Aktuelles aus der Immobilienbranche Mitteldeutschland 2026 – Juli

Oschersleben: Mehr als 500.000 Euro Fördermittel für Wohnungsbau und Innenstadtentwicklung +++ Leipzig: Stadt fordert Ausbau der Anschlussstelle Leipzig-Nord und Erhalt der Anschlussstelle Schkeuditz +++ Zwickau: 22,5 Millionen Euro für neue Straßenbahnen und Umbau des Bahnhofsvorplatzes +++ Leipzig: Machbarkeitsstudie empfiehlt Verlängerung der Straßenbahnlinie 10 +++ Dresden: Sanierung des Briesnitzer Parks Süd startet +++ Halle (Saale): Kommunale Schulden in Sachsen-Anhalt steigen auf 3,7 Milliarden Euro +++ Zeitz: Land fördert Gleissanierung im Chemie- und Industriepark mit einer Million Euro +++ Magdeburg: Stadt digitalisiert vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren +++ Halle (Saale): Baupreise für Wohngebäude steigen um 6,2 Prozent +++ Halle (Saale): Zahl der Wohngebäude in Sachsen-Anhalt erreicht Rekordwert +++ Jena: Strategieprozess „Jena 2035“ wird um Zukunftsvision und Bürgerbeteiligung erweitert +++ Leipzig: Stadt plant Umbau der Georg-Schumann-Straße für 21,5 Millionen Euro +++ Leipzig: 1,5 Millionen Euro für Altlastensanierung auf ehemaligem Bauchemie-Areal +++ Jena: Stadt will gemeinschaftliches Wohnen gezielt fördern +++ Dresden: Bau für neues Bertolt-Brecht-Gymnasium startet im Oktober +++ Jena: Stadtrat schafft Baurecht für 28 Wohnungen in den Erlenhöfen +++ Pirna: WGP modernisiert Wohnhaus auf dem Sonnenstein für 14,8 Millionen Euro +++ Dresden: Sachsen erhöht Mittel für sozialen Wohnungsbau im Doppelhaushalt deutlich +++ Dresden: Sachsen sichert Finanzierung von Hochschulen und Forschung im Doppelhaushalt +++ Dresden: Infineon eröffnet neue Smart Power Fab +++ Leipzig: CGREAG feiert Richtfest für letztes Wohnhaus der Plagwitzer Höfe +++ Jena: Stadtrat bringt neues Wohnquartier in Jena-Nord auf den Weg +++ Jena: Stadtrat beschließt Vorkaufsrechte für mögliche Wohnbauflächen +++ Jena: Stadtrat beschließt Fortschreibung des Flächennutzungsplans +++ Jena: Pilotprojekt zur Passantenfrequenzmessung geht in Auswertung +++ Chemnitz: Stadtrat schafft finanzielle Grundlage für erste Sachsenfonds-Projekte +++ Dresden: Edeka plant Markt- und Wohnquartier an der Leipziger Straße neu +++ Halle (Saale): Inflation in Sachsen-Anhalt schwächt sich auf 2,5 Prozent ab +++ Groß Ammensleben: Spatenstich für neues Feuerwehrgerätehaus +++ Kirchberg: RTLL Lewerenz Holding AG mit TOP 100-Award ausgezeichnet

Oschersleben: Mehr als 500.000 Euro Fördermittel für Wohnungsbau und Innenstadtentwicklung

In Oschersleben hat der Bau eines Mehrfamilienhauses in der Sackstraße begonnen. Wie das Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt mitteilt, stellen Bund und Land dafür im Rahmen der Städtebauförderung rund 410.000 Euro bereit. Auf dem rund 40 Jahre brachliegenden Grundstück, auf dem sich früher eine Bäckerei befand, errichtet die BEWOS Wobau GmbH sechs Wohnungen, darunter zwei barrierearme. Mit dem Neubau soll zugleich eine langjährige Baulücke in der historischen Innenstadt geschlossen werden. Unmittelbar angrenzend wird zudem ein Gebäude in der Halberstädter Straße saniert. In dem teilweise denkmalgeschützten Gebäude entstehen Wohnungen für Auszubildende. Dafür erhielt die BEWOS bereits im November 2025 einen Förderbescheid über mehr als 95.000 Euro aus dem Landesprogramm „Junges Wohnen“. Nach Angaben des Ministeriums fließen damit insgesamt mehr als 500.000 Euro Fördermittel in die beiden Projekte zur Stärkung der Oschersleber Innenstadt.


Leipzig: Stadt fordert Ausbau der Anschlussstelle Leipzig-Nord und Erhalt der Anschlussstelle Schkeuditz

Die Stadt Leipzig spricht sich für den Ausbau der Autobahnanschlussstelle Leipzig-Nord sowie den Erhalt der Anschlussstelle Schkeuditz aus. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, hat sie dazu eine Stellungnahme an die Autobahn GmbH übermittelt. Hintergrund sind Pläne, beide bestehenden Anschlussstellen zugunsten einer neuen Anbindung an der Radefelder Allee aufzugeben. Nach Angaben der Stadt Leipzig unterstützen auch die Stadt Schkeuditz, der Landkreis Nordsachsen, Wirtschaftskammern, der Flughafen Leipzig/Halle sowie Unternehmen aus dem Leipziger Nordraum diese Position. Mehr als 100 Unternehmen mit über 20.000 Beschäftigten seien auf eine leistungsfähige Autobahnanbindung angewiesen. Die Stadt befürchtet, dass eine Konzentration auf nur eine Anschlussstelle zu längeren Fahrzeiten, höheren Transportkosten und einer geringeren Versorgungssicherheit führen würde. Zudem sieht sie Risiken für die Entwicklung des geplanten Industriegebiets „Airport Industrial Park“ westlich der Radefelder Allee, für das derzeit ein Investor gesucht wird. Die Stellungnahme wurde gemeinsam mit Unternehmen, Fachämtern und weiteren Akteuren aus dem Leipziger Nordraum erarbeitet.


Zwickau: 22,5 Millionen Euro für neue Straßenbahnen und Umbau des Bahnhofsvorplatzes

Die Städtischen Verkehrsbetriebe Zwickau (SVZ) erhalten nach Angaben des Sächsischen Staatsministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung 22,5 Millionen Euro Fördermittel für die Beschaffung von sechs neuen Niederflurstraßenbahnen. Die Fahrzeuge des Typs TINA von Stadler sollen ab 2028 die bisher eingesetzten Tatra-Hochflurbahnen ersetzen. 18 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), weitere 4,5 Millionen Euro steuert der Freistaat Sachsen bei. Die 30 Meter langen und 2,30 Meter breiten Straßenbahnen verfügen über einen stufenlosen Einstieg, eine Anzeige des Besetzungsgrads sowie ein Fahrerassistenzsystem. Mit der Neubeschaffung soll die Straßenbahnflotte in Zwickau künftig vollständig niederflurig werden. Wie das Ministerium weiter mitteilt, hat zudem der Umbau des Bahnhofsvorplatzes begonnen. Der Bereich soll zu einem barrierefreien Umsteigepunkt zwischen Straßenbahn, Bus, Bahn und Taxi ausgebaut werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf mehr als zwölf Millionen Euro. 85 Prozent der zuwendungsfähigen Baukosten werden aus Bundes- und Landesmitteln gefördert. Die SVZ betreiben derzeit 26 Straßenbahnen im Fahrgastverkehr, unterhalten ein 47 Kilometer langes Gleisnetz und befördern jährlich rund 10,5 Millionen Fahrgäste mit Bus und Bahn.


Leipzig: Machbarkeitsstudie empfiehlt Verlängerung der Straßenbahnlinie 10

Eine Machbarkeitsstudie empfiehlt, die Straßenbahnlinie 10 bis zum S-Bahnhof Leipzig-Wahren zu verlängern. Untersucht wurden drei Trassenvarianten. Bevorzugt wird eine zweigleisige Strecke über die verlängerte Auenseestraße bis zu einer neuen Wendeschleife und einem möglichen Straßenbahnbetriebshof am S-Bahnhof. Die Vorzugsvariante sieht vor, die bestehende Wendeschleife am Pater-Aurelius-Platz aufzugeben. Dadurch könnte der Bereich rund um das Rathaus Wahren neu gestaltet werden. Zudem empfiehlt die Studie eine neue Straßenverbindung zwischen der Gustav-Esche-Straße und der Travniker Straße. Die Kosten für die vorgeschlagene Vorzugsvariante werden auf rund 35 Millionen Euro geschätzt. Über die Trassenführung und die weitere Planung soll der Leipziger Stadtrat entscheiden. Wann das Projekt umgesetzt wird, hängt von der Finanzierung und der Bereitstellung von Fördermitteln ab.


Dresden: Sanierung des Briesnitzer Parks Süd startet

In Dresden beginnen die Sanierungsarbeiten im Briesnitzer Park Süd. Bis zum Frühjahr 2027 entsteht südlich der Meißner Landstraße eine modernisierte Parkanlage mit neuen Spiel- und Aufenthaltsbereichen. Die Kosten belaufen sich auf rund 723.000 Euro. Geplant sind unter anderem eine Tischtennisplatte, ein Kletterfelsen, ein Rodelhügel sowie neue Sitz- und Picknickmöglichkeiten. Die bestehende Calisthenics-Anlage bleibt erhalten, historische Sandsteinmauern werden saniert. Zudem wird der Park entlang der Meißner Landstraße erweitert. Die Planungen wurden im Vorfeld öffentlich vorgestellt. Nach Angaben der Landeshauptstadt flossen Anregungen aus einer Bürgerbeteiligung im April 2024 in die Gestaltung ein. Finanziert wird das Projekt mit Mitteln der Europäischen Union, des Freistaates Sachsen sowie der Landeshauptstadt Dresden.


Halle (Saale): Kommunale Schulden in Sachsen-Anhalt steigen auf 3,7 Milliarden Euro

Die kommunalen Kernhaushalte in Sachsen-Anhalt waren Ende 2025 mit insgesamt 3,711 Milliarden Euro verschuldet. Das entspricht einem Anstieg um 264,3 Millionen Euro oder 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Pro Einwohner lag die Verschuldung bei 1.746 Euro, wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt. Rund 39 Prozent der kommunalen Schulden entfielen auf die drei kreisfreien Städte. Die höchste Gesamtverschuldung verzeichnete Halle (Saale) mit 811,2 Millionen Euro, gefolgt von Magdeburg mit 588,4 Millionen Euro. Die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung der kreisfreien Städte lag bei 2.667 Euro. Schuldenfrei waren Ende 2025 die Städte Klötze und Braunsbedra sowie die Gemeinde Schkopau. Insgesamt bauten 142 Kommunen ihre Schulden im vergangenen Jahr ab, während sie in 73 Kommunen anstiegen.


Zeitz: Land fördert Gleissanierung im Chemie- und Industriepark mit einer Million Euro

Das Land Sachsen-Anhalt stellt rund eine Million Euro aus dem Sondervermögen „Infrastruktur“ für die Modernisierung der Schienenanbindung des Chemie- und Industrieparks Zeitz bereit. Gefördert werden die Erneuerung der bahntechnischen Anlagen im Einfahrtsbereich des Industrieparks sowie der rund vier Kilometer langen Verbindungsstrecke zwischen dem Bahnhof Tröglitz und dem Güterbahnhof Zeitz. Vorgesehen sind Investitionen in den Oberbau der Gleisanlagen, den Einbau neuer Weichen sowie die Erneuerung der Gleisabschnitte zwischen den Weichen. Die Arbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Mit der Modernisierung wird die Schienenanbindung des Chemie- und Industrieparks verbessert. Zudem werden die Anlagen fahrdynamisch optimiert und die Rangiererwege nach aktuellem Standard ausgebaut, um den Arbeitsschutz zu erhöhen.


Magdeburg: Stadt digitalisiert vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren

Die Landeshauptstadt Magdeburg bietet das vereinfachte Baugenehmigungsverfahren ab sofort auch online an. Der neue Service steht im „Digitalen Rathaus“ der Stadt zur Verfügung und ermöglicht die digitale Beantragung bestimmter Baugenehmigungen. Das vereinfachte Verfahren nach der Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt gilt unter anderem für den Neubau und die Erweiterung von Wohngebäuden sowie weiterer Gebäude bestimmter Gebäudeklassen, für Werbeanlagen und sonstige bauliche Anlagen. Sonderbauten sind von dem Verfahren ausgenommen. Über das Digitale Rathaus informiert die Stadt zudem über die einzureichenden Unterlagen. Dazu gehören je nach Vorhaben unter anderem bautechnische Nachweise, Grundrisse und Ansichten. Weitere Verwaltungsleistungen stehen ebenfalls online zur Verfügung.


Halle (Saale): Baupreise für Wohngebäude steigen um 6,2 Prozent

Die Bauleistungspreise für konventionell errichtete Wohngebäude in Sachsen-Anhalt sind im Mai 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,2 Prozent gestiegen. Gegenüber Februar legten sie um 2,4 Prozent zu. Das teilte das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mit. Bei den Rohbauarbeiten betrug der Anstieg im Jahresvergleich 6,5 Prozent. Besonders stark verteuerten sich Entwässerungskanalarbeiten mit 10,2 Prozent sowie Erdarbeiten mit 10,0 Prozent. Im Ausbaugewerbe lagen die Preise 5,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Deutliche Zuwächse verzeichneten unter anderem Putz- und Stuckarbeiten (+9,8 Prozent) sowie Maler- und Lackierarbeiten (+9,3 Prozent). Auch im Straßenbau setzte sich die Preisentwicklung fort. Der Preisindex stieg gegenüber Mai 2025 um 7,9 Prozent und gegenüber Februar um 5,0 Prozent. Ortskanäle verzeichneten mit einem Indexstand von 161,5 die höchsten Werte, insbesondere aufgrund gestiegener Preise für Entwässerungskanalarbeiten (+9,2 Prozent). Nach Angaben des Statistischen Landesamtes basiert die Statistik auf der vierteljährlichen Erhebung von rund 170 repräsentativen Bauleistungen.


Halle (Saale): Zahl der Wohngebäude in Sachsen-Anhalt erreicht Rekordwert

Der Wohngebäudebestand in Sachsen-Anhalt ist 2025 auf den höchsten Stand seit Beginn der Erhebung gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes gab es zum Jahresende 585.805 Wohngebäude sowie 1.241.822 Wohnungen in Wohngebäuden. Hinzu kamen 28.598 Wohnungen in Nichtwohngebäuden. Im vergangenen Jahr entstanden 5.569 Wohnungen. Davon entfielen 2.106 auf Neubauten und 3.463 auf Um- oder Ausbauten bestehender Gebäude. Gleichzeitig gingen 3.992 Wohnungen verloren, darunter 1.041 durch Abriss oder Nutzungsänderungen sowie 2.951 durch Umbauten. Die gesamte Wohnfläche in Wohngebäuden belief sich Ende 2025 auf rund 104,5 Millionen Quadratmeter. Weitere 2,2 Millionen Quadratmeter Wohnfläche entfallen auf Wohnungen in Nichtwohngebäuden. Am häufigsten sind in Sachsen-Anhalt Vier-Raum-Wohnungen mit einem Anteil von 30,8 Prozent am Wohnungsbestand. Drei-Raum-Wohnungen machen 25,6 Prozent aus. Wohnungen mit einem oder zwei Räumen erreichen zusammen 11,5 Prozent, während Wohnungen mit fünf oder mehr Räumen auf rund 32 Prozent des Bestands entfallen. Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt.


Jena: Strategieprozess „Jena 2035“ wird um Zukunftsvision und Bürgerbeteiligung erweitert

Der Strategieprozess „Jena 2035“ geht in die nächste Phase. Der Stadtrat hat das bereits im Frühjahr gestartete Strategie-Board offiziell als beratendes Gremium bestätigt. Gleichzeitig wird der Prozess erweitert: Vor der Erarbeitung konkreter Ziele soll zunächst eine gemeinsame Zukunftsvision für die Stadt entwickelt werden. Das Strategie-Board war erstmals im März 2026 zusammengekommen und besteht aus 26 Mitgliedern, darunter Vertreter der Stadtgesellschaft, der Stadtratsfraktionen sowie der Stadtverwaltung. Es hat keine Entscheidungsbefugnis, sondern soll den Strategieprozess fachlich begleiten und Impulse für die politische Diskussion liefern. Nach Angaben der Stadt soll zunächst ein gemeinsames Leitbild für Jena im Jahr 2035 entstehen. Darauf aufbauend werden strategische Ziele und Handlungsschwerpunkte entwickelt. Bestehende Fachstrategien sollen dabei stärker miteinander verknüpft und auf gemeinsame Prioritäten ausgerichtet werden. Im weiteren Verlauf des Prozesses ist eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vorgesehen. Die im Strategie-Board entwickelte Zukunftsvision soll öffentlich diskutiert werden. Der daraus entstehende Strategierahmen soll dem Stadtrat im ersten Quartal 2027 zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Parallel arbeitet die Stadtverwaltung an einer Finanzstrategie, die strategische Ziele künftig stärker mit der Haushaltsplanung verknüpfen soll. Sie soll dem Stadtrat im September 2026 vorgestellt werden.


Leipzig: Stadt plant Umbau der Georg-Schumann-Straße für 21,5 Millionen Euro

Die Stadt Leipzig will die Georg-Schumann-Straße zwischen Böhmestraße und Chausseehaus grundlegend erneuern. Einen entsprechenden Bau- und Finanzierungsbeschluss hat die Stadtverwaltung auf den Weg gebracht, der Stadtrat muss noch zustimmen. Die Gesamtkosten des Gemeinschaftsprojekts mit der Leipziger Gruppe belaufen sich auf rund 21,5 Millionen Euro, davon entfallen etwa 9,5 Millionen Euro auf den städtischen Anteil. Der rund einjährige Umbau ist von April 2027 bis Mai 2028 geplant. Er umfasst die Erneuerung von Fahrbahn, Geh- und Radwegen, Straßenbahngleisen sowie Parkflächen. Zudem sollen die Straßenbeleuchtung und Leitungen der Wasserwerke sowie der Netz Leipzig modernisiert werden. Im Zuge der Arbeiten entstehen teilweise Rasengleise, eine neue Straßenbahnhaltestelle an der Ehrensteinstraße sowie neue Ampelanlagen an den Kreuzungen mit der Mechler- und Ehrensteinstraße. Die Gehwege werden neu angelegt, Radfahrstreifen bleiben erhalten und zusätzlich werden 35 Fahrradbügel installiert. Zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und des Stadtklimas sind 46 neue Bäume vorgesehen. Gleichzeitig reduziert sich die Zahl der Pkw-Stellplätze entlang des Abschnitts von bisher 82 auf künftig 23. Außerdem werden mehrere Seitenstraßen mit überfahrbaren Gehwegen umgebaut, um die Querung für Fußgänger sicherer zu gestalten.


Leipzig: 1,5 Millionen Euro für Altlastensanierung auf ehemaligem Bauchemie-Areal

Die Landesdirektion Sachsen hat die Altlastensanierung auf dem Gelände der ehemaligen Bauchemie Leipzig mit bis zu 1,5 Millionen Euro bewilligt. Die Fördermittel erhält die Bauen und Wohnen Leipzig GmbH (BUWOG), eine Entwicklungsgesellschaft von Vonovia. Auf dem Areal an der Lößniger Straße sollen nach der Sanierung rund 1.260 Wohnungen sowie ein Stadtteilpark entstehen. Nach Angaben der Landesdirektion sind dafür Gesamtinvestitionen von rund 500 Millionen Euro vorgesehen. Vor dem Baustart muss das durch die frühere Nutzung als Produktions- und Laborstandort für Reinigungsmittel belastete Erdreich saniert werden. Dazu wird der kontaminierte Boden ausgehoben und durch unbelastetes Material ersetzt. Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie vom Freistaat Sachsen und dienen der Dekontamination und Wiedernutzbarmachung belasteter Flächen.


Jena: Stadt will gemeinschaftliches Wohnen gezielt fördern

Die Stadt Jena will gemeinschaftliche Wohnformen künftig stärker unterstützen. Der Stadtrat wurde über den aktuellen Stand eines Projekts informiert, mit dem alternative Wohnmodelle sichtbarer gemacht und konkrete Vorhaben angestoßen werden sollen. Bereits im Dezember 2025 hatte die Stadt die Stadtverwicklung gGmbH aus Weimar mit der Begleitung des Prozesses beauftragt. Gemeinsam sollen geeignete städtische Grundstücke identifiziert sowie die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen für gemeinschaftliche Wohnprojekte geschaffen werden. Im Mittelpunkt steht eine Konzeptvergabe, die sich gezielt an Projektgruppen richtet, die gemeinschaftliche Wohnformen realisieren wollen. Die Ausschreibung soll spätestens 2027 veröffentlicht werden und über den Eigenbetrieb Kommunale Immobilien Jena (KIJ) erfolgen. Nach Angaben der Stadt sollen gemeinschaftliche Wohnprojekte die Vielfalt des Wohnungsangebots erweitern und durch gemeinschaftlich genutzte Flächen wie Gärten oder Nachbarschaftstreffs einen Mehrwert für das Quartier schaffen. Die Stadtverwicklung gGmbH übernimmt dabei die fachliche Prozessbegleitung und die Vernetzung der beteiligten Akteure.


Dresden: Bau für neues Bertolt-Brecht-Gymnasium startet im Oktober

Die Landeshauptstadt Dresden beginnt im Oktober 2026 mit den bauvorbereitenden Arbeiten für den Ersatzneubau des Bertolt-Brecht-Gymnasiums in der Johannstadt. Für den neuen Schulcampus an der Lortzingstraße sind Investitionen von rund 62,8 Millionen Euro vorgesehen. Nach Angaben der Stadt sollen davon etwa 38 Millionen Euro aus dem Bundes-Sondervermögen finanziert werden. Geplant sind zwei neue Schulgebäude in Holzhybridbauweise sowie die Neugestaltung der Außenanlagen. Außerdem wird die historische Trafostation auf dem Schulgelände saniert. Der Campus ist für rund 900 Schülerinnen und Schüler ausgelegt. Das Bertolt-Brecht-Gymnasium bietet neben dem sächsischen Abitur bereits das International Baccalaureate (IB) Diploma an. Künftig soll das internationale Bildungsangebot um das Middle Years Programme (MYP) erweitert werden. Der Neubau soll dafür die räumlichen Voraussetzungen schaffen. Der Bauantrag ist bereits eingereicht. Nach den vorbereitenden Arbeiten sollen spätestens im Sommer 2027 die Bestandsgebäude abgerissen werden. Der Baubeginn für die neuen Schulgebäude ist für Oktober 2027 geplant, die Inbetriebnahme zum Schuljahr 2030/31.


Jena: Stadtrat schafft Baurecht für 28 Wohnungen in den Erlenhöfen

Der Jenaer Stadtrat hat die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Erweiterung des Wohnquartiers „Erlenhöfe“ in Wenigenjena geschaffen. Mit dem Satzungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan VBB-Wj20 und dem dazugehörigen Durchführungsvertrag kann die Wohnungsgenossenschaft „Carl Zeiss“ eG das Projekt umsetzen. Geplant sind vier dreigeschossige Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 28 Wohnungen auf einer bislang unbebauten Fläche östlich der bestehenden Erlenhöfe. Die Gebäude sollen sich nach Angaben der Stadt durch ihre Höhenstaffelung in den Geländeverlauf einfügen. Die Erschließung erfolgt über die bestehenden Stichstraßen des Quartiers, die zu einer Ringstraße ausgebaut werden. Vorgesehen sind zudem mindestens 24 Stellplätze in einem Garagengeschoss sowie Fahrradabstellanlagen. Aufgrund der Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr kann die Zahl der erforderlichen Pkw-Stellplätze reduziert werden. Für das Bauvorhaben wurden nach Angaben der Stadt umfangreiche Vorgaben zum Umwelt-, Klima- und Lärmschutz festgesetzt. Dazu gehören begrünte Dächer, Maßnahmen zur Regenwasserrückhaltung, Regelungen zum Artenschutz sowie Schallschutzmaßnahmen wegen der nahegelegenen Bundesstraße B7. Bevor der Bebauungsplan in Kraft treten kann, müssen der Durchführungsvertrag und der Satzungsbeschluss noch vom Thüringer Landesverwaltungsamt genehmigt werden. Anschließend erfolgt die öffentliche Bekanntmachung im Amtsblatt der Stadt Jena.


Pirna: WGP modernisiert Wohnhaus auf dem Sonnenstein für 14,8 Millionen Euro

Die Städtische Wohnungsgesellschaft Pirna (WGP) modernisiert das Wohnhaus Remscheider Straße 56/57 im Stadtteil Sonnenstein umfassend. Für das elfgeschossige Gebäude mit derzeit 86 Wohnungen investiert das kommunale Wohnungsunternehmen rund 14,8 Millionen Euro. Das Vorhaben wird über die Förderrichtlinie preisgünstiger Mietwohnraum mit rund 9,5 Millionen Euro unterstützt. Nach Angaben der WGP beginnen die Baustellenvorbereitungen im Januar 2027, der Baustart ist für das Frühjahr vorgesehen. Die Arbeiten sollen im Herbst 2028 abgeschlossen sein. Geplant sind unter anderem eine energetische Sanierung der Gebäudehülle mit neuer Fassade, Fenstern und Balkonbrüstungen, die Erneuerung der Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallationen sowie die Modernisierung aller Bäder. Zudem werden die Aufzüge ersetzt, barrierearme Hauseingänge geschaffen und leerstehende Wohnungen teilweise mit neuen Grundrissen ausgestattet. Auch die Gemeinschafts- und Außenbereiche werden umgestaltet. Vorgesehen sind unter anderem modernisierte Treppenhäuser und Flure, neue Fahrrad- und Müllabstellanlagen sowie eine Feuerwehrzufahrt. Darüber hinaus prüft die WGP gemeinsam mit den Stadtwerken Pirna die Umsetzung eines Mieterstromprojekts.


Dresden: Sachsen erhöht Mittel für sozialen Wohnungsbau im Doppelhaushalt deutlich

Die sächsische Staatsregierung hat den Entwurf für den Doppelhaushalt 2027/2028 beschlossen. Für das Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung (SMIL) sind Ausgaben von insgesamt 4,43 Milliarden Euro vorgesehen. Schwerpunkte bilden der soziale Wohnungsbau, die Städtebauförderung, der öffentliche Nahverkehr sowie die Entwicklung ländlicher Räume. Besonders deutlich steigen die Mittel für den sozialen Wohnungsbau. Für 2027 und 2028 sind insgesamt 473,6 Millionen Euro eingeplant, nach 281,3 Millionen Euro im laufenden Doppelhaushalt. Nach Angaben des Ministeriums sollen damit vor allem neue Sozialwohnungen in Dresden und Leipzig entstehen sowie Wohnungen in ganz Sachsen modernisiert werden. Die Wohneigentumsförderung für Familien soll mit jährlich 55 Millionen Euro fortgeführt werden. Auch die Städtebauförderung wird aufgestockt. Das gemeinsame Fördervolumen von Bund und Land soll von rund 162 Millionen Euro im Jahr 2026 auf 194 Millionen Euro im Jahr 2027 und 226 Millionen Euro im Jahr 2028 steigen. Für den öffentlichen Nahverkehr sind Regionalisierungsmittel des Bundes in Höhe von rund 1,55 Milliarden Euro vorgesehen. Zudem bleiben die Finanzierung des Deutschlandtickets mit 163,1 Millionen Euro sowie des Bildungstickets mit 96,1 Millionen Euro Bestandteil des Haushaltsentwurfs. Aus Landesmitteln sollen außerdem zusätzliche Investitionen in Straßenbau, den öffentlichen Nahverkehr und den Ausbau der Schieneninfrastruktur finanziert werden. Für die Entwicklung des ländlichen Raums stehen nach Angaben des Ministeriums weiterhin Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz sowie aus dem europäischen ELER-Programm zur Verfügung. Gefördert werden unter anderem Dorfentwicklung, LEADER-Regionen und der Ausbau des PlusBus- und TaktBus-Netzes. Über den Haushaltsentwurf entscheidet nun der Sächsische Landtag.


Dresden: Sachsen sichert Finanzierung von Hochschulen und Forschung im Doppelhaushalt

Die sächsische Staatsregierung will die Hochschulen und Forschungseinrichtungen auch im Doppelhaushalt 2027/2028 finanziell absichern. Das Kabinett hat am Freitag den Regierungsentwurf beschlossen. Trotz der angespannten Haushaltslage sollen die bestehenden Strukturen der Hochschul- und Forschungslandschaft erhalten bleiben. Abgesichert sind nach Angaben des Wissenschaftsministeriums unter anderem die Bund-Länder-finanzierten Forschungseinrichtungen im Rahmen des Pakts für Forschung und Innovation einschließlich der Investitionen in Großforschungsgeräte und Baumaßnahmen. Zudem werden die Verpflichtungen des Freistaats aus der Zuschussvereinbarung mit den Hochschulen sowie aus Bund-Länder-Programmen wie der Exzellenzstrategie fortgeführt. Auch die beiden Universitätsklinika bleiben Bestandteil der Finanzierung. Nach Angaben des Ministeriums setzt der Freistaat damit trotz knapper Kassen einen Schwerpunkt auf Wissenschaft und Forschung. Bereits im laufenden Doppelhaushalt 2025/2026 stehen dafür jährlich mehr als zwei Milliarden Euro zur Verfügung.


Dresden: Infineon eröffnet neue Smart Power Fab

Infineon hat seine neue Smart Power Fab in Dresden eröffnet. Mit einem Investitionsvolumen von fünf Milliarden Euro zählt das Werk zu den größten Industrieinvestitionen in der Geschichte Sachsens. Nach Angaben des Unternehmens entstehen durch den Neubau rund 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze. Die neue Fabrik wird im Rahmen des European Chips Act gefördert und soll die Produktion von Leistungshalbleitern ausbauen. Infineon beschäftigt am Standort Dresden bereits rund 4.000 Mitarbeiter und erweitert mit der Smart Power Fab seine Fertigungskapazitäten sowie seine Präsenz im Dresdner Halbleitercluster. Mit dem Ausbau der Halbleiterindustrie investiert auch die Landeshauptstadt Dresden in die öffentliche Infrastruktur. Geplant beziehungsweise im Bau sind unter anderem der Ausbau der Stromversorgung, ein Flusswasserwerk zur Versorgung der Halbleiterwerke mit Elbwasser sowie ein neuer Industriesammler für industrielles Abwasser. Darüber hinaus soll im Herbst der Neubau des Berufsschulzentrums für Elektrotechnik beginnen. Die Smart Power Fab entstand nach Angaben der Stadt unter hohen Anforderungen an Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Begleitet wurde das Großprojekt unter anderem durch Ausgleichsmaßnahmen sowie einen regelmäßigen Dialog mit Anwohnern. Dresden gilt mit zahlreichen internationalen Unternehmen als größter Halbleiterstandort Europas.


Leipzig: CGREAG feiert Richtfest für letztes Wohnhaus der Plagwitzer Höfe

Die CGREAG hat beim Wohnprojekt D17 in den Plagwitzer Höfen einen weiteren Meilenstein erreicht. Mit der Fertigstellung des Dachstuhls am letzten Wohnhaus wurde Ende Juni Richtfest gefeiert. Das Gebäude entsteht in der Limburgerstraße und bildet den Abschluss des Neubauprojekts. Insgesamt entstehen 105 freifinanzierte Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern und Wohnflächen zwischen 39 und 118 Quadratmetern. Alle Wohnungen verfügen über einen Balkon, eine Loggia oder – im Erdgeschoss – eine Terrasse mit Gartenanteil. Ergänzt wird das Angebot durch eine Tiefgarage mit Stellplätzen für Autos und Fahrräder. Das Quartier liegt direkt am Fachmarktzentrum Plagwitzer Höfe und in unmittelbarer Nähe zum Volkspark Kleinzschocher. Die Vermietung der Wohnungen soll Anfang 2027 beginnen.


Jena: Stadtrat bringt neues Wohnquartier in Jena-Nord auf den Weg

Der Jenaer Stadtrat hat den Einleitungsbeschluss für den Bebauungsplan „Wohnbebauung An der Closewitzer Straße“ gefasst. Auf dem rund 16.650 Quadratmeter großen Areal in Jena-Nord soll ein neues Wohnquartier mit mindestens 45 Wohneinheiten entstehen. Geplant sind Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Mehrfamilienhäuser. Das Gebiet nördlich der Closewitzer Straße wird derzeit unter anderem als Garagenstandort und Freizeitgartenfläche genutzt. Die Entwicklung erfolgt überwiegend auf städtischen Flächen und ist Teil der Wohnbauflächenkonzeption Jena 2035 sowie des 2024 beschlossenen Jenaer Baulandmodells Wohnen. Nach Angaben der Stadt soll das Quartier klimaangepasst entwickelt werden. Vorgesehen sind unter anderem zusammenhängende Grünflächen, Maßnahmen zur Regenwasserrückhaltung, eine gute Anbindung für den Fuß- und Radverkehr sowie ein Grünstreifen als Übergang zu den benachbarten Kleingärten. Auch Anforderungen des Immissions-, Arten- und Naturschutzes sollen im weiteren Verfahren berücksichtigt werden. Als nächster Schritt ist ein städtebaulicher Wettbewerb geplant, bei dem mehrere Planungsbüros Entwürfe für das Quartier erarbeiten. Anschließend wird der Siegerentwurf als Grundlage für den Bebauungsplan dienen. Die Öffentlichkeit sowie die zuständigen Behörden werden im weiteren Verfahren beteiligt.


Jena: Stadtrat beschließt Vorkaufsrechte für mögliche Wohnbauflächen

Der Jenaer Stadtrat hat mehrere Vorkaufsrechtssatzungen beschlossen, um der Stadt den Erwerb potenzieller Wohnbauflächen zu erleichtern. Grundlage ist das Baugesetzbuch, das Kommunen unter bestimmten Voraussetzungen ein besonderes Vorkaufsrecht beim Verkauf von Grundstücken einräumt. Nach Angaben der Stadt sollen die Satzungen den Handlungsspielraum bei der Entwicklung neuer Wohnbauflächen erweitern. Hintergrund ist die angespannte Lage auf dem Jenaer Wohnungsmarkt sowie der geringe Bestand an kommunalen Flächen für den Wohnungsbau. Die Vorkaufsrechte sind Teil des 2024 beschlossenen Jenaer Baulandmodells Wohnen. Die Satzungen gelten zunächst für fünf Bereiche: den Kapellendorfer Weg in Isserstedt, das Umfeld der Talschule im Ortsteil Kernberge, „An der Trebe“ in Wenigenjena, das Mädertal in Jena-Süd sowie die Closewitzer Straße in Jena-Nord. Betroffen sind nach Angaben der Stadt Flächen mit Potenzial für den Wohnungsbau oder Grundstücke, deren Entwicklung bislang durch komplexe Eigentumsverhältnisse erschwert wird. Das Vorkaufsrecht greift ausschließlich, wenn Eigentümer ihre Grundstücke verkaufen. Nach Eingang eines Kaufvertrags hat die Stadt drei Monate Zeit zu prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für die Ausübung des Vorkaufsrechts vorliegen. Der Erwerb möglicher Flächen erfolgt über den Eigenbetrieb Kommunale Immobilien Jena (KIJ). Über eine spätere Bebauung und konkrete Bauvorhaben entscheidet der Stadtrat in gesonderten Verfahren.


Jena: Stadtrat beschließt Fortschreibung des Flächennutzungsplans

Der Jenaer Stadtrat hat die Fortschreibung des Flächennutzungsplans beschlossen. Damit aktualisiert die Stadt erstmals seit 2006 ihren gesamtstädtischen Planungsrahmen. Hintergrund sind unter anderem die gestiegene Einwohnerzahl, der anhaltende Wohnraumbedarf, neue Unternehmensansiedlungen sowie veränderte Anforderungen an Mobilität, Infrastruktur und Klimaanpassung. Der Flächennutzungsplan dient als strategische Grundlage für die künftige Stadtentwicklung. Er legt fest, wo sich Wohnen, Gewerbe, Infrastruktur und Freiräume entwickeln können, schafft jedoch keine unmittelbaren Baurechte. Die Grundzüge der Planung blieben nach Angaben der Stadt auch nach der Beteiligung von Öffentlichkeit, Behörden und weiteren Trägern öffentlicher Belange unverändert. Die vorgenommenen Änderungen beschränkten sich überwiegend auf Präzisierungen und redaktionelle Anpassungen. Ein Schwerpunkt des Plans liegt auf der Stärkung Jenas als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort. Gleichzeitig soll das Leitbild der kompakten Stadt mit kurzen Wegen erhalten bleiben. Nach Angaben der Stadt werden zudem rund 80 Prozent des Stadtgebiets weiterhin als Freiflächen für Landwirtschaft, Wald, Grün- und Wasserflächen ausgewiesen. Der fortgeschriebene Flächennutzungsplan bildet künftig die Grundlage für weitere Bebauungspläne und das Jenaer Baulandmodell Wohnen. Bevor er wirksam wird, muss das Thüringer Landesverwaltungsamt den Beschluss noch genehmigen. Erst mit der anschließenden öffentlichen Bekanntmachung tritt der Plan in Kraft.


Jena: Pilotprojekt zur Passantenfrequenzmessung geht in Auswertung

Die Stadt Jena hat die Pilotphase zur anonymisierten Passantenfrequenzmessung in der Innenstadt abgeschlossen. Seit dem Frühjahr wurden an den Standorten Johannisstraße, Kirchplatz und Markt verschiedene Sensortechnologien unter realen Bedingungen getestet. Mit dem Ende der Pilotierung zum 30. Juni beginnt nun die Auswertung der Ergebnisse. Im Mittelpunkt des Smart-City-Projekts steht der Aufbau eines Monitorings für die Innenstadtentwicklung. Die anonymisiert erhobenen Daten sollen künftig zeigen, wie stark einzelne Bereiche zu verschiedenen Tageszeiten frequentiert werden und welchen Einfluss beispielsweise Veranstaltungen oder Baustellen auf Besucherströme haben. Getestet wurden eine WLAN-basierte Passantenerfassung sowie LiDAR- und Radar-Objektzähler. Nach Angaben der Stadt hat sich gezeigt, dass keine der Technologien alle Anforderungen gleichermaßen erfüllt. Für einen dauerhaften Einsatz komme daher eine Kombination verschiedener Verfahren infrage, abhängig von Anwendungsfall und Kosten. Die technische und fachliche Begleitung übernahm unter anderem das Fraunhofer IOSB INA. Beteiligt waren außerdem der städtische Fachdienst Stadtentwicklung, die Wirtschaftsförderung Jena, der Kommunalservice Jena, JenaKultur sowie die Initiative Innenstadt Jena. Erst nach Abschluss der Auswertung soll über eine dauerhafte Einführung und eine mögliche Ausweitung der Passantenfrequenzmessung entschieden werden.


Chemnitz: Stadtrat schafft finanzielle Grundlage für erste Sachsenfonds-Projekte

Der Chemnitzer Stadtrat hat die Bereitstellung zusätzlicher Haushaltsmittel und Verpflichtungsermächtigungen beschlossen, um erste Vorhaben aus dem Sachsenfonds auf den Weg zu bringen. Damit schafft die Stadt die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen für Planungen und den Start mehrerer Investitionsprojekte in den Bereichen Verkehr, Kultur, Sport und öffentliche Sicherheit. Im Verkehrsbereich werden 2026 unter anderem 2,1 Millionen Euro für den Neubau der Brücke am Falkeplatz als Teil des Chemnitzer Modells Stufe 4 bereitgestellt. Zudem stehen Mittel für die Vorplanung der Brücke Südring über die Annaberger Straße sowie für die Sanierung von Straßen, Fußwegen und Ingenieurbauwerken zur Verfügung. Für die Innenstadt soll ein Konzept für einen steuerbaren Zufahrtsschutz entwickelt werden, um die Sicherheit bei Veranstaltungen zu erhöhen. Im Kulturbereich finanziert die Stadt eine Studie zur möglichen Zusammenführung von Oper und Schauspiel an einem gemeinsamen Standort. Weitere Mittel fließen in die Planung der Dachsanierung der Wettkampfhalle des Eissport- und Freizeitzentrums sowie in erste Planungen und notwendige Arbeiten am Dach der Messehalle 1. Beide Projekte werden über städtische Tochtergesellschaften umgesetzt. Nach Angaben der Stadt stehen die Mittelbereitstellungen in direktem Zusammenhang mit den Förderanträgen zum Sachsenfonds und sichern zugleich die erforderlichen kommunalen Eigenanteile für die Umsetzung der Vorhaben.


Dresden: Edeka plant Markt- und Wohnquartier an der Leipziger Straße neu

Edeka treibt die Planungen für ein gemischt genutztes Quartier an der Leipziger Straße 112 in Dresden weiter voran. Das Projekt, das einen Supermarkt sowie Wohnungen bis zur Bürgerstraße vorsieht, wurde erneut in der Gestaltungskommission vorgestellt. Nach Angaben des Architekturbüros Alexander Poetzsch Architekturen soll das Vorhaben nun als Gebäudetyp E umgesetzt werden, der durch vereinfachte Standards kostengünstigeres und schnelleres Bauen ermöglichen soll. Geplant sind ein Edeka-Markt im Erdgeschoss sowie darüberliegende Wohnungen entlang der Leipziger Straße. Zur Bürgerstraße entstehen weitere Geschosswohnungen, im Innenbereich sind Townhouses vorgesehen. Vorgefertigte Module sollen die Bauzeit verkürzen. Zudem sollen eine rund 150 Jahre alte Eiche erhalten und etwa 45 Prozent der Grundstücksfläche einschließlich der Dachflächen begrünt werden. Nach einem Bericht der Sächsischen Zeitung stieß der Entwurf in der Gestaltungskommission jedoch erneut auf Kritik. Beanstandet wurden unter anderem die geplante Holzfassade an der Leipziger Straße, die offenen Ein- und Ausfahrten der Tiefgarage sowie die Gestaltung der Townhouses mit Sägezahndächern. Nach Einschätzung des Vorsitzenden der Gestaltungskommission, Wolfgang Lorch, besteht bis zur Genehmigungsfähigkeit des Projekts weiterhin Überarbeitungsbedarf.


Halle (Saale): Inflation in Sachsen-Anhalt schwächt sich auf 2,5 Prozent ab

Die Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt sind im Juni 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent gesunken. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, lag die Inflationsrate im Jahresvergleich bei 2,5 Prozent und damit unter dem Niveau der Vormonate. Für den Rückgang gegenüber Mai sorgten vor allem günstigere Preise für Bekleidung und Schuhe (-1,7 Prozent) sowie für den Bereich Verkehr (-1,2 Prozent). Kraft- und Schmierstoffe verbilligten sich im Monatsvergleich um 5,4 Prozent. Auch Fahrräder, Krafträder sowie Fahrzeugzubehör wurden etwas günstiger angeboten. Demgegenüber verteuerten sich alkoholische Getränke und Tabakwaren um 0,9 Prozent. Bier kostete im Vergleich zum Vormonat durchschnittlich 2,7 Prozent mehr, Wein verteuerte sich um 0,9 Prozent und Spirituosen um 0,8 Prozent. Im Jahresvergleich blieb das Bildungswesen mit einem Plus von 6,5 Prozent der stärkste Inflationstreiber. Besonders deutlich stiegen die Kosten für Bildungsdienstleistungen im Tertiärbereich (+14,8 Prozent). Ebenfalls überdurchschnittlich verteuerte sich der Bereich Verkehr (+6,3 Prozent), insbesondere aufgrund höherer Kraftstoffpreise (+14,7 Prozent) und steigender Flugpreise (+13,7 Prozent). Die Wohnkosten entwickelten sich dagegen vergleichsweise moderat. Für Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe lag die Jahresteuerung bei 1,6 Prozent, die Nettokaltmieten erhöhten sich um 1,7 Prozent. Bei Nahrungsmitteln fiel die Preissteigerung mit 0,6 Prozent ebenfalls unterdurchschnittlich aus. Speisefette und Speiseöle (-14,5 Prozent), Molkereiprodukte und Eier (-4,7 Prozent) sowie Obst (-2,2 Prozent) waren günstiger als im Vorjahr.


Groß Ammensleben: Spatenstich für neues Feuerwehrgerätehaus

In Groß Ammensleben haben die Bauarbeiten für ein neues Feuerwehrgerätehaus begonnen. Mit dem offiziellen Spatenstich startet die Gemeinde Niedere Börde den Neubau in der Magdeburger Straße. Die bauliche Umsetzung übernimmt Goldbeck als Generalübernehmer. Die Fertigstellung ist für 2027 vorgesehen. Das zweigeschossige Gebäude entsteht auf einem rund 7.800 Quadratmeter großen Grundstück und ersetzt das bisherige Feuerwehrhaus aus dem Jahr 1973, das den heutigen Anforderungen an Einsatzfahrzeuge, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Platzbedarf nicht mehr entspricht. Geplant sind eine Fahrzeughalle mit vier Stellplätzen und einem Reserveplatz, moderne Umkleiden mit Schwarz-Weiß-Trennung, Büro- und Schulungsräume, ein Bereitschaftsbereich sowie technische Ausstattungen wie Abgasabsauganlagen, Gebäudeleittechnik und Ladeinfrastruktur für Einsatzfahrzeuge. Ergänzt wird das Projekt durch Alarmparkplätze, Übungsflächen und weitere Außenanlagen. Goldbeck errichtet das Gebäude in systematisierter Bauweise. Dabei werden wesentliche Bauteile vorgefertigt und anschließend vor Ort montiert. Mit dem Neubau will die Gemeinde Niedere Börde die Voraussetzungen für den Brand- und Katastrophenschutz langfristig verbessern und der Freiwilligen Feuerwehr moderne Einsatz- und Arbeitsbedingungen schaffen.


Kirchberg: RTLL Lewerenz Holding AG mit TOP 100-Award ausgezeichnet

RTLL Lewerenz Holding AG ist beim Deutschen Mittelstands-Summit in Heidelberg mit dem TOP 100-Award ausgezeichnet worden. Der Projektentwickler und Generalunternehmer zählt damit 2026 zu den innovativsten mittelständischen Unternehmen Deutschlands. Die Auszeichnung nahmen die Vorstände Matthias Pöthe und Marcus Joppich gemeinsam mit Dirk Weise, Prokurist und Leiter Vertrieb/Marketing, von dem früheren Bundespräsidenten Christian Wulff entgegen. Im wissenschaftlichen Auswahlverfahren überzeugte das Unternehmen insbesondere in der Kategorie „Außenorientierung/Open Innovation“. Bewertet werden dabei Unternehmen, die externe Impulse aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis systematisch in ihre Innovationsprozesse einbinden. Nach Angaben von RTLL gehören Holzmodulbau, serielle Vorfertigung, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz zu den Schwerpunkten der Innovationsstrategie. Zudem kooperiert das Unternehmen unter anderem mit der Westsächsischen Hochschule Zwickau und dem Innovationszentrum UBINEUM. Der TOP 100-Wettbewerb zeichnet seit 1993 mittelständische Unternehmen für ihre Innovationskraft aus.

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