Weißenborn: Kirchturm in Berthelsdorf für 830.000 Euro saniert
Nach zweijähriger Bauzeit ist die Sanierung des Kirchturms der Evangelischen Pfarrkirche Berthelsdorf im mittelsächsischen Weißenborn abgeschlossen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 830.000 Euro. Der Freistaat Sachsen förderte die Arbeiten mit rund 540.000 Euro aus dem Sonderprogramm Denkmalpflege. Die Gemeinde Weißenborn steuerte 130.000 Euro bei, durch Spenden kamen weitere rund 46.000 Euro zusammen. Der zwischen 1881 und 1883 errichtete neoromanische Turm aus Gneis und Sandstein wies erhebliche Schäden am Natursteinmauerwerk auf. Ursache waren unter anderem eindringende Feuchtigkeit, historische Baumängel und ungeeignete Mörtel aus den 1950er-Jahren. Im Zuge der Sanierung wurde das Außenmauerwerk instand gesetzt. Neue Bleiverwahrungen an Übergängen zwischen Mauerwerk und vorspringenden Bauteilen sollen künftig das Eindringen von Regenwasser verhindern. Zudem wurden die Turmuhr restauriert und die Zifferblätter erneuert. Die Glocken sind wieder in Betrieb. Die Kirche steht unter Denkmalschutz. Das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen begleitete die Arbeiten fachlich.
Jena: Stadt steigt im Smart City Index auf Platz 47
Jena hat sich im Smart City Index 2026 des Digitalverbands Bitkom um sieben Plätze auf Rang 47 verbessert. Die Stadt erreicht 73 von 100 möglichen Punkten unter 83 untersuchten deutschen Großstädten. In der Vergleichsgruppe der Städte mit 100.000 bis knapp 150.000 Einwohnern belegt Jena Platz fünf. Die höchste Punktzahl erzielt Jena im Bereich Gesellschaft und Bildung mit 86,3 Punkten. Hier verbessert sich die Stadt um zwölf Plätze auf Rang 23. In der Kategorie Mobilität erreicht sie 77,1 Punkte, in der Verwaltung 75,9 und bei IT und Kommunikation 72 Punkte. Deutlich niedriger fällt das Ergebnis im Bereich Energie und Umwelt mit 53,5 Punkten aus. Zu den Digitalisierungsprojekten der Stadt gehört die urbane Datenplattform „WISSENsAllmende“, über die kommunale Daten gebündelt und für verschiedene Anwendungen bereitgestellt werden sollen. Eine Passantenfrequenzmessung in der Innenstadt liefert beispielsweise Daten für die Stadtentwicklung. Weitere Projekte sind der ProbierLaden am Engelplatz mit Beratungs- und Bildungsangeboten sowie der Innovationsstandort JEDI im Postcarrée. Der Bitkom bewertet die Digitalisierung der Großstädte anhand von Daten aus fünf Themenbereichen. Alle 83 untersuchten Kommunen haben eigene Angaben eingereicht und mit Quellen belegt. Ein unmittelbarer Vergleich mit früheren Platzierungen ist allerdings nur eingeschränkt möglich, da der Verband Kriterien, Fragestellungen und Datenquellen über die Jahre verändert hat. Der Aufstieg um sieben Plätze lässt sich deshalb nicht ausschließlich auf tatsächliche Fortschritte bei der Digitalisierung zurückführen.
Leipzig: Landesdirektion genehmigt Erneuerung der Straßenbahnanlagen am Torgauer Platz
Die Landesdirektion Sachsen hat die Erneuerung der Straßenbahninfrastruktur am Torgauer Platz in Leipzig genehmigt. Der Planfeststellungsbeschluss umfasst den Teil der Komplexbaumaßnahme am Knoten Torgauer Straße, Eisenbahnstraße und Wurzner Straße, für den die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) zuständig sind. Vorgesehen ist eine grundlegende Erneuerung der Gleisanlagen. Dabei wird der Gleismittelabstand vergrößert, damit künftig breitere Straßenbahnzüge eingesetzt werden können. Außerdem erneuern die LVB die Fahrleitungen, die Bahnstromversorgung, die Weichensteuerung und die Haltestellenausrüstung. Die Haltestellen in der südlichen Torgauer Straße und der östlichen Eisenbahnstraße werden barrierefrei ausgebaut. An der bereits barrierefreien Haltestelle der Linie 3 in der Torgauer Straße wird die Haltestelleninsel auf vier Meter verbreitert. Der Planfeststellungsbeschluss wird in Leipzig öffentlich ausgelegt. Für die weiteren Teile der Komplexbaumaßnahme, darunter die Erneuerung der Fahrbahnen und Gehwege, ist kein Planfeststellungsbeschluss erforderlich. Angaben zum Baubeginn und zur Bauzeit wurden nicht gemacht.
Dresden: Freistaat saniert Theaterwerkstätten für 6,5 Millionen Euro
Der Freistaat Sachsen saniert die Gebäudehülle der Kostüm- und Dekorationswerkstätten der Sächsischen Staatstheater Dresden. Für die ersten beiden Bauabschnitte sind rund 6,5 Millionen Euro eingeplant. Die Arbeiten sollen bis Frühjahr 2027 abgeschlossen sein. Zuständig ist der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB). Im ersten Bauabschnitt werden die großformatigen Verbundfenster aus den 1980er-Jahren ausgetauscht und die Beton-Rippen-Platten der Fassade denkmalgerecht saniert. In der Kostümschneiderei im zweiten Obergeschoss werden zudem Bügelkabinen mit direkter Dampfabführung eingebaut und die Beleuchtung auf LED umgestellt. Der zweite Bauabschnitt umfasst die Erneuerung der charakteristischen Shed-Oberlichter über dem Malsaal und der Tischlerei. Die Konstruktion wird nach historischem Vorbild mit verbesserter Wärmedämmung wiederhergestellt. Anstelle des bisherigen Kiesbelags erhält das Gebäude ein Gründach. Damit die Werkstätten während der Sanierung weiterarbeiten können, wurde das gesamte Gebäude mit einem Wetterschutzdach überdeckt. Die Dacharbeiten sollen Anfang 2027 beendet sein. Die Dachabdichtung der Kostümwerkstätten war bereits 2023 erneuert worden. In einem weiteren, noch nicht terminierten Bauabschnitt sollen die übrigen Fassadenflächen folgen. Der zwischen 1977 und 1981 errichtete Werkstattbau an der Ostra-Allee steht seit 2014 unter Denkmalschutz.
Leipzig: LWB feiert Richtfest für 121 geförderte Seniorenwohnungen
Sechs Monate nach der Grundsteinlegung hat die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) Richtfest für ihren Neubau an der Essener Straße in Mockau gefeiert. Bis Sommer 2027 entstehen dort 121 geförderte Seniorenwohnungen. Es ist das erste Projekt, das die LWB über den GdW-Rahmenvertrag „Serielles und modulares Bauen 2.0“ realisiert. Die barrierefreien Wohnungen verfügen über Balkone oder Terrassen, einige sind rollstuhlgerecht geplant. Im Erdgeschoss sind eine Tagespflege und eine Physiotherapiepraxis vorgesehen. Die Kaltmiete soll bei 6,80 Euro pro Quadratmeter liegen. Voraussetzung für die Anmietung ist ein weißer Wohnberechtigungsschein. Das Gebäude wird in serieller Holz-Hybrid-Bauweise errichtet. Die weitgehend vorgefertigten Module werden auf der Baustelle montiert. Zur Ausstattung gehören ein begrünter Innenhof, Fassaden- und Dachbegrünung sowie eine Photovoltaikanlage. Generalübernehmer ist die Ed. Züblin AG. Der Freistaat Sachsen fördert das Vorhaben mit 8,8 Millionen Euro, die Stadt Leipzig steuert rund eine Million Euro bei. Neben der Essener Straße hat die LWB derzeit fünf weitere Wohnungsbauprojekte mit insgesamt 479 Wohnungen im Bau.
Dresden: Sachsen stellt Kommunen 580 Millionen Euro für Investitionen bereit
Sachsens Kommunen können seit dem 17. September 2026 Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsbudget digital beantragen. Für den ersten Förderzeitraum von 2025 bis 2028 stehen 580 Millionen Euro zur Verfügung. Insgesamt erhalten die Kommunen bis Ende 2036 rund 1,74 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur und Klimaneutralität. Für die erste Förderperiode haben die Kommunen bereits Investitionsvorhaben im Umfang von rund 507 Millionen Euro angemeldet. Davon entfallen etwa 30 Prozent auf Verkehrsinfrastruktur, 27 Prozent auf Bildungsinfrastruktur und 19 Prozent auf Brand-, Rettungs- und Katastrophenschutz. Förderfähig sind unter anderem auch der Krankenhausbau, Sport- und Kulturstätten, Wohnraumförderung und staatlicher Hochbau. Das Investitionsvolumen muss je Maßnahme mindestens 250.000 Euro betragen. Der Fördersatz kann bis zu 100 Prozent der Gesamtkosten erreichen. Anders als bei vielen anderen Förderprogrammen müssen die Kommunen die Investitionen nicht vorfinanzieren. Sie können die Mittel bis zu sechs Monate im Voraus abrufen. Die Antragstellung erfolgt über das Förderportal der Sächsischen Aufbaubank, während die Landesdirektion Sachsen für Bewilligung und Mittelverwaltung zuständig ist. Die Mittel werden in drei Förderzeiträumen bis Ende 2036 vergeben. Auf die erste Tranche von 2025 bis 2028 folgen die Zeiträume 2029 bis 2032 und 2033 bis 2036.
Jena: Neue Fahrradstraße in Jahnstraße und Talstraße fast fertig
Die Arbeiten an der neuen Fahrradstraße in der Jahnstraße und Talstraße in Jena stehen kurz vor dem Abschluss. Verkehrszeichen, Fahrrad-Piktogramme und rote Fahrbahnmarkierungen kennzeichnen die geänderte Verkehrsführung. Auf dem gesamten Straßenzug hat der Radverkehr künftig Vorrang. Die Fahrradstraße ist für den Anliegerverkehr weiterhin mit dem Auto befahrbar. Dazu zählen neben Anwohnern auch Personen, die dort beispielsweise einkaufen, eine Gaststätte besuchen oder einen Arzttermin haben. Durchgangs- und Parksuchverkehr sind dagegen nicht erlaubt. Mit dem Umbau setzt die Stadt den ersten Teil der Maßnahme S307 aus dem Radverkehrsplan Jena 2035+ um. Der Radverkehr soll auf der Verbindung über Jahnstraße und Talstraße gebündelt werden, um den Lommerweg und die Lutherstraße zu entlasten. Der Lommerweg soll dadurch stärker dem Fußverkehr sowie der Erholung dienen.
Dresden: Kulturzentrum Scheune öffnet nach Umbau für rund zehn Millionen Euro wieder
Nach vier Jahren Bauzeit wird das Kulturzentrum Scheune in der Dresdner Neustadt am 18. September 2026 wiedereröffnet. Die Landeshauptstadt hat das Gebäude seit Oktober 2022 grundlegend saniert, umgebaut und erweitert. Bislang wurden rund 9,13 Millionen Euro in die Baumaßnahmen investiert. Hinzu kommen rund eine Million Euro für die Außenanlagen. Wegen bautechnischer Mängel und gestiegener Anforderungen an Brandschutz und Gebäudesicherheit war eine umfassende Erneuerung erforderlich. Das Ergebnis entspricht weitgehend einem Neubau, in den einzelne Bestandselemente wie die geschwungene Innentreppe und die Restaurantküche integriert wurden. Den Entwurf lieferte das Dresdner Büro Miller Architektur. Das Gebäude erhielt eine Holzfassade, begrünte Fassadenbereiche und eine Photovoltaikanlage. Im Inneren wurde der große Veranstaltungssaal erweitert und mit einem separat zugänglichen Backstage-Bereich ausgestattet. Hinzu kommen ein neuer kleiner Saal und ein Multifunktionsraum im Dachgeschoss. Ein Aufzug, rollstuhlgerechte Zugänge, barrierefreie Sanitäranlagen und Hörschleifen verbessern die Zugänglichkeit. Für die Außenanlagen sind ein neu gestalteter Vorplatz, ein begrünter Innenhof für Veranstaltungen und eine Freifläche für das Restaurant vorgesehen. Die Sächsische Aufbaubank fördert diesen Teil des Projekts mit rund 390.000 Euro. Eigentümerin der Immobilie ist die Stadt Dresden, Betreiber bleibt der scheune e. V.
Dresden: Haushaltsdefizit von knapp 120 Millionen Euro bleibt bestehen
Dresden rechnet für das laufende Jahr weiterhin mit einem Haushaltsdefizit von 119,6 Millionen Euro. Das geht aus dem Finanzzwischenbericht zum Stichtag 30. Juni 2026 hervor, den Oberbürgermeister Dirk Hilbert am 14. September vorgestellt hat. Trotz zusätzlicher Steuereinnahmen hat sich die Finanzlage der Stadt gegenüber dem im Juni beschlossenen Nachtragshaushalt nicht wesentlich verbessert. Die Stadt erwartet Mehreinnahmen aus Grund- und Gewerbesteuer von insgesamt rund 23 Millionen Euro. Dem stehen unter anderem zusätzliche Personalkosten von 3,8 Millionen Euro, sechs Millionen Euro höhere Energieausgaben für Schulen und ein Mehrbedarf von 7,5 Millionen Euro für die Sicherung der Brücke Budapester Straße gegenüber. Als größte Belastung nennt die Verwaltung weiterhin steigende Ausgaben für die Sozial- und Jugendhilfe, die nach ihren Angaben vom Bund nicht ausreichend finanziert werden. Für die laufende Verwaltungstätigkeit prognostiziert die Stadt zum Jahresende einen Zahlungsmittelbedarf von 155,4 Millionen Euro, für die Investitionstätigkeit weitere 271,2 Millionen Euro. Der rechnerische Bestand an liquiden Mitteln wird zum Jahresende voraussichtlich bei minus 131,2 Millionen Euro liegen. Dieser Wert bildet zugleich den Ausgangspunkt für die Haushaltsplanung 2027.
Dresden: Stadt investiert 22 Millionen Euro in zwei Feuerwehrgerätehäuser
Die Stadt Dresden baut in Reitzendorf und Langebrück zwei neue Gerätehäuser für die Freiwilligen Feuerwehren. Beide Projekte kosten jeweils rund elf Millionen Euro und sollen im November 2027 fertiggestellt werden. Der Freistaat Sachsen beteiligt sich an jedem Vorhaben mit bis zu 810.000 Euro. In Reitzendorf entsteht auf dem Gelände eines ehemaligen Landwirtschaftsbetriebs an der Meixstraße 4 ein gemeinsamer Standort für die Feuerwehren Schönfeld und Zaschendorf. Beide sollen nach der Fertigstellung zur Stadtteilfeuerwehr Reitzendorf zusammengeführt werden. Der Neubau erhält vier Stellplätze für Einsatzfahrzeuge, eine Waschhalle sowie Werkstatt-, Lager-, Schulungs- und Verwaltungsräume. Hinzu kommen Bereiche für die Jugendfeuerwehr. Das Richtfest ist für den 21. September vorgesehen. In Langebrück wird auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerks an der Lessingstraße 11a ein zweigeschossiges Gerätehaus mit rund 1.000 Quadratmetern Nutzfläche errichtet. Auch hier sind vier Fahrzeugstellplätze sowie Umkleide-, Schulungs-, Werkstatt- und Lagerbereiche geplant. Nach der Inbetriebnahme im November 2027 soll das bisherige Feuerwehrhaus zurückgebaut werden. Einschließlich der Außenanlagen ist der Abschluss der Arbeiten für Herbst 2028 vorgesehen. Das Richtfest findet am 5. Oktober statt. Beide Neubauten erhalten Klinkerfassaden, begrünte Dächer und Fassadenbereiche sowie Photovoltaikanlagen mit Stromspeichern. In Reitzendorf entsteht zusätzlich ein Grünschnittplatz, den die Ortschaft Weißig finanziert und künftig betreiben wird.
Meißen: Landesdirektion genehmigt Ausbau des Plossenaufstiegs
Die Landesdirektion Sachsen hat den Ausbau der Staatsstraße S 177 zwischen Neumarkt und Gellertstraße in Meißen genehmigt. Mit dem Planfeststellungsbeschluss liegt das Baurecht für die rund 630 Meter lange Strecke vor. Das Vorhaben ist eine Gemeinschaftsmaßnahme des Freistaates Sachsen und der Stadt Meißen. Die Wilsdruffer Straße, auch Plossenaufstieg genannt, soll grundhaft erneuert und auf 7,25 Meter verbreitert werden. Bergab ist ein Radfahrschutzstreifen vorgesehen, bergauf ein 2,75 Meter breiter gemeinsamer Geh- und Radweg. Zudem werden abschnittsweise Gehwege angelegt und zahlreiche Stützwände zur Sicherung der angrenzenden Hänge und Böschungen neu gebaut. Die Straße ist derzeit stellenweise nur fünf Meter breit. Insbesondere im Bereich einer engen Haarnadelkurve können sich Lkw und Reisebusse nach Angaben der Landesdirektion nicht sicher begegnen. Für die voraussichtlich zweieinhalbjährige Bauzeit muss der Plossenaufstieg vollständig gesperrt werden. Zuvor sollen die vorgesehenen Umleitungsstrecken saniert und befestigt werden. Für den öffentlichen Nahverkehr und Rettungsdienste ist eine Umleitung über den Siebeneichener Schlossberg geplant, für den örtlichen Anliegerverkehr über Polenz und Lercha. Die weitere Umsetzung liegt beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr, sofern keine Rechtsmittel gegen den Planfeststellungsbeschluss eingelegt werden. Ein konkreter Baubeginn wurde nicht genannt.
Dresden: Baustart für Fahrradparkhaus mit 800 Stellplätzen am Bahnhof Neustadt
Am Bahnhof Dresden-Neustadt haben die Bauarbeiten für ein Fahrradparkhaus mit 800 Stellplätzen begonnen. Das Gebäude am Schlesischen Platz wird in Holzbauweise errichtet und soll Ende 2027 fertiggestellt werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund vier Millionen Euro. Neben regulären Fahrradstellplätzen sind Lademöglichkeiten für E-Bikes und Pedelecs sowie Abstellflächen für Liege- und Lastenräder vorgesehen. Hinzu kommen abschließbare Einzelboxen und Schließfächer. Der Zugang zum Parkhaus soll auf registrierte Nutzer beschränkt werden. Die Stadt will den Betrieb bis Ende 2026 öffentlich ausschreiben. Derzeit wird das Baufeld am ehemaligen Standort der Europcar-Autovermietung vorbereitet. Dazu gehören Erdarbeiten, die Verlegung von Leitungen und die Sicherung des Geländes. Der Rohbau soll bis Frühjahr 2027 abgeschlossen sein. Der Bund fördert das Vorhaben über das Programm „Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen“ mit rund 2,4 Millionen Euro. Den verbleibenden Betrag finanziert die Stadt insbesondere aus Stellplatzablösegebühren. Grundlage ist das Radverkehrskonzept von 2017, das einen Bedarf von 800 zusätzlichen diebstahlsicheren und witterungsgeschützten Fahrradstellplätzen am Bahnhof ermittelt hatte.
Leipzig: Freistaat fördert Ausbau des Sportforums mit bis zu 60 Millionen Euro
Der Freistaat Sachsen unterstützt die Weiterentwicklung des Leipziger Sportforums mit bis zu 60 Millionen Euro. Oberbürgermeister Burkhard Jung und Ministerpräsident Michael Kretschmer haben dazu einen Zuwendungsvertrag unterzeichnet. Geplant sind die grundlegende Sanierung und Erweiterung der Quarterback Immobilien Arena sowie der Neubau einer Ballsporthalle. Die Zuschauerkapazität der bestehenden Arena soll auf rund 12.000 Plätze steigen. Die neue Ballsporthalle ist für bis zu 5.000 Zuschauer vorgesehen und soll künftig den Handball-Bundesligateams des SC DHfK und des HC Leipzig als Heimspielstätte dienen. Darüber hinaus soll die hydraulisch verfahrbare Leichtathletikanlage mit ihrem Spezialboden erhalten bleiben. Die Nebenhallen der Arena werden für den Bundesstützpunkt Fechten und den Fechtclub Leipzig ausgebaut. Gemeinsam mit dem Olympiastützpunkt und dem Institut für Angewandte Trainingswissenschaft sollen die Einrichtungen einen zusammenhängenden Sportcampus bilden. Als nächster Schritt ist ein Konzeptwettbewerb vorgesehen. Die Vergabe der Leistungen für Planung, Bau und Betrieb soll 2028 erfolgen. Das Projekt ist zugleich Bestandteil der Überlegungen für eine mögliche Beteiligung Leipzigs an Olympischen Sommerspielen im Rahmen der Bewerbung „Berlin+“.
Lutherstadt Eisleben: Bahnhofstraße nach Sanierung wieder freigegeben
Nach gut zwei Jahren Bauzeit ist die Bahnhofstraße in der Lutherstadt Eisleben wieder für den Verkehr freigegeben worden. Bund und Land haben die Sanierung mit insgesamt rund 1,8 Millionen Euro aus Mitteln der Städtebauförderung unterstützt. Auf einer Länge von rund 370 Metern wurden die Fahrbahn und Gehwege erneuert. Zudem entstanden Radfahrstreifen und Glasfaseranschlüsse. Im Zuge der gemeinsam von der Stadt, dem örtlichen Abwasserzweckverband und den Stadtwerken umgesetzten Maßnahme wurden auch Kanäle und Versorgungsleitungen saniert. Die Bahnhofstraße verbindet die Altstadt mit den angrenzenden Stadtbereichen und erschließt das Quartier zwischen Hallescher Straße und Stadtpark.
Chemnitz: Zwickauer Straße wird für 4,4 Millionen Euro ausgebaut
Die Stadt Chemnitz beginnt am 21. September mit dem grundhaften Ausbau der Zwickauer Straße im Stadtteil Kappel. Saniert und umgestaltet wird der Abschnitt zwischen Schillstraße und Am Feldschlößchen. Die Arbeiten sollen in fünf Bauabschnitten erfolgen und Mitte 2028 abgeschlossen sein. Neben den Verkehrsflächen werden die Trinkwasser- und Gasleitungen saniert und die Straßenbeleuchtung erneuert. Im Bereich des Straßenbahnmuseums soll zudem ein Schmalspurgleis wieder in die Zwickauer Straße eingebaut werden. Entlang der Strecke sind 36 neue Bäume vorgesehen. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 4,4 Millionen Euro, davon entfallen etwa drei Millionen Euro auf den Straßenbau. An dem Vorhaben sind das Verkehrs- und Tiefbauamt der Stadt Chemnitz, die Chemnitzer Verkehrs-AG und eins energie in sachsen beteiligt. Den Bauauftrag hat die EBG Bau GmbH aus Ehrenfriedersdorf erhalten. Während der Arbeiten wird die Zwickauer Straße abschnittsweise halbseitig gesperrt. Der Verkehr stadtauswärts bleibt auf der Zwickauer Straße, stadteinwärts wird er über Jaenickestraße und Neefestraße umgeleitet. Öffentliche Stellplätze im jeweiligen Baubereich entfallen vorübergehend.
Delitzsch: BImA investiert 38 Millionen Euro in Umbau von Wohnblöcken
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat mit dem Umbau von fünf Wohnblöcken in Delitzsch-Nord begonnen. Wie die Leipziger Volkszeitung berichtet, investiert die BImA rund 38 Millionen Euro in die Gebäude an der Stauffenberg- und Bonhoefferstraße. Die fünfgeschossigen Blöcke werden umfassend modernisiert. Vorgesehen sind Arbeiten an Ver- und Entsorgungsleitungen, Fassaden, Balkonen, Dächern und Kellern sowie der Umbau sämtlicher Wohnungen. Durch veränderte Grundrisse soll sich deren Zahl von derzeit 209 auf voraussichtlich 190 reduzieren. Geplant sind Zwei- bis Vier-Raum-Wohnungen. Die Sanierung erfolgt blockweise in bis zu drei Bauabschnitten und überwiegend in leergezogenen Gebäuden. Einschließlich der Außenanlagen und weiterer Nebenarbeiten soll das Vorhaben Mitte 2029 abgeschlossen sein. Die Wohnungen sind nach Angaben der BImA vorrangig für Bundesbedienstete vorgesehen, darunter Beschäftigte von Bundeswehr, Bundespolizei und Zoll. Besteht dafür kein Bedarf, können einzelne Einheiten laut Leipziger Volkszeitung auf dem freien Mietmarkt angeboten werden.
Boxberg: Bau der Carbon Lab Factory für 34 Millionen Euro startet
Im Gewerbegebiet Kringelsdorf in Boxberg beginnen Mitte September die Arbeiten für die Carbon Lab Factory der Technischen Universität Chemnitz. Die Gesamtbaukosten für die neue Forschungsinfrastruktur belaufen sich auf 34 Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Investitionsgesetzes Kohleregionen. Geplant sind drei miteinander verbundene Industriehallen sowie Labor-, Büro- und Technikflächen. Künftig soll dort die gesamte Prozesskette von der Herstellung von Carbonfasern über deren Verarbeitung zu textilen Halbzeugen bis zur Produktion von Strukturbauteilen gebündelt werden. In der ersten Halle sollen Carbonfasern auf der sogenannten Black-Line hergestellt werden. Die zweite Halle ist für die Weiterverarbeitung zu textilen Halbzeugen vorgesehen, in der dritten sollen daraus Strukturbauteile entstehen. In den angeschlossenen Laboren werden die produzierten Materialien, Halbzeuge und Bauteile geprüft. Nach der Baustelleneinrichtung Mitte September sollen die eigentlichen Bauarbeiten Ende September beziehungsweise Anfang Oktober beginnen. Die ersten Betonarbeiten sind für November vorgesehen. Ende 2028 soll die Anlage fertiggestellt und an die TU Chemnitz übergeben werden. Die Bauausführung wird von der Bautzener Niederlassung des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement betreut.
Im Gewerbegebiet Kringelsdorf in Boxberg beginnen Mitte September die Arbeiten für die Carbon Lab Factory der Technischen Universität Chemnitz. Quelle: DGI-Bauwerk Gesellschaft von Architekten mbH


