Lebt der Immobilienmarkt wieder?

Der deutsche Immobilien-Investmentmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 spürbar an Fahrt aufgenommen. Zwar unterscheiden sich die Marktanalysen im Detail, beim Trend herrscht jedoch Einigkeit: Die Transaktionsaktivität nimmt zu, Investitionen bleiben aber stark selektiv.

Der deutsche Immobilien-Investmentmarkt hat sich im ersten Halbjahr 2026 stabilisiert. Alle großen Beratungshäuser berichten über steigende Transaktionsvolumina, unterscheiden sich jedoch aufgrund ihrer jeweiligen Marktabgrenzungen in den absoluten Zahlen. Während Cushman & Wakefield auf ein kombiniertes Investmentvolumen von 16,6 Milliarden Euro (+20 Prozent) kommt, beziffert CBRE den Markt auf 16,2 Milliarden Euro (+13 Prozent). BNP Paribas Real Estate ermittelt ebenfalls 16,6 Milliarden Euro und spricht von einer leichten Belebung gegenüber dem Vorjahr. Einigkeit besteht darüber, dass sich der Markt zunehmend von der Zinswende erholt, gleichzeitig aber von geopolitischen Unsicherheiten, höheren Finanzierungskosten und selektiven Investitionsentscheidungen geprägt bleibt.

Nach Auswertung von BNP Paribas Real Estate entfielen 12,3 Milliarden Euro auf gewerbliche Immobilieninvestments (+acht Prozent), während Wohninvestments mit 4,4 Milliarden Euro trotz eines leichten Rückgangs die umsatzstärkste Assetklasse blieben. Besonders dynamisch entwickelte sich das Healthcare-Segment mit einem Plus von 71 Prozent. Marcus Zorn, CEO von BNP Paribas Real Estate Deutschland, erklärt: „Mit der zwischen den USA und Iran unterzeichneten Absichtserklärung sowie dem sich abzeichnenden Zinskorridor der führenden Zentralbanken ist nun wieder mehr Handlungssicherheit und Abschluss-Momentum im Markt. Käufer und Verkäufer haben ihre Kalkulationen an das veränderte Umfeld angepasst.“ Für das Gesamtjahr geht Zorn davon aus, dass „das Gesamtjahresvolumen mit großer Wahrscheinlichkeit Kurs auf die 40-Milliarden-Euro-Marke nehmen“ wird.

Cushman & Wakefield weist für den gewerblichen Investmentmarkt ein Transaktionsvolumen von 12,7 Milliarden Euro aus – 25 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und zugleich das höchste Halbjahresergebnis seit vier Jahren. München führte das Ranking der Top-7-Investmentmärkte an, während Düsseldorf sein Investmentvolumen gegenüber dem Vorjahr verdoppelte und im zweiten Quartal bundesweit den höchsten Umsatz erzielte. Simon Jeschioro, Head of Capital Markets & Investment Advisory Germany bei Cushman & Wakefield, erklärt: „Allgemein gilt: Märkte mit soliden Angebots- und Nachfragefundamenten, nachhaltigem Mietwachstum und hochwertigen Beständen profitieren weiterhin.“ Nach Einschätzung des Unternehmens bleiben Logistik- und Wohnimmobilien besonders gefragt. Gleichzeitig kehren Investoren selektiv in den Büromarkt zurück, sofern langfristiger Werterhalt und Wertzuwachs zu erwarten sind. Auch für Einzelhandelsimmobilien erwartet Cushman & Wakefield in der zweiten Jahreshälfte zusätzliche Impulse durch größere Einzel- und Portfoliotransaktionen.

Auch CBRE sieht den Investmentmarkt auf Erholungskurs. Das Unternehmen ermittelt für das erste Halbjahr ein Transaktionsvolumen von 16,2 Milliarden Euro, davon knapp 13 Milliarden Euro im gewerblichen Segment. Vor allem Büroinvestments legten deutlich zu, auch Industrie- und Logistikimmobilien trugen zur positiven Entwicklung bei. Marcus Lemli, Head of Capital Markets Germany bei CBRE Deutschland, erklärt: „Die graduelle Erholung setzt sich fort. Wir sehen mehr Aktivität im Markt, mehr Verkaufsprozesse und insgesamt mehr Produkt als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig bleibt der Investmentmarkt sehr selektiv.“ Besonders die Top-7-Standorte profitierten von der Belebung, wobei Düsseldorf, Köln, Hamburg und Frankfurt zulegen konnten. Für die zweite Jahreshälfte erwartet CBRE eine Fortsetzung dieses Trends. Lemli prognostiziert: „Für die zweite Jahreshälfte erwarten wir eine Fortsetzung der graduellen Erholung, zumal die Pipeline gut gefüllt ist.“

Hamburg mit bestem Halbjahresergebnis seit der Zinswende

Der Hamburger Investmentmarkt entwickelte sich im ersten Halbjahr 2026 spürbar dynamischer als im Vorjahr. Nach Zahlen von BNP Paribas Real Estate stieg das Transaktionsvolumen um 19 Prozent auf 967 Millionen Euro und markierte damit das beste Halbjahresergebnis seit der Zinswende. Im Ranking der deutschen Top-Standorte belegte Hamburg hinter München den zweiten Platz. Während das erste Quartal mit 300 Millionen Euro noch verhalten verlief, zog die Marktaktivität zwischen April und Juni deutlich an. Mit 667 Millionen Euro wurde nicht nur der Großteil des Halbjahresvolumens erzielt, sondern zugleich das zweitbeste Quartalsergebnis seit 2022 registriert. Büroimmobilien stellten mit 356 Millionen Euro die stärkste Assetklasse, zugleich erreichten Retail- und Logistikinvestments mit jeweils rund 230 Millionen Euro überdurchschnittliche Umsätze. Heiko Fischer, Geschäftsführer und Hamburger Niederlassungsleiter von BNP Paribas Real Estate, erklärt: „Nach einem verhaltenen Jahresstart mit 300 Mio. € Transaktionsvolumen hat die Marktaktivität im zweiten Quartal spürbar angezogen.“ Trotz gestiegener Finanzierungskosten und geopolitischer Unsicherheiten erwartet das Unternehmen eine Fortsetzung der Erholung. Fischer hält „für das Gesamtjahr ein Investmentvolumen von über 2 Mrd. € und damit oberhalb des Vorjahresniveaus als realistisches Szenario“.

Frankfurt am Main mit niedrigem Investvolumen

Frankfurt verzeichnete zwar weiterhin ein vergleichsweise niedriges Investmentvolumen, konnte sich gegenüber dem schwachen Vorjahr jedoch deutlich verbessern. Nach Angaben von BNP Paribas Real Estate wurden im ersten Halbjahr rund 600 Millionen Euro investiert – ein Plus von 153 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Volumen lag zwar weiterhin rund 70 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, die Zahl der Transaktionen nahm jedoch vor allem im kleineren und mittleren Größensegment spürbar zu. Büroimmobilien dominierten mit einem Anteil von 57 Prozent das Marktgeschehen, während Hotels und Einzelhandelsimmobilien weitere nennenswerte Beiträge leisteten. Riza Demirci, Geschäftsführer und Frankfurter Niederlassungsleiter von BNP Paribas Real Estate, erklärt: „Im Bürosegment wird diese Seitwärtsbewegung insbesondere durch das aktuell starke Mietwachstum im Spitzensegment gestützt, das die Ertragsperspektiven hochwertiger Core-Objekte in Top-Lagen zusätzlich verbessert.“ Für die zweite Jahreshälfte rechnet das Unternehmen mit einer weiteren Belebung des Marktes. Demirci hält es für „wahrscheinlich, dass das Investmentvolumen bis zum Jahresende die Marke von 1 Mrd. € deutlich überschreitet“, auch wenn geopolitische Risiken und höhere Finanzierungskosten das Umfeld weiterhin belasten.

München weiter auf Spitzenposition

München behauptete seine Spitzenposition unter den deutschen Investmentstandorten. Nach Auswertung von BNP Paribas Real Estate erreichte der Markt im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von rund 1,24 Milliarden Euro und war damit der einzige A-Standort, der die Milliardenmarke überschritt. Gegenüber dem Vorjahr legte das Volumen um knapp 35 Prozent zu. Maßgeblich geprägt wurde das Ergebnis durch mehrere großvolumige Büro- und Einzelhandelstransaktionen, darunter die Alte Akademie sowie die Büroobjekte am Prinzregentenplatz und in der Sonnenstraße. Gleichzeitig sorgte eine höhere Zahl registrierter Abschlüsse für eine breitere Marktbasis. Büroimmobilien waren mit knapp 47 Prozent die stärkste Assetklasse, rund 57 Prozent des Investmentvolumens entfielen auf die Innenstadt. Michael Morgan, Münchener Niederlassungsleiter von BNP Paribas Real Estate, erklärt: „Der Umsatzanstieg um knapp 35 % im Vorjahresvergleich sendet gleichzeitig jedoch ein positives Signal.“ Für den weiteren Jahresverlauf sieht das Unternehmen gute Voraussetzungen für eine Fortsetzung der positiven Entwicklung. Morgan betont, München sei „ein wirtschaftliches Powerhouse“, „das mit seinem Technologiesektor und innovativen Industrien zukunftsfähig und wachstumsstark ist. Dies ist das entscheidende Investmentargument für Investoren.“

Büro: Polarisierung zwischen Neu und Alt wird stärker

Die Entwicklung der deutschen Büromärkte verlief im ersten Halbjahr 2026 je nach Analyse unterschiedlich, insgesamt aber stabil. BNP Paribas Real Estate weist mit 1,3 Millionen Quadratmetern den höchsten Flächenumsatz aus und sieht damit das Vorjahresniveau erreicht. Cushman & Wakefield kommt für die fünf größten Büromärkte auf 1,153 Millionen Quadratmeter, CBRE auf 1,13 Millionen Quadratmeter und damit 6,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Übereinstimmend berichten alle drei Häuser von einer zunehmenden Polarisierung: Hochwertige Flächen in zentralen Lagen bleiben gefragt, während ältere Bestände mit steigenden Leerständen konfrontiert sind.

Nach Einschätzung von Cushman & Wakefield trugen vor allem Berlin und München das Marktgeschehen, während Unternehmen Anmietungsentscheidungen weiterhin zurückhaltend treffen. Mario Herbst, Head of Leasing und Tenant Representation Germany bei Cushman & Wakefield, erklärt: „Das wirtschaftliche Umfeld bleibt weiterhin von vorsichtiger Unternehmensplanung geprägt. Unverändert werden Flächenentscheidungen sorgfältig geprüft und häufig an langfristige Standort- und Effizienzziele gekoppelt.“ Gleichzeitig stiegen die Spitzenmieten in allen Top-5-Märkten weiter an. Der Leerstand erhöhte sich auf rund 7,8 Millionen Quadratmeter beziehungsweise 9,8 Prozent. Hanjo Theiss, Head of Office Agency & Office Sector Germany bei Cushman & Wakefield, bewertet diese Entwicklung so: „Nach unserer Einschätzung ist diese Entwicklung ein zentraler Beleg für die anhaltende Marktspreizung: hochwertige Flächen bleiben gefragt, ältere oder weniger effiziente Bestände tragen unter anderem dazu bei, den Angebotsdruck weiter zu erhöhen.“ Für die zweite Jahreshälfte erwartet Cushman & Wakefield eine weiterhin selektive Nachfrage mit Impulsen durch einzelne Großabschlüsse.

Auch CBRE sieht Berlin und München als Wachstumstreiber des ersten Halbjahres, während Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg hinter ihren Vorjahresergebnissen zurückblieben. Die Spitzenmieten stiegen an allen Top-Standorten weiter, da moderne Büroflächen in zentralen Lagen knapp bleiben. Carsten Ape, Head of Office Leasing Germany bei CBRE, erklärt: „Wir sehen einen anhaltenden Trend einer deutlichen Ausdifferenzierung des Marktes nach Lage und Qualität. Vor allem Premiumflächen in den Innenstädten profitieren von der anhaltend hohen Nachfrage, während ältere Bestände zunehmend vor strukturellen Herausforderungen stehen.“ Für die zweite Jahreshälfte rechnet CBRE mit einer schrittweisen Stabilisierung der Nachfrage. Ape prognostiziert: „Einzelne großvolumige Abschlüsse sowie die zunehmende Nachfrage aus technologiegetriebenen Branchen“ dürften das Marktgeschehen positiv beeinflussen.

BNP Paribas Real Estate bewertet die Entwicklung ebenfalls als robust. Nach Angaben des Unternehmens blieb der Flächenumsatz mit 1,3 Millionen Quadratmetern trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds nahezu auf Vorjahresniveau. Wesentliche Impulse kamen auch hier aus Berlin und München. Gleichzeitig stieg der Leerstand auf 9,1 Millionen Quadratmeter, während das Bauvolumen weiter zurückging und die Spitzenmieten aufgrund des Mangels an hochwertigen Flächen erneut zulegten. Marcus Zorn, CEO von BNP Paribas Real Estate Deutschland, erklärt: „Die deutschen Büromärkte überzeugen zum Halbjahr mit einer Seitwärtsbewegung. Angesichts der unverändert schwachen Wirtschaftsdynamik und der seit dem Ausbruch des Irankriegs zusätzlich belastenden Rahmenbedingungen ist der registrierte Flächenumsatz von 1,3 Mio. m² und damit das Erreichen des Vorjahresniveaus als Erfolg zu werten. Die Märkte beweisen ihre Resilienz.“ Für den weiteren Jahresverlauf erwartet BNP Paribas Real Estate leicht steigende Flächenumsätze. Zorn prognostiziert: „Für das Gesamtjahr halten wir einen Flächenumsatz leicht über Vorjahresniveau für realistisch.“

Frankfurt am Main

BNP Paribas Real Estate bewertet den Frankfurter Büromarkt trotz des deutlichen Rückgangs gegenüber dem außergewöhnlich starken Vorjahr positiver, als es der reine Flächenumsatz vermuten lässt. Mit rund 173.000 Quadratmetern blieb das Ergebnis zwar klar unter dem Vorjahreswert und dem langjährigen Durchschnitt, eine gut gefüllte Vermietungspipeline sowie erste größere Abschlüsse im zweiten Quartal sprechen nach Einschätzung des Unternehmens jedoch für eine schrittweise Belebung. Während hybride Arbeitsmodelle, wirtschaftliche Unsicherheiten und geopolitische Risiken insbesondere großvolumige Anmietungen bremsen, entwickelte sich die Mietpreisseite positiv: Die Durchschnittsmiete stieg auf 28,30 Euro pro Quadratmeter, die Spitzenmiete erreichte mit 57,00 Euro pro Quadratmeter einen neuen Höchststand, einzelne Abschlüsse lagen bereits oberhalb von 70 Euro pro Quadratmeter. Getragen wird die Nachfrage vor allem von Beratungsunternehmen sowie Banken und Finanzdienstleistern. Gleichzeitig ging der Leerstand leicht auf rund 1,8 Millionen Quadratmeter zurück. Für die zweite Jahreshälfte erwartet BNP Paribas Real Estate eine moderate Belebung des Vermietungsmarktes mit steigenden Flächenumsätzen und einem weiteren Anstieg der Spitzenmiete auf über 60 Euro pro Quadratmeter.

Verhaltener fällt die Einschätzung von Cushman & Wakefield aus. Nach Angaben des Unternehmens sank der Flächenumsatz um 57 Prozent auf 145.200 Quadratmeter, da Unternehmen Standortentscheidungen weiterhin mit großer Zurückhaltung treffen und sich die Nachfrage auf hochwertige Büroflächen konzentriert. Hanjo Theiss, Head of Office Agency & Office Sector Germany sowie Head of Office Agency Frankfurt bei Cushman & Wakefield, erklärt: „Der Frankfurter Bürovermietungsmarkt zeigt sich zur Jahresmitte weiterhin selektiv, Flächenentscheidungen werden nach wie vor sorgfältig abgewogen.“ Gleichzeitig stieg die Spitzenmiete auf 53,00 Euro pro Quadratmeter, während die Durchschnittsmiete infolge der veränderten Abschlussstruktur unter dem Vorjahreswert lag. Der Leerstand erhöhte sich auf 12,1 Prozent, moderne Neubauflächen bleiben jedoch knapp und sind bereits zu 70 Prozent vorvermietet oder eigengenutzt. Theiss betont: „Qualität, Energieeffizienz und Lage gewinnen für Nutzerentscheidungen weiter an Bedeutung.“

Düsseldorf

Ein ähnliches Bild zeigt sich in Düsseldorf, allerdings auf etwas stabilerem Niveau. Anteon Immobilien registrierte im ersten Halbjahr 2026 einen Büroflächenumsatz von 93.800 Quadratmetern und damit ein Minus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wirtschaftliche Unsicherheiten und geopolitische Belastungen bremsen viele Unternehmen weiterhin bei Standortentscheidungen. Gleichzeitig setzt sich die qualitative Differenzierung des Marktes fort: Die Durchschnittsmiete stieg gegenüber dem Vorquartal auf 22,10 Euro pro Quadratmeter und Monat, während die Spitzenmiete aufgrund einer geringeren Zahl hochpreisiger Abschlüsse leicht auf 44,70 Euro pro Quadratmeter zurückging. Die Leerstandsquote verringerte sich leicht auf 12,0 Prozent, wobei sich die verfügbaren Flächen überwiegend auf ältere Bestandsgebäude außerhalb der Premiumlagen konzentrieren. Bis Ende 2027 werden lediglich rund 136.600 Quadratmeter neue Büroflächen fertiggestellt, von denen bereits rund 40 Prozent vorvermietet sind. Anteon erwartet für den weiteren Jahresverlauf eine stabile, aber weiterhin differenzierte Marktentwicklung und sieht eine nachhaltige Belebung des Flächenumsatzes vor allem von einer Stabilisierung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds abhängig.

Etwas optimistischer bewertet Cushman & Wakefield die Entwicklung. Mit einem Flächenumsatz von 102.400 Quadratmetern wurde das Vorjahresniveau nahezu erreicht, auch wenn das Ergebnis weiterhin unter den langjährigen Durchschnittswerten liegt. Impulse setzte vor allem die Anmietung von KPMG im ONE PLAZA über mehr als 17.000 Quadratmeter, während das übrige Marktgeschehen überwiegend von kleineren und mittleren Abschlüssen geprägt war. Martin Höfler, Head of Office Agency Düsseldorf und Regional Manager West bei Cushman & Wakefield, ordnet die Entwicklung ein: „Das zweite Quartal zeigt, dass am Düsseldorfer Büromarkt weiterhin ein robustes Nachfrageniveau vorhanden ist.“ Gleichzeitig bleibe der Markt selektiv, da viele Unternehmen Standortentscheidungen sorgfältig prüfen und bestehende Flächen länger nutzen. Die Spitzenmiete verharrte bei 46,00 Euro pro Quadratmeter, während die Durchschnittsmiete infolge der hohen Nachfrage nach modernen Flächen weiter anzog. Der Leerstand stabilisierte sich bei 11,4 Prozent. Für die zweite Jahreshälfte erwartet Höfler weitere Nachfrageimpulse: „Für die zweite Jahreshälfte rechnen wir mit weiteren Großabschlüssen, die dem Flächenumsatz zusätzliche Impulse verleihen dürften.“

München

Deutlich dynamischer entwickelte sich dagegen der Münchener Büromarkt. Cushman & Wakefield registrierte im ersten Halbjahr 2026 einen Flächenumsatz von 329.200 Quadratmetern und damit ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Getragen wurde die Entwicklung sowohl von einer hohen Zahl kleiner und mittlerer Abschlüsse als auch von der Erweiterung des Apple-Standorts um mehr als 29.000 Quadratmeter. Matthias Hofmann, Head of Regional Branch Management Germany und Head of Office Agency München bei Cushman & Wakefield, erklärt: „Der Münchener Bürovermietungsmarkt hat sowohl im zweiten Quartal als auch im gesamten ersten Halbjahr 2026 ein deutliches Momentum gezeigt. Entscheidend war dabei nicht nur ein einzelner Großabschluss, sondern auch die insgesamt robuste Marktaktivität über verschiedene Größenklassen hinweg.“ Gleichzeitig stiegen sowohl die Spitzenmiete auf 57,00 Euro pro Quadratmeter als auch die Durchschnittsmiete weiter an, während die Leerstandsquote auf 9,2 Prozent kletterte. Ursache sei vor allem die zunehmende Differenzierung zwischen modernen, ESG-konformen Flächen und älteren Bestandsobjekten. Hofmann betont: „Die Mietentwicklung zeigt, dass Qualität in München weiterhin einen klaren Preis hat.“

Berlin

Auch der Berliner Büromarkt setzte seinen Aufwärtstrend im ersten Halbjahr fort. Engel & Völkers Commercial Berlin registrierte einen Flächenumsatz von rund 340.000 Quadratmetern und damit eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ausschlaggebend waren eine höhere Abschlussbereitschaft sowie eine wachsende Zahl an Flächengesuchen. Die Durchschnittsmiete blieb mit 25,40 Euro pro Quadratmeter stabil, die Spitzenmiete lag bei 46,00 Euro pro Quadratmeter. Besonders gefragt waren moderne Büroflächen in guten Lagen. Für die zweite Jahreshälfte erwartet Engel & Völkers Commercial Berlin eine stabile Nachfrage, auch wenn die weitere Marktentwicklung wesentlich davon abhängt, wie viele großvolumige Gesuche tatsächlich in Vertragsabschlüsse umgesetzt werden.

Noch stärker fällt die Halbjahresbilanz von BNP Paribas Real Estate aus. Mit einem Flächenumsatz von rund 373.000 Quadratmetern wurde bereits zur Jahresmitte das Ergebnis der ersten drei Quartale 2025 übertroffen und zugleich der Zehnjahresdurchschnitt um knapp zehn Prozent überschritten. Maßgeblich dazu beigetragen haben mehrere Großabschlüsse, darunter Eigennutzertransaktionen der öffentlichen Verwaltung. Jan Dohrwardt, Geschäftsführer und Berliner Niederlassungsleiter von BNP Paribas Real Estate, erklärt: „Entscheidend zur erfreulichen Zwischenbilanz beigetragen hat in erster Linie das zweite Quartal mit 227.000 m², das aufgrund von gleich mehreren, teils sehr großen Abschlüssen den zweitumsatzstärksten Jahresabschnitt der letzten fünf Jahre darstellen konnte.“ Gleichzeitig stieg der Leerstand auf knapp 2,1 Millionen Quadratmeter beziehungsweise 9,6 Prozent, während hochwertige ESG-konforme Flächen in zentralen Lagen weiterhin stark nachgefragt bleiben. Für die zweite Jahreshälfte erwartet BNP Paribas Real Estate eine anhaltend gute Marktentwicklung. Dohrwardt verweist dabei auf „teils großvolumige Gesuche, die den Umsatz bei entsprechenden Flächenangeboten im weiteren Jahresverlauf zusätzlich ankurbeln könnten.“

Die höchsten Flächenumsätze weist allerdings JLL aus. Nach Angaben des Unternehmens legte der Berliner Bürovermietungsmarkt im ersten Halbjahr auf 386.100 Quadratmeter zu und lag damit fast zwei Drittel über dem Vorjahreswert. Insgesamt wurden 401 Mietverträge registriert – der höchste Halbjahreswert seit 2022. Anja Schuhmann, Niederlassungsleiterin Berlin und Leipzig bei JLL, erklärt: „Die Nachfrage hat sich nicht nur im großvolumigen Segment belebt, sondern auch im kleinteiligen Bereich. Das spricht für eine breite Marktaktivität und eine positive Entwicklung.“ Gleichzeitig konzentriert sich die Nachfrage weiterhin auf hochwertige Flächen in Toplagen, wodurch die Spitzenmiete auf 48 Euro pro Quadratmeter stieg. Für das Gesamtjahr rechnet JLL mit einem Flächenumsatz von rund 600.000 Quadratmetern.

Essen

Deutlich schwieriger präsentiert sich die Situation in Essen. BNP Paribas Real Estate registrierte im ersten Halbjahr 2026 lediglich 18.000 Quadratmeter Flächenumsatz – das niedrigste Halbjahresergebnis seit mehr als 20 Jahren und nur knapp die Hälfte des Vorjahreswertes. Ursächlich waren vor allem das Ausbleiben größerer Mietabschlüsse sowie das schwierige wirtschaftliche und geopolitische Umfeld. Das Marktgeschehen wurde überwiegend von kleineren Anmietungen bis 1.000 Quadratmetern getragen, während Industrieunternehmen die aktivste Nutzergruppe stellten. Die Spitzenmiete blieb stabil bei 20 Euro pro Quadratmeter, die Durchschnittsmiete sank leicht auf 13,90 Euro pro Quadratmeter. Gleichzeitig stieg der Leerstand auf rund 273.000 Quadratmeter beziehungsweise 8,5 Prozent, wobei moderne Büroflächen weiterhin knapp bleiben. Für die zweite Jahreshälfte erwartet BNP Paribas Real Estate bei einer wirtschaftlichen Stabilisierung eine Belebung des Marktes, rechnet jedoch mit weiter steigendem Leerstand in älteren Bestandsgebäuden und einer anhaltend hohen Nachfrage nach hochwertigen Flächen.

Köln

Verhalten verlief das erste Halbjahr auch auf dem Kölner Büromarkt. Nach Angaben von BNP Paribas Real Estate wurden rund 76.000 Quadratmeter umgesetzt und damit deutlich weniger als im Vorjahr sowie im langjährigen Durchschnitt. Ausschlaggebend waren das schwache konjunkturelle Umfeld, geopolitische Unsicherheiten sowie eine spürbar zurückhaltende Nachfrage nach größeren Büroflächen. Entsprechend dominieren kleinere Anmietungen bis 500 Quadratmeter das Marktgeschehen, während sich Vermarktungs- und Entscheidungsprozesse merklich verlängert haben. Die Durchschnittsmiete stieg auf 20,90 Euro pro Quadratmeter, die Spitzenmiete blieb mit 33,50 Euro pro Quadratmeter stabil. Gleichzeitig nahm der Gesamtleerstand zwar deutlich zu, moderne Büroflächen wurden jedoch knapper, was sich auch in einer Vorvermietungsquote von 74 Prozent bei Projektentwicklungen widerspiegelt. Für die zweite Jahreshälfte erwartet BNP Paribas Real Estate trotz einer gut gefüllten Vermietungspipeline zunächst ein verhaltenes Marktumfeld. Eine spürbare Belebung dürfte erst mit einer höheren wirtschaftlichen Planungssicherheit einsetzen.

Hamburg

Auch Hamburg blieb im ersten Halbjahr hinter den Vorjahreswerten zurück. BNP Paribas Real Estate registrierte einen Flächenumsatz von 177.000 Quadratmetern. Während gesamtwirtschaftliche Unsicherheiten und ausbleibende Großabschlüsse die Nachfrage bremsten, blieb das Interesse an modernen Büroflächen in zentralen Lagen hoch. Die Spitzenmiete stieg um acht Prozent auf 39 Euro pro Quadratmeter, obwohl der Leerstand auf 953.000 Quadratmeter zunahm. Heiko Fischer, Geschäftsführer und Hamburger Niederlassungsleiter von BNP Paribas Real Estate, erklärt: „Trotz hoher Resilienz ist auch der Hamburger Markt weiterhin von einem insgesamt gedämpften Umfeld geprägt.“ Für die zweite Jahreshälfte erwartet BNP Paribas Real Estate eine schrittweise Belebung. Fischer prognostiziert: „Ein Jahresergebnis auf Vorjahresniveau (rund 400.000 m²) erscheint derzeit als wahrscheinlichstes Szenario.“

Wohnen bleibt stabil

Der deutsche Wohn-Investmentmarkt zeigte sich im ersten Halbjahr 2026 insgesamt stabil, auch wenn sich die Ergebnisse der Marktanalysen aufgrund unterschiedlicher Erfassungsmethoden leicht unterscheiden. Cushman & Wakefield ermittelte ein Transaktionsvolumen von 4,1 Milliarden Euro und damit ein Plus von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. BNP Paribas Real Estate beziffert das Marktvolumen auf 4,4 Milliarden Euro und registriert damit einen leichten Rückgang von drei Prozent. Beide Häuser sehen jedoch eine deutlich breitere Marktbasis mit steigender Transaktionsaktivität und einer wachsenden Bedeutung von Portfoliodeals.

Nach Auswertung von Cushman & Wakefield gewann der Markt insbesondere im zweiten Quartal an Dynamik. Das Transaktionsvolumen stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 30 Prozent auf 2,22 Milliarden Euro. Wesentliche Impulse kamen von großvolumigen Portfoliotransaktionen sowie einer stärkeren Präsenz internationaler Investoren. Gleichzeitig gewinnen Forward Deals sowie Investitionen in Student- und Micro-Living-Projekte wieder an Bedeutung. Jan-Bastian Knod, Head of Residential Investment Germany bei Cushman & Wakefield, erklärt: „Die steigende Marktaktivität zeigt sich vor allem in einer wachsenden Zahl an Portfoliodeals – sowohl regional als auch überregional – wobei internationale Investoren sich verstärkt auf großvolumige Transaktionen konzentrieren, um ihren Markteintritt in Deutschland zu realisieren.“ Für die zweite Jahreshälfte erwartet das Unternehmen eine weitere Belebung des Marktes. Knod ist überzeugt: „Der Markt nimmt sukzessive immer mehr Fahrt auf. Dies schlägt sich mittlerweile auch wieder konkret in mehr Abschlüssen nieder.“

BNP Paribas Real Estate sieht Wohnimmobilien mit einem Investitionsvolumen von 4,4 Milliarden Euro weiterhin als stärkste Assetklasse am deutschen Investmentmarkt. Zwar blieb das Ergebnis leicht unter dem Vorjahresniveau, die Zahl der Abschlüsse nahm jedoch zu und der Markt stützt sich nach Einschätzung des Unternehmens inzwischen auf eine deutlich breitere Transaktionsbasis. Bestandsportfolios gewannen mit einem Marktanteil von 47 Prozent an Bedeutung, während Berlin mit knapp 600 Millionen Euro erneut der umsatzstärkste Wohninvestmentstandort war. Christoph Meszelinsky, Geschäftsführer und Head of Residential Investment bei BNP Paribas Real Estate, erklärt: „Die bereits zuvor erkennbare Aufhellung der Investorenstimmung führte im zweiten Quartal zu einer moderaten Belebung der Marktaktivität.“ Für den weiteren Jahresverlauf erwartet BNP Paribas Real Estate eine Fortsetzung dieses Trends. Meszelinsky prognostiziert: „Wir gehen davon aus, dass sich die Marktbelebung im weiteren Jahresverlauf fortsetzt und das Transaktionsvolumen moderat anzieht.“

Gesundheitsimmobilien weiter beliebt

Der deutsche Gesundheitsimmobilien-Investmentmarkt setzte seine Erholung im ersten Halbjahr 2026 fort. Je nach Marktabgrenzung ermittelten die großen Beratungshäuser Transaktionsvolumina zwischen 1,38 Milliarden Euro (CBRE), 1,6 Milliarden Euro (BNP Paribas Real Estate) und 1,82 Milliarden Euro (Cushman & Wakefield). Einig sind sich alle drei Häuser, dass das Marktgeschehen deutlich an Dynamik gewonnen hat und insbesondere institutionelle sowie internationale Investoren wieder verstärkt investieren.

Nach Angaben von Cushman & Wakefield stieg das Transaktionsvolumen auf rund 1,82 Milliarden Euro und lag damit bereits nach sechs Monaten rund 50 Prozent über dem Gesamtjahresvolumen 2025. Maßgeblich geprägt wurde das zweite Quartal durch eine großvolumige Portfolio-Transaktion im Bereich der stationären medizinischen Versorgung. Die Spitzenrenditen blieben in allen Teilsegmenten stabil. Jan-Bastian Knod, Head of Healthcare Advisory bei Cushman & Wakefield, bewertet die Entwicklung als „einen echten Wendepunkt für den deutschen Gesundheitsimmobilienmarkt“ und verweist darauf, dass nationale wie internationale Investoren verstärkt auf „krisenresiliente Assetklassen mit stabilen, demografisch gestützten Ertragsmodellen“ setzen. Zusätzliche Impulse erwartet das Unternehmen durch die Krankenhausreform und den Krankenhaustransformationsfonds. Für die zweite Jahreshälfte rechnet Cushman & Wakefield mit einer anhaltend hohen Investitionsdynamik, insbesondere bei großvolumigen Portfolios und ambulanten Versorgungskonzepten.

CBRE registrierte im ersten Halbjahr ein Transaktionsvolumen von 1,38 Milliarden Euro und damit ein Plus von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mehr als eine Milliarde Euro entfiel bereits auf das erste Quartal. Pflegeheime blieben die wichtigste Assetklasse, während Kliniktransaktionen sowie ambulante Gesundheitsimmobilien zusätzliche Impulse lieferten. Marco Schnell, Head of Portfolio Investment & Alternatives bei CBRE, erklärt: „Der Gesundheitsimmobilieninvestmentmarkt hat sich im ersten Halbjahr robust entwickelt und an Dynamik gewonnen.“ Trotz leicht gestiegener Spitzenrenditen sieht das Unternehmen hochwertige Gesundheitsimmobilien weiterhin als stark nachgefragt. Schnell betont: „Wir beobachten unverändert großes Interesse institutioneller und insbesondere internationaler Investoren am deutschen Gesundheitsimmobilienmarkt.“

Auch BNP Paribas Real Estate spricht vom stärksten ersten Halbjahr seit 2022. Das Unternehmen beziffert das Investmentvolumen auf 1,6 Milliarden Euro und damit 30 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt. Rund 84 Prozent des Investitionsvolumens entfielen auf Portfoliotransaktionen. Besonders stark entwickelten sich Pflege- und Gesundheitsimmobilien, während internationale Investoren mit einem Marktanteil von 87 Prozent so präsent waren wie nie zuvor. Christoph Meszelinsky, Geschäftsführer und Head of Residential Investment bei BNP Paribas Real Estate, betont: „Vor dem Hintergrund anhaltender makroökonomischer Unsicherheiten und geopolitischer Risiken stellt dies ein bemerkenswert solides Ergebnis dar.“ Für den weiteren Jahresverlauf erwartet das Unternehmen eine Fortsetzung der Erholung. Meszelinsky prognostiziert: „Die starke Marktaktivität im ersten Halbjahr sowie die Rückkehr großvolumiger Portfoliotransaktionen sprechen für eine fortschreitende Erholung des deutschen Healthcare-Investmentmarkts.“

Hotel auf dem Vorjahresniveau

Der Hotel-Investmentmarkt bewegte sich im ersten Halbjahr 2026 nahezu auf dem Vorjahresniveau. Nach Angaben von BNP Paribas Real Estate wurden rund 790 Millionen Euro investiert. Entscheidenden Anteil daran hatte ein deutlich stärkeres zweites Quartal mit 475 Millionen Euro Transaktionsvolumen. Gleichzeitig stieg die Zahl der Abschlüsse auf mehr als 50 und erreichte damit erstmals seit 2019 wieder dieses Niveau. Getragen wurde der Markt vor allem von kleineren und mittleren Transaktionen, während internationale Investoren mit einem Marktanteil von 52 Prozent die stärkste Käufergruppe stellten. Alexander Trobitz, Geschäftsführer und Head of Hotel Services bei BNP Paribas Real Estate, erklärt: „Vor allem ein beschleunigtes zweites Quartal mit platzierten 475 Mio. € hat zum insgesamt guten Zwischenresultat beigetragen.“ Für die zweite Jahreshälfte erwartet das Unternehmen eine weitere Marktbelebung. Trobitz geht davon aus, dass „ein Gesamtjahresresultat auf Vorjahresniveau, und damit Kurs auf die 2-Mrd.-€-Marke nehmend, realistisch“ ist.

Retail mit deutlich besser gefüllter Verkaufspipeline

Der deutsche Einzelhandels-Investmentmarkt entwickelte sich im ersten Halbjahr 2026 je nach Auswertung unterschiedlich. BNP Paribas Real Estate ermittelte ein Investitionsvolumen von rund 2,3 Milliarden Euro und damit einen Rückgang von knapp 21 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. CBRE beziffert das Marktvolumen auf 1,9 Milliarden Euro und kommt auf ein Minus von 35 Prozent. Beide Häuser berichten jedoch von einer steigenden Marktaktivität und einer deutlich besser gefüllten Verkaufspipeline.

Nach Einschätzung von BNP Paribas Real Estate blieb das zweite Quartal vor allem wegen fehlender Großtransaktionen hinter den Erwartungen zurück. Gleichzeitig wurde mit einer überdurchschnittlich hohen Zahl an Abschlüssen so viel Marktaktivität registriert wie zuletzt im ersten Halbjahr 2022. Food- und Fachmärkte stellten mit mehr als der Hälfte des Investitionsvolumens die wichtigste Assetklasse, während Highstreet-Immobilien und Kaufhäuser von einzelnen Großabschlüssen profitierten. Die A-Standorte legten gegenüber dem Vorjahr deutlich zu, angeführt von München und Hamburg. Für die zweite Jahreshälfte erwartet BNP Paribas Real Estate eine anhaltend hohe Dealaktivität, auch wenn geopolitische Unsicherheiten und das Finanzierungsumfeld den Markt weiter beeinflussen.

CBRE sieht ebenfalls ein deutlich verbessertes Angebot hochwertiger Investmentprodukte. Fach- und Lebensmittelmärkte sowie Fachmarktzentren vereinten mit 44 Prozent den größten Anteil am Transaktionsvolumen. Jan Schönherr, Head of Retail Investment bei CBRE, erklärt: „Erstmals seit längerer Zeit befinden sich wieder hochwertige Einzelobjekte und diverse Portfolios im Verkauf, die in den vergangenen Jahren nicht in dem Umfang verfügbar waren.“ Trotz des größeren Angebots verlaufen Verkaufsprozesse aufgrund geopolitischer Unsicherheiten und unterschiedlicher Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern weiterhin zögerlich. Die Spitzenrenditen blieben in den meisten Segmenten stabil. Für die zweite Jahreshälfte erwartet CBRE eine höhere Marktaktivität. Schönherr prognostiziert: „Die Pipeline für das zweite Halbjahr ist gut gefüllt und umfasst zahlreiche – auch großvolumige – Einzelobjekte sowie Portfolios.“

Logistik mit spürbarer Belebung

Während BNP Paribas Real Estate für den Logistik-Investmentmarkt eine leichte Abschwächung gegenüber dem Vorjahr registriert, zeigt sich im zweiten Quartal eine spürbare Belebung. Das Investitionsvolumen erreichte im ersten Halbjahr 2026 knapp 2,5 Milliarden Euro und lag damit zehn Prozent unter dem Vorjahreswert. Besonders gefragt waren kleinere Transaktionen, zugleich nahm die Zahl großvolumiger Abschlüsse wieder zu. Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Logistics & Industrial bei BNP Paribas Real Estate, erklärt: „Neben sehr vielen kleineren Transaktionen bis 10 Mio. € ist auch das Volumen der Großabschlüsse im dreistelligen Millionenbereich gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen.“ Ausländische Investoren stellten mit einem Marktanteil von 74 Prozent weiterhin die wichtigste Käufergruppe. Für die zweite Jahreshälfte erwartet BNP Paribas Real Estate eine stabile Entwicklung. Raabe betont: „Bei Investitionsentscheidungen rücken verstärkt attraktive Standorte und deren langfristige Perspektiven in den Fokus. Zusammen mit der hohen strategischen Bedeutung resilienter Lieferketten dürfte dies das Interesse an der Assetklasse Logistik weiter stützen.“

Zu einer noch positiveren Einschätzung kommt CBRE. Nach Angaben des Unternehmens erreichte der deutsche Industrie- und Logistikimmobilieninvestmentmarkt im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 3,26 Milliarden Euro und lag damit 24 Prozent über dem Vorjahreswert. Wesentliche Impulse gingen von mehreren großvolumigen Transaktionen aus, während zugleich das Interesse an Light-Industrial-Objekten deutlich zunahm. Kai F. Oulds, Head of Industrial & Logistics Germany bei CBRE, erklärt: „Der deutsche Logistikinvestmentmarkt gewinnt weiter an Dynamik.“ Zudem beobachte CBRE sowohl bei internationalen als auch bei deutschen Investoren eine steigende Investitionsbereitschaft. Die Spitzenrendite für Logistikimmobilien erhöhte sich leicht auf 4,5 Prozent. Für die zweite Jahreshälfte erwartet CBRE eine Fortsetzung der positiven Entwicklung. Tom Franke, Head of Logistics Investments Germany bei CBRE, prognostiziert: „Sollte zusätzlich wieder mehr Core-Produkt an den Markt kommen, erwarten wir im zweiten Halbjahr eine Fortsetzung der positiven Marktentwicklung und ein anhaltend lebhaftes Transaktionsgeschehen.“

Berlin

Auch auf den Vermietungsmärkten setzte sich die positive Entwicklung in Berlin fort. REALOGIS registrierte im ersten Halbjahr 2026 einen Flächenumsatz von 211.000 Quadratmetern. Die vermietete Hallenfläche legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 21 Prozent zu. Maßgeblich geprägt wurde das Ergebnis von fünf Großabschlüssen, die nahezu die Hälfte des gesamten Flächenumsatzes ausmachten. Alexander Ego, Geschäftsführer der REALOGIS Immobilien Berlin GmbH, erklärt: „Das Flächenumsatzergebnis wurde im zurückliegenden Halbjahr maßgeblich von einer Handvoll Großabschlüsse geprägt, wobei insbesondere Eigennutzer einen außergewöhnlich hohen Beitrag geleistet haben.“ Gleichzeitig bleibe die Nachfrage nach modernen Gewerbeparks hoch, während geeignete Flächen in den gefragten Lagen weiterhin knapp seien. Die Spitzenmiete verharrte bei 10,50 Euro pro Quadratmeter, die Durchschnittsmiete bei 8,10 Euro pro Quadratmeter. Den größten Anteil am Flächenumsatz hatten Vermietungen in Bestandsobjekten vor Brownfield-Entwicklungen, während das Berliner Stadtgebiet die umsatzstärkste Region blieb.

München

Deutlich verhaltener entwickelte sich dagegen der Münchner Logistik- und Industrieimmobilienmarkt. Nach Angaben von REALOGIS sank der Flächenumsatz im ersten Halbjahr 2026 auf 115.700 Quadratmeter und lag damit 18 Prozent unter dem starken Vorjahreswert. Ausschlaggebend war vor allem das Ausbleiben von Großabschlüssen über 10.000 Quadratmeter, während Bestandsflächen mit einem Marktanteil von 77 Prozent das Marktgeschehen dominierten. Die Spitzenmiete blieb mit 13,50 Euro pro Quadratmeter auf Rekordniveau, die Durchschnittsmiete stieg auf 9,20 Euro pro Quadratmeter. Nicolas Werner, Geschäftsführer der REALOGIS Immobilien München GmbH, erwartet für die zweite Jahreshälfte eine Belebung des Marktes: „Ich gehe davon aus, dass sich das Marktgeschehen in der zweiten Jahreshälfte spürbar beleben wird. Zum einen sind Unternehmen aus dem Bereich ‚Defence‘ auf Flächensuche im Münchner Raum und zum anderen sind bereits einige große Deals in der Pipeline.“ Zudem entwickelte sich die Branche Industrie und Produktion zur stärksten Nutzergruppe und löste den Handel an der Spitze ab.

Investmentmarkt wird von Büro dominiert

Die Analyse von BNP Paribas Real Estate zeigt, dass Büroimmobilien mit einem Transaktionsvolumen von rund 3,2 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2026 erneut die stärkste gewerbliche Assetklasse in Deutschland waren und damit das Vorjahresergebnis um 19 Prozent übertrafen. Zwar blieb die Dynamik im zweiten Quartal aufgrund geopolitischer Unsicherheiten, gestiegener Energiepreise und veränderter Zinserwartungen etwas hinter den Vorquartalen zurück, dennoch wurden mehr als 50 Transaktionen registriert. Getragen wurde der Markt vor allem von Einzeldeals, während großvolumige Transaktionen wieder an Bedeutung gewannen und knapp 38 Prozent des Investmentvolumens ausmachten. München führte das Ranking der A-Standorte mit deutlichem Abstand an, gefolgt von Düsseldorf, Hamburg und Frankfurt. Für die zweite Jahreshälfte erwartet BNP Paribas Real Estate trotz anhaltender makroökonomischer Unsicherheiten eine stabile Transaktionsdynamik. Sinkende Spitzenrenditen seien kurzfristig kaum zu erwarten, stattdessen rücken Mietwachstum sowie langfristig gesicherte Erträge hochwertiger Büroimmobilien stärker in den Fokus der Investoren. Die Analyse von Cushman & Wakefield zeigt, dass der deutsche Immobilien-Investmentmarkt im ersten Halbjahr 2026 deutlich an Dynamik gewonnen hat. Das Transaktionsvolumen aus gewerblichen Immobilien- und Wohninvestments stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro. Treiber war vor allem der gewerbliche Investmentmarkt, der mit 12,7 Milliarden Euro das höchste Halbjahresvolumen seit vier Jahren erzielte. Regional entwickelte sich der Markt jedoch sehr unterschiedlich: München führte die Top-7-Standorte an, während Düsseldorf sein Investmentvolumen gegenüber dem Vorjahr verdoppelte und im zweiten Quartal bundesweit den höchsten Umsatz verzeichnete. Simon Jeschioro, Head of Capital Markets & Investment Advisory Germany bei Cushman & Wakefield, erklärt: „Allgemein gilt: Märkte mit soliden Angebots- und Nachfragefundamenten, nachhaltigem Mietwachstum und hochwertigen Beständen profitieren weiterhin.“ Gleichzeitig beobachtet das Unternehmen eine selektive Investitionsstrategie: Logistik- und Wohnimmobilien bleiben gefragt, während Investoren auch bei Büroimmobilien wieder verstärkt einsteigen, sofern langfristiger Werterhalt und Wertzuwachs zu erwarten sind. Zudem sieht Cushman & Wakefield für Retail-Immobilien Potenzial durch größere Einzel- und Portfoliotransaktionen in der zweiten Jahreshälfte.

Die Analyse von BNP Paribas Real Estate zeigt, dass der deutsche Immobilien-Investmentmarkt im ersten Halbjahr 2026 mit einem Transaktionsvolumen von 16,6 Milliarden Euro leicht über dem Vorjahresniveau lag. Während Wohnimmobilien mit 4,4 Milliarden Euro trotz eines leichten Rückgangs die umsatzstärkste Assetklasse blieben, legten gewerbliche Investments um acht Prozent auf 12,3 Milliarden Euro zu. Besonders gefragt waren Büro-, Logistik- und Einzelhandelsimmobilien, wobei Healthcare-Investments mit einem Plus von 71 Prozent die höchste Dynamik verzeichneten. Marcus Zorn, CEO von BNP Paribas Real Estate Deutschland, erklärt: „Mit der zwischen den USA und Iran unterzeichneten Absichtserklärung sowie dem sich abzeichnenden Zinskorridor der führenden Zentralbanken ist nun wieder mehr Handlungssicherheit und Abschluss-Momentum im Markt. Käufer und Verkäufer haben ihre Kalkulationen an das veränderte Umfeld angepasst.“ Gleichzeitig stiegen die Netto-Spitzenrenditen in nahezu allen Assetklassen infolge höherer Finanzierungskosten und einer veränderten Risikobewertung. Für die zweite Jahreshälfte erwartet BNP Paribas Real Estate eine zunehmende Transaktionsdynamik. Zorn geht davon aus, dass „das Gesamtjahresvolumen mit großer Wahrscheinlichkeit Kurs auf die 40-Mrd.-€-Marke nehmen“ wird.

Die Analyse von CBRE zeigt, dass sich der deutsche Immobilien-Investmentmarkt im ersten Halbjahr 2026 weiter erholt hat. Das Transaktionsvolumen stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 16,2 Milliarden Euro, davon entfielen knapp 13 Milliarden Euro auf gewerbliche Immobilien. Besonders deutlich legten Büroinvestments zu, während Industrie- und Logistikimmobilien ebenfalls zur positiven Entwicklung beitrugen. Marcus Lemli, Head of Capital Markets Germany bei CBRE Deutschland, erklärt: „Die graduelle Erholung setzt sich fort. Wir sehen mehr Aktivität im Markt, mehr Verkaufsprozesse und insgesamt mehr Produkt als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig bleibt der Investmentmarkt sehr selektiv.“ Die sieben größten Investmentstandorte gewannen weiter an Bedeutung, wobei vor allem Düsseldorf, Köln, Hamburg und Frankfurt zulegten. Für die zweite Jahreshälfte erwartet CBRE eine Fortsetzung der Erholung. Lemli prognostiziert: „Für die zweite Jahreshälfte erwarten wir eine Fortsetzung der graduellen Erholung, zumal die Pipeline gut gefüllt ist.“

Hamburg

Die Analyse von BNP Paribas Real Estate zeigt, dass der Hamburger Investmentmarkt im ersten Halbjahr 2026 mit einem Transaktionsvolumen von 967 Millionen Euro den zweiten Platz unter den deutschen Top-Standorten belegte und das beste Halbjahresergebnis seit der Zinswende erzielte. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum legte das Investmentvolumen um 19 Prozent zu, wobei insbesondere das zweite Quartal mit einer deutlich höheren Transaktionsaktivität überzeugte. Büroimmobilien stellten die stärkste Assetklasse, während auch Retail- und Logistikinvestments überdurchschnittliche Umsätze erreichten. Heiko Fischer, Geschäftsführer und Hamburger Niederlassungsleiter von BNP Paribas Real Estate, erklärt: „Nach einem verhaltenen Jahresstart mit 300 Mio. € Transaktionsvolumen hat die Marktaktivität im zweiten Quartal spürbar angezogen.“ Trotz leicht gestiegener Spitzenrenditen und eines weiterhin anspruchsvollen Marktumfelds erwartet BNP Paribas Real Estate eine Fortsetzung der Erholung. Fischer hält „für das Gesamtjahr ein Investmentvolumen von über 2 Mrd. € und damit oberhalb des Vorjahresniveaus als realistisches Szenario“.

Frankfurt am Main

Die Analyse von BNP Paribas Real Estate zeigt, dass der Frankfurter Investmentmarkt im ersten Halbjahr 2026 mit einem Transaktionsvolumen von rund 600 Millionen Euro das Vorjahresergebnis um 153 Prozent übertraf, trotz eines weiterhin anspruchsvollen Marktumfelds. Büroimmobilien dominierten mit einem Anteil von 57 Prozent das Marktgeschehen, wobei die Zahl der Transaktionen vor allem im kleineren und mittleren Größensegment zunahm. Riza Demirci, Geschäftsführer und Frankfurter Niederlassungsleiter von BNP Paribas Real Estate, erklärt: „Im Bürosegment wird diese Seitwärtsbewegung insbesondere durch das aktuell starke Mietwachstum im Spitzensegment gestützt, das die Ertragsperspektiven hochwertiger Core-Objekte in Top-Lagen zusätzlich verbessert.“ Für die zweite Jahreshälfte erwartet BNP Paribas Real Estate eine Fortsetzung der Marktbelebung. Demirci hält es für „wahrscheinlich, dass das Investmentvolumen bis zum Jahresende die Marke von 1 Mrd. € deutlich überschreitet“, auch wenn geopolitische Unsicherheiten und höhere Finanzierungskosten das Marktumfeld weiterhin prägen.

München

Die Analyse von BNP Paribas Real Estate zeigt, dass München im ersten Halbjahr 2026 mit einem Transaktionsvolumen von rund 1,24 Milliarden Euro erneut der umsatzstärkste Investmentstandort unter den deutschen A-Städten war und als einziger Markt die Milliardenmarke überschritt. Getragen wurde das Ergebnis unter anderem von mehreren großvolumigen Büro- und Retail-Transaktionen, darunter die Alte Akademie sowie die Büroobjekte am Prinzregentenplatz und in der Sonnenstraße. Michael Morgan, Münchener Niederlassungsleiter von BNP Paribas Real Estate, erklärt: „Der Umsatzanstieg um knapp 35 % im Vorjahresvergleich sendet gleichzeitig jedoch ein positives Signal.“ Büroimmobilien stellten mit knapp 47 Prozent die stärkste Assetklasse, während mehr als die Hälfte des Investmentvolumens auf zentrale Lagen entfiel. Für die zweite Jahreshälfte sieht BNP Paribas Real Estate gute Voraussetzungen für eine Fortsetzung der positiven Entwicklung. Morgan betont, dass München „ein wirtschaftliches Powerhouse“ sei, „das mit seinem Technologiesektor und innovativen Industrien zukunftsfähig und wachstumsstark ist. Dies ist das entscheidende Investmentargument für Investoren.“

Gesundheitsimmobilien gewinnen an Dynamik

Die Analyse von Cushman & Wakefield zeigt, dass der deutsche Gesundheitsimmobilienmarkt im ersten Halbjahr 2026 deutlich an Dynamik gewonnen hat. Das Transaktionsvolumen stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 1,82 Milliarden Euro und erreichte damit bereits nach sechs Monaten ein um rund 50 Prozent höheres Volumen als im gesamten Jahr 2025. Maßgeblich geprägt wurde das zweite Quartal durch eine großvolumige Portfolio-Transaktion im Bereich der stationären medizinischen Versorgung. Die Spitzenrenditen blieben über alle Segmente hinweg stabil, während die Nachfrage institutioneller Investoren unverändert hoch ist. Jan-Bastian Knod, Head of Healthcare Advisory bei Cushman & Wakefield, bewertet die Entwicklung als „einen echten Wendepunkt für den deutschen Gesundheitsimmobilienmarkt“ und verweist darauf, dass nationale wie internationale Investoren verstärkt auf „krisenresiliente Assetklassen mit stabilen, demografisch gestützten Ertragsmodellen“ setzen. Rückenwind erhält der Markt zudem durch die Krankenhausreform und den Krankenhaustransformationsfonds, die für mehr Planungssicherheit sorgen und zusätzliche Investitionen in Bestandsobjekte ermöglichen sollen. Für die zweite Jahreshälfte erwartet Cushman & Wakefield eine anhaltend hohe Investitionsdynamik, insbesondere bei großvolumigen Portfolios und ambulanten Versorgungskonzepten.

Die Analyse von CBRE zeigt, dass sich der deutsche Gesundheitsimmobilien-Investmentmarkt im ersten Halbjahr 2026 weiter erholt hat. Das Transaktionsvolumen stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 48 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro, wobei mehr als eine Milliarde Euro bereits im ersten Quartal umgesetzt wurde. Pflegeheime blieben die wichtigste Assetklasse, während Kliniktransaktionen und ambulante Gesundheitsimmobilien zusätzliche Impulse lieferten. Marco Schnell, Head of Portfolio Investment & Alternatives bei CBRE, erklärt: „Der Gesundheitsimmobilieninvestmentmarkt hat sich im ersten Halbjahr robust entwickelt und an Dynamik gewonnen.“ Die Spitzenrenditen erhöhten sich leicht, hochwertige Gesundheitsimmobilien bleiben jedoch gefragt. Für die zweite Jahreshälfte erwartet CBRE eine anhaltend solide Marktaktivität. Schnell betont: „Wir beobachten unverändert großes Interesse institutioneller und insbesondere internationaler Investoren am deutschen Gesundheitsimmobilienmarkt.“

Die Analyse von BNP Paribas Real Estate zeigt, dass der deutsche Healthcare-Investmentmarkt im ersten Halbjahr 2026 mit einem Transaktionsvolumen von 1,6 Milliarden Euro die beste Halbjahresbilanz seit 2022 erzielte und den langjährigen Durchschnitt um 30 Prozent übertraf. Getrieben wurde die Entwicklung vor allem von großvolumigen Portfoliotransaktionen, die rund 84 Prozent des gesamten Investitionsvolumens ausmachten. Besonders gefragt waren Pflege- und Gesundheitsimmobilien, während internationale Investoren mit einem Marktanteil von 87 Prozent so stark vertreten waren wie nie zuvor. Christoph Meszelinsky, Geschäftsführer und Head of Residential Investment bei BNP Paribas Real Estate, betont: „Vor dem Hintergrund anhaltender makroökonomischer Unsicherheiten und geopolitischer Risiken stellt dies ein bemerkenswert solides Ergebnis dar.“ Für die zweite Jahreshälfte erwartet BNP Paribas Real Estate eine Fortsetzung der Markterholung. Meszelinsky prognostiziert: „Die starke Marktaktivität im ersten Halbjahr sowie die Rückkehr großvolumiger Portfoliotransaktionen sprechen für eine fortschreitende Erholung des deutschen Healthcare-Investmentmarkts.“

Hotel auf Vorjahresniveau

Die Analyse von BNP Paribas Real Estate zeigt, dass der deutsche Hotel-Investmentmarkt im ersten Halbjahr 2026 mit einem Transaktionsvolumen von rund 790 Millionen Euro nahezu das Vorjahresniveau erreichte. Besonders das zweite Quartal sorgte mit einer deutlich höheren Abschlussdynamik für Rückenwind. Erstmals seit 2019 wurden zur Jahresmitte wieder mehr als 50 Transaktionen registriert, wobei vor allem kleinere und mittlere Deals den Markt prägten. Alexander Trobitz, Geschäftsführer und Head of Hotel Services bei BNP Paribas Real Estate, erklärt: „Vor allem ein beschleunigtes zweites Quartal mit platzierten 475 Mio. € hat zum insgesamt guten Zwischenresultat beigetragen.“ Internationale Investoren stellten mit einem Marktanteil von 52 Prozent die stärkste Käufergruppe. Für die zweite Jahreshälfte erwartet BNP Paribas Real Estate eine weitere Belebung des Investmentmarktes. Trobitz geht davon aus, dass „ein Gesamtjahresresultat auf Vorjahresniveau, und damit Kurs auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke nehmend, realistisch“ ist.

Retail mit geringem Investitionsvolumen

Die Analyse von BNP Paribas Real Estate zeigt zur Jahresmitte 2026 ein gemischtes Bild des Retail-Investmentmarktes: Zwar wurde mit einer überdurchschnittlich hohen Zahl an Transaktionen so viel Aktivität wie zuletzt im ersten Halbjahr 2022 registriert, das Investitionsvolumen sank jedoch gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp 21 Prozent auf rund 2,3 Milliarden Euro. Ausschlaggebend war ein schwaches zweites Quartal, in dem vor allem großvolumige Abschlüsse ausblieben und der Markt überwiegend von kleineren Transaktionen geprägt wurde. Dominierend blieb das Segment Food- und Fachmärkte mit mehr als der Hälfte des Gesamtvolumens, während Highstreet-Objekte und Kaufhäuser von einzelnen Großabschlüssen profitierten. Die A-Standorte legten gegenüber dem Vorjahr deutlich zu, angeführt von München und Hamburg. Für die zweite Jahreshälfte erwartet BNP Paribas Real Estate eine anhaltend hohe Dealaktivität und weiteres Umsatzpotenzial, auch wenn geopolitische und finanzmarktbedingte Unsicherheiten sowie nur noch geringe Veränderungen bei den Spitzenrenditen den Markt weiterhin prägen.

Die Analyse von CBRE zeigt, dass der deutsche Einzelhandelsimmobilien-Investmentmarkt im ersten Halbjahr 2026 mit einem Transaktionsvolumen von 1,9 Milliarden Euro zwar 35 Prozent unter dem Vorjahreswert blieb, sich das Marktumfeld jedoch spürbar verändert. Fach- und Lebensmittelmärkte sowie Fachmarktzentren stellten mit 44 Prozent den größten Anteil am Investmentvolumen. Gleichzeitig wächst das Angebot hochwertiger Einzelobjekte und Portfolios deutlich. Jan Schönherr, Head of Retail Investment bei CBRE, erklärt: „Erstmals seit längerer Zeit befinden sich wieder hochwertige Einzelobjekte und diverse Portfolios im Verkauf, die in den vergangenen Jahren nicht in dem Umfang verfügbar waren.“ Trotz des größeren Angebots verlaufen Transaktionen aufgrund geopolitischer Unsicherheiten und unterschiedlicher Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern weiterhin zögerlich. Die Spitzenrenditen blieben in den meisten Segmenten stabil. Für die zweite Jahreshälfte erwartet CBRE eine höhere Marktaktivität. Schönherr prognostiziert: „Die Pipeline für das zweite Halbjahr ist gut gefüllt und umfasst zahlreiche – auch großvolumige – Einzelobjekte sowie Portfolios.“

Logistik unter Vorjahreswert

Die Analyse von BNP Paribas Real Estate zeigt, dass das Investitionsvolumen auf dem deutschen Logistik-Investmentmarkt im ersten Halbjahr 2026 mit knapp 2,5 Milliarden Euro zwar zehn Prozent unter dem Vorjahreswert lag, sich das Marktgeschehen im zweiten Quartal jedoch deutlich belebte. Besonders gefragt waren kleinere Transaktionen, zugleich nahm die Zahl großvolumiger Abschlüsse wieder zu. Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Logistics & Industrial bei BNP Paribas Real Estate, erklärt: „Neben sehr vielen kleineren Transaktionen bis 10 Mio. € ist auch das Volumen der Großabschlüsse im dreistelligen Millionenbereich gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen.“ Ausländische Investoren stellten mit einem Marktanteil von 74 Prozent weiterhin die wichtigste Käufergruppe. Für die zweite Jahreshälfte erwartet BNP Paribas Real Estate eine stabile Entwicklung. Raabe betont: „Bei Investitionsentscheidungen rücken verstärkt attraktive Standorte und deren langfristige Perspektiven in den Fokus. Zusammen mit der hohen strategischen Bedeutung resilienter Lieferketten dürfte dies das Interesse an der Assetklasse Logistik weiter stützen.“

Die Analyse von CBRE zeigt, dass der deutsche Industrie- und Logistikimmobilieninvestmentmarkt im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 3,26 Milliarden Euro erreichte und damit 24 Prozent über dem Vorjahreswert lag. Wesentliche Impulse gingen von mehreren großvolumigen Transaktionen aus, während zugleich das Interesse an Light-Industrial-Objekten deutlich zunahm. Kai F. Oulds, Head of Industrial & Logistics Germany bei CBRE, erklärt: „Der deutsche Logistikinvestmentmarkt gewinnt weiter an Dynamik.“ Zudem beobachte CBRE sowohl bei internationalen als auch bei deutschen Investoren eine steigende Investitionsbereitschaft. Die Spitzenrendite für Logistikimmobilien erhöhte sich leicht auf 4,5 Prozent. Für die zweite Jahreshälfte erwartet CBRE eine Fortsetzung der positiven Entwicklung. Tom Franke, Head of Logistics Investments Germany bei CBRE, prognostiziert: „Sollte zusätzlich wieder mehr Core-Produkt an den Markt kommen, erwarten wir im zweiten Halbjahr eine Fortsetzung der positiven Marktentwicklung und ein anhaltend lebhaftes Transaktionsgeschehen.“

Berlin

Die Halbjahresanalyse von REALOGIS zeigt, dass der Berliner Logistikimmobilienmarkt seinen Erholungskurs fortgesetzt hat. Der Flächenumsatz stieg im ersten Halbjahr 2026 auf 211.000 Quadratmeter, wobei die vermietete Hallenfläche gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 21 Prozent zulegte. Maßgeblich geprägt wurde das Ergebnis von fünf Großabschlüssen, die nahezu die Hälfte des gesamten Flächenumsatzes ausmachten. Alexander Ego, Geschäftsführer der REALOGIS Immobilien Berlin GmbH, erklärt: „Das Flächenumsatzergebnis wurde im zurückliegenden Halbjahr maßgeblich von einer Handvoll Großabschlüsse geprägt, wobei insbesondere Eigennutzer einen außergewöhnlich hohen Beitrag geleistet haben.“ Gleichzeitig bleibe die Nachfrage nach modernen Gewerbeparks hoch, während geeignete Flächen in den gefragten Lagen weiterhin knapp seien. Die Spitzenmiete verharrte bei 10,50 Euro pro Quadratmeter, die Durchschnittsmiete bei 8,10 Euro pro Quadratmeter. Den größten Anteil am Flächenumsatz hatten Vermietungen in Bestandsobjekten vor Brownfield-Entwicklungen, während das Berliner Stadtgebiet die umsatzstärkste Region blieb.

München

Die Analyse von REALOGIS zeigt, dass der Münchner Logistik- und Industrieimmobilienmarkt im ersten Halbjahr 2026 einen Flächenumsatz von 115.700 Quadratmetern erzielte und damit 18 Prozent unter dem starken Vorjahreswert blieb. Ausschlaggebend war vor allem das Ausbleiben von Großabschlüssen über 10.000 Quadratmeter, während Bestandsflächen mit einem Marktanteil von 77 Prozent das Marktgeschehen dominierten. Die Spitzenmiete blieb mit 13,50 Euro pro Quadratmeter auf Rekordniveau, die Durchschnittsmiete stieg auf 9,20 Euro pro Quadratmeter. Nicolas Werner, Geschäftsführer der REALOGIS Immobilien München GmbH, erwartet für die zweite Jahreshälfte eine Belebung des Marktes: „Ich gehe davon aus, dass sich das Marktgeschehen in der zweiten Jahreshälfte spürbar beleben wird. Zum einen sind Unternehmen aus dem Bereich ‚Defence‘ auf Flächensuche im Münchner Raum und zum anderen sind bereits einige große Deals in der Pipeline.“ Zudem entwickelte sich die Branche Industrie und Produktion zur stärksten Nutzergruppe und löste den Handel an der Spitze ab.

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