diesem Ergebnis kommt ein Whitepaper der PKF hospitality group und des Future of Hospitality Institute. Demnach ist die Zahl der Millionäre, die ihren Wohnsitz ins Ausland verlagern, von rund 51.000 im Jahr 2013 auf geschätzte 142.000 im Jahr 2025 gestiegen. Für 2026 erwarten die Autoren einen weiteren Anstieg auf 165.000 Personen. Als wichtigste Zielländer nennt die Studie unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate, die USA, Singapur, die Schweiz, Italien, Portugal und Spanien. Ausschlaggebend seien vor allem Sicherheit, Lebensqualität, wirtschaftliche Stabilität und steuerliche Rahmenbedingungen. Nach Einschätzung der Autoren profitieren insbesondere Branded Residences von dieser Entwicklung. Für die kommenden Jahre erwarten sie weiteres Wachstum durch neue Investitionsstandorte, den verstärkten Einsatz digitaler Services sowie einen wachsenden Fokus auf Nachhaltigkeit und Wellness.


Frankfurt am Main: US Treuhand startet Vertrieb des Immobilienfonds UST XXVII

Die US Treuhand hat den Vertrieb ihres neuen geschlossenen Publikumsfonds UST XXVII gestartet. Der Alternative Investmentfonds investiert in Core-Gewerbeimmobilien in wirtschaftsstarken Metropolregionen der USA und richtet sich an Privatanleger. Der Fonds setzt auf Bestands- und Büroimmobilien in den Vereinigten Staaten. Als erstes Zielinvestment ist eine Class-A-Büroimmobilie im Großraum Dallas-Fort Worth vorgesehen, die über eine hohe Vermietungsquote und eine LEED-Gold-Zertifizierung verfügt. Nach Angaben des Unternehmens soll der Fonds das derzeitige Marktumfeld mit gesunkenen Immobilienpreisen für Investitionen nutzen. Die US Treuhand setzt dabei ihre bisherige Strategie fort, bei der sich Anleger gemeinsam mit dem Initiator an den Immobilien beteiligen. Seit der Unternehmensgründung haben sich nach Unternehmensangaben mehr als 15.000 Anleger an Fonds der US Treuhand beteiligt. Das bisherige Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf rund 5,1 Milliarden US-Dollar.


Düsseldorf: ZBI setzt Wohnquartier „Central 378“ nach Insolvenz fort

Die ZBI Gruppe übernimmt die Fertigstellung des Stadtquartiers „Central 378“ im Düsseldorfer Stadtteil Flingern. Nach der Insolvenz der bisherigen Projektgesellschaft waren die Bauarbeiten eingestellt worden. Nun sollen sie in der zweiten Jahreshälfte 2026 wieder aufgenommen werden. Das Quartier entsteht auf einem rund 6.100 Quadratmeter großen Grundstück an der Erkrather Straße. Geplant sind Wohnungen, möblierte Apartments sowie Büro- und Gewerbeflächen. Zum Konzept gehören außerdem geförderte und preisgedämpfte Wohnungen. ZBI hatte die Projektentwicklung bereits 2022 im Rahmen eines Forward-Deals erworben. Nach Angaben des Unternehmens laufen die Planungs- und Ausschreibungsverfahren für die noch ausstehenden Bauleistungen bereits. Die Fertigstellung der einzelnen Bauabschnitte ist bis Mitte 2027 vorgesehen.


Frankfurt am Main: INDUSTRIA legt neuen Wohnimmobilien-Spezialfonds auf

Die INDUSTRIA Immobilien hat den offenen Immobilien-Spezialfonds „Industria Wohnen Deutschland VIII“ aufgelegt. Mit dem Fonds will das Unternehmen zwischen 200 und 300 Millionen Euro Eigenkapital von institutionellen Investoren einwerben. Das angestrebte Fondsvolumen liegt bei 300 bis 500 Millionen Euro. Investiert werden soll in Wohnimmobilien im Bestand und Neubau. Zudem ist eine Beimischung seriell oder modular errichteter Gebäude möglich. Die angestrebte durchschnittliche Ausschüttungsrendite liegt bei mindestens vier Prozent pro Jahr. Der Fonds erfüllt nach Angaben des Unternehmens die Anforderungen des Artikels 8 der EU-Offenlegungsverordnung. Beim Erwerb von Immobilien gelten unter anderem Vorgaben zur Energieeffizienz, die bei Bedarf innerhalb der ersten fünf Jahre durch Sanierungsmaßnahmen erreicht werden können. Als Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft fungiert die IntReal International Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft. Der Fonds war ursprünglich bereits 2022 konzipiert worden, nach veränderten Marktbedingungen jedoch zunächst zurückgestellt worden.

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